Finanzkrise: radikales Umdenken?

Lieber Herr Haisenko, zu Ihrem Artikel , in dem Sie ein Modell zum Umdenken anregen (s.u.), ein paar Anmerkungen:

Die EZB druckt Geld und kauft alle Schuldverschreibungen der EU-Länder auf. Diese Alternative habe ich schon häufiger mit einem guten Freund von mir diskutiert. Wir kamen zu dem Schluss, dass alle EU-Länder, auch die weniger verschuldeten davon profitieren würden, aber…

das Argument, dass unter diesen Voraussetzungen die verantwortlichen Politiker weiter so machen würden wie bisher, indem sie kostspielige Wahlversprechen machen, die nicht aus den Haushaltseinnahmen zu finanzieren sind, sondern mit Schulden, ist nicht von der Hand zu weisen. Daher sollten zwei Punkte bei dem Modell des Aufkaufs aller Schuldverschreibungen durch die EZB Beachtung finden:

  1. Fortan müssen sich alle EU-Länder verpflichten, jedes Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, was soviel bedeutet, dass nur das ausgegeben werden kann, was auch eingenommen wird. Bei guter Haushaltsführung und durch die Befreiung der nicht mehr anfallenden Zinszahlungen dürfte diese Forderung kein Problem sein.
  2. Für Großprojekte, die Politiker planen und über die Finanzplanung hinausgehen, müssen die verantwortlichen Politiker in private Haftung genommen werden. Vorab sollte es zur Selbstverständlichkeit gehören, dass die Bürger zu Großprojekten vollends aufgeklärt und befragt werden. Als Beispiel seien hier nur zwei steuerverschwenderische Großprojekte anzumerken: S21 und BER.

Wie wir aber tagtäglich feststellen, halten Politiker sich nicht an Gesetze und brechen diese ohne dafür gerichtlich belangt zu werden. Laut Maastricht-Vertrag müssten alle verantwortlichen Politiker bereits auf der Anklagebank sitzen.

Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum die EZB die Schulden aller europäischen Länder aufkaufen soll? Ukraine und Russland gehören auch zu Europa und haben rein gar nichts mit der EZB zu tun. Und wenn man es ganz konsequent betrachtet, brauchen wir überhaupt Zentralbanken? Kann nicht jeder einzelne Staat seine Geldpolitik selbst bestimmen (s. z.B. Silvio Gesell)? Zentralbanken dienen doch nur der Hochfinanz. Mehr dazu inSteht uns das Schlimmste noch bevor?„.

Was die Schuldenrückzahlung anbetrifft, stimme ich Ihnen zu 100 Prozent zu. Diese können und werden NIEMALS zurückgezahlt. Und wenn nicht bald eine Lösung gefunden wird, wird das weltweite Finanzsystem uns derart um die Ohren fliegen und 2008 meilenweit in den Schatten stellen. Ob das alles im Sinne einer NWO so gewollt ist, sei einmal dahingestellt.

Ihr Modell, Herr Haisenko, ist durchaus diskussionswürdig. Es kann aber nur dann Anwendung finden, wenn Gesetze konsequent eingehalten werden – auch von Politverbrechern, die aufgrund ihrer Immunität leider nichts zu befürchten haben.

Dazu bedarf es mehrerer Regeln. Um das Thema nicht weiter zu vertiefen, hier nur einige Vorschläge:

  1. Generelles Parteienfinanzierungsverbot von der Lobby
  2. Abkehr von Abgeordnetenpensionen

Noch besser wäre, Parteien komplett abzuschaffen. Es geht auch ohne Parteien. In einigen Gemeinden gibt es auch parteilose Bürgermeister. Warum ist dies nicht auch auf höherer Ebene möglich?

Aber das ist ein anderes Thema.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie zu meinen Anregungen hinsichtlich Ihres Modells Stellung nehmen.

Vielen Dank!

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Griechenland, Europa, Finanzkrise – Wenn die alten Methoden nicht mehr greifen, hilft nur noch ein radikales neues Denken!

