Die Finanzkrise ist eine Systemkrise

In diesem Blog-Eintrag geht es um die Themen Finanzkrise, DAX, Geld, Gold, Goldstandard … usw. Nicht nur der Inhalt ist sehr interessant, sondern auch die unten eingefügten Videos sollte sich der kritische Leser nicht entgehen lassen.

Vorab aber möchte ich Peter Cooper, US-amerikanischer Industrieller und Philanthrop (1791-1883), der seinerzeit bereits erkannt hat, dass die Bankster die Macht an sich reißen und die arbeitende Bevölkerung verarmen werden, kurz zitieren:

„Die Bankiers werden die Verabschiedung von Gesetzen propagieren, durch die ihre Macht gestärkt wird. Sie werden nie aufhören, mehr zu wollen, solange es noch mehr gibt, das den hart arbeitenden Massen des amerikanischen Volkes abgepresst werden kann.“

Über 200 Jahre danach hat sich nichts geändert. Oder?

Die Finanzkrise ist eine Systemkrise

Die Ursache der aktuellen Finanzkrise wird in den Medien praktisch ausnahmslos falsch wiedergegeben. Tatsächlich liegt die Ursache für die aktuelle Finanzkrise nämlich tief in unserem kapitalistischen Geldsystem selbst, das ein nicht nachhaltiges System mit einem Webfehler, einem eingebauten Verfallsdatum ist. Den offensichtlichen Profiteuren dieses Systems, den „gierigen Banken“, die Schuld an der aktuellen Finanzkrise zu geben, greift zu kurz, denn ein nachhaltiges und stabiles Finanzsystem darf die beobachtete Ausbeutung der Gesellschaft durch die „gierigen Banken“ gar nicht erst ermöglichen. Im Folgenden wird anhand des Lebenszyklus unseres kapitalistischen Finanzsystems sein Webfehler offen gelegt. Eine ausführliche Darstellung mit entsprechenden Belegen würde hier den Rahmen sprengen, daher stattdessen hier der Versuch einer verkürzten und daher zwangsläufig stark vereinfachten Zusammenfassung:

Unser kapitalistisches Geldsystem führt zwangsweise zu einer kontinuierlichen Umverteilung der Geldvermögen von der Masse der Bevölkerung weg, hin zu wenigen Vermögenden. Dies führt im fortgeschrittenen Stadium zu einer zunehmenden Vermögensanhäufung in den Händen weniger und einer immer höher verschuldeten breiten Masse. Die Banken spielen bei diesem Prozess eine wesentliche Rolle, weil sie selbst durch immer höhere, zinsbelastete Kreditvergabe immer größere Geldmengen aus dem Nichts erzeugen und von diesem illegitimen Recht auf Geldschöpfung zudem stark profitieren. Die Geldvermögen der wenigen Vermögenden und spiegelbildlich die Schulden der breiten Masse steigen wegen des Zinseszinseffektes in gleichem Maße exponentiell an, exponentiell, das heißt in immer stärker beschleunigtem, auf lange Sicht absolut unhaltbarem Maße. Dabei ist entscheidend, dass die Zinslasten in der volkswirtschaftlichen Gesamtbilanz tatsächlich von der verschuldeten, breiten Masse getragen werden und nicht etwa von den Vermögenden; dies insbesondere deshalb, weil in allen Warenpreisen Zinslasten versteckt sind und nur die breite Masse den Großteil ihres Einkommens konsumiert. Die breite Masse wird also auch dann an den Zinslasten beteiligt, wenn sie überhaupt keine Schulden hat! Der Begriff „Mietzins“ für Mietzahlungen ist hier verräterisch. Die wenigen Vermögenden hingegen investieren den Großteil ihres Einkommens und streichen den Zins der verschuldeten breiten Masse damit quasi als leistungsloses Einkommen ein. Nun könnte man auf den ersten Blick meinen, dass dies ewig fortgeführt werden könnte. Mögen doch die Geldvermögen ewig ansteigen! Auf den zweiten Blick erkennt man aber, dass die natürliche Grenze auf der anderen Seite, der Schuldnerseite liegt. Ab einer gewissen Schulden- und Zinslast des Schuldners müssen die vermögenden Gläubiger die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners fürchten. Es gelingt dann nicht mehr, die Zinsforderungen der Vermögenden durch eine weitere Verschuldung der breiten Masse sicherzustellen. Zunächst sinken dann nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage die Zinsen. Diese Niedrigzinsphase verschiebt aber das Problem nur in die Zukunft und löst es nicht, da der Zins nicht auf null sinken kann. Welcher Vermögende würde sein Geld ohne Zins als Gegenleistung verleihen? Irgendwann können dann aufgrund der unhaltbar hohen Verschuldung der breiten Masse die Zinsforderungen der Vermögenden endgültig nicht mehr bedient werden, die breite Masse ist bis zur Halskrause verschuldet, es droht der totale Kollaps: Die Schuldner werden zahlungsunfähig, die Kredite platzen und die als Sicherheit hinterlegten Sachwerte der Schuldner gehen in das Eigentum der Gläubiger(banken) über. Trotz der Sicherheiten geraten in einem solchen Crash auch die Bankbilanzen in Schieflage, weil die Preise der hinterlegten Sicherheiten unter dem Verkaufsdruck ins Bodenlose fallen und zur Deckung der bestehenden Schulden nicht mehr ausreichen. Den Banken droht damit ebenfalls die Pleite.

