Auf dem Weg ins Imperium

Gegen den Fortschrittsoptimismus unserer Tage erhob Oswald Spengler schon Anfang der 20er des letzten Jahrhunderts wortgewaltig Einspruch. In seiner über 1000-seitigen Geschichtsphilosophie Der Untergang des Abendlandes erklärt er eine Art Lebenszyklustheorie der Hochkulturen: Alle Kulturen der Welt ähneln sich demnach in bestimmten Phasen.

Der Clou Spenglers Erkenntnis, für die er von den Fachwissenschaftlern stark kritisiert wurde: Es ließen sich Aussagen darüber machen, wie sich die Kultur des Abendlandes weiterentwickeln würde. Spengler kam zu dem niederschmetternden Ergebnis: Die Zeit des Abendlandes sei so gut wie abgelaufen. (Quelle / Auszüge)

David Engels vergleicht in seinem neuen Buch die Jetztzeit mit der der ausgehenden Römischen Republik.

„ES GIBT ZEITEN IN DER GESCHICHTE DER MENSCHHEIT, IN DENEN OPTIMISMUS EINFACH NUR FEIGHEIT UND UNVERANTWORTLICHE VERBLENDUNG BEDEUTET.“ DAVID ENGELS Steht die Europäische Union vor einem ähnlich spektakulären Systemwechsel wie einst die späte Römische Republik? Ja, sagt der deutsch-belgische Historiker David Engels in seinem in Frankreich viel diskutierten Bestseller: Anhand von zwölf Indikatoren vergleicht er verschiedene Aspekte der Identitätskonstruktion der EU mit Krisensymptomen der ausgehenden Römischen Republik – und zieht dabei beunruhigende Parallelen: Der Wandel von einer von Werteverlust, Dauerkrise, Reformstau und politischem Immobilismus gekennzeichneten Republik zu einem autoritären und konservativen Imperium zeichnet sich heute auch in der EU ab. Quo vadis, Europa? Für den Historiker David Engels steht fest: Die europäische Demokratie steht unwiderruflich am Abgrund. Der Professor für römische Geschichte vergleicht die Lage der Europäischen Union mit der Situation der dem Untergang geweihten späten Römischen Republik, indem er Zitate antiker Philosophen und Schriftsteller den aktuellsten Statistiken zur Lage Europas gegenüberstellt. Und entdeckt dabei verblüffende Parallelen: Immigrationsproblematik und Bevölkerungsrückgang, Materialismus und Globalisierung, Werteverlust und Fundamentalismus, Technokratie und Politikverdrossenheit, der Verlust von Freiheit und Demokratie – all diese scheinbar so modernen Probleme brachten bereits vor 2000 Jahren die Römische Republik ins Wanken und ermöglichten die Machtergreifung von Augustus. Engels‘ umfassende Forschungsergebnisse bestätigen Oswald Spenglers Studie Der Untergang des Abendlandes und ermöglichen ein neues Verständnis für die komplexen Probleme unserer Zeit. Sie zeigen aber auch, welche Weichen es zu stellen gilt, wenn das Schlimmste verhindert werden soll. Entscheidend für das politische Überleben der Europäischen Union, so seine Analyse, ist die Rückbesinnung auf die ureigene europäische Identität mit ihrer kulturellen Tradition, jenseits abstrakter Gleichmacherei.

Von der Blindheit der Menschen, die den Albtraum, der bereits pure Realität geworden ist, schreibt Peter Strasser in seinem Buch MORGENGRAUEN. Der Fakten gewärtig, bauen sie – wie die Titelfigur seines aufrüttelnden Buches – an ihrem papierenen Haus des Seins, worin das Morgengrauen ein Versprechen zu bergen scheint: „Es ist, wie es ist, und es ist gut“. Darauf, auf diese Vergeblichkeit hin, ohne die kein Menschsein möglich wäre, schreibt der Journalist Morgen für Morgen. Nehmen wir diese Erklärung ernst, dann spricht aus dem, was uns die Massenmedien tagtäglich präsentieren, die pure Verzweiflung der Schreiberlinge.

