Die Finanzmärkte sind sozusagen verstaatlicht

Paul Feuermann
© cc

Paul Feuermann (infosperber)

Die Notenbanken halten die Zinssätze künstlich tief. Sie belohnen damit grosse Schuldner. Gläubiger und Sparer haben das Nachsehen.

Red. «Wo bleibt der Aufstand der Sparer?» titelte die «NZZ am Sonntag» am 5. November. Milliarden-Guthaben der Zweiten Säule würden nächstes Jahr nur noch mit real 0,4 Prozent verzinst. Paul Feuermann zeigt einige Hintergründe und Folgen auf. Er war an der London School of Economics und arbeitete viele Jahre als Banker und Vermögensverwalter. Heute wohnt er in Montevideo.

Die aktuelle Situation hat es noch nie gegeben: Nach sorgfältigen Recherchen gab es in den letzten 5’000 Jahren noch nie so tiefe Ausleihzinsen, und dies bei einer Verzehnfachung der Schulden in 30 Jahren.

Die Zentralbanken haben die Märkte auf eine gewisse Weise verstaatlicht, indem sie das Geld zinslos gemacht haben für alle Spekulanten, aber auch für Institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Versicherungen.

Die Zentralbanken hinterlassen den Eindruck, dass sie keine Korrekturen zulassen und weiter auf die bekannten Arten intervenieren werden. Der Markt meint das zu wissen, vor allem Spekulanten können jetzt an den Börsen sorglos die Kurse in die Höhe treiben, während die Zins-Renditen unter die Null Linie steuern. Die Gläubiger zahlen den Schuldnern.

Jetzt wollen auch Kleinanleger profitieren. Der Börsenindex SMI könnte schliesslich auf die «Traummarke» von 100’000 steigen. Bei dieser Aufwärtsspirale verhalten sich die Zentralbanken und die Anleger wie Katz und Maus. Sie schauen einander versteinert in die Augen, bis … etwas passiert.

Die Hoffnung auf rechtzeitiges Verkaufen

Es braucht nicht viel: Ein falsches Signal, oder ein richtiges Signal, das falsch verstanden wird, und der Teufel ist los. Denn jeder hofft und glaubt, dass er noch rechtzeitig «seinen» Profit realisieren und seine überbewerteten Papiere rechtzeitig einem noch Dümmeren verkaufen kann. Dabei sind etliche Haie im Teich und warten mit sehr scharfen Messern (Shortsellers).

Doch erstens kommt es anders und zweitens als in dieser atemraubenden, luftigen Höhe angedacht wird. Es braucht ein einziges Ereignis, und die Show bricht in sich zusammen.

Wir befinden uns in einer einmaligen Raserei. Die Blase ist global und in allen Anlagekategorien, einschliesslich der Immobilien, vorhanden – auf der Suche nach der spitzigen Nadel, die Luft rauslässt. Die Blase wird die Nadel finden.

Für diesen Tanz braucht es zwei: ein verwahrlostes Konsumverhalten auf der einen Seite und zynische, degenerierte Spekulanten, welche die Hebel der Macht nach abgründigen Phantasien bewegen.

Professor Karl-Friedrich von Weizsäcker hatte diese Tragik 1983 festgehalten in seinem Buch «Der bedrohte Frieden». Ich denke, er hat visionär das beschrieben, was als letzter Akt dieses Stückes auf die Bühne kommen wird.

Das fundamentale Thema, welches der Idealismus des frühen 19. Jahrhunderts formulierte, ist die Entfremdung. Das zivilisatorische Streben des Menschen hat ihn irgendwie konstitutiv schizophren gemacht.

Materielle Güter und Machtrituale verwandelten das Sicherheitsbedürfnis der Menschen nolens volens zum Kulturbetrieb. Im Mittelalter waren es die Stadtmauern, dann die stehenden Heere und später dann die immer «abschreckenderen» Waffen, bis diese nicht mehr abschrecken. Da stehen wir heute.