Von Peter Haisenko (anderweltonline)

Probleme können niemals mit der gleichen Denkweise gelöst werden, durch die sie entstanden sind. Diese kluge Erkenntnis stammt von Albert Einstein und man sollte annehmen, die Eliten in Politik und Wirtschaft wüssten davon. Von wegen! Seit Beginn der „Finanzkrise“, also seit acht Jahren, wird genau dieser untaugliche Versuch gefahren mit dem Ergebnis, dass kein einziges Problem gelöst ist. Vielmehr müssen wir feststellen, dass die Probleme nur schlimmer, unauflösbarer geworden sind. Folglich müssen neue, unorthodoxe, ja geradezu ketzerische Lösungsmöglichkeiten zumindest diskutiert werden.

Inzwischen sollte jedem klar geworden sein: Griechenland steht nicht allein. Kein Land wird jemals seine Schulden abzahlen können. Ich vernachlässige hier bewusst Länder in Sondersituationen, die zum Beispiel Öl exportieren oder Luxemburg (oder Bayern). Man muss also darüber nachdenken, wie die Schuldensituation aller Länder bereinigt werden könnte. Wie dringend neue Ansätze benötigt werden, lässt sich schon daran ermessen, dass selbst die (fälschlich) als „gesund“ bezeichneten Länder wie Deutschland schlagartig in die Zahlungsunfähigkeit abrutschen werden, sobald die derzeit gültigen Zinskonditionen für deren Anleihen auf ein übliches Niveau angehoben werden. Ein Zinssatz von nur drei Prozent wäre bereits fatal. Der Bundeshaushalt wäre mit etwa zusätzlichen 60 Milliarden Euro nicht mehr darstellbar. Man vergleiche hier den Zinssatz, den Griechenland stemmen muss.

Die EZB druckt Geld und kauft alle Schuldverschreibungen

Ein radikaler Schuldenschnitt, nicht nur für Griechenland, sondern für alle, könnte zielführend sein. Allerdings ist diese Methode für die fantasielosen Gehirne der verbildeten, indoktrinierten „Ökonomen“ nicht einmal erwägenswert. Also stelle ich ein Modell vor, das auch diese Leute verstehen könnten: Kein Schuldenschnitt, sondern ein Modell, das sich an die Vorgehensweise der USA anlehnt, die diese seit 40 Jahren praktizieren. Wir drucken Geld! Das klingt radikal, aber alles andere als radikale Methoden wird zu keiner Lösung führen, die länger als nur für ein paar Monate Entlastung bringt. Spielen wir dieses Modell und seine möglichen Folgen einmal durch.

Nach Vorbild der US-Notenbank FED erschafft die EZB Geld aus dem Nichts. Viel Geld. So viel, dass es ausreicht, alle, restlos alle Schuldverschreibungen aller, nicht nur die der Euro-Länder, aller Länder Europas aufzukaufen – inklusive möglicher Vorfälligkeitsentschädigungen. Mit diesem Geld kauft die EZB dann alle diese Schuldverschreibungen tatsächlich auf. Wer sich weigern sollte, wird „zwangsausgezahlt“. Als alleiniger Gläubiger kann die EZB dann auch alleine darüber entscheiden, welche Rückzahlungs- und Zinskonditionen sie für gültig erklärt. Die alten ehemaligen Gläubiger können nicht meckern, denn sie haben keine Verluste erlitten, sie haben ihre „Investitionen“ inklusive des erhofften Gewinns erhalten.

Die Welt funktioniert, nur das Finanzsystem ist krank

An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass die Welt im Grunde genommen funktioniert. Es wird produziert, konsumiert, man lebt mehr oder weniger im Luxus und zwingende Hungersnöte gibt es in Europa nicht. Das, was nicht funktioniert, ist das Finanzsystem. Teil zwei: Durch die Reformbemühungen der letzten Jahre haben sich die Handelsbilanzen der kritischen Länder Europas stabilisiert. Das heißt, dass selbst Griechenland mittlerweile eine positive Außenhandelsbilanz vorweisen kann, solange man die Zinsverpflichtungen nicht einrechnet. Im Jahr 2014 hatte Griechenland einen Überschuss von etwa vier Milliarden.