Nun tritt der Staat mit Hilfspaketen auf den Plan. Statt dass der Staat aber direkt die zahlungsunfähigen Schuldner unterstützt, rettet er mit den sogenannten Bailouts die in Schieflage befindlichen Banken, die sich ja bereits die als Sicherheit hinterlegten Sachwerte einverleibt haben. Wenn die breite Masse hoch verschuldet ist, bleibt nur noch der Staat als letzter, verfügbarer Schuldner mit ausreichender Zahlungsfähigkeit. Warum aber ist der doch ebenfalls hochverschuldete Staat ein so beliebter Schuldner mit hoher Bonität? Welches Eigentum kann denn der Staat als Sicherheit hinterlegen? Es ist das Eigentum seiner Bürger, auf das der Staat (zum Beispiel über Besteuerung) zugreifen kann! Der Staatsbürger bürgt also. Der Vorgang der Bankenrettung durch den Staat ist bei genauerer Betrachtung an Absurdität und Perversität nicht mehr zu überbieten. Man kann den Vorgang wie folgt vereinfacht zuspitzen: Der Staat hat nur Schulden und kein Geld. Weil der Staat aber das Geldschöpfungsmonopol an die Privatbanken abgegeben hat, kann er das nötige Geld zur Rettung der Banken nicht einfach aus dem Nichts schaffen. Er muss sich daher das nötige Geld für die Rettung der Banken von eben genau diesen Banken leihen, gegen einen satten Zins, versteht sich! Die in Schieflage befindlichen Banken erzeugen nun also Geld aus dem Nichts und obendrein hinterlegt der Staat hierfür als Sicherheit – wie oben angedeutet- das Eigentum seiner Bürger. Die von den Banken erhaltene, frisch erzeugte Kreditsumme überweist der Staat dann als Geschenk postwendend an eben die kreditgebenden Banken wieder zurück, damit diese ihre Löcher in den Bilanzen stopfen können. Sie glauben diesen Irrsinn nicht? Das sollten Sie aber! Tatsächlich kassieren die Banken zunächst die Sachwerte der zahlungsunfähigen Schuldner, erpressen anschließend mit der Drohkulisse „Systemrelevanz“ den immer höher verschuldeten Staat, erzeugen dann ihre eigenen Rettungsgelder aus dem Nichts und der Steuerzahler steht obendrein für die dadurch vergrößerten Staatsschulden und Zinszahlungen gerade, letztlich mit allen Sachwerten, die für Geld zu kaufen sind. Dieser Wahnsinn hat Methode und ist ein gigantisches, unfassbares Bereicherungsprogramm für die Banken und deren Eigentümer.

Parallel tritt aber noch ein weiteres Phänomen auf: Die Überschuldung der breiten Masse bedeutet ja anders formuliert, dass die breite Masse kein Eigentum mehr zur Verpfändung an die Vermögenden verfügbar hat. Dies ist im übrigen auch der Grund, warum die Banken trotz der staatlichen Rettung nicht wie gewünscht neue Kredite vergeben; dies ist keine Böswilligkeit, die Banken können einfach keine Kredite vergeben, weil verpfändbare Eigentum der Masse mit einem ausreichenden Wert nicht mehr vorhanden ist. Aus diesem Grund sind die wenigen Vermögenden nun gezwungen, ihre Gelder anderweitig renditeträchtig anzulegen. Wenn das Geld keine Schuldner mehr findet, verlässt es den realen Wirtschaftskreislauf und strömt in die Spekulation. Das Geld wird plötzlich zu einem Monster und destabilisiert zunehmend das Gesamtsystem. Gigantische Preisblasen bilden sich und platzen wieder. Aktienkurse explodieren und crashen, Rohstoffpreise explodieren und crashen. Willkommen im Spielcasino der globalen Finanzwirtschaft! Immer mehr wird durch die Spekulation auf den Finanzmärkten aber auch die produzierende Realwirtschaft und damit das Leben der Menschen in Mitleidenschaft gezogen, insbesondere dann, wenn die Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise auf Achterbahnfahrt gehen.

Irgendwann kann das System trotz aller Bemühungen nicht mehr gerettet werden, es kommt zur totalen Zerstörung des Systems, ein Dominoeffekt in der verflochtenen Bankenwelt, eine Massenflucht aus dem Papiergeld. Das Geld wird meist nahezu vollständig wertlos. Die Schulden, das eigentliche Problem im System, werden gestrichen, eine Währungsreform folgt. Oft auch verbunden mit einer physikalischen Zerstörung durch Krieg. Krieg erlaubt eine letzte Aufschuldung des überschuldeten Staates, auch durch Zwangsmaßnahmen. Wer fragt schon nach der Staatsverschuldung, wenn sich der Staat im Krieg befindet? Und Sie können getrost davon ausgehen, dass nicht die Vermögenden an der Front sterben. Einigen Vermögenden gelingt es, rechtzeitig in Sachwerte zu flüchten oder mit Geschick aus dem Krieg Kapital zu schlagen (Flick, Quandt) und dann mit einem Vermögensvorteil an den Start zu gehen, wenn das Spiel von Neuem bei null beginnt.