Nicht zu sprechen von der ungeheuerlichen Gewalttätigkeit der lebenden Natur gegenüber. Die Natur kennt das nicht. Der grosse Fisch frisst den mittelgrossen, der mittelgrosse den kleineren. Dabei werden die schwächsten Mitglieder der Formation benachteiligt. Das passiert mit jedem Leben, ob Pflanzen, Vögel, Säuger you name it.

Wie böse ist doch die Natur!

Die Natur kennt keine moralischen Kategorien und tariert das «Einzelgeschehen» in einem ökologischen Ganzen, das jeder Spezies, jedem Leben Grenzen setzt. Nur wir Menschen mit ihrem auf Stabilität ausgerichteten Gesellschaftsbetrieb sprengen diese Grenzen.

Unsere Leistungen lassen sich sehen. Wir entreissen der gewachsenen Natur sogar Tausende von Milliarden Tonnen flüssige und gasförmige Kohlenwasserstoffe, die Babys sterben nicht mehr, und die Alten leben viel zu lange.

Aber ich denke an den Film Predators von 1989 und befürchte, dass sich die Menschen noch vor dem ökologischen Kollaps durch Kriege dezimieren werden. Das wird dann passieren, wenn sich unsere Konsumgesellschaften auf allen Ebenen – staatlichen, unternehmerischen, zwischenstaatlichen und privaten – mit Schulden so vollgesogen haben (und das dürfte bereits der Fall sein), dass der ganze Unterbau des Geldverdienens, der bezahlten Arbeit, wegschmilzt wie der Juni-Schnee in den Schweizer Alpen.

Damit entfällt für den modernen Menschen die wichtigste Stütze seines Sicherheitsdispositives – die Kaufkraft seines Geldes.

Ich vermute einmal, dass bereits im 2018 eine unglaubliche Angst und Panik um sich greifen wird, weil die Bürgerinnen und Bürger zu verstehen beginnen, dass sie im aktuellen Experiment im Zentrum des Sturmes stehen, während sie lange glaubten, sie würden dank neuer Technologien und dem Erfinden von Geld ohne Grenzen eine sichere Zukunft haben.

Alle unsere Vorstellungen sind so tief durchtränkt von diesem Machbarkeitsglauben, dass wir nicht mehr sehen, dass unsere grossartigen zivilisatorischen Leistungen zum Bumerang werden können.

Der Mensch handelt nicht aus der Ratio, er ist getrieben von seinen Leidenschaften, und da verliert er buchstäblich den Kopf, wenn Angst und Panik von ihm Besitz ergreifen.

Vor allem wenn er sein Sicherheitsbedürfnis als unerfüllbar zu verstehen lernt. All die Errungenschaften wie Geld, Institutionen, Rituale in Politik und Gesellschaftsbetrieb werden zu Agenten und Instrumenten, die ihn in den Wahnsinn treiben werden, weil er sie als seine eigentlichen Gegner erleben wird.

Die deutsche Hyperinflation hatte in ihrem Blow-off der Jahre 1922-23 unglaublich zerstörerische Handlungen von wenigen Profiteuren hervorgebracht, welche die Stabilitätsrisiken zu nutzen verstanden, um daraus eigennützigen Profit zu schlagen.

***********

Das Gold-Kartenhaus, das Ihr Vermögen und Ihre Existenz akut bedroht!

Decken Sie heute die Wahrheit hinter dem Goldkartenhaus auf … Nur so können Sie Ihr Vermögen vor dem Untergang bewahren. Denn dieses Kartenhaus steht vor dem Zusammenbruch. So bedroht es alles, was Ihnen lieb und wichtig ist

>> Klicken Sie HIER, um sich zu schützen! DRINGEND!

Die Finanzmärkte sind sozusagen verstaatlicht
2 Stimmen, 5.00 durchschnittliche Bewertung (98% Ergebnis)

20 Kommentare

  1. Die EZB hat mit dem zinsfreien Geld, eigentlich den Grundstock gelegt, den doch so viele wollen.

    Leider ist es aber so, das die Diebereien der Finanz- und Bankenwelt, die sich täglich neue Konstrukte ausdenken, mit denen diese sich pseudolegal, in beinahe alle Geschehnisse einflechten können, die sich um das Leben, handeln. Vorwiegend um das menschliche.

