EZB – Europäische Zocker Bank

„Der Karlspreis, eigentlich Internationaler Karlspreis der Stadt Aachen (seit 1988 Internationaler Karlspreis zu Aachen), wird alljährlich in Aachen für Verdienste um die Europäische Einigung verliehen“ (wikipedia). In 2011 wurde dieser Preis dem EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet verliehen. Für Verdienste um die Europäische Vereinigung?
Na, dann schauen wir doch mal, welche Verdienste ihm gebühren.

Am 1. November 2003 trat Jean-Claude Trichet das Amt des Präsidenten der EZB an.
Die Aufgabe der EZB besteht in erster Linie darin, für Preisstabilität in der Euro-Zone zu sorgen und nicht etwa im Erwerb von Staatsanleihen der EU-Mitgliedsstaaten und der Entsorgung von Schrottpapieren europäischer Banken.

Bezüglich desVertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) hat Jean-Claude Trichet gleich in mehrerer Hinsicht verstoßen. Oder doch nicht? Wurden etwa die Gesetze so luschenhaft ausgelegt, dass der EZB-Präsident nach gutdünken handeln kann? Zumindest scheint es so, wenn man sich die Art. 123 AEUV und Art. 125 Abs. 1 AEUV etwas genauer anschaut.

Art. 123 AEUV – Das Schuldtitelerwerbsverbot

Hinsichtlich des Verhaltens der Europäischen Zentralbank ist Art. 123 AEUV zu beachten, der ein Verbot der Finanzierung mitgliedstaatlicher Haushalte durch die EZB statuiert. Dazu werden direkte Zentralbankkredite ebenso verboten wie der unmittelbare Erwerb von Schuldtiteln, das heißt Staatsanleihen.

Die EZB umgeht dieses Verbot zur Zeit, indem sie die Anleihen der betroffenen Staaten nicht direkt von den öffentlichen Emittenten übernimmt, sondern mittelbar am Kapitalmarkt erwirbt. Auch hierfür gilt jedoch: Das Wort „unmittelbar“ ist bewusst in Art. 123 AEUV aufgenommen worden, um der Zentralbank eine Offenmarktpolitik ohne größere Begrenzungen zu ermöglichen. Man kann es nicht nachträglich im Wege der Interpretation wieder aus dem Vertrag streichen.

Der Rettungsschirm ist damit in allen seinen Aspekten von europäischem Recht gedeckt. Dennoch bleibt ein gewisses Unwohlsein zurück: Die gegenwärtige Krise zeigt, dass die Währungsunion nicht zum Nulltarif zu haben war. Der in Art. 125 Abs. 1 AEUV festgeschriebene Haftungsausschluss behält zwar seinen Sinn – aber es wird deutlich, dass dieser nur in der Gewährleistung eines Notausgangs besteht.

Wenn alle Stricke reißen, können die einzelnen Mitgliedstaaten aus der Währungsgemeinschaft flüchten, ohne die Schulden der anderen mitnehmen zu müssen. Umgekehrt wird die Gemeinschaftswährung jedoch nur so lange Bestand haben, wie sich die Mitgliedstaaten – wie soeben geschehen – politisch nach außen als Haftungsgemeinschaft definieren.

Es ist nicht zu leugnen, dass das bei der Vereinbarung des Maastrichter Vertrages so nicht gesehen oder jedenfalls nicht so dargestellt wurde. Inwieweit das ökonomisch als positiv oder negativ zu bewerten ist, ist eine andere Frage. Das Recht entscheidet diese Frage aber nicht. Vielmehr überlassen die europäischen Verträge diese Beurteilung bewusst den politischen Entscheidungsorganen. Und die Politik wird auch die Verantwortung zu tragen haben, wenn es schiefgeht.

Art. 125 Abs. 1 AEUV – Die „No-Bail-Out“-Klausel

Soweit die Euro-Staaten wie im Falle Griechenlands bilaterale Hilfen in Form von Krediten bzw. Garantien gewähren, kommt ein Verstoß gegen Art. 125 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) in Betracht. Nach dieser Vorschrift haften die Mitgliedstaaten wechselseitig nicht für ihre jeweiligen Verbindlichkeiten und treten auch nicht dafür ein.

