Bargeldlos ein Hirngespinst?

Viel Erfolg im Monster-Jahr 2012!Wäre das Leben ohne Bargeld nicht viel einfacher und sicherer? Es klingt alles so leicht und einfach. Mit der Plastikkarte im Geldbeutel steht die Welt für den Konsum offen. Zahlen wir nicht ohnehin schon meistens bargeldlos? Ist das Zahlen mit Kreditkarte nicht viel angenehmer, wenn man für das, was man heute kauft erst zum nächsten Lohntag bezahlt?

Schwarzarbeit ist nicht mehr möglich, denn alles muß letztlich über ein Konto laufen. Es gibt sogar Hygieneargumente. Wer weiß, wer alles die verschmutzen Geldscheine schon angefasst hat? Geldkoffer in Steueroasen bringen? – nicht mehr möglich. Werden Drogenhändler mit der Plastikkarte bezahlen? Kaum. Kriminalität wird also auch eingedämmt. Vorteile über Vorteile?
Auf den ersten Blick sieht es so aus, und in den Medien werden immer häufiger Gefahrenszenarien beschworen, welchen man, in unserer modernen Gesellschaft ohne Bargeld angeblich viel besser zu Leibe rücken kann.

Diese scheinbar sinnvollen Argumente sind allerdings nur Geplänkel angesichts der eigentlichen Gründe für die Bankeninitiative zur Bargeldabschaffung. Um diese eigentlichen Gründe zu verstehen, muß man einen Blick auf unser Geldsystem werfen.

Unser Geld ist als gesetzliches Zahlungsmittel definiert, d.h. es wird vom Staat als das allein gültige Mittel für den gesamten Geldverkehr zugelassen. Demzufolge kann jeder darauf bestehen, alle Geldbewegungen bar abzuwickeln und nicht per Kreditkarten oder Schecks. Dann hätten die Banken ein großes Problem, weil das gesamte umlaufende Geld, also einschließlich der Beträge, die per Karten oder Schecks abgewickelt werden, in der Summe gar nicht in Form von Scheinen oder Münzen vorhanden ist.

Tatsächlich besteht 90% des umlaufenden Geldes als Giralgeld. Dieses Geld „schöpfen“ die Banken im Kreditsektor. Mit jedem Kredit wird Geld geschaffen, das lediglich auf Kontoauszügen existiert und durch Kreditkartenzahlungen weitergereicht wird. Sobald von diesem Giralgeld zu viel als Bargeld ausgezahlt werden muß, weil eben – aus welchen Gründen auch immer – gerade eine große Nachfrage nach Bargeld besteht, kommen die Banken in die Bredouille.

Das Grundproblem des Geldsystems wird in dem Buch, „Steht und das Schlimmste noch bevor?“ in Kapitel 13, leicht verständlich beschrieben. Hier ein bedeutender Auszug, wie der Staat mit Steuergeld um sich wirft:

>> Als nach der Lehmann-Pleite im Herbst 2008 viele Banken in Schieflage gerieten, sprang der Staat ein und rettete etliche Banken vor der Pleite. Das nötige Geld zur Rettung der Banken musste sich der Staat bei den Banken leihen, um es gleichzeitig an die maroden Banken wieder zurück zu geben, damit die ihre Löcher in den Bilanzen stopfen konnten.
Nicht nur das die Steuerzahler für die Kreditsummen der Bankenrettungen haften, nein, obendrauf kommen auch noch die fetten Zinsen hinzu. Banken sind systemrelevant und dürfen nicht pleitegehen, so die einhellige Meinung der Polit-Darsteller.

In Wirklichkeit waren es aber nicht die Banken allein, die mit Steuergeldern gerettet wurden, sondern die Großkunden (Millionäre und Milliardäre) und die Eigentümer (Aktionäre) der Banken.
Um den ganzen Wahnsinn des betrügerischen Falschgeldsystems in einem Satz zusammenzufassen:

Unsere Polit-Darsteller sorgen dafür, dass mit dem Geld der Steuerzahler Reiche immer reicher werden!

