2012 (Winklers Pranger)

2012 (28.12.2011)

Das neue Jahr wird von Esoterikern sehr geliebt, hat es ihnen doch viel Geld mit Weltuntergangsphantasien eingebracht. Am 21.12.2012 läuft der Maya-Kalender ab – und am 22.12.2012 beginnt ein neuer Zyklus, Tag 1, Woche 1, Monat 1… So, wie auf den 31.12.99 der 1.1.00 gefolgt ist. Noch nicht einmal die Computer sind reihenweise abgestürzt. Die Welt geht also nicht unter – leider.

Leider? Nun, verdient hätten wir es. So ein bißchen Ragnarök, ein kleines Armageddon, eine nette Sintflut, das hätte doch was. Die Bösen (das sind die Anderen) werden von der Erde getilgt und die Guten (das sind wir) leben fortan herrlich und in Freuden. Jetzt stimmen Sie dem „leider“ auch zu? Danke!

Beginnen wir bei dem Kleinen, den Naheliegenden. Als ich 2008 das Ablaufdatum aller Abonnements für mein Archiv festgelegt habe, den 31.12.2012, schien dieser Termin unendlich fern zu liegen. Vier Jahre, und in jedem einzelnen hätte so viel passieren können, erschien mir damals genug. Heute steht dieses Datum immer noch, und es wirkt jetzt sehr nahe. Es steht da, weil ich diesem „Staat“ mißtraue, weil die BRD Jahr für Jahr ein heißeres Pflaster wird. Ich kann nicht garantieren, daß diese Seite am 1.1.2013 noch existieren wird, ich kann nur versprechen, daß ich nicht freiwillig vom Netz gehen werde. Ich habe allerdings nicht vor, das Fallschirmspringen zu erlernen, in einem Schweizer Hotel in die Badewanne zu steigen, Wodka in Schwulenbars zu trinken oder mit einem Strick in den Wald zu gehen.

Ich halte mich nicht für derart wichtig, um als großer, gefährlicher Staatsfeind zu gelten. Ich sehe nur die Entwicklung der BRD, vom einstigen Aushängeschild des „freien Westens“ zu einem repressiven Orwell-Staat. Freiheit gibt es nur ganz oder gar nicht, und 2012 wird das „gar nicht“ immer offensichtlicher. Die guten Zeiten der BRD, der EU und des Euro liegen hinter uns, jetzt kämpft die politische Kaste, die uns diesen Blödsinn eingebrockt hat und deren Dienstwagen davon abhängen, um ihren Fortbestand. In diesem Todeskampf dürfen wir alles erwarten, nur keine Fairneß oder Gerechtigkeit.

Wir erleben längst die absolute Einseitigkeit der Berichterstattung. die während ihrer ganzen Amtszeit friedfertigen Gaddafi, Ben Ali, Mubarak und Assad waren und sind allesamt orientalische Despoten ohne eine einzige gute Eigenschaft, während die kriegführenden Warlords des Westens, Obama, Cameron, Sarkozy und Merkel als wahre Ausbünde an Tugendhaftigkeit und Tüchtigkeit beschrieben werden. Nordkorea und der Iran sind Schurkenstaaten, voller Abgründe der Unmenschlichkeit, dafür gilt ausgerechnet Israel als Leuchte der Zivilisation. Ja, wir haben es weit gebracht.

In einer Beziehung ist die Endzeitstimmung jedoch berechtigt: die größte Idiotie Europas, der Euro, dürfte 2012 platzen. Der Schwachsinn, von Genscher ins Spiel gebracht, von Mitterand aufgenommen, um Vierzonesien zu knechten, von Kohl zum Preis der Wiedervereinigung hochstilisiert und von Waigel in beispielloser Augenwischerei mit Bedingungen ausgestattet, die niemals eingehalten worden sind, hat den größten denkbaren Schaden angerichtet. Alle Volkswirtschaften Europas sind zerrüttet, und nur der Opferbereitschaft der deutschen Arbeitnehmer verdankt es Merkel, als kurzsichtige Einäugige unter Blinden herumzustolpern. Die Krisenbewältigung, für die sie sich in den Propagandamedien lobhudeln läßt, bestand aus hemmungslosem Geldausgeben, Geld, das wir nicht haben.