Daraus wollen einzelne Stimmen ein grundsätzliches Verbot jeglicher finanziellen Unterstützung innerhalb der Eurozone herleiten. Gegen die Griechenland-Hilfe ist auch bereits eine Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig. Die gleichzeitig mit dieser beantragte einstweilige Anordnung hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zwar mit Beschluss vom 7. Mai abgelehnt – allerdings nur aufgrund einer pauschalen Interessenabwägung mit der Begründung, die Nachteile für die Allgemeinheit wögen zu schwer, falls die Hilfe jetzt untersagt und später für rechtmäßig befunden würde.

Diese weitgehende Interpretation der Norm – als ein grundsätzliches Verbot finanzieller Unterstützung der Euro-Staaten untereinander – würde jedoch den Rahmen von Art. 125 AEUV sprengen. Der Sinn dieser Vorschrift besteht darin, alle Formen des finanziellen Einstehenmüssens der Euro-Mitglieder füreinander auszuschließen. Die Betonung dabei liegt aber auf dem Wort „müssen“. Gläubiger von Euro-Staaten sollen wissen, dass sie im Falle eines Forderungsausfalls keinen anderen Staat der Eurozone haftbar machen können.

Freiwillige Beistandsleistungen werden dadurch nicht ausgeschlossen. Alles andere würde zu dem sinnwidrigen Ergebnis führen, dass etwa Deutschland jedem Staat der Welt nach freiem politischem Ermessen Kredite und andere finanzielle Hilfen gewähren könnte – nur nicht denjenigen Partnern, mit denen es am engsten verbunden ist und von deren Wohlergehen es am meisten abhängt. Quelle: Legal Tribune

Fakt ist, dass die EZB in 2010 und 2011 am Sekundärmarkt Staatsanleihen von EU-Mitgliedsstaaten aufgekauft hat, obwohl dies laut Art. 123 AEUV verboten ist. Somit war es Geschäftsbanken und Versicherungen möglich, ihre griechischen Anleihen (Schrottpapiere) an die EZB zu veräußern, wodurch das Risiko einer griechischen Insolvenz zu einem guten Teil an die EZB überging. Im Klartext heißt das: der Steuerzahler haftet!

Die EU-Diktatur will es so, denn sie baut darauf, dass sich die Bürger der EU ausplündern lassen wollen. Jedenfalls unternehmen die EU-Bürger nichts dagegen.

Die EZB ist pleite

Das zumindest ist die Meinung von James Turk. „Die EZB hält schätzungsweise EUR 440 Milliarden an wertlosen Giftmüllpapieren und dubiosen Staatsanleihen. Sollte Griechenland offiziell die Zahlungsunfähigkeit erklären, würde dies die Eigenkapitalreserven der Bank auslöschen. Für die Steuerzahler wird es jetzt richtig teuer.“
Mit dieser Meinung steht er allerdings nicht alleine da.

Die folgende Tabelle verdeutlicht in der Tat, dass die EZB auf einen großen Haufen Müll sitzt.

 Quelle: markusgaertner

DER SPIEGEL legt in seiner Ausgabe, Nr. 23/2011, S. 62, sogar noch ein paar Mrd. drauf und schreibt: „Für rund 480 Milliarden Euro hat die EZB strukturierte Wertpapiere, sogennante Asset-Backed Securities (ABS), angenommen, weitere 360 Milliarden stehen als „nicht marktfähige Finanzinstrumente“ in den Büchern.“

Als Hüterin des Euro ist die EZB inzwischen zu einer Bad Bank verkommen. Europäische Banken dürfen dort ihre ihre Schrottpapiere entsorgen, wobei letztendlich, wie immer, der Steuerzahler dafür haftet. Die Risiken in den Büchern der EZB werden sowohl von den verantwortlichen der EZB und aus der Politik gerne verdrängt.

Kein Wunder, dass der frisch gekürte Karlspreis-Träger, Jean-Claude Trichet, kein Interesse an einer griechischen Umschuldung hat. Dann nämlich könnte die EZB einen Großteil der griechischen Schrottpapiere abschreiben. Und was ist mit Irland, Portugal … etc.?

Ob Trichet wohl sehr erleichert sein wird, wenn er das Chaos, das er bei der EZB angerichtet hat, an seinem Nachfolger abgeben kann? Bei seinen Handlungen wird Trichet sicherlich auch gedacht haben: nach mir die Sintflut. Als Geldvernichter der EZB wird er aber allemal in die Geschichte eingehen! Da hilft auch kein Beten mehr, Herr Trichet!