Der dargestellte Zyklus ist eine im System angelegte, zwangsläufige Entwicklung, die durch den Zins und die verzinste Geldschöpfung unseres Kreditgeldes in unserem Finanzsystem fest angelegt ist. Das Finanzsystem muss also zwangsläufig am Ende in die Katastrophe führen. Ein solches System kann und darf daher zu keinem Zeitpunkt gut geheißen werden, auch wenn es zu Beginn über ein, zwei Generationen oberflächlich betrachtet scheinbar funktioniert.

Geldreform

Reformideen

Leider ist das Lager der Köpfe, die das Problem in unserem Geldsystem richtig erkannt haben, gespalten darüber, wie der Fehler in unserem Geldsystem beseitigt werden kann. Die Anhänger der verschiedenen Reformideen stehen sich bisweilen sehr kompromisslos und unversöhnlich, ja zum Teil sogar feindlich gegenüber. Zum einen wird oftmals auf der reinen, häufig theoretischen Lehre beharrt, ohne Berücksichtigung der Umsetzbarkeit in der Praxis, zum anderen gibt es vermutlich keine ideale, perfekte Lösung, so dass alle Reformideen Schwächen aufweisen, die Angriffsflächen bieten. Eine nachhaltige, effektive Reform unseres Geldsystems bedeutet in der Praxis immer auch die Entmachtung der vom bisherige System profitierenden Machtelite; dies in geordneter Form zu realisieren, kommt der Quadratur des Kreises gleich.

Österreichische Schule – eine Theorie

Die theoretischen Ansätze der Österreichischen Schule eines Ludwig von Mises und eines Hans F. Sennholz halfen dem Autor in ausgezeichneter Weise, die Ursache für die gegenwärtige, schwierige Situation zu analysieren und zu verstehen, in der sich unsere Geldsystem nach den jahrzehntelangen Fehlentwicklungen befindet. Allerdings bietet die Theorie der Österreichischen Schule aus Sicht des Autors keinen überzeugenden Reformansatz, die aktuelle, gegebene Situation zu überwinden. Der Hinweis der Österreichischen Schule, dass der „finale Zusammenbruch“ nach der weltweiten, jahrzehntelangen, unverantwortlichen Kreditexpansion nicht mehr zu vermeiden sei, der Markt diese unhaltbare Situation früher oder später in einer (für den Staat und seine Bürger katastrophalen) unvermeidlichen Depression bereinigen solle, beweist sicher Prinzipientreue zur Theorie, vielleicht sogar Realitätssinn, darf aber nicht das letzte Wort sein, wenn man sich nicht Ideen- und Phantasielosigkeit oder eine kühle Distanz zum Leben der Menschen vorwerfen lassen will. Denn der Hinweis auf die Unvermeidlichkeit des „finalen Zusammenbruches“ ist ganz offensichtlich falsch, und nur dann richtig, wenn man am gegenwärtigen System mit seinen Spielregeln festhalten will und sich weigert, die Spielregeln des Systems (während des Spiels) zu verändern. Wenn Produktion und Konsum eines Staates zur grundsätzlichen Zufriedenheit und mit grundsätzlichem Einverständnis der produktiven Menschen funktionieren, warum soll dieser Zustand nicht fortgeführt werden können? Wer oder was hindert die produktiven Menschen beim „finalen Zusammenbruch“ daran, einfach den gestrigen Tag heute zu wiederholen? Wer oder was zwingt die Menschen, urplötzlich den Konsum einzustellen? Wer oder was zwingt die Fabriken der Welt urpötzlich zum Stillstand? Die Antwort: Es sind die nicht nachhaltigen Spielregeln des Geldsystems, ein vom Menschen geschaffenes, abstraktes Regelwerk, das uns ins Verderben schickt, es sind aber eben keine unüberwindbaren physikalischen Beschränkungen, die urplötzlich die Räder zum Stillstand bringen. Es müssen also auch „nur“ die Spielregeln des Geldsystems verändert werden, und zwar so, dass es den produktiven Menschen möglich wird, den gestrigen Tag heute zu wiederholen, jeden Tag aufs Neue.

Gold und Goldstandard

Gold ist das Zahlungsmittel, das sich in der neueren Geschichte meist dann herausbildete, wenn der Staat keine andere, verlässliche Alternative gesetzlich festgelegt hat. Weil quasi der Markt Gold zu Geld gemacht hat, wird Gold auch von den Anhängern der österreichischen Schule häufig als das „natürliche“ Geld unterstützt. Bei einer 100%ig gedeckten Goldwährung sind der Manipulation sicher Grenzen gesetzt, der entscheidende Vorteil von Gold. Allerdings gab es in der Geschichte zumeist nur teilgedeckte Goldstandards. Diese teilgedeckten Goldstandards weisen aber grundsätzlich denselben Systemfehler auf wie unser aktuelles Papiergeldsystem. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 und deren Folgen spricht Bände. Die Geschichte der Goldwährungen ist auch die von deren Aussetzungen und Aufhebungen. Das Gold und die Goldminen der Welt sind sehr ungleich verteilt, eine sehr unglückliche Voraussetzung, auch für einen Systemwechsel. Trotzdem hat der Goldstandard den Vorteil, dass die Währung in der Realität verankert bleibt und dass eine uferlose Kreditausweitung früher als beim Papiergeld durch steigende Goldpreise sichtbar wird.