„There’s nothing as a free lunch“, sagen unsere Besatzer, denn solange die SHAEF-Gesetze noch gelten, sind wir kein freies Land. Ich mag zum Mittagessen eingeladen werden, doch dieses bezahlt trotzdem jemand, eben der Gastgeber. Demokraten haben dafür jedoch einen schönen Trick herausgefunden: sie tafeln heute, und wenn der Wirt die Rechnung präsentiert, wird abgestimmt und beschlossen, daß jene Runde, die sich morgen an diesen Tisch setzt, die Zeche übernehmen soll. Die Schulden, wegen der Erhard gestürzt wurde, stehen noch heute in den Büchern, so wie die Schulden Adenauers und jene seiner Nachfolger. Die Finanzminister Strauß und Stoltenberg waren die einzigen, die einen konsequenten Stabilitätskurs verfolgt haben, und vielleicht, hätte man ihnen ein paar Jahre mehr Zeit gegeben, wäre es ihnen sogar geglückt, Staatsschulden zu tilgen. Doch nach Strauß kamen Verschwender ans Ruder, die das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen haben, auf Stoltenberg folgte das Chaos für den Aufbau Vierzonesiens.

Das scheinbar kostenfreie Mittagessen, das die Nationen Europas massenhaft verschlungen haben, wurde entweder von Deutschland bezahlt oder die Zeche ist noch offen, steht als Schulden in den Büchern, ist Teil der Euro-Krise. 2012 werden die Rechnungen präsentiert, da wird mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlt. Wir, die Bürger Europas, erfahren die Wunder der Demokratie: Wir, die Völker, die Bürger dürfen bezahlen, was die Volldemokraten angerichtet haben.

Wir sind schließlich schuld, wir haben diese prasserischen Volltrottel schließlich gewählt, oder? Nein, das haben wir nur scheinbar getan. Sie müssen relativ weit in einer Partei aufgestiegen sein, um tatsächlich den Trottel auszupicken, der seinen Opfern als Kandidat präsentiert wird. Nicht Sie als Wähler suchen die Kandidaten aus, sondern es sind die Parteifunktionäre, die sich gegenseitig auf die Listen setzen. Sie dürfen nur ankreuzen, was Ihnen von denen vorgesetzt wird.

Da gibt es noch die Wahlprogramme. Nur sind Wahlprogramme keine Kataloge, aus denen Sie auswählen dürfen, sondern Komplettangebote, und das auch noch ohne Gewähr. 2005 konnten Sie SPD ankreuzen, für 0% Mehrwertsteuererhöhung, oder Union, für 2% Mehrwertsteuererhöhung. Bekommen haben Sie für Ihre Stimme eine große Koalition und 3% Mehrwertsteuererhöhung. Würden Sie ein zweites Mal bei einem Händler einkaufen, bei dem Sie einen Kühlschrank bestellen und dann eine Schrankwand geliefert bekommen, die doppelt so teuer ist und deren Annahme Sie nicht verweigern können, weil sonst ein Schlägertrupp aufkreuzt?

Hat Ihnen schon jemand so die Demokratie erklärt? Nein? Verlangen Sie jetzt bitte keine Quelle von mir, sondern schauen Sie sich einfach um, wie in diesem und jedem anderen Land die Demokratie betrieben wird. Alle Staatsgewalt wird dem Volk von seinen Vertretern vorenthalten – das ist die Wahrheit!

Kommt Ihnen das vor wie ein Bericht aus der DDR? Funktionäre, die sich selbst auf die Wahllisten setzen, Stimmvieh, das ankreuzen darf, aber nicht entscheiden, und als Ergebnis eine Volkskammer, die Entscheidungen über die Köpfe des Volkes hinweg trifft? Ja, sicher, dort hat man das noch ein wenig offensichtlicher getan als heute. Nur die Wahlergebnisse lagen mit 98 oder 99 Prozent ein wenig höher. Unseren Volldemokraten westlicher Ausprägung reichen 55 Prozent, und sollten es noch weniger sein, solange es auch bei 5% Wahlbeteiligung 100% der Diäten und Dienstwagen gibt, ist selbst das gleichgültig.

Wir erleben gerade keine Schuldenkrise, keine Eurokrise, ja nicht einmal eine Einnahmekrise des Staates, was wir erleben, ist eine Krise der Demokratie an sich. Das Spiel beginnt mit einer Streichholzflamme und 100 Hektar Wald. Wenn sich das Feuer jede Stunde verdoppelt, dauert es lange, bis der erste Baum brennt. 17 Stunden später ist der prächtige Wald Asche geworden, und die größten Schäden ereignen sich in den letzten drei Stunden.