Dieses verlogene, sowie betrügerische Polit- und Falschgeldsystem hat ein Verfallsdatum, das nicht exakt datiert werden kann. Der Kollaps ist aber nicht mehr aufzuhalten. Ein Krieg könnte für die Elite ein geeigneter Anlass sein, um das Falschgeldsystem zum Einsturz zu bringen, um dann behaupten zu können, dass es dafür einen Schuldigen gibt.
Das Volk wird zwar von den Polit-Darstellern für dumm verkauft, aber in der Bevölkerung regt sich immer mehr Widerstand gegen das korrupte Polit-System, das von der Finanzmafia gesteuert wird. <<

2008 nach der Pleite der US-Bank Lehman-Brothers hatten wir genau diese Situation, und sie wäre auch in der Bundesrepublik zu einer Kettenreaktion von Bankpleiten eskaliert, hätten Frau Merkel und Herr Steinbrück nicht laut ins Land posaunt, der Staat würde sämtliche Sparguthaben garantieren, wäre es ganz sicher zu einem Bankrun gekommen und das Finanzsystem wäre zusammengebrochen.

>>Im Oktober 2008 traten die Bundeskanzlerin Frau Merkel und der damalige Finanzminister Peer Steinbrück vor’s Mikrofon und verkündeten:
„Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.“
Dies ist eine Lüge wie viele andere auch, die unsere Polit-Darsteller unter’s Volk bringen, um es zu beruhigen. Die Bundesregierung haftet schon mal gar nicht, sondern der Einlagensicherungsfond der Banken. Eine Garantie gibt es aber nicht, so ein Urteil des Landgerichts Berlin. „In Wirklichkeit handelt es sich um eine unverbindliche Hoffnung “, denn…

„Die viel zitierte Einlagensicherung, die sowieso auf rechtlich mehr als fragwürdiger Grundlage steht, gibt es in der Realität nicht. Wenn Banken, wie auf Zypern, ins Schlingern geraten “wird unsere Antwort nicht mehr automatisch sein, dass wir kommen und ihr Problem erledigen”, versicherte Klaas Knot der Presse, „ich stimme in der Sache völlig mit Dijsselbloem überein”. Der hatte, kurz vor einem halben Dementi Ähnliches von sich gegeben. Der niederländische EZB-Mann ist dagegen direkter und nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wir werden zuerst Bond- und Shareholdern auffordern, zur Rekapitalisierung der Bank beizutragen, und wenn nötig auch auf die unversicherten Spareinlagen zugreifen.”(Quelle, Seite 63)<<

Daß das Versprechen der Politik fadenscheinig und erlogen war, hat Peer Steinbrück später zugegeben.

Halten wir fest: Nur etwa 10% des umlaufenden Geldes ist physisch in Form von Münzen und Scheinen vorhanden. Die restlichen 90% sind Giralgeld, daß in den Bilanzen der Banken nur virtuell existiert. Solange die Menschen vertrauen, daß dieses System noch lange gut geht, ist alles in Ordnung. So wie aber eine Bank bei einem Kreditkunden sofort auf Rückzahlung des Kredites besteht, wenn die Bonität des Kunden angezweifelt wird, so werden die Sparkunden auf Auszahlung ihrer Einlagen bestehen, wenn das Vertrauen in die Bonität ihrer Bank oder der Banken schwindet. Schon wenn 7% aller Sparer ihre Ersparnisse komplett abheben würden, wäre die Kernschmelze des Systems eingeläutet. Es wäre der Todesstoß für das Finanzsystem.

41480231zDer eigentliche Grund für die Abschaffung des Bargeldes liegt also im Bemühen, das bestehende Finanzsystem vor seinem Crash zu bewahren. Eben darum wird uns erklärt, Bargeld sei in unserer modernen Welt nur noch etwas für Ganoven und Kriminelle. Ohne Bargeld würden wir sicherer leben.

Dahinter steht eine unheimliche Entrechtung der Menschen und die Einschränkung ihrer Freiheit.

Geld verdienen wir durch eigene Arbeit oder – im Falle von Erbschaft – durch die Arbeit unserer Vorgänger. Hinter jedem Geldbetrag steht ein Stück Lebenszeit. Wer uns das Bargeld wegnimmt, verfügt über das Resultat unserer Arbeit, unserer Lebenszeit.

Die Bargeldlos-Befürworter denken bereits weiter und planen, jedem Bürger vom Kind bis zum Greis einen RFID-Chip einzupflanzen, etwa in einem Finger, so daß durch Berührung eines Scanners ein Zahlvorgang ausgelöst werden kann. Der Umfang des Guthabens würde auf Veranlassung der Bank auf dem Chip gespeichert. Jede Zahlung würde unmittelbar bei der Bank registriert. Das könnte bei jedem Einzelnen so lange funktionieren, so lange dieser im System integriert bliebe.