    Bevor man nun den Banken zinsfreies Geld zur Verfügung stellt, hätte man den Banken ihr Geschäftsmodell vorschreiben müssen. In Form ganz klarer und scharfer Gesetze. Die auch grundsätzlich, den handelnden Personen, mit Freiheitsentzug drohen.

    Die Banken, hätte man von jeglichen spekulativen Finanzgeschäften, trennen müssen.

    Dies ist aber nicht geschehen.

    Die Auswirkungen des Versäumnisses sind einerseits, es geht alles so weiter, wie bisher. Spekulative Finanzgeschäfte benötigen aber Kapital, und das kommt, von der EZB, wie gerufen. Das ganze Geld, das die EZB in die Banken pumpt, verpufft leider nicht sinnlos, das wäre die harmlosere Variante, sondern es verschärft die Krise. Es wird verwendet um Bankenverbindlichkeiten zu bezahlen und um ungehindert und ungeniert weiter zu spekulieren. Somit werden nun auch Wett-Geschäfte eingegangen, die man sich vorher nicht gewagt hätte einzugehen. Die Händler, wie sie sich nennen, sozialisieren ihre Verluste, den Gewinn aber, stecken sie sich ein. Und, wenn sich das Gewissen regt, das Gewissen kann man sich ab 10 Millionen EURO leisten, weil man ja weiß, wo und wie man das Geld arbeiten lassen kann, schreiben sie ein Buch. In dem sie das alles anklagen und sich als wagemutige Retter hochstilisieren.

    Wo kommt aber das Geld her, das diese Form von Geschäften erbringt? Es kommt von uns. Von uns allen. Vom Baby bis zum Greis. Kaum noch ein Produkt, dessen Hersteller nicht irgendwie in den Händen der Zocker ist. Die Zocker sind Internationale Spekulanten, die Mafiaorganisationen, Ölbarone und Scheichs, vertreten. Das sind die eigentlichen Besitzer und die wollen ihr Geld anlegen und Rendite. Nun werden auch Lebensgrundlagen privatisiert. Wasserwerke, Autobahnen, Krankenhäuser und anderes. Auch dort soll das Vermögen, der Milliardäre angelegt werden. Um was zu machen? Rendite zu erwirtschaften. Das geht über sinkende Qualität und Personaleinsparungen. Die übrigen Menschen, werden an ihrem Arbeitsplatz Belastungen ausgesetzt, die den Menschen verbrauchen. Das sind Zinsgeschäfte, die wir mit unserem leben und unserer Lebensqualität bezahlen müssen.

    Somit, muss auch hier, regelnd eingegriffen werden. Wer in Deutschland und Europa Geld anlegen will, darf dies nicht mehr anonym über Investmentfonds machen. Er muss dieses Kapital unter seinem Namen anmelden und einführen. Er muss eine Mindest Vorhaltezeit einhalten, bevor er es wieder ausführt. Er muss auch hier die dafür fälligen Steuern zahlen. Diese müssen für Großanleger nach oben angepasst werden. Europa benötigt ein Steuersystem, das Steuerfreiheit für Konzerne verhindert und nicht eines, mit dem sich die Länder, die grossen Konzernzentralen gegenseitig wegangeln.

    Zurück zur EZB. Die Banken und Kreditinstitute fahren den Kurs weiter, den sie schon immer gefahren sind. Kredite nur an pseudo-sichere Kandidaten zu vergeben, und diese dann auch erheblich günstiger, als an Otto Normalverbraucher. Die EZB muss nun für weitere zinslose Kredite, an die Banken, Bedingungen stellen. Es darf kein Kredit, über zwei Prozent Zinsen kosten. Die Banken müssen das so übernehmen, oder die EZB handelt selbst.