Genau das, diese letzten Stunden, sind jetzt angebrochen. Die Politiker der Stunde Null mögen noch aus Sorge um Deutschland in ihre Ämter eingetreten, zu einer Zeit, in der Politiker keinerlei Ansehen genossen haben. Ihre Nachfolger waren schon Karrieristen, die ach so tollen 68er bereits ausgeprägte Volksschädlinge und nach ihnen folgte in graumäusiger Graumäusigkeit das heutige mittelmäßige Mittelmaß. Wer in den letzten 60 Jahren etwas konnte, wählte eine Karriere außerhalb der Politik, nur wer regulär keine Chance gehabt hatte, nahm die Ochsentour auf sich. Nur wer solange als Wurm am Boden gekrochen ist, bis er sich jedes Rückgrat abtrainiert hatte, gelangt als gefügiges Parteischaf an die Fleischtöpfe der Macht.

Solche Schafe sind die Asche, durch die jede Glut schließlich erstickt wird. Solange sie in der Minderzahl sind, brennt das Feuer weiter, doch je mehr die Asche überwiegt, desto weniger Energie steckt in diesem Feuer. Das trifft sowohl auf die Demokraten selbst zu, als auch auf die Finanzen einer Regierung. Es ist zuerst ganz leicht, sich als Staat zu verschulden, genießt man doch dank der Steuerzahler höchste Bonität. Das ist nicht anders als bei einem jugendlichen Dummkopf, der einen Kredit aufnimmt, um eine Urlaubsreise zu finanzieren. Doch Kredit ist eine Droge, sie wirkt bei allen Dummköpfen, ob nun jugendlich oder demokratisch. Wenn der Enkel Oma Tüttelbek aussaugt und die alte Dame schließlich aus ihrem Haus geworfen wird, ist das nur eine kleine Familientragödie. Demokraten, die einen Staatsbankrott herbeiregieren, bewirken millionenfache Familientragödien.

Werfen Sie einen Blick nach Griechenland. Dort haben die Demokraten versagt, jetzt werkelt dort eine Regierung, die nicht einmal über die Scheinlegitimation durch das Volk verfügt. Diese Regierung soll sparen, sparen, sparen, also genau das tun, was der Schuldnerberater sonst dem jugendlichen Dummkopf von Verschwender verordnet. Lassen Sie sich durch Professoren- oder Doktortitel nicht täuschen, wer in der demokratischen Regierung sitzt, ist trotzdem nur in Ausnahmefällen ein wirklicher Experte. Politiker sind Volldemokraten, denn würde ich Vollidioten schreiben, wäre das eine Beleidigung.

Sparen ist nur dann eine Tugend, wenn man es freiwillig tut. Wird es erzwungen, wird einem von dritter Seite der Gürtel enger und enger geschnallt, wird Sparen zur Unterdrückung, ja zum Raub. Das scheinbar kostenfreie Mittagessen wird jetzt bezahlt, durch Arbeitslosigkeit, vor allem unter den jungen Leuten, durch Not und Armut, und mit Leben. „Selbstmordwelle in Griechenland“ heißt die Schlagzeile in den Propagandamedien, als Folge des „Lebe jetzt, zahle später!“ Ja, die Menschen haben von dem profitiert, was die Politiker verteilt haben. Was hätten sie sonst tun sollen? Wenn ich es nicht nehme, steckt es ein Anderer ein, oder? Jetzt wird die Rechnung präsentiert. „Du hast gelebt, jetzt bezahle!“ – Manche geben dann das Leben zurück, weil das Geld zum Bezahlen fehlt.

Die Rechnung ist ganz einfach, sie paßt für Volldemokraten und jugendliche Dummköpfe. 1.000 Euro netto sind zunächst 1.000 Euro netto. Wenn ich auf einen Urlaub spare und Monat für Monat 100 Euro beiseite lege, verbleiben mir 900 Euro. Wenn ich einen Kredit aufnehme, gleich in den Urlaub fahre und ab sofort 100 Euro pro Monat zurückzahle, verbleiben mir ebenfalls 900 Euro. Vernachlässigen wir jetzt Spar- und Kreditzinsen, sowie die Inflation, so haben wir in beiden Fällen die gleiche Situation, oder etwa nicht?