Jede Bank, der Staat und womöglich auch andere staatliche Dienste hätten jedoch die Möglichkeit, einen unliebsamen Bürger aus dem System abzuschalten. Das wäre ebenso einfach wie die Abschaltung einer Handynummer durch den Provider. Mit einem gesperrten Handy-Chip kann man nicht mehr telefonieren. Mit einem gesperrten RFID-Chip kann man nicht mehr bezahlen. Nach drei Tagen dürfte der Hunger nagen. Nach 14 Tagen dürfte man zu Grabe getragen werden.

Ist diese Konsequenz erst einmal allen bewußt, braucht es keine Überwachung mehr, um Political correctness auf breitester Ebene zu erreichen. Das Endstadium von big brother ist watching you wäre damit erreicht. Der Plan zur Einführung der Bargeldlosigkeit sieht das Jahr 2018 vor. Es könnte auch schneller kommen.

Der frühere Bundesbank-/EZB-Chefökonom Ottmar Issing nennt Bargeld „geprägte Freiheit“.

Bargeld sichert Anonymität in einer Welt, in der der Bürger nicht darauf vertrauen kann, daß seine Daten nicht insgeheim, etwa von ausländischen Nachrichtendiensten, abgeschöpft werden. Wer in unserer obskuren Welt Datensicherheit hinterfragt, wird schnell als Verschwörungstheoretiker abgetan. Wer auf Bargeld nicht verzichte ein Weg, einer gefürchteten Datenkrake zu entgehen. Wer diesen Weg wählen will, sollte weder automatisch kriminalisiert noch auf andere Weise benachteiligt werden.

Siehe dazu ergänzend Alpenparlament mit Andreas Popp über Bargelabschaffung.

Holen Sie Ihr Geld von der Bank, sofern dort noch etwas vorhanden ist. Die Letzten beissen die Hunde. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Der Crash kommt. Wer sich rechtzeitig darauf vorbereitet, wird das bevorstehende Finanzchaos möglicherweise überstehen. Der richtig große Crash wird alle bisherigen Krisen weit in den Schatten stellen.

Bargeldlos ein Hirngespinst?
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Kommentare

Bargeldlos ein Hirngespinst? — 8 Kommentare

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  2. Der volle Umfang wird nicht gesehen.
    Eine einfache Bargeldabschaffung im EUR – Raum kann es nicht geben weil sonst der Bürger auf den USD zurückgreifen könnte. Dort, im Land der hardcore – Kapitalismus, ist übrigens von Bargeldabschaffung nicht die Rede!
    In diesem Zusammenhang sollte man im Auge behalten, daß erstaunlicherweise der USD und der EUR in eine Parität hineinzulaufen scheinen!
    Wenn man sich Pläne wie TTIP etc. anschaut, könnte schon der Gedanke aufkommen, in Wirklichkeit solle der EUR gleichgeschaltet werden, im USD „aufgehen“.
    Ein weiterer Punkt sollte zu denen geben: Wer schon mal als ADAC Mitglied in Frankreich eine Panne hatte wird verdutzt festgestellt haben, daß er weder mit Bargeld noch mit einer EC Karte die Kaution beim Autoverleiher begleichen konnte, und das trotz des ADAC Einsatzes.
    Akzeptiert wird nur noch die Kreditkarte!
    D. h., daß bei der Bargeldabschaffung die EC – Karten Abschaffung gleich mitgeplant wird. Das ist die faktische Verschiebung der Finanzmacht an die US – Kreditorganisationen!

  3. Unbestritten hat Bargeldlos Vorteile ( es fragt sich nur für Wen ):

    1. Man braucht keine Angst haben vor einem Bankenrun, da der Otto-Normal-Gläubiger ja nicht an seine Kohle kommt bzw. abheben kann. Bestes Beispiel Zypern und dann Griechenland.
    2. Aus Angst vor der “ Guthaben-Steuer “ geben die Normalos ihr Geld aus – die Wirtschaft wird angeschmissen. Uns wird zwar immer die “ 100.000€-Sicherheits-Garantie “ vorgegaukelt, die nicht das Papier wert ist, auf dem sie steht. Außerdem kann diese “ Sicherheit “ innerhalb 1sek. auf Null gedreht werden.
    3. Schwarzarbeit, Drogenhandel, Hehlerei, Diebstahl mögen vielleicht eingedämmt werden , beseitigt allerdings nicht.
    4. Als Verbraucher ist jeder so was von gläsern. Was Das bedeutet, kann sich Jeder von uns denken.
    5. Das Beste zum Schluß : Allen, die nicht auf der vorgegebenen Linie sind, wird Rat-Fatz der Hahn zugedreht !

