Bereiten sich die USA und die NATO auf einen Krieg gegen Russland vor?

Von Prof. Michel Chossudovsky (gegenmeinung)

Bereiten sich die USA und die NATO auf einen Krieg gegen Russland vor? Der Weg dazu wurde im September auf dem NATO-Gipfel in Wales geebnet.

In den letzten Monaten wurden mehrere militärische Initiativen gegen die Russische Föderation gestartet, unter anderem verschiedene Manöver in Osteuropa und die Vorbereitung und Entsendung von Spezialkräften in die Ukraine.

Diese militärischen Initiativen wurden koordiniert mit einer Propagandakampagne in den Medien und einem Programm „wirtschaftsterroristischer Maßnahmen“, zu denen die Verhängung von Sanktionen, der Stopp von Finanz- und Handelstransaktionen und die betrügerische Manipulation des Ölmarkts und der Devisenmärkte gehören. In der Medienkampagne wird der Krieg als humanitäre Aktion verharmlost.

Dabei geht es nur darum, die Russische Föderation zu schwächen, ihre Einrichtungen zu unterminieren und ihre Bevölkerung in die Armut zu treiben.

Inzwischen hat der US-Kongress eine Resolution verabschiedet, die dem Präsidenten Obama de facto grünes Licht für einen Krieg gegen Russland gibt. (s. hier).

Aus Medienberichten geht hervor, dass Washington über einen „Regimewechsel“ in der Russischen Föderation nachdenkt und die Absicht hat, im Kreml eine fügsamere Regierung zu installieren. Präsident Wladimir Putin erklärte dazu:

Wir sehen die tragischen Folgen und Qualen, die den Völkern aus den so genannten ‚bunten Revolutionen‘ erwuchsen, die durch verdeckte und manchmal sogar ganz offene Einmischung fremder Staaten von außen inszeniert wurden.

Das ist eine Lehre und eine Warnung für uns; wir werden alles Erdenkliche tun, um Ähnliches in Russland zu verhindern. Sputnik.news

Mit militärischen Drohungen und einem regelrechten „Wirtschaftskrieg“ soll die Russische Föderation sozial und wirtschaftlich destabilisiert werden. Ein Cyberkrieg soll ihre Kommunikationssysteme stören.

Die Militärmanöver der USA und der NATO, die in den letzten Monaten in Osteuropa und im Baltikum durchgeführt wurden, waren ausdrücklich gegen Russland gerichtet. Nach Einschätzung Moskaus dienten sie vor allem dazu, „die Einsatzbereitschaft zu verbessern und die militärische Infrastruktur der NATO näher an Russlands Grenzen heranzuschieben“ (s. hier).

Mitte Dezember hat Admiral James Stavridis, der vorherige NATO-Oberkommandierende, die Allianz aufgefordert, der Ukraine mit „Waffen und Militärberatern“ im Kampf gegen die von Moskau gestützten Separatisten zu helfen.

Ich denke, wir sollten dem ukrainischen Militär erhebliche Militärhilfe zukommen lassen und uns dabei nicht auf Ausrüstung beschränken, die nicht zum Töten eingesetzt werden kann. Wir sollten auch Munition und Treibstoff liefern und logistische Unterstützung leisten. Daneben wären auch Hilfe im Cyberkrieg, gute Ratschläge und möglicherweise auch Berater ganz nützlich.

NATO-Bodentruppen größerer Stärke werden wohl nicht gebraucht. Das ukrainische Militär kann das allein schaffen, es braucht nur etwas Hilfe dabei. the guardian

Am 18. Dezember hat Präsident Barack Obama den Ukraine Freedom Support Act (das Gesetz zum Schutz der Freiheit der Ukraine, Text s. hier) unterzeichnet, mit dem der Ukraine bis zu 350 Millionen Dollar zur Unterstützung ihrer Militärkampagne im Donbass gewährt wurden.

