Erst Irak und jetzt Libyen?

Saddam Hussein erklärte im Jahr 2000, dass er bzw. der Irak, Öl nicht mehr gegen US-Dollar, sondern gegen den Euro verkaufen wollte. Für den USD als Weltwährung hätte die Öl-Fakturierung in Euro, insbesondere wenn andere ölexportierenden Länder dem Beispiel folgen sollten, fatale Folgen haben können. Die US-Regierung, sowie die Big-Player im Ölgeschäft mussten dies unter allen Umständen verhindern. Was am 20. März 2003 geschah, ist allen bekannt. Die USA (unter George W. Bush) und Großbritannien (unter Tony Blair), sowie weitere verbündete Staaten (Koalition der Willigen) bombardierten Bagdad und marschierten in den Irak ein. Heute, acht Jahre später, ist der Irak besetzt und es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände.

Ist jetzt Libyen dran? Der Vorwand, 2003 den Irak anzugreifen, war: Der Irak besitze biologische Waffen. Das war, wie wir heute wissen, eine glatte Lüge. Riesige Ölvorräte im Irak und nichts anderes stand im Vordergrund.

Libyen hat zwar nicht so hohe Ölvorkommen wie der Irak, gehört aber immerhin zu den Top-Ten der Länder mit den höchsten Ölvorkommen. Und was haben wir jetzt in Libyen? Krieg! Angeblich sollte die libysche Zivilbevölkerung vor Gaddafi’s Truppen geschützt werden. Steckt nicht vielleicht doch mehr dahinter? Schützt man mit Bombardierungen das libysche Volk? Bereits im Jahr 2009 plante Gaddafi die Verstaatlichung der libyschen Ölfelder.

Lesen Sie dazu den folgenden Artikel und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung zu den Angriffen auf Libyen:

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Kriegserklärung: Gaddafi plante Verstaatlichung der libyschen Ölfelder

Muammar al-Gaddafi plante seit 2009 die Verstaatlichung der lybischen Ölfelder – damit hat er den Globalisten den Krieg erklärt

Kurt Nimmo, Infowars.com, 29.03.2011

Die Koalition der Globalisten ist überhaupt nicht daran interessiert, das libysche Volk vor Muammar al-Gaddafi zu schützen. Die Flugverbotszone und die Angriffe auf das libysche Militär seitens der NATO und der USA haben überhaupt nichts mit Demokratie und freien Wahlen zu tun. Es geht um Öl – und darum, wem es gehört.

2009 kam Gaddafi das böse Unwort über die Lippen – Verstaatlichung. Ja, und zwar nicht nur die Verstaatlichung der libyschen Ölfelder, sondern aller Ölfelder in der gesamten Region. Aus Sicht der Globalisten wurde Gaddafi so zu einem gefährlichen Irren, einem Abtrünnigen, der ersetzt werden muss.

„Die ölexportierenden Länder sollten sich aufgrund des starken Preisverfalls beim Öl für eine Verstaatlichung aussprechen. Wir müssen dieses Problem auf den Tisch bringen und ernsthaft darüber diskutieren. Das Öl sollte dieses Mal dem Staat gehören, damit wir die Preise durch die Erhöhung oder Absenkung der Produktion besser kontrollieren können.“ so Gaddafi.

Es war vorherzusehen, dass aufgrund von Gaddafis Erklärung bei Anglo-Dutch Shell, British Petroleum, Exxon Mobil, Hess Corp., Marathon Oil, Occidental Petroleum, Conoco Phillips, der spanischen Firma Repsol, der deutschen Firma Wintershall, der österreichischen Firma OMV, der norwegischen Firma Statoil, Eni und bei Petro Canada alle Alarmglocken schrillten.

In einem Artikel auf der Internetseite von Prawda wurde gemeldet, dass der staatseigene Ölkonzern Libyens, National Oil, 2008 einen Bericht über die Thematik angefertigt hatte, worin Beamte vorschlugen, die Vereinbarungen mit ausländischen Konzernen bezüglich der Produktionsaufteilung zu verändern, um die Staatseinnahmen zu erhöhen.

Hätte man diese Vertragsänderungen umgesetzt, wären die Öleinnahmen Libyens um USD 5,4 Milliarden gestiegen. Reuters und die Konzernmedien berichteten über die Pläne.