Volksverdummung

Und dieser Mann wurde für die „Verdienste um die Europäische Einigung“ ausgezeichnet? Hat das Aachner Karlspreis-Komitee wirklich noch alle Tassen im Schrank oder wollten die genauso ins Fettnäpfchen treten wie seinerzeit das Nobelpreis-Komitee bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Obama?

Für wie dumm soll das Volk eigentlich noch verkauft werden? Die Masse der Deutschen werden es wohl nie begreifen, dass sie auf Dauer immer mehr verarmen. Die Politiker interessieren sich schon lange nicht mehr für das Wohlergehen des Volkes.

Das Grundgesetz, Artikel 20, wird ausgehebelt, denn „die Staatsgewalt geht nicht vom Volke aus sondern von Banken, Konzernen, Medien und Politikern, die ihre gemeinsamen Interessen gegen den Willen des Volkes durchsetzen. Ihre Autorität über das Leben der Menschen wächst dank der Struktur des Geldsystems immer weiter, während der Staat systematisch immer tiefer in die Schuldenfalle getrieben wird“ (steuerboykott).

Wahrscheinlich reagiert das Volk erst dann, wenn das Fass bereits übergelaufen und das Chaos nicht mehr zu vermeiden ist.

EZB – Europäische Zocker Bank
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12 Kommentare

  1. Würde sich hier jemand mal die „Mühe“ machen, den Inhalt von http://www.deweles.de zu lesen, statt dumme Sprüche zu klopfen, müssten auch keine dummen Fragen mehr gestellt werden.

    Untertanen glauben, „die da oben“ würden „absichtlich“ und „vorsätzlich gegen das Volk“ handeln. Tun sie aber nicht. Sie verfügen über keinerlei Bewusstsein und wissen nicht, was sie tun. So einfach ist das. Aber anstatt sich erst einmal selbst ein Bewusstsein anzueignen, um „denen da oben“ erklären zu können, was zu tun ist, bleibt der Untertan lieber Untertan und schimpft wie „klein Fritzchen“ über die „bösen Reichen und Mächtigen“, um sich mit diesem Kokolores gegenüber anderen Untertanen „wichtig“ zu machen.

    Beispiel:
    „Solange aber für das Geld, das bei den Banken gehortet wird, Zinsen bezahlt werden,..“

    Was soll das? Da behauptet jemand, er wüsste schon was (angeblich sogar den Inhalt von deweles.de), weiß aber noch nicht einmal, dass für gehortetes Geld keine Zinsen gezahlt werden, sondern nur für verliehenes Geld, das dann eben nicht mehr gehortet wird. Und an diesem „Niveau“ soll ich jetzt konstruktive Kritik üben? Zeitverschwendung!

    Also, ihr Untertanen: Kein Untertan mehr zu sein, hat nichts mit Geld zu tun, sondern ist allein eine Frage des Bewusstseins. Und dafür ist der gesamte Inhalt von „Der Weisheit letzter Schluss“ die Minimalvoraussetzung.

    • “ … sondern nur für verliehenes Geld …“

      Stimmt!
      Na gut, dann eben verliehenes Geld.
      Meinte ich auch.
      Man kann sich doch mal in der Wortwahl vertun.
      Darüber kann man sachlich diskutieren und nicht gleich als Zeitverschwendung abtun.