Ausgleich im Steuersystem – eine Symptombekämpfung

Die durch das Geldsystem verursachte zunehmende Vermögensanhäufung bei wenigen der Gesellschaft kann durch ein Steuersystem mit extrem hohen Spitzensteuersätzen sowie mit extrem hohen Substanzsteuern (z.B. Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Grundsteuer) zumindest abgemildert werden, das dem Wirtschaftskreislauf entzogene Geld so über das Steuersystem recycelt werden. Um dem (exponentiellen) Wachstum der Vermögen aber tatsächlich nachhaltig entgegenwirken zu können, müssen die Steuern aber bei den Superreichen extrem hoch angesetzt werden, was im heutigen Rechtssystemystem zumindest von den Betroffenen sicher als Enteignung gewertet würde. Tatsächlich hilft dieser Vorschlag aber in jedem Fall, die Symptome zu dämpfen, packt allerdings das Übel nicht bei der Wurzel. Dennoch ist diese vergleichsweise „einfach“ umsetzbare Weg über das Steuersystem in jedem Fall zu unterstützen.

Monetative

Nach Überzeugung des Autors müsste die Grundlage einer Reform zu einem gerechteren und vor allem stabilen Geldwesen die Abschaffung des Systems der Mindestreserven sein, das heißt konkret die Abschaffung des nicht zu rechtfertigenden und illegitimen Privileges privater Banken zur zinsbelasteten Giralgeldschöpfung aus dem Nichts. An dieser Stelle soll exemplarisch Irving Fisher mit seinem Werk „100% Geld“ angeführt werden sowie Stephan Zarlenga mit seinem Buch „Der Mythos vom Geld“: Zarlenga fordert nach empirischer Analyse der Historie sehr verkürzt dargestellt neben der Abschaffung des gegenwärtigen Systems der Mindestreserven zusätzlich die zu verzinsende Geldschöpfung durch private Zentralbanken vollständig in eine unverzinste Geldschöpfung durch die öffentliche Hand zu überführen. Die Privatbanken, damit des illegitimen Rechtes der Kreditgeldschöpfung beraubt, verleihen dann verzinslich nur 1:1 das Geld der Anleger. Eine derartige Reform des Geldwesens würde ironischerweise unser Geld genau zu dem machen, was das Kartell der Banken uns nur allzu gern glauben machen will, das es heute schon sei und an das aus Unwissenheit der allergrößte Teil der Bevölkerung heute intuitiv, aber eben irrtümlicherweise glaubt [Vertonte Powerpoint-Präsentation (engl.)]. Einen sehr konkreten Reformvorschlag in diese Richtung macht auch das Aktionsbündnis Monetative: Die sogenannte Monetative soll als vierte, unabhängige Staatsgewalt das alleinige Recht zur unverzinslichen Geldschöpfung haben. Sicher ist bei dieser Reformidee das Hauptproblem, wie der Missbrauch des dann staatlichen Geldschöpfungsmonopols ausgeschlossen werden kann, aber immerhin ist dies ein Ansatz, das aktuell bestehende Problem aktiv und geordnet zu lösen und nicht zu warten, bis die Katastrophe über uns hereinbricht und die Gesellschaftsordnung, unsere Demokratie und seine Bürger in höchste Gefahr geraten. Ob allerdings die vorgeschlagene geordnetete Entmachtung der Profiteure unseres Geldsystems durch eben diese Machthabenden überhaupt zugelassen wird, darf durchaus bezweifelt werden.

Wenn Sie mehr über den Autor bzw. über die Inhalte seiner Webseite erfahren möchten, dann schauen Sie hier mal rein: http://www.realterm.de/

Zudem sollten Sie sich auch folgende Videos unbedingt anschauen:


DAX in Gold

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=33YThcarEhg&feature=related]

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=8TbmwKlfDyE&feature=related]

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=8rYNRnYeOQo&feature=related]

Mit einem Zitat habe ich diesen Blog-Eintrag begonnen und mit einem Zitat möchte ich diesen auch abschließen:

„Am Ende aber erwachen die Massen. Sie begreifen plötzlich, dass Inflation vorsätzliche Politik ist und auch endlos so weitergehen wird. Es kommt zur „Katastrophenhausse“. Jeder ist nur noch bemüht, sein Geld gegen „reale“ Güter einzutauschen, ganz gleich, ob er sie braucht oder nicht, ganz gleich, wie viel Geld er für sie bezahlen muss. Innerhalb kürzester Zeit, innerhalb weniger Wochen oder gar Tagen wird Geld dann nicht mehr als Tauschmittel benutzt. Es wird zu einem Fetzen Papier. Niemand will mehr etwas gegen Geld abgeben.“ Ludwig von Mises, Wirtschaftswissenschaftler in „Human Action“, 1949

Die Finanzkrise ist eine Systemkrise
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19 Kommentare

  1. Guter Artikel, aber als Goldkäfer muss ich ein wenig korrigieren:

    – Nicht der Markt hat „Gold zu Geld gemacht“, sondern das Souverän (sprich König, Stammesführer) also der Gesetzgeber hat es Kraft seines Amtes zum Zahlungs- und Tauschmittel erklärt. Jeder der sich ihm verweigerte, musste um sein Leben fürchten, weil dies als Majestätsbeleidigung bishin zur Gotteslästerung galt. Es hat sich nicht von selbst „herausgebildet“.

