Deutschland: 3,2 Millionen Menschen arbeiten in mehreren Jobs

Deutschland geht es gut!

Von Elisabeth Zimmermann (wsws)

3,2 Millionen Menschen in Deutschland müssen aufgrund des ausgedehnten Niedriglohnbereichs in mehreren Jobs arbeiten, um finanziell über die Runden zu kommen. Im Lauf von zehn Jahren ist die Zahl der Mehrfachbeschäftigten um etwa eine Million angewachsen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor.

2,7 Millionen Beschäftigte üben neben einem sozialversicherungspflichtigen zusätzlich einen geringfügigen Job aus, 310.000 sogar zwei oder mehr geringfügige Jobs. 260.000 arbeiten ausschließlich in mehreren geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Bei etwa jedem achten geringfügig Beschäftigten wird zudem noch der sehr niedrige Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde unterschritten.

Die Gesamtzahl der geringfügig Beschäftigten steigt seit Jahren kontinuierlich an und umfasst derzeit etwa 7,5 Millionen Menschen. Sie ist vor allem als Folge der Politik der rot-grünen Regierung unter Kanzler Gerhard Schröder stark angestiegen. Die 2005 verabschiedeten Hartz-Gesetze schufen die legale Grundlage für zahlreiche neue Formen der Ausbeutung wie Ein-Euro-Jobs, Minijobs, usw.

Minijobber auf 450 Euro-Basis zahlen – außer einem minimalen Betrag in die Rentenversicherung – keine Sozialabgaben, und selbst von den Beiträgen zur Rentenversicherung können sie sich befreien lassen, was viele tun. Das senkt nicht nur die Kosten für den Arbeitgeber, sondern garantiert auch ein Alter in Armut.

Die Zahlen über den Niedriglohnbereich werfen ein Schlaglicht auf das sogenannte Jobwunder in Deutschland. Die Regierung hebt immer wieder hervor, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den vergangenen Jahren von 27 auf 32 Millionen gestiegen sei, was allerdings nichts über die Höhe des Verdiensts aussagt.

Insgesamt sind nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes sogar 44,5 Millionen Menschen erwerbstätig. Unter den 12,5 Millionen, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, befinden sich Millionen, die sich als Selbständige oder mittels Gelegenheitsjobs mit minimalen Einkommen durchschlagen müssen.

Trotz der hohen Beschäftigungszahl waren im Monat September 2,5 Millionen Menschen arbeitslos; das entspricht einer Quote von 5,5 Prozent. Hinzu kamen 3.406.000 Unterbeschäftigte, die sich in Beschäftigungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen der Arbeitsagentur befinden oder von kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit betroffen sind.

Ein Artikel auf Spiegel Online entzauberte Ende August das Märchen vom „deutschen Jobwunder“. Seit 2010 ist zwar die Zahl der Erwerbstätigen deutlich gestiegen, längerfristig betrachtet sieht das Ergebnis aber völlig anders aus.

Die Arbeitsstunden sind auf dem Niveau von 1991, dem Jahr der deutschen Vereinigung, die Vollzeitstellen deutlich darunter, schreibt Spiegel Online. „Nur die Teilzeitarbeit hat extrem zugelegt, und mit ihr die marginale Beschäftigung.“ Diese Betrachtung belege die These, „wonach Unternehmen mithilfe der Gesetze neoliberaler Politiker die Arbeit lediglich umverteilt haben – zum Nachteil vieler Menschen, die von ihrem Job nicht leben und erst recht nicht fürs Alter vorsorgen können.“

Insbesondere in Ostdeutschland brach der Arbeitsmarkt in den 1990er Jahren zusammen. Als Folge der Abwicklung der DDR-Industrie sank dort die Zahl der Erwerbstätigen von 1989 bis 1994 um 3,5 Millionen, das ist mehr als ein Drittel. In der Industrie gingen 2,2 von 4,4 Millionen Arbeitsplätzen verloren, in der Landwirtschaft 750.000 von 975.000. Neue, zumeist schlecht bezahlte Jobs gab es nur im Dienstleistungsbereich.