    Anders kann man in Europa keine Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen nicht mehr generieren. Die Nachfrage ist da, das Geld aber fehlt, unten. Es kann sich nicht, wie vor der Rot-Grünen Herrschaft, von unten nach oben durcharbeiten, da es nur noch oben gibt. Alles das, was Leben und dessen Qualität ausmachte ist verschwunden, da eine Selbständigkeit nicht mehr lohnend ist. Das was wir alle benötigen, ist ein System, in dem Arbeit egal ob selbständig oder in Abhängigkeit wieder lohnt. Gegenwärtig konzentriert sich alles nur auf steigende Preise, um mehr Gewinn zu erzielen. Das ist aber bei den in aller Regel, kleinen Einkommen, schnell ausgereizt. Somit müssen entweder die Immobilienpreise sinken, um mehr Geld zu behalten, wie bei den Mieten, oder die Löhne und Gehälter angehoben werden. Um wieder Waren einkaufen zu können, die länger halten und auf Nachhaltigkeit beruhen. Renten und Pensionen müssen unter Berücksichtigung einer Mindestrente zusammen gelegt werden, Akademiker und Selbständige werden zu dieser Rentenkasse verpflichtet. Dies nicht nur, um mehr Geld in die Rentenkasse zu bekommen, sondern auch um die Aufsicht über die Rentenversicherung und deren betriebsfremde Ausgaben besser zu kontrollieren, und die soziale Gemeinsamkeit wieder zu beleben.

     

    • "Somit, muss auch hier, regelnd eingegriffen werden."  Ihre Vorschläge kommen zu spät!  Dem System ist nicht mehr zu helfen.  Wie wollen Sie die ungeheure Verschuldung weltweit noch irgenwie systemadäquat in den Griff bekommen?  Unmöglich – das System muß jetzt zu systemwidrigen  Maßnahmen greifen – entweder Hyperinflation oder  Enteignung eines Teils der Bürger wie Immobilien oder Aktien oder Geldvermögen.  Als in 2008 die Abwrackprämie kam, wäre eine Mahnung von Frau Merkel vor weiterer Verschuldung angebracht gewesen.  Dies erfolgte jedoch nicht!  Vorgestern bekam ich einen Werbeprospekt von VW, der den Kaufpreis nur nebenbei auswies.  Die Leute zahlen heute nur die monatliche Rate für ihre Ankäufe und machen sich auch gar keine Gedanken.  Und den Banken selbst geht es auch nicht gut.  Sie müssen die durch die Nullzinspolitik entgangenen Margen bei Darlehen von den schwächsten Marktteilnehmern durch überhohe Dispozinsen reinholen, und die Frankfurter Sparkasse nimmt jetzt aus Verzweiflung 1 % des Dispokredits für den nicht in Anspruch genommenen Dispokredit.  Wer also Geld nicht aufnimmt, zahlt 1 % Sollzinsen, wer Ersparnisse anlegt vielleicht 0,4 %!  Verrückte Welt vor dem Kollabieren!  Da ist nichts mehr zu machen, nur noch abwarten, wann die Blase platzt.

      • Die Hauptproblematik, denke ich, könnte man mit einem internationalen Schuldenschnitt, bei den Banken regeln. Ob mit einem Festtsatz oder mit einem Forderungsverzicht auf Gegenseitigkeit.

        Der Zins, aber vor allem der Zinses Zins gehört schlichtweg verboten. Wir sehen doch wohin das läuft. Der kleine Sparer, hat auch vorher nicht viel an den Zinsen verdient, der Millardär macht noch bei einem halben Prozent richtig Geld.

        Somit könnte man vielleicht noch sagen, das Zinsen bis zu einem bestimmten Kapitaleinsatz gezahlt werden dürfen. darüberhinaus, gibts beim Grosskapital, nichts, oder Minuszinsen.

        Leider ist es so, das in keinem Staat jemand den Mut aufbringt, zu sagen das Milliardäre enteignet gehören. Diese sind es aber, die Gesellschaften verändern, nicht nur durch einseitige Politik, wie Sorros, sondern auch, indem sie  derart viele Unternehmen besitzen, das sie fast den ganzen Arbeitsmarkt unter Kontrolle haben. Selbst die großen Zeitarbeitsfirmen sind in deren Besitz. Sie haben zu viel Eigentum in Immobilien, und erzwingen dadurch die Immobilien Blasen, sie halten die Immobilien künstlich knapp, die Nachfrage, ist aber groß. Wie man es dreht und wendet, sie verdienen an allen Situationen und profitieren daraus. Die Immobilien, die aus den Enteignungen frei werden, können wieder normal verkauft werden, und/oder zu sozialen Bauvorhaben verwendet werden.