  2. Danke für diesen wichtigen Beitrag.
    Die politische Kaste innerhalb der europäischen Nationalstaaten scheint wie besessen.Die Art und Weise,wie sie in allzu hektischem Treiben versuchen,die Unmöglichkeit einer europäischen Union unter Aufhebung der nationalen Souveränität und der weitgehenden Entrechtung der Volksmassen durchzusetzen,zeigt,dass hier nicht etwa Unfähige am Werke sind,nein,es scheint weitaus schlimmer zu sein.Was hier vorherrscht,das ist schlicht und einfach kriminelle Energie.Hier walten Individuen,welche unter der Prämisse vorgehen,Demokratie abzuschaffen und christliche Werte in schleichender Manier zu ersetzen.
    Dieser gänzliche Mangel an Ehrenhaftigkeit und dem Willen zu demokratischem Handeln zieht sich durch die gesamte politische Klasse vor allem Deutschlands.Sie unterliegen noch immer dem Propagandamythos,den die jüdischen Zionisten samt ihrer Alliierten Vasallen nach 1945 installierten,um Deutschland für immer in Knechtschaft zu halten.
    Wir haben es hier mit der schärfsten Form organisierten Verbrechens zu tun.Wer hier noch erwarten wollte,dass alles mit rechten Dingen zugeht,dem ist beileibe nicht zu helfen.Es rächt sich nun,dass die Oppositionen der vergangenen Jahrzehnte im deutschen Bundestag nicht den Anstand aufgebracht haben,ihrer Eidespflicht uneingeschränkt nachzukommen,wofür es unter staatsrechtlichen Gesichtspunkten nur einen Ausdruck gibt: Hochverrat an Volk und Vaterland.
    Betrachtet man nun Trichet,so ist augenfällig,dass er ausschliesslich in totalitärer Manier agiert.Da ist niemand,der auch nur den geringsten Einwand erhebt gegen diesen Katastrophenkurs,den man uns alle aufzwingen will.Wer sich einem derart menschenverachtendem Individuum beugt,kann wohl niemals je bei Trost gewesen sein.
    Wer ist das überhhaupt,Trichet?Ich habe ihn nicht gewählt,und ich weiss,dass kein einziger Bürger eines europäischen Staates ihn gewählt hat.Das liegt ganz einfach daran,dass jemand,der wie Trichet auf die Entrechtung und Entchristianisierung der europäischen Gesellschaften angesetzt ist,bestimmt wird und nicht gewählt.Man geht dadurch auf Nummer sicher,dass keine Person dieses Amt ausfüllt,die auf dem Boden christlicher und demokratischer Werte steht.
    Als ich noch ein kleiner Junge war,hat der Anblick von Politikern und „Bankleuten“nicht sonderlich meinen Argwohn erregt,heute ist das so ganz anders.Ich sehe, dass wir es mit Kriminellen und ihren willfährigen Helfern und Helfershelfern zu tun haben.Und diese scheinen mehr als zahlreich zu sein.

    • Wenn Sie, Herr Graf, in der „Position“ von Herrn Trichet ganz genau wüssten, was zu tun ist, dürften Sie sich beschweren. Wären Sie aber in der „Position“, gäbe es mit Sicherheit irgendeinen anderen „Karlheinz Graf“, der sich ebenso über Sie beschweren würde, wie Sie sich über Herrn Trichet beschweren.

      Machen Sie sich bitte bewusst: Es gibt keine „politische Lösung“ für die so genannte „Finanzkrise“, sondern nur eine technische Lösung, die freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform. Und diese macht wiederum das, was wir heute als „hohe Politik“ bezeichnen, überflüssig.

  3. Ich bin mir nicht sicher, wie die Entscheidung, Trichet den Karlspreis zu verleihen, zustande kan, aber man haette die Mitglieder des Komitees zum Zeitpunkt der Abstimmung mal einem Alkohohltest unterziehen sollen, da wären bestimmt interessante Ergebnisse herausgekommen. Oder waren gar andere Drogen im Spiel? Wie auch immer, das Ergebnis in Gestalt Trichets ist eine Farce. Volksverarschung pur!

  4. Warum überhaupt haben wir ein schuldenbasiertes Geldsystem anstelle eines Geldsystemes, das auf Arbeitskraft und auf Werten beruht? Antwort: Damit Eliten sich über die Banken ohne Arbeit bereichern können. Das Konstrukt dafür ist der Zinseszins, der für Kredite gezahlt wird.

    Ist das nicht alles maßlos traurig? Es ist traurig, doch die Anfänge wurden bereits in den Fünfziger Jahren geschaffen, als die Bundesregierung zuließ, daß für Zwecke des Bundeshaushaltes Schulden bei Banken aufgenommen wurden. Jetzt haben wir den Salat mit unserem korrupten Staat. Woanders nennt man das Hochverrat, und hier? Zahlungsunfähigkeit ist die natürliche mathematische Folge, wenn Schulden mit Schulden bezahlt werden. Dann diktiert der Geldgeber den weiteren Weg. Als weltweite Geldgeber treten auf: IWF, EZB und nationale Banken. Die größte europäischen BAD BANK ist die EZB.