Nein, es gibt einen großen Unterschied. Der Ansparer ist Herr seiner Finanzen. Sieht er ein günstiges Sonderangebot, so kann er auf seinen Sparbetrag verzichten und sich bevorraten. Der Schuldner kann das nicht, es sei denn, er schränkt sich ein, leistet anderweitig Verzicht. Der Ansparer kann, sollte sein Traumurlaub als Last-Minute-Angebot plötzlich die Hälfte kosten, zum deutlich niedrigeren Preis zuschlagen. Oder er kann sich dafür entscheiden, das Geld statt für einen Urlaub für eine andere Gelegenheit auszugeben. Der Schuldner hat all diese Möglichkeiten nicht. Der Ansparer genießt außerdem die Vorfreude, noch zehn Monate, noch vier Monate, nächsten Monat – dann ist es endlich soweit. Der Schuldner hingegen hat den Urlaub längst vergessen, ihm sind nur die Schulden geblieben, nur die Last, die Freude ist längst vergangen.

Volldemokraten haben einen Notausgang, wenn ihre Schulden unerträglich werden: sie scheiden aus dem Amt und damit aus der Verantwortung. Ob Theo Waigel oder Hans Eichel, um nur zwei Versager als Finanzminister zu nennen: Die von ihnen aufgenommenen Schulden drücken den Staat noch immer, sie selbst leben herrlich und in Freuden von ihren Pensionen – wobei Herr Eichel diese auf dem Klageweg noch erhöht hat. Kein Guttenberg, kein Fischer, kein Trittin wurde und wird je für das belangt, was er dank persönlichem Unvermögen in seinem Amt angerichtet hat. Volldemokraten tragen keine Verantwortung, das Regieren mit beschränkter Haftung ist mit dem persönlichen Rücktritt abgeschlossen. Höchstens bei einer Revolution gibt es Dankesorden des Volkes, die schönen Laternenpfähle am stabilen Halsband.

Dies ist nach wie vor der Silvesterpranger, und es geht immer noch um einen Ausblick auf das Jahr 2012. Ich habe mir diese Erklärung erlaubt, um eine Binsenweisheit vorzubereiten: Noch nie hat ein Gewehr, ein Pfeil oder ein Schwert einen Menschen getötet. Nicht die Waffen töten, sondern die Menschen, die diese Waffen benutzen. Gesetze, Verordnungen oder Regeln plündern niemanden aus, verurteilen keinen und stürzen nicht einen Einzigen ins Unglück. Es sind immer die Menschen die Täter, jene Menschen, die solche Gesetze, Verordnungen und Regeln erlassen. Deshalb war es wichtig, auf diese Menschen einzugehen.

2012 wird das Jahr verzweifelter Maßnahmen. Die wöchentlichen Euro-Rettungs-Gipfel des Jahres 2011 haben nichts gerettet, ja nicht einmal die Not gelindert. 2012 führt dies zum Totalversagen, und wir werden auf dem Währungssektor mehr als nur eine Überraschung erleben. Ich gehe nach wie vor davon aus, daß der Euro platzt und wir 1:1 in die nationalen Währungen zurückkehren werden. Das führt zu einem Amoklauf in Brüssel, weil die Eurokraten versuchen, ihre fortbestehende Wichtigkeit zu beweisen. Die dortigen Kommissare sind jedoch Volldemokraten vom Schlage eines Günther Oettinger, abgeschoben, um auf nationaler Ebene keinen weiteren Schaden anzurichten. Die Beamtenheere werden sinnlose und überflüssige Regelungen auf uns loslassen, um ihr Selbstwertgefühl aufzubessern. Der Moloch wird erst später aufgelöst.

Die nationalen Währungen beseitigen jedoch kein einziges Problem, die Schulden, die Schlacken der zahlreichen Demokraten-Generationen, sind noch immer vorhanden. Um sie zu beseitigen, bedarf es einer Hyperinflation, einer Vernichtung von Schulden und Guthaben. Volldemokraten plündern in der Endphase immer das Volk aus, Vampiren gleich, die ihre Selbstbeherrschung verlieren und ihren Wirten den letzten Blutstropfen wegnehmen. Das deutsche Volk hat keinen immerwährenden Rechtsanspruch auf Marktwirtschaft und Demokratie – das sind Worte von Angela Merkel. Betrachten Sie das als Regierungsprogramm für 2012 – wobei die Chancen gut stehen, daß Merkel im Rahmen der Umsetzung abserviert wird.