Die kommende Revolte

Ley, Michael
Über kurz oder lang wird es auch in Europa zu einer Revolte kommen. Denn immer weniger Menschen in Europa fühlen sich noch der Mehrheitsgesellschaft verpflichtet. Sie leben auf Dauer in Gegenkulturen. Mit einer solchen Entwicklung kann der Gesellschaftsvertrag zwischen den Generationen, den verschiedenen Schichten und Milieus keinen Bestand mehr haben. Solidarität wird zu einem Fremdwort. Die Folgen sind leicht vorhersehbar: steigende Kriminalität, urbaner Zerfall durch Entstehung von Slums, ethnisch-religiöse Auseinandersetzungen und Bandenkriege, politische Radikalisierung und damit das Ende des politischen und gesellschaftlichen Konsenses. Europa wird dem Verfall preisgegeben. Die kommende Revolte wird letztlich zu einer asymmetrischen Revolution ausarten. Ohne eine politische Führung, die über ein klares Konzept verfügt, ist der Umsturz nicht mehr abzuwenden. Es werden künftig unzählige gesellschaftliche Konflikte ausgetragen, die gerade nicht zu einem neuen Gesellschaftsvertrag führen, sondern uns ins Chaos stürzen. Damit ist das ‚Projekt der Moderne‘ unweigerlich zum Scheitern verurteilt.

Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

Torberg, Friedrich
Mit seiner „Tante Jolesch“ setzte Friedrich Torberg (1908-1979) der Welt des ehemaligen Habsburgerreiches ein literarisches Denkmal. Hier schreibt er als einer der letzten Zeitgenossen, beschwört noch einmal das Lebensgefühl einer ganzen Kultur-Epoche, erzählt von all den großen und kleinen Leuten, die sich in den Kaffeehäusern der k.u.k.-Metropolen Wien, Prag und Budapest tummelten. Ein „Buch der Wehmut“ nennt Torberg selbst diese Sammlung von Geschichten aus vergangener Zeit in seinem Geleitwort – doch es ist eine heitere, eine lächelnde Wehmut, die aus seinen geschliffenen, geistreichen, witzigen Anekdoten hervorleuchtet.

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Auf dem Weg ins Imperium
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Kommentare

Auf dem Weg ins Imperium — 6 Kommentare

  1. Die deutsche Bevölkerung lebt in einer Illusion

    Im hiesigen Land (Deutschland genannt) laufen täglich Multimillionen Menschen durch die Gegend, und die meinen dies und glauben das.

    Was der gemeine Deutsche ganz besonders gut kann, ist jede Lüge zu glauben, auch wenn diese noch so infam ist.

    Mit der Wahrheit hingegen, hat der deutsche Michel so seine Probleme, denn die Wahrheit ist so unglaublich, dass man die Wahrheit ja gar nicht glauben kann.

    Tatsächlich leben die Menschen des hiesigen Landes in einer gewaltigen Illusion, denn hierzulande ist im Grunde nichts so, wie es zu sein scheint.

    Große Teile der Bevölkerung sind davon überzeugt, denn ´was anderes hat man diesen ja nie mitgeteilt, dass hierzulande alles mit rechten Dingen zuginge…

    – dass das hiesige Land ein Sozial- und Rechtsstaat sei…
    – dass man ja Steuern zahlen müsse…
    – dass es staatliche Finanzämter gebe…
    – dass es einen Rundfunkstaatsvertrag geben würde…
    – dass man hierzulande rechtsgültig verheiratet sein kann…
    – dass es Beamte geben würde…
    – dass die Polizei “dein Freund und Helfer” sei…
    – dass Gerichte staatliche Organisation seien…
    – dass Richter anständige Leute wären…
    – dass OWIG, ZPO, STPO, GVG usw. gültiges Recht seien…
    – dass sogenannte Politiker im Sinne des Volkes handeln würden…
    – dass es eine Bundesregierung geben würde…
    – dass es befugte Gerichtsvollzieher geben würde…
    – dass Rundfunk und Zeitungen faktengerecht informieren würden…
    – und dass das ja alles schon immer so wahr.

    Oh was für Trugschlüsse, denn nichts von alledem entspricht der Realität.

    Tatsächlich, sowie bereits x-fach nachgewiesen, ist das hiesige Land kein Sozialstaat, denn sonst bräuchte es keine über 1000 Tafeln, damit bedürftige Menschen nicht verhungern.

    Tatsächlich, sowie bereits x-fach nachgewiesen, ist das hiesige Land noch nicht einmal ein Staat, geschweige denn ein Sozialstaat, sondern bis zur Sekunde besetztes Gebiet.