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  6. Sobald das Bargeld als Zahlungsmittel abgeschafft ist, sind es nur mehr wenige kurze Schritte bis zum implantierten RFID-Chip, der alle Menschen zu Sklaven macht. Die Schein-Argumente für eine Abschaffung von Bargeld werden nicht selten von Lobbyisten geäußert und spielen in Wahrheit den elitären Mächtigen in die Hände.
    Daher ist es im ureigensten Interesse aller normalen Bürger sich für die Beibehaltung von Bargeld als Zahlungsmittel einzusetzen.

  7. Bargeldverbot – und der Bürger sitzt in der Falle
    In einigen Staaten in Europa gibt es bereits Bargeldverbote. Der Einsatz solch einer Einschränkung ist nun in ein ganz neues Licht zu sehen. Denn wenn die Leute für einen Kauf einer Sache nicht mehr bar bezahlen können und gleichzeitig das Guthaben auf der Bank nicht mehr sicher ist, dann kommt sich der Bürger ganz schön eingeengt vor. Mit dem Bargeld kann er nichts anfangen und dem Bankguthaben droht die Enteignung. Eine klassische Falle.
    Es gibt genügend Gründe, warum ein Mensch oder ein Unternehmen Guthaben über 100.000 Euro auf der Bank haben könnte. Jemand, der geerbt hat, hat vorübergehend oder dauerhaft diese Grenze überschritten. Jemand, der sich die Anzahlung für einen Immobilienerwerb zusammengespart hat, könnte auch diese Summe überschreiten. Bei Unternehmen ist das sowieso üblich, dass für die Gehälter des Personals genügend Geld vorgehalten wird. Zudem müssen Rechnungen bezahlt werden.
    Es gibt also genügend Personen oder Institutionen die diese, nennen wir sie Grenze der Enteignung (100.000 Euro), überschreiten. Die EU ist gewillt und in der Lage, sich diese Guthaben zu Eigen zu machen. Sie hat es in Zypern zum ersten Mal durchgeführt und auch keinen Hehl daraus gemacht, dass sie das in jedem anderen europäischen Land wiederholen könnte. Nun sind die Sparer in Europa aufgeschreckt und wollen ihr Geld in Sicherheit bringen. Das bedeutet zunächst einmal, das Sparvermögen von der Bank zu nehmen und als Bargeld vorzuhalten.
    Damit folgen die nächsten Probleme. Ruft der Staat ein Bargeldverbot aus, so wie bereits in Griechenland, Spanien und Italien eingeführt, dann wird das Bezahlen für Transaktionen (z.B. über 1500 Euro) mit Bargeld nicht mehr möglich sein. Das kann eine Einbauküche, ein Auto oder auch andere Dinge des allgemeinen Bedarfs sein. Wie ist das mit Unternehmen, die investieren, also einen größeren Betrag verwenden wollen? Und diejenigen, die Ihre Angestellten bezahlen wollen?
    Die Mehrheit der Bürger wird also wieder in die Bankfilialen gedrängt und muss das zuvor leergeräumte Konto wieder mit Geld auffüllen. Damit sitzt der Bürger in der Falle. Wer weiß, was über Nacht passiert. Entschließt sich eine Regierung alle Konten einzufrieren und diese wie in Zypern geschehen zu enteignen, dann hat man als Bürger gelitten.
    Denn es gibt auch keine Garantie, dass eine Enteignung für Beträge über 100.000 Euro stattfinden soll. Dieser Wert ist willkürlich gewählt und lullt die Bürger mit weniger Guthaben in eine gefühlte, wenn auch gefährliche Sicherheit. Morgen könnten schon 20.000 Euro als Grenze der Enteignung festgesetzt werden. Das ist jederzeit möglich.
    Die Zusammenfassung lautet:
    „Bargeld darf man nicht verwenden und Bankkonten sind nicht sicher. Diese Kombination ist brandgefährlich und zeigt, wie unsicher unsere derzeitige Zeit ist. Die EU versucht, die Bürger in die Falle zu drängen. Bargeldverbote in der nahen Zukunft sollten daher nicht wundern“.
    Zitat: start-tr.

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