Nicht die Vernunft, sondern das fehlende Geld wird die Volldemokraten zu Maßnahmen zwingen, die heute undenkbar erscheinen. Im Kampf um ihre Dienstwagen werden sogar Parteifunktionäre überraschend auf den Gedanken kommen, daß der Islam wohl doch nicht zu Deutschland gehört. Dann ist es nicht mehr weit bis zu der Idee, daß Zuwanderung nicht unsere Kultur bereichert, sondern unsere Kassen leert. Hat man erst die NPD verboten, wird deren Spruch: „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ sicher bald demokratisiert. Demokraten sind gut darin, Sündenböcke für ihre eigenen Fehler zu finden. Political Correctness läßt sich sehr schnell umschreiben. Wir waren schon immer gegen Zuwanderung, wir haben schon immer gesagt, es seien zu viele Ausländer hier – Orwell läßt grüßen.

Hätte man auf die Stimmen der Vernunft gehört, wäre die Rückwanderung sanft und friedlich erfolgt, doch jetzt, aus der Not und der Angst um den Dienstwagen geboren, wird das Volk aufgehetzt und der Mob entfesselt. Nicht die paar fernsehwirksam aufgebauten Neonazis haben unsere ausländischen Mitbürger zu fürchten, sondern jene, die heute noch für „bunt statt braun“ eintreten. Dann brennen nicht nur ein paar Autos, sondern Häuser und Stadtteile, in Berlin und Köln, aber auch in Paris und Barcelona. Europa wird sich wandeln, grundlegend wandeln.

Werden wir es 2012 erleben, als Folge des Zusammenbruchs des Euros? Oder muß noch mehr geschehen? Denn das ist nur Europa. In den USA steht nichts zum Besten, der Dollar steht auf wackeligen Beinen. Die USA hatten während ihrer ganzen Existenz nur eine einzige Lösung für Probleme mit den Staatsfinanzen: Krieg. Sogar ihr eigener Bürgerkrieg war eine Ausplünderung des reichen Südens durch dem raubgierigen Norden, die Sklavenbefreiung war nur eine nachträglich erfundene Beschönigung dieses Vorgangs. Deutschland war ein dankbares Opfer solcher Raubkriege, haben die Amerikaner doch gleichzeitig den Reichtum des Britischen Empire an sich gerissen, dank Volldemokraten wie Churchill und anderer überaus nützlicher Idioten.

Die vollständige Kontrolle der Ölregion, aller Länder am Persischen Golf, wäre der große Preis, der es erlaubte, China den Ölhahn abzudrehen und Rußland aus dem Energiegeschäft zu drängen. Noch ist der Iran frei, deshalb wird er jetzt verteufelt. Libyens Öl wurde inzwischen befreit und demokratisiert, ab sofort werden die Libyer nur noch wenig von den Gewinnen abbekommen. Jetzt sind die Perser an der Reihe, weil die hochgerüstete Nuklearmacht Israel sich vor den atomaren Habenichtsen fürchtet. Ich rechne damit, daß der Krieg gegen den Iran 2012 stattfinden wird.

Und dann geht es uns allen schlecht, weil Öl und damit alle Treibstoffe sehr teuer werden. Das Logistik-System, die Verteilung der Waren, wird zusammenbrechen. Noch lernen die angehenden Wirtschaftswissenschaftler, daß Transportkosten zu vernachlässigen seien, doch dann werden sie zum preisbestimmenden Faktor. Wir werden ein Wort in unser Vokabular aufnehmen, das seine Bedeutung ändert: Hunger. Heute umschreibt es „Ich habe Lust, etwas zu essen“, in Zukunft dürfte es für: „Ich habe nichts zu essen“ stehen.

Betrachten wir Israel, so dürfen wir durchaus von einem Parasitenstaat sprechen. Der hohe Lebensstandard dort ist nicht das Resultat besonderer Intelligenz, Tüchtigkeit und Arbeitsfreude der jüdischen Bevölkerung, sondern das Ergebnis von Zuwendungen aus den USA und Deutschland. Diese sind jedoch auf dem besten Weg, zu blutarmen Wirten zu werden. Liefern die Wirte keine Nahrung mehr, sterben Parasiten. Ein Krieg gegen den Iran, der die angeschlagene USA ruiniert, statt sie durch Raub zu sanieren, ein Krieg, der Deutschland in Not und Hunger stürzt, wird dem Luxus im Wüstenstaat ein schnelles Ende bereiten. Ein Alexander hat einst gegen Persien gewonnen, doch die Kriege der USA nach 1945 haben gezeigt, daß keiner derer Generäle den Titel „der Große“ verdient hat. Der Iran wird sich zäh verteidigen und sowohl Russen als auch Chinesen werden für den Nachschub sorgen.