Das Anwachsen des Niedriglohnbereichs ist mit einer entsprechenden Zunahme der Armut verbunden. In Ostdeutschland liegt die Quote der Armutsgefährdeten bei 18,4 Prozent, etwas niedriger als vor zehn Jahren (19,2 Prozent). In Westdeutschland stieg sie dagegen im selben Zeitraum von 12,7 auf 15 Prozent.

Als arm gilt, wer mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen muss. Im Jahr 2016 waren dies 969 Euro für einen Ein-Personen-Haushalt und 2035 Euro für eine Familie mit zwei Kindern. Millionen Menschen müssen von sehr viel weniger Geld leben.

Armutsspitzenreiter unter den Ländern ist Bremen mit 22,6 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin (19,4 Prozent). Bei den größeren Städten liegt Dortmund (24,2 Prozent) vor Nürnberg, Duisburg und Leipzig (22,4 Prozent) an der Spitze.

Besonders stark betroffen sind Alleinerziehende (42,4 Prozent im Westen; 46,9 Prozent im Osten), Menschen mit niedriger Qualifikation (38,9 und 49,1 Prozent) sowie Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahren (23,8 und 35,9 Prozent).

Mit der Armut am unteren Ende der Gesellschaft steigt der Reichtum an der Spitze. Ende August zählte Deutschland nach Angabe des Wirtschaftsmagazins Bilanz so viele Milliardäre wie nie zuvor, insgesamt 195 und damit 25 mehr als im Vorjahr. Laut den Berechnungen des Magazins verfügt der deutsche Geldadel über ein Gesamtvermögen von knapp 1,1 Billionen Euro. Das entspricht rund einem Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Seit der Verabschiedung der Hartz-Gesetze durch die rot-grüne Regierung Schröder-Fischer haben alle Bundesregierungen zur Vertiefung der sozialen Kluft beigetragen. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) erhöhte in der ersten Großen Koalition unter Angela Merkel (CDU) das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre. In der zweiten Großen Koalition verschärfte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) unter anderem die Sanktionen für Hartz IV-Empfänger. Auf Länder- und kommunaler Ebene organisieren die SPD und die Linkspartei ebenso wie CDU, CSU und FDP den Sozialabbau und sozialen Niedergang.

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11 Kommentare

  1. Es gibt scheinbar überall Möglichkeiten zu beschei..en. Ein ex Sozialarbeiter, Akademiker, arbeitet saisonal. Denke gegen Rechnung. Erhält danach Hartz4. Hat aber angeblich auch Anteile von Aktien. Wie geht das? Warum können Akademiker, Jobs ohne Sozialversicherung machen, damit meine ich gegen Rechnung arbeiten, und danach Hartz4 beziehen? Mit dieser Pseudoselbständigkeit, werden doch Arbeitsplätze zunichte gemacht, und entstehen erst gar nicht. Sie kürzen somit ihre Abgaben um die Arbeitslosenversicherung und werden dann, vom Job-Center, auch noch belohnt. Ich bin der Ansicht, wer saisonal selbständig arbeitet, und damit von Anfang an rechnen muss, wieder Hartz4 zu beantragen, der soll auch auch in die Sozialversicherungen einzahlen, denn letztendlich zahlt das Job-Center auch die künftigen Krankenkassenbeiträge.

  2. Zulu sagt: 18. Oktober 2017 um 23:50 Uhr   Kaufmich.de

    Danke für den Link (Ironie off). Ich kenne eine Dame aus dem Gewerbe die hat sich für eine schlappe Million eine Eigentumswohnung gekauft, sie arbeitet in einem Edeletablissement. Auf der Straße kann man solche Dienste ab 20 € bekommen…

    Seit Ende der 60iger Jahre sinkt der Lebensstandard. Wenn man den als Wohlfühlstandard definiert und nicht nur vom Geldbeutel abhängig macht, sinkt er für jeden, auch für die Reichen. Abgeschottet hinter Mauern in "gated communities" zu wohnen, ist für niemanden angenehm, egal wie viel Geld man hat.

    Der Mensch braucht sauberes Wasser, reine Luft, gute, gehalt- und geschmackvolle Lebensmittel, ein Gefühl von Sicherheit – letztere ist nur gegeben wenn die Einkommensunterschiede nicht zu groß sind, Sauberkeit und Schönheit. Verstärkt werden Altbauten abgerissen, durch gesichtslose Betonbauten ersetzt und ganze Viertel verslummen. In die Parks stellt man "Flüchtlings"container… Auch für die Wohlhabenden keine schöne Aussichten.