Wenn also Griechenland keine Zinsen zahlen müsste, könnten vier Milliarden in die Entwicklung des Landes investiert werden. Diese Zahl muss in Relation gesehen werden: Griechenland hat etwa 11 Millionen Einwohner. Übertragen auf deutsche Verhältnisse, entsprechen vier Milliarden in Griechenland also etwa 30 Milliarden in Deutschland! Ein Konjunkturprogramm dieser Größenordnung hat es in Deutschland nie gegeben. Hieran lässt sich schon erkennen, welche Möglichkeiten sich für Griechenland eröffneten, wenn dieses Geld nicht an irgendjemanden für Zinszahlungen abgeführt werden müsste. Diese Betrachtung gilt für alle Länder Europas.

Rückzahlung der Schulden in 150 Jahren

Doch zurück zur EZB, die nun tatsächlich alle Schuldverschreibungen aufgekauft hat. Hat sich dadurch irgendetwas Reales verändert? Sicher nicht. Alles kann seinen gewohnten Gang weiter gehen mit dem einzigen Unterschied, dass jetzt nur noch Schuldverhältnisse bestehen zwischen den Staaten und der EZB. Diese kann jetzt als Alleingläubiger über die Konditionen nach Belieben bestimmen. Die „Ökonomen“ würden aber Zeter und Mordio schreien, sollte die EZB einfach beschließen, auf eine Rückzahlung gänzlich zu verzichten, obwohl sich dadurch nichts wirklich ändern würde. Früher oder später wird es sowieso so sein müssen. Aber man kann die „Ökonomen“ ja beruhigen, indem man erklärt, dass keinesfalls Schulden erlassen werden. Der Weg könnte sein, dass die EZB die Rückzahlung der Schulden einfach verschiebt, zurückstellt. Was würde denn passieren, wenn die EZB die Rückzahlung der Schulden – inklusive der Zinsen – einfach für 150 Jahre einfriert? Als erstes hätten sämtliche Staaten Europas riesige Milliardenbeträge zur Verfügung, die nicht mehr für Zinsleistungen aufgebracht werden müssten. Auch in Deutschland könnten dann sofort dringend benötigte Reparaturen an maroder Infrastruktur (Brücken etc.) in Angriff genommen werden.

Jetzt höre ich die obligatorischen Einwände der so genannten „Fachleute“, dass die bislang maroden Volkswirtschaften dann keine Motivation mehr hätten, ihre Haushalte in Ordnung zu halten und weiter auf Pump konsumieren könnten. Etwas mehr Fantasie bitte, meine Damen und Herren! Jetzt, da neue und große Freiräume entstanden sind, kann die EZB ihre Kreditpolitik sehr restriktiv gestalten. Neue Kredite werden nur noch von der EZB vergeben und das zu Konditionen, die sie sehr unattraktiv machen. Außerdem darf man davon ausgehen, dass jeder aus der Vergangenheit gelernt hat und sich aus eigenem Antrieb bezüglich neuer Verschuldung nach Möglichkeit sehr zurückhalten wird. Man sieht ja, wie gut es gehen kann, wenn man keine Schulden hat. In die alte Schuldenfalle will keiner mehr kommen, denn man weiß ja, wohin das führt. Ich denke, dass in einer Welt, die nicht mehr unter Kuratel der Bankster steht, die Vernunft wiederbelebt werden kann.

Was tun mit dem vielen Geld?

Wir haben also fortan einen Zustand, dass alle Länder Europas frei durchatmen können – befreit von Zinszahlungen – und es ist zu erwarten, dass das zu einem allgemeinen Aufbruch unvorstellbaren Ausmaßes führen wird. Doch jetzt müssen wir die andere Seite betrachten: Die Gläubiger verfügen plötzlich über eine enorme Menge freien Geldes, nämlich in Höhe der gesamten Schulden aller europäischen Länder. Und damit haben sie ein Problem. Was sollen sie mit diesem Geld tun? Staatsanleihen kaufen, wie bisher? Geht nicht, denn Staatsanleihen werden nicht mehr an Private verkauft. Was bleibt übrig? Aktien? Die sind sowieso schon restlos überbewertet. Gold? So viel Gold gibt es nicht. Es besteht folglich die „Gefahr“, dass sowohl die Aktienpreise als auch der Goldpreis in irrsinnige Höhen schießen. Allerdings wird sehr schnell erkennbar werden, dass es sich hierbei nur um eine gigantische Blase handeln kann, denn die Renditen, die Dividenden, werden dann in keinem Verhältnis mehr stehen zum Preis der Aktien. Dieser Vorgang wird der Welt die Augen öffnen.