         

        • Stimmt. Nur wie soll eine Änderung vor sich gehen? Vorallem – wer sollte etwas dazu tun, daß sich ewas ändert.? ….. Dürfte kein Mensch soviel Vermögen besitzen, daß er damit andere Menschen zum Negativen beeinflußen kann. Staaten destabilisieren, Kriege anzetteln gäbe es da dann nicht……. Habe das heute schon einem Baum erzählt. Der raschelte freundlich mit den verwelkten Blättern. Erzähle ich das Menschen, gehen die davon.

          • Das muss ja ein wundervoller Baum sein, Olga!

            "Dürfte kein Mensch soviel Vermögen besitzen, daß er damit andere Menschen zum Negativen beeinflußen kann. Staaten destabilisieren, Kriege anzetteln gäbe es da dann nicht…"

            Genau das ist es. Wer muss unbedingt über 5 Millionen EURO haben? Oder, eine andere sozial verträgliche Summe.

            So lange wir akzeptieren, das bestimmte Leute, die bereits in den 70er Jahren, die Gelder der Mafia wuschen, indem sie Immobilien an den Mittelmeerküsten aufkauften und dort mit den Geldern aus Drogen und Waffengeschäften, die hässlichsten Hotelbauten und Bungalows errichteten, damit reich und reicher wurden, und nun die Politik, ja die Finanzpolitik bestimmen, so lange wird die wahre Macht auf immer weniger, immer reichere "Menschen" verteilt. Die sich dann bald ihres Reichtums, der privatisierten Städte und Länder bedienen und sich dann bald Fürst, Baron oder König nennen können, weil die unterwürfigen Schleimer in Politik und Gesellschaft es ihnen ermöglichen, in der Hoffnung, das für sie auch noch ein Brosamen abfällt.

            • Scheinen damals  manche von der damaligen Mafia viel gelernt zu haben. Waren die vielleicht gute Schüler? Die damalige Mafia dürfte aber doch weniger rücksichtslos gewesen sein. Könnte man mit der vielleicht sogar verhandeln.

              • Mit denen sollte man nicht verhandeln. Die haben tausende von Menschenleben auf dem Gewissen. Auch das Wegbomben von Ermittlungsrichtern ist mir auffällig. Es kommt dem Vorgehen des IS gleich.

          • 14.11.2017

            "Habe das heute schon einem Baum erzählt."

            Liebe Frau Chraska, Ihr Zwiegepräch mit dem Baum ist mir sehr sympathisch, überhaupt Ihre sonstigen drolligen Einfälle.  Früher erwartete man von einer Frau weniger Intellekt als Intuition, wobei letzteres vielleicht weiter führt als ersteres.

            Der Reichskanzler Fürst Bismarck verwarf seinen Nachfolger Caprivi, weil er als erste Amtshandlung die Eiche in der Reichskanzlei fällen ließ, was ein schlechtes Omen für die Zukunft Deutschlands war.  Von daher hatte ich auch Verständnis, daß die Friesen den Apostel der Deutschen, Bonifatius, erschlugen. 

            Insofern gefällt mir die Liebeeserklärung der Alexandra über ihr Baum-Lied sehr gut:

            https://www.youtube.com/watch?v=f_CJeAmiW_0

            • Yep,

              man müßte sie sammeln, die Wortschöpfungen und Aussprüche der Frau Chraska!

              Was die weibliche Intuition angeht; es liegt an den Männern, ob sie gewillt sind darauf zu hören? Zumindest dann und wann?  😉

              • "Was die weibliche Intuition angeht; es liegt an den Männern, ob sie gewillt sind darauf zu hören? Zumindest dann und wann?" Schreibt der "Zweifler", der als Erkenntnistheoretiker die Sache mit "?", "??", "?!" oder "!?"  sehen muß.  Früher war mein Pseudonym übrigens Nikodemus, der Inbegriff der Angsthasen.