    Laut Spiegelbericht vom Januar 2015 (?) steigt die Krebsrate bei Kindern dramatisch. Dem Verkehr sei Dank. Nicht nur für Deutschland gilt, die Autoindustrie (und man könnte hinzufügen: die Waffenindustrie) hält sich eine Regierung…

    Jürgen sagt: "Von den Schäden an der Seele, möchte ich gar nicht reden!" Sehr gut, genau da muss man ansetzen…

    • Moin Friedolin!

      Jaja…das besagte Mädel hatte auch nen seelischen Total-Schaden. Weiß gar nicht was aus dem armen Jungen werden soll? Die Freundin (auch käuflich) versteckt den jedesmal im Nebenzimmer, weil sie es dort abwechselt treiben. Boah nee…
      Hab ihm beim ersten Date noch nen Lego-Trecker mitgebracht. Das fand er natürlich großartig und wir haben lange gespielt. "Bist Du mein neuer Papi?" hat er gefragt…Schlimm:/

      Seit 4 Jahren versuche ich (nach 7 Jahren Liebeskummer) wieder ne Frau kennenzulernen.

      Die ham alle ein am Dach!

      Die eine fragt, ob ich auf Toilettensex stehe. Die andere sagt, ihr schönster Sex war, als sie ihr Cousin im Wohnwagen grün & blau geschlagen hat. Das fand sie irgendwie gut. Alto Belli!
      Die nächste will doch lieber lesbisch sein. Die andere bummelt mit dem ganzen Haus, obwohl sie verheiratet ist. Die nächste lässt sich (wenn sie grad einsam ist) vom Hund in der Badewanne die mit Hönig-eingeschmierte Mummu lecken….usw.

      Hab´s mittlerweile erfolglos aufgegeben…ehrlich!
      Da bleibt einem die Spucke weg.
      Hat schon mal jemand was von Liebe und Leidenschaft gehört?
      Und die anschließend harmonisch-romantische Vereinigung von Mann und Frau?
      Nee. Steht wohl nich mehr auf´m Schlaufon-Schirm.
      Ein ungeheuerlicher Vorgang…in der Tat.

      LG Zulu

  3. Ich kann diesen sogenannten Arbeitsmarktdaten keinen Glauben schenken, da bei uns die Leute, die arbeitslos sind, schon mehrere Jahre arbeitslos sind. Andere kommen hinzu, wenn sie aus dem Umland hierher ziehen, und hier erst arbeitslos werden.

    Andere wieder werden von Maßnahmen verschont, erhalten über Jahre ihre Leistungen und werden dann regelrecht in Ruhe gelassen, wenn sie einen linken Anwalt haben. Wahrscheinlich zählen Antifa- Auftritte als Arbeitsleistung

    Dann die raffinierten arbeitslosen Akademiker, für die unser Hartz4 – System geradezu lachhaft, aber wie geschaffen ist. Die merkwürdiger Weise, immer Rechnungen,auf selbständiger Basis, schreiben, z.B., für Saisonarbeit, auch für sehr einfache Jobs, wie Autos überführen und ähnliches. Die aber vorprogrammiert, später dem ganzen Sozialsystem auf der Tasche liegen. Da sie überhaupt keine Sozialbeiträge einzahlen müssen. Wie passt das zusammen, wenn die zum Job-Center gehen und dort dann Hartz4 bekommen nebst den Leistungen für das Wohnen? Die lachen sich doch schief. Ich kapiere das nicht. Freiräume und Volksverarsche seit wie vielen Jahren?

    "Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtiefstand. Seit 2003 hat sich aber die Zahl derjenigen, die mehr als einem Job nachgehen, verdoppelt. Steuerliche Anreize für den Minijob sollen nun fallen, damit mehr Geld in die Altersvorsorge fließt".

    https://deutsch.rt.com/inland/59252-deutschland-steuerliche-vorteile-fuer-minijobber/

    "Die Arbeitsmarktprognosen in Deutschland sind positiv: Die Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie nie zuvor und noch nie zuvor waren in Deutschland so viele Menschen erwerbstätig. Ein anderer Trend macht Experten jedoch Sorgen: Es ist der Trend zum Minijob oder Nebenjob. Der Minijob boomt. Im Jahr 2017, so die Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, gingen 3,07 Millionen einer solchen Nebentätigkeit nach".