Zusätzlich zu dieser Militärhilfe wird das US-Militär das Verteidigungsministerium der Ukraine auch bei seinen militärischen Planungen unterstützen.

Man nennt das „Verteidigungskooperation“

Der offizielle US-Beitrag beschränkt sich zwar auf die Entsendung von Spezialkräften zur Ausbildung und Unterstützung der ukrainischen Nationalgarde, aber vom Pentagon und von der NATO angeheuerte Söldner dienen auch direkt in den Reihen der Soldaten und Nationalgardisten der Ukraine, die im Donezbecken in der Ostukraine kämpfen.

US-Militärberater am Werk

Gegen Ende November hat das US-Außenministerium bestätigt, dass es auch weiterhin „Spezialteams“ in die Ukraine entsenden wird, die in Sicherheitsfragen und bei der militärischen Ausbildung beraten.

Im Rahmen dieses „Sicherheitsprogramms“ wurde auch Brigadegeneral John Hort, der Operationschef der US Army in Europa, mit seinem Stab nach Kiew entsandt; gemeinsam mit Mitarbeitern des in der US-Botschaft in Kiew eingerichteten U.S. Office of Defense Cooperation (des US-Büros für Zusammenarbeit bei der Verteidigung), hat er am 8. und 9. Dezember mit Vertretern der ukrainischen Nationalgarde über die Zuteilung von Mitteln aus dem Global Security Contingency Fund (dem Fonds für globale Notfälle und Sicherheitsprobleme, s. hier) beraten.

Dabei wurde über die ukrainische Nationalgarde, ihren Bereitschaftsgrad und den Umfang der erforderlichen Ausbildungsmaßnahmen gesprochen [weitere Infos dazu hier].

Das Office of Defense Cooperation / ODC: Der verlängerte Arm des Pentagons in der US-Botschaft in Kiew

Das bei der US-Botschaft in Kiew angesiedelte „Office of Defense Cooperation arbeitet mit dem Verteidigungsministerium der Ukraine bei der Modernisierung der Ausrüstung und der Verbesserung der Ausbildung der Streitkräfte der Ukraine zusammen“ [s. hier].

US-Botschafter Geoffrey Pyatt und Victoria Nuland, Staatssekretärin im US-Außenministerium, spielen eine Schlüsselrolle bei der Koordination der Tätigkeit des ODC-Ukraine und stehen dabei in ständigem Kontakt mit dem Pentagon. Zu den Aufgaben des ODC gehören insbesondere:

1. der Einsatz von US-Militärs in der Ukraine,
2. die Ausbildung und Beratung der ukrainischen Streitkräfte,
3. der Verkauf und die Beschaffung von US-Waffensystemen,
4. die vertraglich vereinbarte Unterstützung der Nationalgarde der Ukraine durch die Nationalgarde Kaliforniens.

(Das bedeutet:)

1. Die Entsendung von US-Militärpersonen in die Ukraine ist durch das so genannte Joint Contact Team Program – Ukraine / JCTP geregelt.

Im Rahmen des JCTP „machen US-Militärteams ukrainische Soldaten in der Ukraine mit verschiedenen Aspekten westlicher Streitkräfte bekannt“.

2. Ein anderes militärisches Ausbildungsprogramm wird nach den Regeln des International Military Education and Training / IMET durchgeführt. Bei diesem Programm werden ukrainische Soldaten zur Ausbildung in die USA gebracht.

3. Der Verkauf und die Beschaffung von Waffen wird nach den Bestimmungen für Foreign Military Sales (den Verkauf militärischer Güter ins Ausland) und für das Foreign Military Financing / FMF (die finanzielle Militärhilfe für ausländische Staaten) abgewickelt.

