Deutschland: Über 10 Billionen Euro Schulden ?

Erläuterung zum TV-Wahlwerbespot:

veröffentlicht von Marcel Simon am So, 15/04/2012 – 13:56

Wie kommen wir auf eine Schuldenlast von 100.000 Euro pro Kind? Bei 80 Millionen Bundesbürgern entspricht eine Verschuldung von z.B. 800 Milliarden Euro somit 10.000 Euro pro Bürger, die auch auf jedem neugeborenen Kind lasten. Die offizielle Staatsverschuldung beträgt jedoch bereits 1.800 Milliarden (1,8 Billionen) Euro. Hinzu kommen Renten und Pensionsverpflichtungen, die der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen schon heute auf 4,8 Billionen Euro taxiert.

Der europäische Stabilitätsmechanismus ist mit unbegrenzten Vollmachten ausgestattet und kann gegen Deutschlands Stimme die Haftungssummen ohne demokratische Kontrolle beliebig aufstocken. Am Ende wird nach Meinung der meisten Experten nur noch Deutschland in der Lage sein überhaupt für die Eurorettung zu bezahlen. Der Chefanalyst Grant Lewis von der Investmentbank Daiwa schätzt, dass die Haftungssummen auf 3,5 Billionen Euro aufgestockt werden müssten, um alle notleidenden Länder zu retten. Auf Deutschland entfielen dann unglaubliche 3,3 Billionen Euro oder 133 Prozent des deutschen Bruttosozialproduktes.

Die Schulden addieren sich demnach auf über 10 Billionen Euro, was eine Summe von 125.000 Euro pro Bundesbürger entspricht. Selbst diese Schätzung ist noch konservativ. Erstens steigt die Verschuldung inzwischen exponentiell weiter. Zweitens wird diese Verschuldung nicht von den jetzigen Erwachsenen, sondern den Jugendlichen und den noch nicht geborenen zu tragen sein. Hinzu kommt, dass diese Schulden nur durch Besteuerung der produktiven Teile der Bevölkerung abgetragen werden können. Aber schon heute hängen mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Transferzahlungen des Staates ab. Die Schulden verteilen sich also auf viel weniger Schultern.

Die einzige Lösung für dieses Problem ist eine völlige Neuordnung des Geldwesen nach den Vorschlägen des Nobelpreisträgers Friedrich August von Hayek. Dazu gehört das Zulassen alternativer Währungen wie beispielsweise sachwertgedeckte, denen keine Schulden gegenüber stehen. Kurzfristig sollten nicht Banken oder Staaten gerettet werden, sondern Sparer. Dazu müssten die Banken bankrott gehen dürfen und nur die Kredite und Guthabeneinlagen der Kunden blieben bestehen. Eine ausführliche Erläuterung möglicher Reformen geben die Wirtschaftswissenschaftler Prof. Thorsten Polleit und Michael von Prollius in dem Buch Geldreform.

Quelle: Partei der Vernunft

Hier der TV-Wahlwerbespot:

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9 Kommentare

  1. „Die einzige Lösung für dieses Problem ist…“ – Ja wenn man phantasielos ist und keine bessere kennt…
    Wie das Kaninchen die Schlange starren sie die Schuldenberge an – und verpassen dabei glatt ihre eigene Ausbeutung, die – für sie unbemerkt – mittels der Zinsforderungen der Geldvermögen stattfindet, die das Spiegelbild jener Schulden sind.

  2. Diese Wahrheit kann niemand aussprechen, da man dann von so gut wie niemandem gewählt werden würde. Es ist ja schon schwer genug mit z.B. dem Klimathema. Es gibt viele die die PDV an sich gut finden, aber dann beim Klimathema wieder aussteigen… Das wäre eine Totgeburt. Was aber nicht heisst, dass es an geeigneter Stelle und zur richtigen Zeit mal thematisiert werden wird…

  3. Wäre die „Partei der Vernunft“ wirklich eine Partei der Vernunft – würde wenigstens sie endlich einmal mit der EINZIG WAHREN RECHTSLAGE unseres Heimatlandes rausrücken!
    Aber nein – auch DIESE Partei mauert! Was mich nicht wundert – sitzt sie doch im gleichen Boot wie alle Parteien in „Deutsch“ – einzig ist es der Unterschied, dass sie – zum Ködern? – vorerst bisschen mehr Zucker hinwirft, bevor sie die Peitsche raus holt!

    Eine wirkliche, echte Volkspartei würde die desolate Rechtslage des Deutschen Reiches als vordringlich hernehmen – und mit der Lösung dieses Problems dann wäre auch das marode Finanzsystem dieser privaten Mafiabankengangstergruppe ganz schnell vom Tisch!

    Dann nämlich hätten wir endlich wieder eine ECHTE, GEDECKTE Währung OHNE Copyright-Zeichen, dafür mit verbindlicher Unterschrift und benotet – so, wie es sich für eine echte Banknote gehört!

    Und natürlich hätten wir dann auch kein ausplünderndes Zinseszinssystem, an welchem sich Rothschild & Co., sowie korrupte ReGIERungen bereichern!

    Aber DIESE WAHRHEIT traut sich eben keine Partei mal endlich zur Sprache zu bringen!

    Na, warum wohl nicht?

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