    Es geht auch nicht darum, das noch nie so viel Leute erwerbstätig waren oder sind. Dazu zählen ja dann auch 1 EURO- Jobs und Jobs, vom Amt, die nicht mehr als "arbeitslos" gezählt werden. Es geht darum, das sie von ihrem Erwerbsleben auch leben können.

  4. Viele Zahlen…vor allem NUR 3,2 Millionen Menschen…von der Agentur für Arbeit gemeldet. Wie passt das mit den anderen Werten zusammen? Gar nicht.

    Wenn man mit den Menschen spricht/oder es selbst erlebt hat offenbaren sich deren Statistiken sofort als Lug und Betrug.

    Meine Friseuse schnibbelt 9 Stunden jeden Tag. Danach macht sie schwarz weiter. Denn sie bekommt nur 800 Euro dafür. Falls sie mal ausfällt, muß sie zum Amt und aufstocken lassen. Dafür würd ich gar nicht mehr aufstehen wollen. Alleine die Fahrtkosten usw…das ist Leben von der Hand in den Mund!

    Am schlimmsten sind die Pflegeberufe. Die Menschen, die dort täglich bis zu 24Stunden-Dienste schieben und essentiell das Sozial-Gefüge zusammenhalten bekommen 1000 Euro. Müssen sich von Rentnern mit Essen bewerfen lassen oder mit Messern krawall-Jugendlicher bedrohen lassen. Das ist sowas von ungerecht! Wovon sollen die mal in den Urlaub fahren oder später ne Rente erleben?
    Wobei die doch so einen immens wichtigen Job machen?

    Hab ja schon mal erzählt, daß bei mir hier im Haus keine Sau mehr arbeitet. Es lohnt sich einfach nicht. Da ham die recht. Bei mir ist das anders. Verdiene in der Industrie und oft im Ausland sehr gut, sollte man nicht verspielen. Aber diese Niedrig-Dinger da….Neee.
    Da würde ich eher auswandern oder halt auch betrügen.

    Oder meinen Körper verkaufen? Das ist auch nicht von der Hand zu weisen, wie viele das bereits tun. Sitten wie in Amerika.
    Ach ja, wir sind ja auch deren Nachkomme in Sachen Moral…

    Hab vor 2 Jahren ein echt hübsches Mädel kennengelernt. Schicke Wohnung. Sie hat sogar ein Pferd. Hat aber keinen Beruf. Nie was gelernt. Nur einen kleinen Sohn. Wie kannst Du Dir das alles leisten, hab ich gefragt. Dann druckste sie rum und sagte, sie müßte jetzt das Treppenhaus putzen. HÖÖ?
    Zulu bohrt natürlich gerne und irgendwann kam´s raus: Sie ist bei Kaufmich.de eine Hobby-Prostituierte und bummelt mit Lehrern, Anwälten, Professoren… Und tschüß!

    LG Zulu

    • Zulu 

      Meine satirische Erwiderung: 

      Wo ist das Problem?

      Früher war alles ganz anders. Da hatte man zig Apostelgötter, ein Weib und einen Lehnsherrn.

      Heute hat man einen Gott (NWO), viele Weiber und selbstredend mehrere Jobs!

      Sklaverei war also früher und ist heute! Das nennt man bei der Gewerkschaft Fortschritt!

      Aber was war beim Ollen Fritz, der Maria Theresia, dem Kaiser Wilhelm, bei Onkel Addi und dem Ludwig Erhard, da war das doch alles irgendwie ganz anders! Keiner meiner Vorfahren hatte zig sozialversicherungsflichtige Jobs!

       

       

      • Selbstverständlich! Sind halt modernere Sklavenhaltungsmethoden entstanden. Buckeln für Brot müssen wir alle seit ewigen Zeiten. Früher war goar nix besser, im Gegenteil. Mir gehts auch gar nicht um die NWO. Sondern um die Ungerechtigkeit bei der Entlohnung von wichtigen Menschen. Die werden ausgepresst wie Apfelsinen und sind hinterher einen Dreck wert. Ja, dann können wir wirklich gleich ins alte Rom zurück…Sklavenmarkt und Zeitarbeitsfirmen unterscheiden sich außer den klirrenden Ketten an den Handgelenken sonderlich nicht.
        Das stimmt schon. Hast Du das damit sagen wollen?