Selbst der überzeugteste Ökonom „alter Schule“ wird erkennen müssen, dass Geld als solches eben nichts wert sein kann, wenn es nicht als Tauschmittel für konkreten Handel verwendet wird. Dass es nichts anderes ist, als ein Machtmittel der Kleptokraten, um ihr Geld und ihre Macht stetig zu vergrößern, ohne wirklich zum Gedeihen der Welt beizutragen. Hier müssen die bislang praktizierten Verfahren mit überflüssigem Geld nochmals betrachtet werden. Der Zustand ist, dass alle, ausnahmslos alle Länder immer neue Schulden aufnehmen müssen, nur um ihre Zinsen bedienen zu können. Jedes private Unternehmen in diesem Zustand hätte schon längst Insolvenz beantragen müssen.

Das Geld-Perpetuum-mobile

Es ist gleichsam ein Geld-Perpetuum-mobile, das darauf angewiesen ist, dass das Geld immer wieder in stetig anwachsende Schulden reinvestiert werden kann und so stetig ansteigende Einnahmen aus stetig ansteigenden Zinsverpflichtungen generiert, die dann wieder an die Schuldner von neuem ausgeliehen werden müssen, weil es eben nichts anderes gibt, was man mit diesen Geldmengen kaufen könnte. Fällt diese Reinvestitionsmöglichkeit weg, weil es eben keine Staatsanleihen mehr zu kaufen gibt, ist dieser Teufelskreis unterbrochen, abgeschnitten. Diejenigen, die dann im Besitz dieser riesigen und ökonomisch unsinnigen, ja schädlichen Geldmengen sind, sitzen auf ihrem Geld und können es nicht ausgeben oder „investieren“. Geld, das nicht „arbeitet“, kann sich auch nicht vermehren.

So muss erkannt werden, dass von dem Moment an, wenn sich Staaten nur noch von der Zentralbank direkt Geld leihen können, der zunehmende Abfluss von Steuergeldern in private Hände gestoppt ist. Es muss an dieser Stelle sowieso die Frage gestellt werden, ob es überhaupt vertretbar sein kann, dass private „Investoren“ Einkommen herstellen, indem sie Geld an Staaten verleihen und dafür Zinsen kassieren. Der Umweg des Geldes muss hinterfragt werden, dass die Zentralbank zwar Geld zu niedrigsten Zinsen (0,05 %) emittiert, auf dieses aber dann nur von Bankinstituten zugegriffen werden kann und diese Banken dasselbe Geld dann an Staaten verleihen, mit einem gehörigen Zinsaufschlag, der in der Vergangenheit schon mal 15 Prozent übersteigen konnte.

Das muss man sich schon nochmals genau betrachten: Die EZB gibt billiges Geld aus. Nur Banken dürfen es nehmen und daraus Zinsgewinne ziehen. Das heißt, dass nur die Banken davon profitieren dürfen, wenn Staatsanleihen ausgegeben werden. Das heißt wiederum, dass zwar die Zentralbank das Geld gibt, aber nicht an den Gewinnen beteiligt sein darf. Der muss in private Hände fließen anstatt demjenigen zu Gute zu kommen, der dann für Ausfälle haften soll – nämlich der Steuerzahler. Wenn also dieses Geld-Perpetuum-mobile beendet wird, dann wird es großes Kopfzerbrechen geben bei denjenigen, die jetzt nicht mehr wissen, was sie mit ihren irrsinnigen Geldmengen machen sollen. Es gibt dann nichts mehr, was sie kaufen könnten und sie werden schlicht und einfach auf ihrem Haufen unnützen Geldes sitzen bleiben.

