2 katastrophale Jahre für Griechenland

In Griechenland hat sich gezeigt, dass Wahlen nichts verändern. Nichts von dem was Tsipras vor zwei Jahren versprochen hatte ist eingetroffen. Was die Griechen jetzt durchmachen steht den Deutschen noch bevor, wenn sie am Sonntag wählen gehen.

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Entgegen aller vollmundigen Versprechungen des Premierministers Alexis Tsipras verliefen die beiden vergangenen Jahre für Griechenland katastrophal.

Mittlerweile sind seit der Wiederwahl der SYRIZA bei den Parlamentswahlen in Griechenland im September 2015 zwei Jahre vergangen und das damals von Alexis Tsipras gestellte Dilemma hat sich vollständig bewahrheitet:

Wir machen sie fertig oder sie machen uns fertig„, meinte Tsipras damals. Und schließlich hat er es geschafft, die griechischen Steuerzahler zu zermalmen, damit all die in Posten Eingesetzten und die Bewacher des Parteistaats der SYRIZA in den Machtpositionen verbleiben.

Tsipras vermag Griechenland nicht „ans Laufen“ zu bringen

Herr Tsipras erzählte dem griechischen Volk auch in diesen beiden Jahren viele Lügen. Er versicherte den Bürgern, das Schlimmste sei vorbei, er werde die Löhne und Renten sicherstellen und den wirtschaftlich Schwächeren helfen. In der Praxis handelte er jedoch genau das Gegenteil. Er massakrierte mit der „Lex Katrougkalos“ die Renten der neuen Anwärter, unterzeichnete auch ein neues Memorandum und brachte zusammen mit den anderen 152 Abgeordneten der Regierungsmehrheit die Kürzungen auch für die „alten“ Rentner ab dem 01.01.2019 mittels der Streichung der berüchtigten sogenannten persönlichen Differenz durchs Parlament.

Entsprechend schmerzhafte Maßnahmen verabschiedeten sie auch für die Arbeitnehmer. Der Premierminister, der angeblich den Mindestlohn wieder auf 751 Euro zurückgebracht hätte, schuf die 360-Euro-Generation und belastete mittels der Senkung des (Einkommen-) Steuerfreibetrags auf 5.400 Euro sogar auch die mit 500 Euro entlohnten Geringverdiener mit 650 Euro an zusätzlichen Steuern.

Dies ist die von den Bürgern durchlebte Realität, die weder mit „gezinkten“ Demoskopien noch mit neuen falschen Versprechungen bezüglich eines Ausgangs des Landes aus dem Memorandum geschönt werden kann. In diesen beiden Jahren blieb Griechenland im Verhältnis zu den übrigen Ländern der Eurozone zurück, die Banken wurden für ein Linsengericht an ausländische Funds abgegeben, während Institutionen wie die Justiz und die unabhängigen Behörden durch die parteiliche Attacke der SYRIZA schwer geprüft werden.

Herr Tsipras, politisch geschwächt, vermag das Land nicht „ans Laufen“ zu bringen. Die Leistungen seiner Minister werden auf allen Bereichen der Regierungsführung mit „ungenügend“ benotet und die Lockerung des Staates ist sogar auch bei den Misstrauischsten offensichtlich, mit letztem Beispiel die Verschmutzung des Saronischen Golfs von einem ungeheuren Ausmaß. Das sind die katastrophalen zwei Jahre des Herrn Tsipras.

2 katastrophale Jahre für Griechenland
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4 Kommentare

  1. Tun wir was  für  die "einfachen " Grichen ! Lassen  wir  sie , nicht  im Stich  ! Das " kleine""  Volk  hat Europa    gegründet  ! Meinen allergrößten  Respekt  ! Das werden  die links  grünen  Feministischen Emanzen niemals  begreifen  ! Sie  sind  Teil des Systems  aber hacken  eifrig  den Ast ab auf  dem sie sitzen  !

  2. 2008 vor der Euro-Krise lag die Arbeitslosenquote in Griechenland bei 7,75 %.

    2013 war sie auf rekordverdächtige 27,48 % gestiegen.

    Im Jahr 2017 liegt die Arbeitslosenquote in Griechenland geschätzt bei rund 21,9 Prozent.

    (Quelle: Statista)

    Griechenland kann nicht mehr

    Das neue griechische Sparpaket wird die Situation der Familien nach Einschätzung der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weiter verschlimmern. Besonders dramatisch ist die Lage der Kinder. Viele Menschen haben seit Jahren kein festes Einkommen. Zu Beginn der Krise 2009 konnten sie noch Sozialleistungen beantragen. Doch ihre Lage wird immer verzweifelter, weil es keine Zuschüsse mehr gibt und ihre Ersparnisse aufgebraucht sind. Die Familien leiden schwer unter Arbeitslosigkeit und Armut. Die Zahl der Scheidungen, Depressionen und Selbstmorde hat stark zugenommen.

    Knapp ein Drittel aller Griechen hat keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Das öffentliche Gesundheitssystem ist praktisch zusammengebrochen. Zahlreiche Familien sind zum Beispiel nicht mehr in der Lage, Impfungen für ihre Kinder zu bezahlen.

    Gegenwärtig ist Griechenlands Zukunft weiter ungewiss. Dass sich die griechische Wirtschaft kurzfristig oder auch nur wie angestrebt bis 2025 erholt, erscheint ausgeschlossen.

    Zu Beginn des Konjunktureinbruchs 2010 zählte Griechenlands Staatsverschuldung zu den höchsten unter den Mitgliedsländern der EU. Die Athener Regierung erhielt Rettungspakete von EU und Internationalem Währungsfonds, unter der Bedingung, dass sie sowohl an öffentlichen Ausgaben spart als auch die Steuern erhöht. Bis 2015 war die Wirtschaft auf ein Viertel ihrer früheren Leistung geschrumpft, die Staatsverschuldung auf mehr als 300 Milliarden Euro gestiegen.

    Wohin sind aber die zig Milliarden Euro aus den "Rettungspaketen" hin geflossen?

    Jedenfalls nicht zu den dort lebenden Menschen.

    Es stimmt, Griechenland hat sich in den Euro betrogen. Es stimmt, die Korruption war in Griechenland enorm hoch. Es stimmt, dass die Steuer-Moral sehr schlecht war.

    Aber wer muss heutedarunter leiden? Nicht die Super-Reichen, nicht die milliardenschweren griechischen Reeder, nicht die Banken – sondern die einfachen Menschen.

    Die sog. "Troika" unter Führung von Schäuble und Merkel hat eben nur die Reichen deutschen Banken mit Steuergeld "gerettet". Alles andere war Insolvenz-Verschleppung. Griechenland war 2008 faktisch pleite und ist 2017 immer noch faktisch pleite. Der Euro ist für Griechenland eine zu schwere Last.

     

     

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