    – Goldwährungen wurden „ausgesetzt“ und „aufgehoben“, nicht weil sie nicht funktionieren, sondern weil sie die Macht der Herrscher einschränken. Mit „Zuckerbrot“ Geld kann man die Untertanen effizienter „bewegen“ als mit Zwang und Peitsche. Wenn man selbst Geld herstellen kann, welches die Untertanen haben wollen, um a) ihre Steuern und b) all die wunderschönen Dinge der Welt bezahlen zu können, ist das für den Herrscher ideal. Er hat die Macht über alle, die sein Geld benutzen. Grosse Kriege sind mit einem echten Goldstandard nicht möglich, da viel zu teuer – Klartext: Das Gold womit man die Bomben und Soldaten bezahlt, wäre bald ausgegeben und käme nicht mehr so schnell zurück in die Staatskasse (wenn überhaupt).

    – Die Druckerpressen der Welt sind heute genauso ungleich verteilt wie das Gold im Boden.

  2. „Dies führt im fortgeschrittenen Stadium zu einer zunehmenden Vermögensanhäufung in den Händen weniger und einer immer höher verschuldeten breiten Masse. Die Banken spielen bei diesem Prozess eine wesentliche Rolle, weil sie selbst durch immer höhere, zinsbelastete Kreditvergabe immer größere Geldmengen aus dem Nichts erzeugen und von diesem illegitimen Recht auf Geldschöpfung zudem stark profitieren.“

    „Die Banken spielen lediglich die Rolle des Kredit[i]vermittlers[/i]. Kreditvergabe ist keine Geldschöpfung! Dieser Irrtum entsteht, weil die verschiedenen „Geldmengen“ M1, M2, M3 irreführend mit „Geldmenge“ bezeichnet werden. Als Geldmenge darf jedoch nur M0 gelten. Geld schöpfen darf lediglich die Zentral“bank“ – wobei auch hier der Name „Bank“ in die Irre führt…“

    „Nun tritt der Staat mit Hilfspaketen auf den Plan. Statt dass der Staat aber direkt die zahlungsunfähigen Schuldner unterstützt, rettet er mit den sogenannten Bailouts die in Schieflage befindlichen Banken, die sich ja bereits die als Sicherheit hinterlegten Sachwerte einverleibt haben… Der Vorgang der Bankenrettung durch den Staat ist bei genauerer Betrachtung an Absurdität und Perversität nicht mehr zu überbieten.“

    „Der Staat rettet nicht die Banken (die nur nebenbei), sondern den Zins der Sparer!! DAS ist absurd und pervers!
    Dieser Wahnsinn hat Methode und ist ein gigantisches, unfassbares Bereicherungsprogramm für die Banken und deren Eigentümer. Ja, deshalb kommt man dann zu falschen Schlussfolgerungen. Die meisten der reichsten Deutschen sind weder „eine Bank“ noch Eigentümer einer solchen!“

    „Das Geld wird meist nahezu vollständig wertlos. Die Schulden, das eigentliche Problem im System, werden gestrichen, eine Währungsreform folgt. Auch hier kommt man dann zu falschen Schlussfolgerungen, und der Sparer wird damit geschützt. Denn das eigentliche Problem im System sind nicht die Schulden, sondern ihre Ursache – die Zinsforderungen der Sparer.“

    Gruß vom Silber-Engel
    http://www.bank-einbruch.de

    • Wertvolle Hinwiese, die ich verarbeiten werde!

      Die Banken spielen lediglich die Rolle des Kredit[i]vermittlers[/i]. Kreditvergabe ist keine Geldschöpfung! Dieser Irrtum entsteht, weil die verschiedenen „Geldmengen“ M1, M2, M3 irreführend mit „Geldmenge“ bezeichnet werden. Als Geldmenge darf jedoch nur M0 gelten. Geld schöpfen darf lediglich die Zentral“bank“ – wobei auch hier der Name „Bank“ in die Irre führt…

      Korrekt! Auf dem Girokonto(M1) liegt kein Geld(M0), dort liegt nur ein Anspruch auf Geld(M0)gegen die Bank, der im Falle einer Pleie der Bank verloren wäre. Nur: Mit dem Anspruch(M1)auf Geld(M0) wird bezahlt wie mit dem Geld(M0) selbst. Es ist also nur eine akademische Definitionsfrage, ob man die Schaffung von Kreditgeld als Geldschöpfung bezeichnet oder nicht.

      Der Staat rettet nicht die Banken (die nur nebenbei), sondern den Zins der Sparer!! DAS ist absurd und pervers!…

      Wertvoller Hinweis! Sicher ist es unbestritten, dass der Staat zunächt den in Schieflage gerateten Banken direkt Geld überweist, damit diese keine Pleite anmelden müssen. Die Banken (Boni für Angestellte!) und deren Eigentümer (Aktionäre) profitieren unmittelbar. Ich verstehe aber, was gemeint ist: Mittelbar profitieren alle Gläubiger der Bank, weil Ihre Ansprüche gegen die gerettete Bank nicht verloren werden. Der Begriff „Sparer“ ist hier allerdings bewusst gewählt, um denn Eindruck zu erwecken, es ginge um „Omis“ Sparbuch. „Omis“ Sparbuch ist hier nur ein kleiner Anteil und ferner durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert, tatsächlich aber geht es um vermögende Gläubiger in ganz anderen Größenordnungen. Dabei verkenne ich nicht, dass auch „Omi“ mittelbar betroffen ist, wenn ihre Lebensversicherung Aktien der betroffenen Bank im Depot hat oder der Bank direkt Geld geliehen hat. Die Rettung der Gläubiger ist pervers, ja, genauso wie die Rettung der Banken selbst!

