Die Vollstrecker

Der 22. Juni 2005 war ein historischer Tag für Europa – nicht nur wegen des Ausgangs der Gespräche um Griechenland.
Was Alexis Tsipras am Montag in Brüssel erlebte, gleicht dem, was sich in der Geschichte meistens wiederholt; Politiker marschieren für ihre Ziele mit dem Kopf gegen die Wand, den Durchschlupf finden sie selten.
Die Franzosen haben es 1940 in Paris erfahren.

Während die deutschen Panzer durch das Somme-Tal Richtung Paris rollten, fragte Churchill bei einem Blitzbesuch an der Seine die französische Heeresleitung in seinem notorisch erbärmlichen Französisch: „Où est la masse de Manöver?“ „Wo sind eure Reserve-Einheiten?“

Später notierte Churchill in seinen Memoiren, daß die Antwort einen der schockierendsten Momente seines Lebens bedeutete: „Aucune“. „Wir haben keine.“ An einen Plan B hatte niemand gedacht.

Hitler nahm Paris innerhalb weniger Wochen.

Am 22. Juni 1940 wurde in Compiègne der Waffenstillstand geschlossen.

Nach der bald 7-jährigen Euro-Krise hätte, exakt 75 Jahre nach dem 22. Juni 1940, in Brüssel eine Lösung für die griechische Tragödie auf dem Tisch liegen müssen. Stattdessen hat jeder bis buchstäblich zur letzten Sekunde auf seinen Positionen bestanden. Am Ende haben die Griechen beim Pokern verloren. Mario Draghi gab mit seiner Zusage, die EZB werde solange die griechischen Banken retten, solange die Regierung Reformen umsetze, denj Ausschlag. Das entsprach exakt dem bisherigen Plan A. Tsipras verließ wortlos die Konferenz. Er muß nun sehen, ob er auf dieser Grundlage seine Koalition Syriza zusammenhalten kann. Erste Proteste aus den eigenen Reihen dürften ihn bereits auf dem Heimflug erreicht haben.

An Schuldenschnitt oder Umschuldung sei laut Merkel zunächst nicht gedacht. Erst einmal müsse man über die Bedingungen reden, also über die Spar- und Reformauflagen, Gespräche über die Finanzierung der Schulden folgen anschließend. Unwahrheiten zu verkünden, ist wohl einen ihrer leichtesten Übungen.

Same procedure as last year, möchte man mit Miss Sophie rufen. Es wird weiter verhandelt, gestritten, gezahlt – ganz nach dem widersinnigen Muster, auf Schulden weitere Schulden zu türmen. Man muß kein Finanzgenie sein, um die Absurdität dieser Logik zu begreifen.

Logisch ist auch der Befehl aus Washington, Griechenland auf Gedeih und Verderb im Euro zu halten. Nichts anderes oktruierte Herr Obama seinen europäischen Satrapen. Sonst könnte ja China mit einem Fuß in Piräus stehen und Rußland könnte mit griechischer Unterstützung seine Südflanke im Schwarzen Meer von US-Kriegsschiffen freihalten.

Auch die Amis haben also keinen Plan B. Wie sollten sie auch!

Es gilt die Wirtschafts- und Währungsunion der EU zu vollenden. Nur wenn das erreicht ist, besteht keine Gefahr mehr, daß sich einzelne EU-Länder Rußland annähern könnten und die Isolation Eurasiens noch vereiteln. Deshalb sollen die Euro-Staaten verstärkt den Rest nationaler Souveränität aufgeben; fordert der sogenannte Fünf-Präsidenten-Bericht, verfasst von Jeroen Dijsselbloem, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Mario Draghi. Bemerkenswert: an diesem Bericht unter dem Titel Die Wirtschafts- und Währungsunion Europas vollenden hat die Kanzlerin des größten Nettozahlers in diesem Club offensichtlich mit keiner Silbe mitgewirkt.