Neben der Verstaatlichung der Ölfelder forderte der libysche Führer auch, dass der Staat zurückgebaut und die Öleinnahmen direkt an die 5 Millionen Libyer gehen sollten. Die Bürokraten verwarfen diese Idee jedoch, da sie Angst hatten, ihre kuscheligen Arbeitsplätze zu verlieren, und sich darüberhinaus vor dem Zorn der transnationalen Ölkonzerne und den dahinterstehenden Banken fürchteten.

Der libysche Premierminister al-Baghdadi und die libyschen Zentralbanker Ali al-Mahmoudi und Farhat Omar Bin Guida erklärten Gaddafi, dass die Wirtschaft des Landes durch derartige Maßnahmen zerstört würde und es zu einer „Kapitalflucht“ käme – also dass die Globalisten ihr Geld aus dem Land abziehen würden.

„Die Regierung ist gescheitert und die Staatswirtschaft ist gescheitert. Genug ist genug. Für das libysche Volk lautet die Lösung, dass sie direkt an den Öleinnahmen beteiligt werden und darüber befinden, was damit geschehen soll.“

so Gaddafi in einer Ansprache im libyschen Staatsfernsehen. Zur Erreichung dieses Ziels drängte er auf eine radikale Reform der Staatsbürokratie. Die Regierung stimmte jedoch gegen den Plan Gaddafis, dem libyschen Volk das Öl zuzusprechen. Von dem 468-Mann starken Volksausschuss stimmten 64 Abgeordnete für die Maßnahme.

„Während all dieser Jahre war es mein Traum gewesen, die Macht und das Vermögen direkt an das Volk zu geben.“ so Gaddafi in einer Reaktion auf die Abstimmung.

1953 hatten die Vereinigten Staaten und Großbritannien einen Plan ausgeheckt, um den demokratisch gewählten Premierminister des Irans, Mohammad Mossadegh, zu stürzen, der versprochen hatte, die im britischen Besitz befindliche Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) zu verstaatlichen und dem iranischen Volk die Gewinne zukommen zu lassen. Mossadegh versuchte mit der AIOC in Verhandlungen zu treten, aber der Konzern lehnte den von ihm vorgeschlagenen Kompromiss ab.

Um einen Putsch vom Zaum zu lassen, überzeugten die Briten den damaligen US-Außenminister John Foster Dulles, dass der Iran zu den Sowjets überlaufen würde. Den damaligen US-Präsidenten Truman ließ diese Vorstellung kalt. Als dann im Jahre 1953 jedoch Dwight D. Eisenhauer US-Präsident wurde, konnten die Briten ihn davon überzeugen, einen gemeinsamen Putschversuch einzuleiten.

Man entsandte die CIA, um das Land zu destabilisieren, Mossadegh loszuwerden und den brutalen Diktator Mohammad Reza Pahlavi und seine Geheimpolizei SAVAK zu installieren.

Für den Fehler, vorzuschlagen, dass die Ölgewinne an das libysche Volk gehen sollten, wird Muammar al-Gaddafi nun dasselbe Schicksal zuteil.

Quelle: http://www.propagandafront.de/167350/kriegserklarung-gaddafi-plante-verstaatlichung-der-libyschen-olfelder.html

 

Erst Irak und jetzt Libyen?
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3 Kommentare

  1. Ich bin froh, diesen Artikel gefunden zu haben. Dass es sich beim Libyenkonflikt um einen Oelkrieg handelt wird aber von der Weltpresse tunlichst verschwiegen. Da scheinen die Zensoren sehr peinlich zu prüfen. Eine Lösung? gewaltfrei? demokratisch? das wird echt schwierig.
    Trotzdem vielen Dank.

    Herzlich

    Afred Hoehn

  2. Hat sich irgendwer mal eine Lösung ausgedacht? Wollt ihr immer weiter so machen? Was hat sich in den letzten 60 Jahren getan?

    Die Lösung kann nur sein, dass JEDER EINZELNE für sich und die Welt verantwortlich ist. Welche Lösungen bringen Politiker? Sie können Kriege erklären und Budgets verabschieden, aber sonst?
    Was tun Politiker für DICH? Nicht für die „Klasse“ in die DU gesteckt wirst, sondern FÜR DICH?
    Nix!

    Überlege wie man diesen Sumpf der Politik und des Profits verlassen kann.

    Eine mögliche Lösung gibt es schon:
    http://www.zeitgeistmovement.de

    Denke nach! Wenn Du es noch kannst.
    http://www.zeitgeistmovie.com

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  1. Vor dem Kollaps der Geld-Systems « Uebergaenge

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