      Die meisten der reichsten Deutschen sind weder „eine Bank“ noch Eigentümer einer solchen!

      … aber sie sind Geldgeber/Gläubiger der Banken, dabei vernachlässige ich mal die Bankaktienpakete in ihren Depots. Ich werde meine Text auch hier ergänzen!

      Denn das eigentliche Problem im System sind nicht die Schulden, sondern ihre Ursache – die Zinsforderungen der Sparer.

      Jein! Es ist die Frage nach dem Huhn und Ei. Ohne Gläubiger kein Schuldner aber auch ohne Schuldner kein Gläubiger. Vermögen und Schulden sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es ist müßig, den Schuldigen auf einer Seite zu suchen. Zinsforderungen ergeben sich unmittelbar aus der Existenz von Eigentum. Wer also die Ursache im Zins sieht, der sieht die Ursache in Wahrheit in der Eigentumsgesellschaft und da gehe ich sogar mit.

      Schaut hier: „hier (Klick!)“

      • „Korrekt! Auf dem Girokonto(M1) liegt kein Geld(M0), dort liegt nur ein Anspruch auf Geld(M0)gegen die Bank, der im Falle einer Pleie der Bank verloren wäre. Nur: Mit dem Anspruch(M1)auf Geld(M0) wird bezahlt wie mit dem Geld(M0) selbst. Es ist also nur eine akademische Definitionsfrage, ob man die Schaffung von Kreditgeld als Geldschöpfung bezeichnet oder nicht.“
        Ist es ganz und gar nicht! Wenn man Sichteinlagen zum „bezahlen“ nutzt, findet eine Guthabenübertragung statt, was bedeutet, dass es keine gleichzeitige Nutzung des Geldes (M0) der zwei Beteiligten gibt – sonst wäre es in der Tat eine Geldschöpfung. Man kann unser Geldsystem vielleicht nur verstehen, wenn man strikt zwischen Geld und Guthaben unterscheidet, wie es z.B. auch Helmut Creutz tut.

        „„Omis“ Sparbuch ist hier nur ein kleiner Anteil…“
        Und der Anteil dieser Leute hier?: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_reichsten_Deutschen

        Denn das eigentliche Problem im System sind nicht die Schulden, sondern ihre Ursache – die Zinsforderungen der Sparer.
        „Jein! Es ist die Frage nach dem Huhn und Ei.“
        Hier war zweifellos das Huhn zuerst da, aber vor dem Huhn gab es noch etwas…

        „Ohne Gläubiger kein Schuldner aber auch ohne Schuldner kein Gläubiger. Vermögen und Schulden sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.“
        Schuldner kein Gläubiger wären beide nicht das Problem, wenn das Geld keinen Zins erpressen könnte, also kein Zinsgeld wäre.

        „Es ist müßig, den Schuldigen auf einer Seite zu suchen. Zinsforderungen ergeben sich unmittelbar aus der Existenz von Eigentum.“
        Das wäre zu früh aufgeben, gerade wenn es interessant wird! Zinsforderungen ergeben sich unmittelbar aus der Beschaffenheit unseres derzeitigen Geldes. Das böse Geld kann man allerdings relativ leicht unschädlich machen.

        „Wer also die Ursache im Zins sieht, der sieht die Ursache in Wahrheit in der Eigentumsgesellschaft…“
        Eigentum ist nicht das Problem, frag am besten mal Herrn Gesell danach…: http://www.steuerboykott.org/download/gesell.pdf

        P.S.: Mit dem Text-Formatieren komme ich leider hier nicht klar, und eine Vorschau gibt’s leider auch nicht…

  3. Spitzensteuern und Substanzbesteuerung der Reichen werden lediglich ausweichen verursachen. Z.B. Flucht in unbesteuerbare Rohstoffe bzw. ins Ausland.
    Um das zu verhindern muesste man das Bargeld abschaffen, sich also dem System vollstaendig ausliefern und dann jegliches Eigentum besteuern … keine gute Idee.

    LG,
    Frank

  4. Ob mit Geld, Öl, Gold, Silber o.a. kann niemand die Jahreswende beeinflussen. „Gott sei Dank“ wenn es ihn gibt. 🙂

    Ich wünsche allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr und mögen all Eure Wünsche in Erfüllung gehen.

    🙂 🙂 🙂

  5. Gold hat auch keinen wirklich wert..Eigentlich ist ein Geldsystem an sich komplett lächerlich..Ich meine, wir könnten auch behaupten der Kieselstein um die Ecke, sei die neue Goldreserve…Davon gibt es jedenfalls momentan noch genug…Wenn man das System hinterfragt, wird man einfach nur feststellen, dass es in sich kein Stück stimmig ist…

    Kein Geldsystem ist utopisch…Abschaffung des Kapitalismus auch..Und dennoch…Wieso darf man denn nicht mehr darüber nachdenken???? Was die Sowjetunion gemacht hat, war eigentlich auch nur Kapitalismus light…Die waren ja im Finanzsystem der kap Weltwirtschaft mit im Boot..Aber wie sähe ein Staat, die Welt ohne Geld aus???

    Ich fand die Idee der ‚Komplementärwährungen‘ noch eine ganz gute Idee–so für die Binnenwirtschaft..Funktioniert aber auch nicht so Recht…

  6. Anregungen sind immer gut, wenn sie verschiedene Seiten beleuchten. Die Kunst der Staatsführung liegt darin, das Sinnvolle, Gute und auch Machbare für die Bevölkerung daraus zu entwickeln.