    Aktuelles Beipiel in der „Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH“: Josef Ackermann als Ghostwriter von Wolfgang Schäuble. Und so was sendet die ARD in voller epischer Länge von sieben Minuten und zweiundvierzig Sekunden, als sei es die Vorschau auf einen schlechten Hollywood-Film mit einem ungläubig staunenden Kinopublikum. Ein Volksaufstand bleibt genauso aus wie ein Bankensturm und der Gold- und Silbermarkt ist immer noch nicht leergefegt. Und die verantwortlichen Geldeinsammler hängen immer noch nicht. http://dzig.de/Sonst-kommen-die-Steuerzahler-und-haengen-uns-alle-auf

    Damit ist der Beweis für eine überaus raffinierte und wirksame Manipulation und Ausbeutung erbracht. Jeder Mensch, der seine Mitmenschen mit diesen Zusammenhängen konfrontiert, erzeugt Verwirrung, Streß und Überforderung. Schließlich werden die Boten noch für die Botschaft zur Rechenschaft gezogen und die Marionettenspieler gehen frei aus. MENSCHEN KÖNNEN SO UNSAGBAR DUMM SEIN !

  5. „Zunächst muss daher allgemein erkannt und anerkannt werden, dass bei den gegenwärtigen Geldordnungen ein grundlegender und gravierender Fehler vorliegt, der die gesamte Gesellschaft destabilisieren wird“:

    http://www.deweles.de/files/mathematik.pdf

    Eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, hat etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden. Daher ist es ist irrelevant, was die „hohe Politik“ beschließt oder nicht beschließt. Wenn das Geld selbst fehlerhaft ist, gibt es keine wie auch immer geartete „Finanzpolitik“, um den bevorstehenden Zusammenbruch des Zinsgeld-Kreislaufs aufzuhalten. Seit Herbst 2008 verbleiben genau drei Möglichkeiten:

    Das Ende mit Schrecken (finaler Atomkrieg)
    Der Schrecken ohne Ende (globale Liquiditätsfalle)
    Die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft)

    „Genau drei Möglichkeiten“ heißt: eine vierte gibt es nicht. Über die erste Möglichkeit gibt es nichts zu sagen, die zweite ist das Lieblingsthema aller Crash-Phantasten und die dritte ist wahrscheinlich. Der Crash-Phantast, der „zur Sicherheit“ noch ein paar Goldklötzchen bunkert, weiß nicht, was es bedeutet, wenn in einer globalisierten Zinsgeld-Ökonomie mit über 6.500.000.000 Menschen der Geldkreislauf – und damit die Arbeitsteilung – mitgekoppelt zusammenbricht. Die Heilige Schrift bezeichnet dieses Ereignis als „Armageddon“.

    Für die Beendigung der „Finanzkrise“ und den anschließenden, eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bedarf es der „Auferstehung der Toten“. Als geistig Tote sind alle Existenzen zu bezeichnen, die vor lauter Vorurteilen nicht mehr denken können. Die Basis aller Vorurteile war (und ist noch) die Religion.

    „Man bedenke, es handelt sich nur um einen Roman. Die Wahrheit wird – wie stets – weit erstaunlicher sein.“

    Arthur C. Clarke (Vorwort zu „2001“)

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen.html

    • Hallo Stefan,
      Ihre „Copy and Paste-Kommentare“ wiederholen sich.
      Ihre Schriften sind mir bekannt.
      Wie wäre es mal mit persönlicher Kritik (ob positiv oder negativ) zu meinen Aufsätzen.
      Derartige Kritik wäre für mich eher eine Orientierungshilfe.

      Ist es nicht maßgeblich von entscheidender Bedeutung, möglichst schnell dieses Zinseszinsgeld- und Lügenfinanzsystem zu beenden und endlich eine Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft) einzuführen, von der ALLE Menschen profitieren?
      Natürlich ist es richtig, dass sich Geld im Umlauf befinden muss.
      Solange aber für das Geld, dass bei den Banken gehortet wird, Zinsen bezahlt werden, wird es keine „Natürliche Wirtschaftsordnung“ geben. Nur eine Politik, die dem Menschen dient, kann dies ändern – frei von Korruption und Lobbyismus.

      Arbeit soll die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen fördern und nicht zur Sklaverei des Menschen werden.
      Alles andere wäre Tyrannei.