    Sie ahnen es sicher schon. Das hiesige Land ist selbstverständlich auch kein Rechtsstaat, denn hierzulande treten Justizkriminelle und deren Gehilfen das Recht mit Füßen, wo sie nur können. 

     

    https://www.youtube.com/watch?v=-EeNP9ouu_0&t=7s

  2. Also wenn ich das da oben alles so lese, hört sich das an, dass die Apokalypse naht.

    Wenn ich mich aber mit verschiedenen normalen Menschen unterhalte, komme ich zu der Erkenntnis, dass komischerweise das Volk es besser versteht, als diejenigen, die für uns entscheiden.

    Da hört man oft plausible und gute Ideen, was die EU, Europa, und der ganzen Welt Unbill angeht. Und man erhält die Erkenntnis, dass die ganzen Miseren auf dem Planeten nicht von den Völkern gemacht werden, sondern von den Herrschenden aus Macht- und Geldgier. Die sind es, die uns ins Verderben schicken und nicht die Völker, welche alle in Frieden miteinander leben wollen. Diejenigen sind es, welche das Herrschergen in sich tragen und die Menschen unterdrücken wollen. Diejenigen sind es, die das Problem der normalen Menschen sind. Sie spielen mit der Welt Monopoly und sind dabei alles zu vernichten. Sie hetzen die Völker und Religionen aufeinander um daraus Profit zu ziehen. Die Menschen wollen nur ihrer Arbeit nachgehen und ihr Auskommen haben und ein schönenes Leben.

    Ein Beispiel: Jeder von uns ist schon oft in Urlaub in andere Länder gefahren. Wie war es da? Mir begegneten immer freundliche, offene Menschen. Keine Anfeindungen, nichts. Niemand hat die Religion oder Hautfarbe interessiert. Man hat die Gepflogenheiten und die Kulturen in den anderen Ländern respektiert und sich entsprechend verhalten. Wenn ich einen Döner essen will, interessiert mich auch nicht die Religion des Inhabers der Dönerbude. Hauptsache der Döner schmeckt und der Verkäufer ist freundlich. Wo ist das Problem? Das Problem sitzt in den Regierungen der Länder und nicht im Volk.

    Es wäre alles so einfach ohne diese macht- und gierzerfressenen selbsternannten Weltenherrscher.

     

     

     

     

    • Nun, was macht einen gierig oder machtbesessen?

      Ist es nur das mangelnde Selbstwertgefühl? Demnach müßte es Abermillionen solcher Menschen geben, die sich damit selbst aufwerten wollten? Nach meiner Einschätzung liegt es vielmehr an der Propagierung "falscher Werte", die solches Verhalten begünstigen. Und das ist gezielt gesteuert! Haste was, biste was! Schneller, höher, weiter! Ich kaufe mir ein Auto, daß ich mir nicht leisten kann, um dem Nachbarn zu imponieren, den ich nicht leiden kann! Schönheit und Jugendlichkeit bis in´s Grab, usw. und so fort! Alles ist relativ und damit beliebig verschieb- und nutzbar.

      Es sind nicht die Regierenden, diese unterliegen den gleichen Verhaltensmustern. Es sind jene, die über TV, Kino und Presse uns ihre "Wertmaßstäbe und Wahrheiten" verkaufen.

      An anderer Stelle hast Du gesagt, "wenn ich alleine wäre, würde ich anders handeln.".  Das ist auch so ein Punkt, an dem jene uns zu fassen bekommen. Die Machtlosen übernehmen Verantwortung, die, die die Macht haben, reden nur davon, brauchen es aber nicht, sie können es sich leisten!

  3. „ES GIBT ZEITEN IN DER GESCHICHTE DER MENSCHHEIT, IN DENEN OPTIMISMUS EINFACH NUR FEIGHEIT UND UNVERANTWORTLICHE VERBLENDUNG BEDEUTET.“ DAVID ENGELS
     

    Das erinnert mich spontan an den "Dicken".            "Wir müssen optimistisch sein."

    Alternativ dazu: "Deutschland, weiter so!"  und   "Wir schaffen das!"

    Ob das Abendland untergehen wird? In Form der EU schon. Ansonsten wird es eine Bereinigung geben, die allerdings dringend notwendig erscheint!

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