    Mach weiter so mit diesen erfreulich positiven Anregungen.

  7. Ich bin skeptisch bzgl. der Prognose aus mindestens 2 Gründen:
    1. Statistisch betrachtet erscheint es sehr gewagt aus dem Verlauf der ersten 36 Jahre auf den der zweiten 36 Jahre zu schließen. Dazu ist die Datenbasis viel zu klein – man bräuchte m.E. wesentlich mehr Zyklen, für eine Prognose. Zudem sind die Abweichungen zwischen 2000 und 2010 schon groß und quasi unkommentiert. Überhaupt, die Annahmen für die blaue Trendlinie sind nicht dargelegt – insbesondere nicht nach 2010: hier scheint die Prognose schon eingerechnet, obwohl diese erst auf Grund der Trendlinie erfolgt – also ein Zirkelschluss.
    2. Warum ist es zwischen 1980 und 1985 nicht zu einem Zusammenbruch des deutschen Wirtschaftssystems gekommen – hier war der DAX in Gold wesentlich weniger wert (0,7) als für 2016 vorhergesagt (< 2,0).

    • Leider konnte in der kurzen Videosequenz die Thematik nur angerissen werden. An dieser Stelle zumindest ein, zwei ergänzende Erläuterungen, um Missverständnissen vorzubeugen:

      In der Tat wäre es allein aufgrund der Datenlage statistisch sehr gewagt, auf einen derartigen Zyklus zu schließen. Absolut d´accord! Was macht mich aber so sicher? Nun, derselbe Zyklus, der hier für Deutschland für den DAX/Gold dargestellt wird, kann z.B. auch für den Dow Jones/Gold beobachtet werden, hier aber immerhin seit ca. 1900 und wohlgemerkt unabhängig davon, ob der Dollar im Goldstandard war oder nicht. Verblüffend? Nein, ganz und gar nicht, wenn man eine Weile darüber nachdenkt…
      Abweichungen sind gegeben, das gebe ich gerne zu, es würde auch an ein Wunder grenzen, wenn sich die Geschichte 1:1 wiederholen würde. Sicher wird es daher auch in der Zukunft Abweichungen geben, die Tendenz allerdings, davon bin ich zumindest überzeugt, wird richtig prognostiziert. Die Zukunft wird es (hoffentlich;-)) zeigen.
      Die blaue Trendlinie dient lediglich der optischen(!) Verdeutlichung und ist willkürlich(!), bitte daher an der blauen Linie nichts ablesen. Insoweit ist der Hinweis korrekt.
      DAX/Gold bei 0,7 in 1980 entspricht etwa 1,7 in 2016, die Veränderung ist nur durch die geänderten Rahmenbedingungen verursacht (vgl. Modellierung).
      Warum ist das System 1980 nicht zusammengebrochen? Sehr verkürzt zusammengefasst war die Verschuldung gemessen am BIP 1980 viel geringer, die Zinsen konnten extrem angehoben werden, das ist heute nicht mehr möglich ohne einen Zusammenbruch zu verursachen.

      • „Warum ist das System 1980 nicht zusammengebrochen? Sehr verkürzt zusammengefasst war die Verschuldung gemessen am BIP 1980 viel geringer, die Zinsen konnten extrem angehoben werden, das ist heute nicht mehr möglich ohne einen Zusammenbruch zu verursachen.“

        Absolut richtig!
        In diesem Zusammenhang möchte ich auf meinen Artikel Inflation und Staatsbankrotte ante portas (http://krisenfrei.de/Sordon_Inflation-und-Staatsbankrotte.pdf) hinweisen, insbesondere auf die Grafiken auf Seite 5 und 6, die zu dieser Problematik eigentlich alles aussagen.

        Vielen Dank zu Ihrer Stellungnahme

        MfG

  8. Sicher: Eine recht gute und überzeugende Analyse, und auch die angebotenen Lösungsansätze sind auf den ersten Blick umsetzbar. Dies allerdings nur wenn man sich stringent an die Beschreibung hält.

    Und wenn man die Beschreibung ein wenig aufmerksamer durchliest fällt einem die wiederholte Verwendung des Begriffs des „produktiven Menschen“ auf. Der „produktive“ Mensch ist jedoch weder früher noch aktuell das Problem. Der produktive Mensch wird tatsächlich nicht daran gehindert den morgigen Tag so zu gestalten wie den heutigen. Das Problem ist vielmehr der unproduktive Mensch. Die Versorgung der Menschen die verschuldet oder auch unverschuldet stellt unser Gesellschaftsmodell erst vor ein Problem und führt schließlich über die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft hinaus.

    Jeglicher Lösungsansatz muss sich daher von der isolierten Betrachtung des mangelbehafteten Finanzsystems lösen und vor allem einen Ansatz dafür beinhalten wie die überwiegende Mehrheit der Gesellschaftsmitglieder dem produktiven Teil zugeführt werden können. Und in einer Gesellschaft die längst alles produziert hat was sie braucht wird dies sehr schnell zum eigentlichen Problem. Arbeit zu schaffen bei der etwas geschaffen wird was so gebraucht wird dass dafür ein adäquater Gegenwert gegeben wird.