                • Der Kampf der Geschlechter interessiert mich nicht. Ich bin ein Mensch und schreibe für Menschen. Was die in der Hose haben, ist für die meisten Themen überhaupt nicht interessant. Geschlecht ist zweitrangig. Zuerst Mensch, dann kommt irgendwann das Geschlecht……..Außerdem muß niemand auf irgendwelche Kommentare hören. Überhaupt dann nicht, wenn er selbst so ausnehmend gute hat.

                  • "Außerdem muß niemand auf irgendwelche Kommentare hören."

                    Warum sollte ich auf Ihre Kommentare nicht hören?  Nicht gerade auf die Aliens, aber doch schon auf das Zwiegespräch mit meinem Freund dem Baum – und wenn Sie meinen, sich geschlechtsneutral zu äußern und nicht weiblich intuitiv, ist das ok, wenn Sie das so meinen. 

                    Bélla geránt aliī, tu félix Áustria nūbe.
                    Nám quae Márs aliīs, dát tibi díva Venūs.

                    Kriege lass andere führen, du, glückliches Österreich, heirat’!
                    Denn was den anderen Mars, Venus, die Göttin, gibt ’s dir.

                    Mir ist bei Ihnen nur aufgefallen, daß in Österreich alle Pensionisten sind, in Deutschland Rentner und Pensionäre mit erheblichen Unterschieden der Altersbezüge. 

                    Gute Nacht!

                • Nun, der Hausarzt meiner Gattin, sagte mal, nachdem die erste Diagnose nicht zutraf, man solle sich seiner Sache nicht zu sicher sein! Gut, solange es nicht um Leben oder Tod geht … zeugt es dennoch von einer gewissen Größe, seinen Fehler eingestanden zu haben! Manche zweifeln halt vorher! Sich dessen wohl bewußt, daß es auch vor nichts schützt!  🙂

        • Geld regiert die Welt – und daß die Wahlentscheidungen in einer repräsentativen Demokratie das Allheilmittel nicht sein können, sehen wir jeden Tag erneut, sagt auch Goethe über Merkel:

          http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3664/8

          Mephistopheles (zu Faust):

          Den Teufel spürt das Völkchen nie,
          Und wenn er sie beim Kragen hätte.

          Die Milliardäre werden nicht zur Kasse gebeten werden, weil in der Weltgeschichte üblicherweise immer die kleinen die Zeche bezahlen.

          Vermutlich werden die kleinen Immobilieneigentümer mit Zwangshypotheken belastet werden wie nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, Hauszinssteuer oder Lastenausgleich, wobei  der Immobilienbesitz der kleinen der Politik sowieso ein Dorn im Auge ist, weil dies die einzige Vermögensklasse ist, die die Politiker den kleinen nicht so leicht stehlen können, weil noch im Grundbuch. 

          Vgl. die Strafe für die Einzäunung eines für 10.000,- Euro gekauften Grundstücks, das mit Obstbäumen bepflanzt wurde zum Schutz vor Diebstahl und Vandalismus durch  (hauptsächlich ausländische) Mitbürger.

          http://www.grundeigentum.net/wp-content/uploads/2017/06/Zwangssicherung_20141104.pdf

          • Ceterum, der Name Nikodemus kommt mir auch wohl aus einem Comic- Heftchen bekannt vor. War es nicht Fix und Foxi? Das waren noch nette Zeiten.

            Da hatte die D-Mark Kaufkraft und es gab noch keine Währungsreform, mit dem späteren Namen "EURO".

            https://picclick.de/Fix-und-Foxi-17-Jahrgang-Nummer-30-mit-172850663909.html

            Den LINK habe ich mir regelrecht reingezogen. Aber, warum bin ich, gar nicht erstaunt gewesen?

            Mir scheint, die Findigkeit des Abschöpfens, ist die einzige Kreativität in Frankfurt. Ansonsten ist die Stadt nur noch tiefe Provinz.

            Aber, das soll sich ja ändern durch ein 2 Millionen "Spektakulum" zur Eröffnung der "neuen Altstadt". Frankfurt hats ja. Das aber von wem finanziert wird?