    • Vor Jahren noch erschien mir die Freiwirtschaft attraktiv. Die Zeitschriften ‚Der Dritte Weg‘ und ‚HumanWirtschaft‘ hatte ich abonniert. Doch sobald es um das TUN ging, biß ich auf Granit und konnte nichts bewegen. Menschen, die nicht zwischen Zins und Zinseszins unterscheiden wollen, können nicht wirklich einen funktionierenden Ansatz liefern. So kam ich dazu, einiges kritisch zu betrachten und Zusammenhänge zu entdecken, die ich vorher ausgeblendet hatte.

      Wenn kein konkretes transparentes Konzept zum Handeln geliefert wird, ist Vorsicht und Zurückhaltung angesagt. Es gibt Ideen und Organisationen, die sind vielleicht nur Füllmaterial – um die Zeit und Kraft zu binden, die konstruktiv zum Nutzen der ZivilGesellschaft eingesetzt werden kann.

    • @ „Jo“

      Entweder man (oder Frau) ist religiös (hat mit “Glaube” oder “Unglaube” nichts zu tun) oder ist bereits aus der religiösen Verblendung auferstanden.

      Sie sind offenbar sehr religiös und versuchen es zu bleiben, indem Sie mit dumpfer Polemik (Erwähnung der Schublade “Scientology”) auf wissenschaftlich einwandfreie Aufklärung reagieren, die mit Esoterik absolut nichts zu tun hat.

      Ich wünsche Ihnen dennoch Viel Erfolg bei Ihrer Auferstehung.

      @ Hanskolpak

      Dass die allermeisten so genannten „Freiwirte“ die Natürliche Wirtschaftsordnung kaum besser verstehen als der so genannte Normalbürger, hat nichts damit zu tun, dass Silvio Gesell irgendwelche Fehler unterlaufen sein könnten.

      Ungezählte „berufsmäßige Besserwisser“, angefangen bei Franz Oppenheimer und John Maynard Keynes (um nur die bekanntesten zu nennen), haben bis heute immer wieder versucht, „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ (Silvio Gesell, 1916) ganz oder teilweise anzuzweifeln. Alle sind gescheitert. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn wer kein „Besserwisser“, sondern einfach nur ehrlich ist, wird einsehen, dass Gesell zweifelsfrei in allen Punkten Recht hatte. Jede „Kritik“ an der Freiwirtschaft beruht allein auf Vorurteilen und Denkfehlern der jeweiligen „Kritikers“.

      Die Quelle aller Vorurteile ist die Religion. Eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um die halbwegs zivilisierte Menschheit erst einmal „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Geld zu machen (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), damit das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, überhaupt entstehen konnte:

      http://www.deweles.de/files/apokalypse.pdf

    • Hallo Herr Wehmeier,

      der Versuch, ein guter Ideologe zu sein, ändert nichts an der Ideologie. Er ist genauso vergeblich wie der Versuch, zwischen wahren und falschen Christen zu unterscheiden oder die Religiosität vom Glauben abzugrenzen. Ideologien gibt es überall, wo ein Gedankengebäude Lücken läßt. Diese Lücken werden dann von den Gläubigen unterschiedlich gefüllt. Nicht zuletzt von Jesus stammt der Spruch: „Ihr werdet diese Menschen an ihren Früchten erkennen.“

      Sobald Eliten sich erdreisten, ihre Ausbeutung zu verschleiern, gibt es Erklärungen, warum keine Ausbeutung vorliegt. Darin sind die Ausbeuter genauso erfolgreich wie mit der Ausbeutung selbst. Die Bibel liefert ein umständliches Gedankengebäude. Mit einem Bruchteil an Weisheit lassen sich gesellschaftliche Herausforderungen ohne Umwege über den Glauben bewältigen. Der Versuch, heutige Entwicklungen mit den Visionen des Johannes auf Patmos zu erklären, ist wenig erhellend.

      Statt zu hinterfragen, warum wir eine wachsende Staatsquote von über 50 Prozent haben, tappen die meisten Menschen zwischen Nebelkerzen herum und sehen nicht mehr, wohin sie treten. Um Ideen wie eine einfache Steuer oder das Auflösen der BRD zu entwerfen, habe ich einen Bombast an geistigem Müll zur Seite geschoben: http://www.DZiG.de . Es gibt so viele einfache Zusammenhänge, doch sie werden hemmungslos verdunkelt, um verdeckte Ziele zu transportieren. Jemand wie Silvio Gesell hatte auch keine Lust, sich seine Vorstellungen zerreden zu lassen.

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