    • Tja Zulu,

      es ist halt alles, und das grundlegend, "durchdegeneriert" worden, in den letzten Jahrzehnten.

      Materielle Einschränkungen sind, dabei, noch das Geringste! Die geistige Entwaffnung, die bewußte Verblödung (die einer Entwürdigung gleichkommt) halte ich, für viel schlimmer! Von den Schäden an der Seele, möchte ich gar nicht reden!

      Gehab´ Dich wohl!

      • Auch das sogenannte Gesundheitssystem, ist ein Klassensystem geworden. Selbst innerhalb der Kassenversicherten. Es gibt so viele wichtige Untersuchungen, damit meine ich nicht IGEL, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden. Z.B., der Augeninnendruck und andere Augenhintergrunduntersuchungen. Es gibt nur noch lächerliche Zuschüsse für die Zahnreparaturen. Niemand füllt mehr den Zahn mit Chrom-Amalgan. Das mindeste ist heute die Krone. Doch, wer hat das Geld? So viele Leute laufen ohne Zähne rum, weil sie die Zahnarztkosten in höhe eines Kleinwagens nicht bezahlen können. Die Brillen müssen vollund ganz, bis auf wenige Ausnahmen, bezahlt werden. Eine tolle Sache, die Vermessung der Wirbelsäule. Wichtig für Menschen die häufiger Probleme mit den Bandscheiben haben. Wird nicht bezahlt und ist somit zu teuer. Eigenanteile bei Medikamenten, wie Blutdrucksenkern und anderen. Und der größte Teil ist ohnhin nur noch privat zu leisten.

        Ist aber selbstverständlich in den "Regelsätzen" enthalten. Wie das funktionieren soll, wenn auch noch die Fahrtkosten, die Kleidung, das Essen, Telefon und Strom in den schwachsinnigen "Regelsätzen" drinnen sein sollen, das interessiert doch niemanden. Insbesondere aber die Fahrtkosten, z.B. zum Arzt und zu Behandlungen, sind nicht regelbar, so wenig wie der Stromverbrauch, der auch durch die Wohnungslage, so wie über das Alter der Maschinen, mehr oder weniger hoch ist. Hauptsache die Korruptnicks sorgen für sich und die Angehörigen. Alles Lug und Trug!

    • Wir Menschen, werden in der BRiD., verbraucht. Auch dieses Menschen verbrauchen dient zur Dezimierung autochthoner Deutscher. Von dem Geld, das sich die Menschen, in den unteren Lohngruppen, verdienen, wenn man den EURO einmal Geld nennen darf, ist es längst nicht mehr möglich einen Urlaub zu machen. Gerade im sogenannten öffentlichen Dienst, in den Kommunen, wurden künstliche Barrieren, Schranken geschaffen, die es Menschen verunmöglichen ein normales Gehalt zu erlangen. Das sind in der Regel, die Leute, die keine Verwaltungslehre abgeschlossen haben. Die können Kaufleute sein, oder qualifizierte Handwerker oder Lehrer, sie bleiben immer in der untersten Lohn- und Gehaltsstufe. Auch dann, wenn sie die gleichen Tätigkeiten, wie ihre Kolleg/innen verrichten.

      So wie ich das sehe, wurde hier eine ganz gezielte Diskriminierung, der Quereinsteiger unter Einverständnis der Gewerkschaften, aufgebaut. Zum Schutz von Leuten, die völlig überbezahlt, aber politisch abgesichert sind.

      Erst unlängst wurde wieder eine Absicherung der höheren Laufbahnen erlassen, die es nur Bewerbern erlaubt, bestimmte Aufgaben zu verrichten, wenn sie die höhere Verwaltungslaufbahn haben, oder einen geeigneten Lehrgang besuchen. An diesem wiederum, kann nur teilnehmen, wer nicht über soundso viele Jahre alt ist. So schottet man sich gegen Leistungswettbewerb ab.

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