            Ist es nicht einmal möglich, auf dem Teppich zu bleiben? Und eine einfache aber bildende Veranstaltung für Jedermann zu machen? Z.B., über die Geschichte dieses Viertels, das nun neu aufgebaut wurde, mit "Handkäs und Musik", den man aber kaufen muss. Nein, man will sich mit teuren Künstlern umgeben, um sich weltmännisch zu zeigen. Aber, genau das, dass gelten wollen, wer sein wollen und müssen, genau das macht die tiefe Provinz aus.

             

             

            • Lieber Schilda, Nikodemus hätte ich bestimmt nicht gewählt als Comic-Figur, die bestimmt auch kein Angsthase ist.  Für mich persönlich paßt eher eine klassische Figur, Johannes 3, 2:

              http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/johannes/3/

              "Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden. 2 Der kam zu Jesu bei der Nacht [weil er ein Angsthase war] und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm."

              Es würde mich nicht wundern, wenn Frankfurt am Main heimlich pleite wäre, weil das Kassen- und Steueramt so verzweifelt mit Betrugsmanövern Geld reinholen will.  Bei den ungeheuren Summen, die jede Woche prolongiert werden, erfährt man nie die Zinssätze.  Frankfurt dürfte zu Null Prozent Zins Kredit bekommt, wenn seine Schuldscheine von der Frankfurter Sparkasse bei der EZB eingereicht werden.  Was ist wenn die Zinsen wieder steigen?

              Das Amtsblatt beinhaltet mehr Fragen als Antworten, vgl.

              http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=721719#a5240612

              Du kannst den Text der einzelnen Vorlagen finden bei "Vorlagensuche" von

              https://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.html

              Gute Nacht!

      • Servus Ceterum, ein Gedankengang. Warum sollten Banken und Sparkassen nicht auch wieder schrumpfen können oder müssen?

        Während die Industrie Konkurse kennt, Schrumpfungsprozesse durchmachte, Fabriken still legte und Menschen in die Arbeitslosigkeit entließ, werden die Banken davor geschützt.

    • Warum machen die Führer der Staatssimulation es nicht so, wie es jedem kleinen Privatmann oder Handwerker geht, wenn er – aus welchen Gründen auch immer – in Zahlungsschwierigkeiten gerät.  Dann fällt das Fallbeil, er wird zwangsversteigert und kann von neuem anfangen.  Ein ganz normaler Vorgang, den häufig genug auch Juden erlitten, wenn man die Biographien von Ludwig Bamberger

      https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?tn=%22Erinnerungen.+Hrsg.+von+Paul%22&an=Bamberger,+Ludwig&cm_sp=exo-title-srp

      oder Glückel von Hameln liest:

      https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?tn=%22Denkw%FCrdigkeiten+der+Gl%FCckel+von%22&an=Gl%FCckel+von&cm_sp=exo-title-srp

      Offensichtlich sind die Eigentümer der Banken auch diejenigen, die den Staat beherrschen, die mittelalterliche Holocaust-Gesetzgebung diktierten, denen der satanische Rundfunk und die Massenmedien hoffieren, die sich solcher unerhörter Privilegien erfreuen.  Ich kann verstehen, daß man die Banken nicht pleite gehen lassen will, weil das Geld schließlich der nervus rerum aller Dinge ist und dessen Stocken die Arbeitsteilung aufs Empfindlichste stören würde. 

      Aber warum werden bankrotte Banken, heute euphemistisch „marode“ genannt, nicht einfach verstaatlicht?  Hätten die Führer der Staatssimulation im Jahre 2008 bankrotte Banken verstaatlicht, wozu auch die (ausländische) Deutsche Bank gehört, hätte das unerhörte Ausmaß der Aufschuldung nicht fortgesetzt werden können. 

      Hier kommt wieder die "unsichtbare Hand" des Adam Smith ins Spiel, die Israel nicht verlieren läßt, auch wenn es gefehlt hat (5. Mose 15, 6):

      http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/15/

      "Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheißen hat; so wirst du vielen Völkern leihen, und du wirst von niemanden borgen; du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird niemand herrschen." (5. Mose 28.12)

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*