Irrsinnige Geldmengen kursieren um den Globus

Das nächste Argument wird lauten: Dann gibt es unkontrollierbare Inflation. Angesichts der seit Jahren herrschenden Zustände kann ich da nur sagen: Blödsinn! Die Wirklichkeit sieht längst so aus, dass bereits heute hundertmal mehr Geld im Umlauf ist als der Wert aller Waren oder Dienstleistungen weltweit beträgt. Warum also sollte eine Erhöhung dieser irrsinnigen, nur virtuell existierenden Geldmenge um nicht einmal zehn Prozent jetzt eine Inflation auslösen? Selbst wenn eine Verdoppelung stattfände, würde das nicht passieren, denn die Höhe der Inflation wird schon seit Jahrzehnten de facto bestimmt durch die Lohnpolitik. Hier wird – vollkommen unabhängig von irgendwelchen Geldmengen – festgelegt, wie viel Geld der „kleine Mann“ zur Verfügung hat. Der ehemalige EZB-Präsident Trichet hat das im Bezug auf Geldpolitik und deren Einfluss auf Inflation bereits vor Jahren so formuliert: Die Märkte funktionieren nicht mehr.

Ich muss es nochmals wiederholen: Kein Land wird jemals seine Schulden zurückzahlen können. Heute nicht und nicht in tausend Jahren. Nebenbei bemerkt, ist sowieso unklar, wem diese Schulden geschuldet sind. Das bedeutet, dass sich alle Gläubiger darüber im Klaren sein müssen, dass sie irgendwann auf ihr Geld verzichten müssen, zumindest, was Staatsanleihen anbelangt. Wenn also die EZB einfach Geld emittiert und die Gläubiger damit auszahlt, dann kriegen sie wider Erwarten ihr Geld zurück und sollten dankbar sein, obwohl sie mit diesem Geld nichts mehr anfangen können.

Grundlegende Renovierung des Finanzsystems ist überfällig

Die nächste Frage betrifft den Wert des Euro. Nach den klassischen Regeln könnte der Kurs des Euro nach dieser Maßnahme dramatisch abstürzen. Wirklich? Natürlich ist zu erwarten, dass die spontane Reaktion erst einmal so ausfallen wird. Aber das wird nicht lange anhalten, denn zum einen funktionieren die Märkte ja nicht mehr nach klassischen Regeln, zum anderen würde das den internationalen Handel so durcheinander bringen, dass sich der Wert des Euro ganz schnell wieder auf ein praktikables Niveau erholen wird. Eben in gleicher Weise, wie es der stetig und grenzenlos nachgedruckte Dollar seit Jahrzehnten vorführt. Diese Gefahr ist folglich rein hypothetisch.

Wenn also die EZB in der vorgestellten Weise handelte, würde sich an der realen Welt nichts zum Negativen verändern. Alles wird im Prinzip so weiter gehen wie bisher, nur besser. Und wenn dann die 150 Jahre vergangen sind, die Frist ausgelaufen ist, die die EZB für die Rückzahlung gesetzt hat, wird dem Letzten einsichtig sein, dass es eben überhaupt keinen negativen Einfluss haben kann, wenn dann diese alten Schulden einfach annulliert werden. Man wird es nicht einmal bemerken. Aus der Summe der angestellten Überlegungen ergibt sich die Frage: Warum setzen wir dieses Modell nicht sofort in die Tat um und annullieren alle Staatsschulden? Diese Verfahrensweise wird nicht zum Weltuntergang führen, ganz gewiss nicht!. Es ist doch nur Geld. Geld, das allein dazu dient, eine kleine Elite mit Zinserträgen zu versorgen, während 99 Prozent der Erdenbürger von dessen Rückzahlung keinerlei Vorteile erwarten können.

Zum Schluss stelle ich fest: Die Welt, das Weltfinanzsystem, bedarf einer grundlegenden Renovierung, einer kompletten Neuaufstellung. Wie bei jeder Reform, die revolutionäre Züge trägt, wird es Turbulenzen geben und je länger der Umgestaltungsprozess hinausgezögert wird, desto heftiger werden die Turbulenzen sein. Diese unbeschadet zu überstehen, bedarf es neuer, revolutionärer Denkweisen und Verfahren (siehe Einstein!). Ein in sich schlüssiges und tragfähiges Alternativsystem fehlt bis jetzt. Genau das werde ich in wenigen Monaten vorstellen unter dem Titel: Die Humane Marktwirtschaft – Untertitel: Leben ohne Lohnsteuer.