Die Welt wird 2012 nicht untergehen, und sie wird leider auch nicht in die vierte, fünfte oder sechste Dimension aufsteigen. Es wird jedoch einen Bewußtseinswandel geben, wenn die Demokratie nicht mehr für Wohlstand sorgen kann. Es wird leider nicht so schnell gehen, wie wir das alle erhoffen. Ich hatte mir eingebildet, daß die Dinge sich beschleunigen werden, die Not die Menschen vorantreibt, ihnen die Augen öffnet und sie handeln läßt. Inzwischen gehe ich davon aus, daß der Trägheitseffekt uns noch viel weiter in den Abgrund treiben wird. Das deutsche Experiment mit den Nachteilen der Demokratie hat 1919 begonnen. Das verlorene Jahrhundert ist nun fast zu Ende. Der Neuanfang, der Bewußtseinswandel wird durch die Stunde Null eintreten. Wann das sein wird, ist noch offen. 2015, 2018 oder 2019? Es gilt, einen eisernen Kopf zu haben und dies alles durchzustehen.

Hunger ist der beste Koch und Not lehrt Beten… Grüne Hirngespinste, die Kampfemanzen, der Genderwahnsinn, die Krötenwanderwege und der bahnhofverhindernde Juchtenkäfer – sie gediehen in einer Welt des Wohlstands und der Dekadenz. Hunger und Not werden der Vernunft eine Chance geben. Ich muß nicht in einen Kreißsaal gehen, um zu wissen, daß eine Geburt unter Schmerzen stattfindet. 2012 werden wir die Geburtswehen einer besseren Welt erleben.

Einer besseren Welt? Es wird ein Deutschland ohne Marktwirtschaft und Demokratie werden, ohne Raubtierkapitalismus und Volldemokraten. Ein Land mit weniger äußerem, dafür mehr innerem Wohlstand. Wir lernen Verzicht, müssen mit der Arbeit unserer Hände und unserer Köpfe auskommen. Die Ersparnisse sind weg, die Demokraten haben uns nicht nur verraten, sondern auch bestohlen. Gold und Silber werden ihren Wert behalten, doch sie werden nicht mehr zum Wertmaßstab ihres Besitzers. Es wird wichtiger sein, wer Sie sind, nicht, was Sie haben. Auch das gehört zum Bewußtseinswandel.

Ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches,
gesundes und lehrreiches 2012!
Kommen Sie gut durch!

© Michael Winkler

Quelle: http://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html

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3 Kommentare

  1. Ich muß sagen Hut ab, auch wenn ich da vereinzelt ein wenig zu viel Optimismus drin lese. Aber wie sagte ein altes Indianisches Sprichtwort so schön?
    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“
    „Und wenn der letzte rote Mann von der Erde verschwunden und die Erinnerung des weißen Mannes an ihn zur Legende geworden ist, dann werden diese Gestade übervoll sein von den unsichtbaren Toten meines Stammes, …dann wimmeln sie von den wiederkehrenden Scharen, die einst dieses Land bevölkerten und es immer noch lieben.“

    Man bemerke den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur, es ist nur der Antrag B. Es ist traurig wie die Menschheit sich lieber solchen Themen wie DSDS widmet und sich nicht drum kümmert was morgen mit uns sein wird.

  2. Ja ja ja, so stelle ich mir in etwa auch die Zukunft vor.Es kann ja garnicht so weiter gehen. Hoffe nur dass den Volldemokraten auch der Dienstwagen weggenommen wird.
    an excellent article Mr. Winkler, hope to read more from you in the future. Many thanks and a happy new year. Theo Vogel

  3. Wundervoll geschrieben, Herr Winkler! Das kam aus dem Herzen und hat mir bestätigt, daß ich nicht falsch liegen kann. Ich bewundere solch klare Gedanken.
    Vielen Dank und ein gesundes Jahr 2012 wünscht Ihnen
    Jürgen Forbriger

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