Im Rahmen des FMF-Programms werden dem ukrainischen Militär Finanzmittel für den Ankauf von US-Ausrüstung und militärischen US-Dienstleistungen zur Verfügung gestellt. [s. hier]

4. Die Unterstützung der Nationalgarde der Ukraine erfolgt durch das California-Ukraine State Partnership Program / SPP (das Partnerschaftsprogramm zwischen Kalifornien und dem ukrainischen Staat). Dadurch soll eigentlich die Entwicklung der Demokratie, der freien Marktwirtschaft und die Militärreform gefördert werden, in der Praxis dient das SPP-Programm aber dazu, die neonazistischen Bataillone der ukrainischen Nationalgarde im Donbass mit Spezialkräften und Militärberatern zu unterstützten.

Wichtig ist auch, dass die SPP-Mission vom dem US-Botschafter in der Ukraine und General Philip Breedlove, dem Chef des U.S. EUCOM in Stuttgart, gemeinsam koordiniert wird.

Die Obama-Administration bedroht die globale Sicherheit.

Verbreitet diesen Artikel – die Kriegstreiberei der USA und der NATO muss gestoppt werden!

Übersetzung: luftpost-kl.de

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Kommentare

Bereiten sich die USA und die NATO auf einen Krieg gegen Russland vor? — 8 Kommentare

  1. der Ami und die Nato samt der EU ist ein verlogener und hinterfoziger Dreckshaufen der unbedingt den 3. Weltkrieg will. so kann man vom Versagen in der Finanzpolitik ablenken, alles Putin unter die Vorhaut jubeln, dem blöden Bürger enteignen, und nebenbei in den Krieg schicken.
    leider kapiert das kaum einer. also darf es auch loshehen.

  2. Wot debil! Krass wie man Tatsachen verdrehen kann und Ereignisse aus ihrem temprorären Kontext reißt und für seine Propaganda billigster Art mißbraucht…tja, Menschen die bereits w sojuse gewohnt haben kennen das noch gut aus den schlechten alten Zeiten.

  3. Wie sich die Parameter verschieben. In Russland ist das Christentum beheimatet, in Brüssel herrschen die Atheisten, die Kirche kriecht den Moslems in alle Löcher, in Kiew ist die braun Brühe an der Macht. Die USA preisen Gott an allen Ecken, heucheln und schleimen mit gefalteten Händen und bekunden ihre christlichen Glauben, in dem sie alles niederbomben (Vietnam, Irak, Libyen, Grenada). Nun sind sie dabei Europa in das letzte Chaos zu katapultieren, blind unterstützt von unseren verwählten Politikern. Die Brüsseler Gurken mit ihrem Russenhasser Tusk, dem Abzocker Juncker bzw. mit dem selbstgerechten Schulz suhlen im gekonnten Dilettantismus. Starren und wiehern dem Unheil entgegen und ihr überhebliches Tun gleicht dem dummen Verhalten des Titanic Kapitäns. Blind vor Hochmut verbunden mit einer abstoßenden Arroganz und Respektlosigkeit dem eigenen Volke gegenüber, steuern diese Emporkömmlinge wie die Lemminge, leider mit uns, in den Abgrund.

  4. Schon allein die Tatsache, dass 3 Ausländer über Nacht in der Ukraine eingebürgert wurden, um sich als Minister betätigen zu können, zeigt, dass die Ukraine zu einem Satelliten der USA geworden ist. Lateinamerikanische Verhältnisse der 70-Jahre werden Europa aufgezwungen. Und Merkel schaut verstört zu, während Tusk jubelt. Noch. Die Ernennung ausländischer Staatsbürger als Minister sollte jedem zu denken geben, unabhängig davon was er oder sie von Putin und Russland hält.

  5. Pingback: Bereiten sich die USA und die NATO auf einen Krieg gegen Russland vor? | Gegen den Strom

  6. auch wenn es mir schlechter gehen würde, so hoffe ich doch herr Putin
    zeigt der Merkel und der eu die zähne.
    in so einem Konstrukt wo nur zwang und Vorschrift gilt, ist es auf dauer mit normalem
    Menschenverstand nicht mehr auszuhalten.-

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