30 oder 100 Prozent!

Glaube niemand, das 60-Prozent-Ergebnis beim Oxy der Griechen wäre nicht vor dem Referendum schon geplant gewesen. Damit auch ja nichts schief geht, wurde extra eine Firma von Goldman Sachs mit CIA-Nähe mit der Auszählung beauftragt. Nein, die EU-Junta und ihre US-amerikanischen Auftraggeber haben in Griechenland ein Schmierentheater veranstaltet, mit dem…

…die übrigen Europäer leichter gezwungen werden können, die neuen Finanzlasten zur nächsten Griechenrettung zu tragen. Einfach tricky, wie die Strategen zwischen Wall Street und Washington es schaffen, Europa in wenigen Jahren zu zerlegen. Paul Craig Roberts erklärt treffend den Krieg Amerikas gegen die Welt.

Natürlich wird es jetzt nicht mehr „Griechenrettung“ heißen. Alexis Tsipras wird den €Urokraten nur drei Worte sagen: Grexit oder Schuldenschnitt. Dahinter stehen zwei Zahlen: 30 oder 100 Prozent.

Ein Grexit aus dem Euro bei gleichzeitiger Zahlungsunfähigkeit bedeutet, daß sich sämtliche Schulden Griechenlands in Luft auflösen – also 100 Prozent-Schuldenschnitt.

Als Alternative dazu könnte Herr Tsipras einen 30-prozentigen Schuldenschnitt anbieten mit der Zusage, die Helenen bleiben im €Uro.

Dies ist die wahrscheinlichste Variante, die allen – von Merkel über Dijsselblom bis Juncker und Draghi – gefallen wird, weil sie genau dies schon vor dem Referendum wußten. Weil ein 30 Prozent Verlust nicht ganz so schmerzlich ist wie ein 100 Prozent Verlust, werden die nationalen Parlamente dieser Lösung zustimmen. Die dortigen Wortführer dürften ebenso informiert gewesen sein.

Mit etwas Nachdruck seitens der Griechen (etwa mit einem Besuch bei Putin oder gar in China) wird der Coup schnell besiegelt, und es wird alles transparent und demokratisch verlaufen. Kein Bundespräsident muß diesmal zurücktreten. Selbst Wolfgang Schäuble dürfte die Kröte schlucken.

Der Grexit mit totalem Schuldenschnitt würde in der bundesdeutschen Kasse ein Loch von 550 Mrd. €Uro reißen. Der geplante 30-Prozent-Schnitt dürfte bei rd. 160 Mrd. liegen, und der würde der Bevölkerung mit Verweis auf eine zeitliche Streckung schmackhaft gemacht.

Wenn sich vor 3 Tagen noch solide Mehrheiten gegen jede Griechenrettung ausgesprochen haben, wird man vermutlich in dieser Woche die Sektkorken knallen lassen, weil man sooo billig davonkommt.

Der €Uro ist wieder einmal gerettet. Griechenland bleibt in der EU und spricht auch nicht mehr von einer Parallelwährung. Alles in Butter?

Mitnichten. Zwischen dem 13. und 20. Juli muß Athen fällige Staatsanleihen mit 5 Mrd. €Uro bedienen. Wo sollen die herkommen, sollten nicht sofort neue Schulden gemacht werden?

Auch im weiteren Jahr halten die Gläubiger ihre Hände auf. Von August bis Dezember 2015 werden insgesamt 13,06 Mrd. €Uro fällig. Soll etwa vor jedem Termin erneut über einen Schuldenschnitt verhandelt werden?

Ist der IWF überhaupt bereit, auf Abstriche an seinem Anteil der Forderungen zu verzichten? Im zweiten Halbjahr muß Athen fast ausschließlich den IWF bedienen.

Die Berliner Flickschuster werden nicht mehr lange die Zustimmung zu diesem Schmierentheater durch die Parlamente bekommen. Was in den anderen Parlamenten beschlossen wird, kann uns aber ebenso wenig gleichgültig lassen. Für jedes Land, das wegen Zahlungsunfähigkeit ausfällt, haften die Standhaften. Mit der Standhaftigkeit wird es schlagartig vorbei sein, sobald ein weiteres Land zahlungsunfähig wird und Schulden erlassen bekommt. In diesem Moment wird kein anderes Land mehr für die Restschulden gerade stehen wollen. Die Letzten beißen dann die Hunde, es wären vermutlich die Deutschen.

Jetzt ist Zahltag.

30 oder 100 Prozent!
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2 Kommentare

  1. ..EBEN, die khazare Nazi Zionist familien Rotschild & Ratten haben was zu sagen und nicht Washington,seit wann eine Slave(Obama) kann bestimmen was geschehen soll in eine Staat des EU????-

  2. Es ist nicht! der Krieg Amerikas gegen die Welt, sondern der Finanzeliten, Rothschild & Co.
    Warum scheut man sich immer noch, diese Namen zu nennen? So kommen wir nicht weiter! Alle Institutionen wie der IWF stehen in ihren Diensten bis hin zur UNO.

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