Im Zeitraffer in den Untergang

… so lautet der Titel eines Buches, das Matthias Chang, Rechtsanwalt und politischer Berater des ehemaligen Ministerpräsidenten von Malaysia, Mahthir Mohamad 2006 veröffentlichte. Im englischen Originaltitel wird „Untergang“ mit dem Wort Meltdown beschrieben, das auch mit dem apokalyptischen Begriff Kernschmelze übersetzt werden kann.

Wenn es Obama nicht vollendet, wird´s Hillary Clinton richten.

Richard Melisch nennt in seinem Buch Der letzte Akt Matthias Chang einen aufmerksamen Beobachter der weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Zusammenhänge, Vernetzungen und Entwicklungen, die, wenn es nach den Plänen und Absichten der von New Yorck, Washington, Jerusalem und einigen anderen Hauptquartieren aus wirkenden Globalisierer geht, demnächst die gesamte Welt umspannen werden.

Zentrales Thema in Melischs Buch ist die Person von Professor Thomas Barnett und dessen Arbeit über die künftigen Aufgaben der amerikanischen Regierung. Barnett geht davon aus, daß der sich steigernde Energiebedarf in Japan und den aufstrebenden Industriestaaten China, Indien und Korea in den kommenden Jahren die USA zwingen wird, militärisch im Persischen Golf einzugreifen, ob es ihnen paßt oder nicht: „Bedeutet es eine Bedrohung amerikanischer Interessen, wenn China oder Indien mit dem Iran einen Vertrag zur Lieferung von Erdgas abschließen? Oder sollten wir uns über diese Zeichen wirtschaftlicher Vernetzung freuen? Alles hängt davon ab, welche Rolle wir dem Iran, diesem 800 Pfund-Gorilla überragen werden. Solange sich unsere Interessen in der Regieon lediglich auf das Erdöl beschränken, wird der Nahe Osten ein gobales Ghetto für Terroristen bleiben.“

Im globalen Krieg geht es den Terroristen doch darum, die Vernetzung des Nahen Ostens und anderer GAP-Regionen mit den übermächtigen und korrupten Ländern des CORE zu verhindern, auf daß sie die natürliche Einheit ihrer islamischen Welt wieder aufrichten können.

Nicht Israel, nicht Saudi-Arabien werden für die Lösung der meisten Nahostprobleme ausschlaggebend sein, sonder der Iran. Mit seinen 70 Millionen Einwohnern, seinen Industrien und Rohstoffreserven sei er die stärkste Wirtschafts- und Militärmacht der Region, und als nichtarabischer Staat mit weiner mehrheitlich schiitischen Bevölkerung immun gegen den Einfluß des arabisch-sunnitischen Widerstades gegen eine globale Vernetzung. Er könne aber sehr wohl durch Unterstützung transnationaler Terroristen eine Lösung der Nahostprobleme verhindern. Um die Gefahr zu neutralisieren, müsse der Iran in die Lösung der Probleme eingebunden werden. Letztendlich prophezeit Barnett das Entstehen eines neuen Nahen Ostens mit dem Iran als wichtigsten und zuverlässigsten Partner in der Region.

Wie blind die US-Strategen sind, belegt dieses „brillante“ Szenario, das im Falle seiner Umsetzung den USA mit Sicherheit an die zehn unversöhnliche neue Gegner bescheren würde.

Es offenbart eines jener us-typischen Planspiele, mit denen die Herren der Wall Street ihre ausführenden Organe in Whitehouse Afghanistan, Jemen, Irak, Syrien, Libyen in unheiliges Chaos stürzten.

Diese Politik muß uns umso mehr beunruhigen, als sie besonders die Bundeswehr in ihre Ziele einbindet. Die Bundeswehr wurde zur Weltpolizei transformiert, ohne zuvor einen Blick in das Grundgesetz zu werfen, das festlegt, die Soldaten nur zum Zwecke der Verteidigung einzusetzen. Wie dehnbar der Verteidigungsbegriff ausgelegt wird, zeigt die Aussage des ehemaligen Verteidigungsminister Struck, der vollmundig verkündete, die deutsche Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt.

Ein treffenderes Beispiel wendehalsiger Politiker ist kaum denkbar und nur vor dem Hintergrund unseres Vasallenzustands gegenüber den USA zu erklären – jener Nation, die seit ihrer Gründung 1865 von einem Krieg in den anderen stolpert und heute ihren Meltdown vor sich hat. Das Vasallen-Konstrukt BRiD wird sich aus dem Ereignis kaum davonstehlen können.

Die Perspektiven, die einen Ausweg zeigen, beschreibt Pfiffikus hier.

Im Zeitraffer in den Untergang
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1 Kommentar

  1. mit dieser Bundeswehr kann man keinen krieg führen. material veraltet, da in den vergangenen jahren immer wieder gespart wurde.das größte Problem aber dürfte in dem personal liegen. als erstes will ich mal die körperliche Fitness in frage stellen. die meisten der jungen menschen können doch nicht einmal mehr geradeaus gehen.
    zeitens kommt die frage auf, für wen und was soll ich in den krieg ziehen.fürs Vaterland??? dieses nationalbewußtsein wurde uns 70 jahre aberzogen. also bleiben uns noch die korrupten Politiker, bänker, Asylanten und mafiöse soziale Einrichtungen.
    also erkennt auch der noch so dumme deutsche Michel, dass es sich nicht lohnen würde sich erschiessen zu lassen.

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