Man fragt diese Frau gar nicht mehr, wenn es heißt: Der Euro-Raum müsse sich von einem System der Regeln und Leitlinien für die nationale Wirtschaftspolitik wandeln hin zu einem System weitergehender Souveränitätsteilung im Rahmen gemeinsamer Institutionen. Warum man Merkel nicht hinzuzieht, verrät dieser „Hammersatz“: …die Staaten sollen auf die Solidarität der Euro-Partner zählen können.

Was hier abläuft, fügt sich lupenrein zum geplanten Untergang der Deutschen Nation.

Wessen Solidarität im Fünf-Präsidenten-Bericht gemeint ist, sollte jeder Deutsche seit dem Tag wissen, als im Mai 2010 die Rettungsspirale zu Lasten der Deutschen in Gang gesetzt wurde. Wenn es um die Solidarität der Euro-Partner geht, gibt es zwei Gruppen: die einen halten nette Reden und die Deutschen dürfen ins Portemonnaie greifen. Da aber das Portemonnaie des Staates leer ist, wird dieser in die Geldbörsen der Bürger greifen. Zuvor darf der Bürger noch willkommenskulturgerecht einige Millionen Zuwanderer versorgen, mit einem Komfort, den die Gutmenschen selbst nicht mehr lange haben werden, und er darf bürgen, für den ESM, die EZB, die Target-2 Kredite, die Bad Banks und neuerdings auch – was vielen entgangen zu sein scheint – für die Sicherheit der Bankeinlagen aller Euro-Bürger. Was ein Schildbürgerstreich ist, weil das nicht funktionieren kann. Aber für Schildbürgerstreiche sind die Verantwortlichen in Brüssel-Schilda immer zu haben.

Vor 80 Jahren und weiter zurück brauchte man Weltkriege, um solche Ziele zu erreichen.
Es gilt weiterhin als unzweifelhaft, daß das Deutsche Reich einen wesentlichen Anteil am Ausbruch des Weltkriegs 1914 hatte, daß es während des vierjährigen blutigen Ringens sehr expansive Ziele verfolgte und im Falle eines Sieges seinen Gegnern einen harten Frieden auferlegt hätte. Daß es sich tatsächlich anders verhielt, zeigt diese Studie.

Nachdem sich viele Linke und grüne Politiker schämen, Deutscher oder Deutsche zu sein und dieses Land zum Teufel wünschen, soll der Zug nun endgültig Richtung Einheitsstaat rollen. Ganz so wie es in den Protokollen der Weltdiktatur von 1901 niedergeschrieben steht; und 100 Jahre noch weiter zurück war es schon einmal fast soweit.

Auszug aus Reden an die deutsche Nation, Gottlieb Fichte Berlin 1807/8

„Bedenkt, daß ihr die Letzten seid!
Sagt nicht: Laßt uns noch ein wenig ruhen,
noch ein wenig schlafen und träumen, bis die
Besserung von selbst kommt. Sie wird niemals
von selbst kommen. Jeder Verzug macht uns
noch träger und wiegt uns nur noch tiefer ein
in freundlicher Gewöhnung an unseren elenden Zustand.

Geht ferner so hin in eurer Dumpfheit, so
erwarten euch zunächst alle Übel der Knechtschaft und Demütigungen.
Ihr werdet herumgestoßen werden in allen Winkeln,
so lange bis ihr durch Aufopferung
eurer Nationalität und Sprache euch irgendein
untergeordnetes Plätzchen erkauft und bis auf
diese Weise allmählich euer Volk ausgelöscht wird.

Eine lesenswerte Buchvorstellung und zu den Vätern der Weltkatastrophe!

Die Vollstrecker
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2 Kommentare

  1. Richtig beschrieben: Griechenland MUSS im € bleiben! Denn dieses
    Land ist neben der Türkei der strategische Angelpunkt der US/NATO
    Interessen im östlichen Mittelmeer! Bleibt nur die Frage offen:
    Wie stark ist Tsipras und seine Unterstützung durch die Griechen?
    Oder anders gefragt: Was kostet die Entfernung von Tsipras das
    US Gangstersyndikat? Geld stinkt doch nicht Hr. Osamabama!

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