  9. „unverzinste Geldschöpfung durch die öffentliche Hand“
    Geld aus dem Nichts. Der Staat hat keine Deckung für das Geld – und die Geschichte zeigt nur zur Genüge, was dann passiert: Willkür und Machtmissbrauch. Gib dem Staat nie mehr Macht, als dass er unbedingt benötigt, um die unabdingbaren Staatsaufgaben zu erfüllen.
    „unsere Demokratie“
    Ähhh, haben wir tatsächlich Demokratie? Wo?
    Zur Österreichischen Schule: Du scheinst sie nicht ganz verstanden zu haben – Die Österreichische Schule redet von freiem Privatgeld und nicht von Gold, ist sich aber bewusst, dass der Bürger wahrscheinlich Gold und allenfalls Silber wählen wird. Daher geht Deine folgende Aussage ins Leere:
    „Allerdings bietet die Theorie der Österreichischen Schule aus Sicht des Autors keinen überzeugenden Reformansatz, die aktuelle, gegebene Situation zu überwinden.“
    Bitte nachbüffeln. Danke.

    • Die Gefahr des Missbrauchs des staatlichen Geldschöpfungsmonopols erkennt und benennt der Autor ausdrücklich selbst. Auch die Beziehung der österreichischen Schule zu Gold beschreibt er er absolut korrekt!
      Der aufmerksame(!)und vor allem unvoreingenommene(!) Leser kann den Autor nicht missverstehen:
      Er erkennt die österreichische Schule durchaus an, kritisiert aber, dass sie bei der wahrscheinlich zutreffenden Prognose des bereinigenden, finalen Crashs stehen bleibt und keine pragmatische Änderung der Spielregeln des Systems zum Wohle der Menschen bietet.
      Offensichitlich nimmt nun der Autor die Gefahr des staatlichen Geldmonopols wissentlich in Kauf, um Chaos, Not, Hunger und vielleicht sogar Krieg in einer ungeordneten Bereinigung zu vermeiden. Ich kann dem Autor zu 100% folgen.
      @goldi: Nachlesen. Danke!

      • „Auch die Beziehung der österreichischen Schule zu Gold beschreibt er er absolut korrekt!“
        „Weil quasi der Markt Gold zu Geld gemacht hat, wird Gold auch von den Anhängern der österreichischen Schule häufig als das „natürliche“ Geld unterstützt.“
        Die „Österreicher“ wollen Vertragsfreiheit – der Bürger soll entscheiden, was Geld ist -, weil die „Österreicher“ prinzipiell und zu Recht, wie die Geschichte lehrt, davon ausgehen, dass der Staat die Macht missbraucht und weil die „Österreicher“ die Bürger als mündig betrachten und die Freiheit wollen. Ich verweise insb. auf die Bücher von Roland Baader, einem hervorragenden Vertreter der Österreichischen Schule.
        „Er erkennt die österreichische Schule durchaus an, kritisiert aber, dass sie bei der wahrscheinlich zutreffenden Prognose des bereinigenden, finalen Crashs stehen bleibt und keine pragmatische Änderung der Spielregeln des Systems zum Wohle der Menschen bietet.“
        „Der Hinweis der Österreichischen Schule, dass der „finale Zusammenbruch“ nach der weltweiten, jahrzehntelangen, unverantwortlichen Kreditexpansion nicht mehr zu vermeiden sei, der Markt diese unhaltbare Situation früher oder später in einer (für den Staat und seine Bürger katastrophalen) unvermeidlichen Depression bereinigen solle, beweist sicher Prinzipientreue zur Theorie, vielleicht sogar Realitätssinn, darf aber nicht das letzte Wort sein, wenn man sich nicht Ideen- und Phantasielosigkeit oder eine kühle Distanz zum Leben der Menschen vorwerfen lassen will.“
        Die „Österreicher“ stellen nur fest, dass DIESES System zum Zusammenbruch verurteilt ist – und das ist offensichtlich. Die Österreichische Schule weist ja per se den Ausweg. Wenn die verschiedenen Regionalwährungen, Goldwährungen, vertraglichen Währungen usw. (also Bürgergeld) miteinander konkurrieren, kann der Kollaps gemildert werden und das neue System entsteht von selbst. Der Bürger hat die Freiheit – ganz im Gegensatz zum heutigen Legal-Tender-System. Die Initiative der Bürger ist also gefragt. Solange aber die Bürger ihr Fiat-Geld auf die Bank tragen, um Zinsen zu kassieren, legen sie damit den Grundstein für den Kollaps selbst – und sie merken es nicht einmal! Die Bank ist alsdann gezwungen, das Geld denjenigen auszuleihen, um Zinsen zu generieren, die Kredit wünschen. Gute „Schuldner“ brauchen keinen Kredit, also werden die Kredite immer schlechteren Schuldnern ausgegeben, bis diese nicht mehr zahlen können. Sobald automatisch Zins bezahlt wird, wenn man das Geld bei einer Bank hinterlegt, ist etwas faul am System!

  10. Eine wirklich gute Zusammenfassung der Systemkrise.
    Das Ende des betrügerischen Geldsystems wird nur so weit es geht in die Zukunft verschoben.
    In den Videos wird sehr gut erklärt, warum unser Geldsystem scheitern muss.
    Gold hat einen wahren Wert. Mit Papiergeld werden wir nur ausgebeutet. Das schlimme ist nur, dass die Masse es nicht merkt.
    Der Crash des Papiergeldes wird kommen und ein Großteil der Bevölkerung wird verarmen.
    Gewaltige Massenaufstände werden die Folge sein.

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