 

Finanzkrise: radikales Umdenken?
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Kommentare

Finanzkrise: radikales Umdenken? — 4 Kommentare

  1. Zerstört das verzinste Falschgeldsystem …nehmt den Kriegstreibern Euer Geld weg !
    1. jeder der 80 Mio Deutschen holt wenigstens 1000 Euro in bar ab ! Entzieht den Kriegswilligen Politmarionetten das BarGeld !
    2. zahlt Restkredite zurück ! Weniger Schulden ..weniger Guthaben der Mächtigen.
    3. boykottiert amerikanische Waren …Mc Donalds , Ford , Shell etc.
    In der Masse ist das anonymer Widerstand und zeigt Wirkung. Das aktuelle Schuldgeldsystem ist das Übel. Holt Euer Geld vom Konto bevor es andere tun und Krieg in Eurem Namen führen ! Das wird der letzte auf diesem Globus sein !

  2. Lieber Dieter,

    Russland und Ukraine gehören nicht, wiederhole nicht zu Europa im Sinne der EU. Gerade darum geht es doch bei der Ukraine-Krise. Es geht als erstes darum, die EU auf Vordermann zu bringen. Wenn das erfolgreich ist, werden sich alle anderen anschließen und dem Finanzwahnsinn ein Ende bereiten.

    Ansonsten stimme ich Deinen Weiterungen zu, mit der Ausnahme, dass eben sehr restriktive Bedingungen für neue Kredite Wahlversprechen auf Kredit sehr unattraktiv machen werden. Ein „Reset“ auf Null-Schulden wird erkennbar machen, dass jede Kreditaufnahme eines Staats nur eine heimliche, versteckte Steuererhöhung ist, die aber erst in Zukunft wirksam wird. Dann aber kann mit „Sachzwängen“ argumentiert werden. Dazu kommt, dass von dieser heimlichen Steuererhöhung nur die „Armen“ betroffen sind, denn die Reichen profitieren ja, weil sie es sind, die die Zinsen kassieren. Sie sind also von der Steuererhöhung durch Kreditaufnahme eigentlich nicht betroffen. Wenn einem Staat Geld fehlt, dann muss er eben Steuern erhöhen, anstatt Schulden aufzunehmen. Diese Steuererhöhung muss aber genau die treffen, die das Geld haben und damit sind wir bei Deinen Ausführungen zu Lobbyisten.

    Das Problem an einem solchen Artikel ist, dass ein Buch daraus würde, wenn man alle Weiterungen berücksichtigte.

    Generell muss festgestellt werden, dass unsere real existierende „Demokratie“ überhaupt keine mehr ist. Wie ich schon in mehreren Artikeln ausgeführt habe, werden die wirklich wichtigen Themen überhaupt nicht zur Wahl gestellt. (Jugoslawien, Afghanistan, Irak/IS, Syrien, Ukraine oder eben die Frage, ob zum Beispiel eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden soll.)

    Unser gesamtes westliches Politikmodell muss grundrenoviert werden, etwa in Anlehnung an das Schweizer Modell. Aber das Grundproblem bei all dem sind die USA. Sie sind es, die bei einer Grundrenovierung des Finanzsystems schlicht untergehen werden. (Außenhandelsdefizit 3 Milliarden $ jeden einzelnen Tag!) Man vergleiche hier die Situation vor dem Ersten Weltkrieg, als das British Empire mit seinem Außenhandelsdefizit von 50 % vor dem Untergang stand und deswegen den Krieg angezettelt hat – nicht Deutschland!

    Dazu empfehle ich mein Buch: England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert. Wie ich in diesem Buch darlege, ist es unumgänglich die Verbrechen der USA und Großbritanniens im 20. Jahrhundert nicht mehr zu verschweigen, zu beschönigen, sondern aufzuarbeiten, nach Modell der „Nürnberger Prozesse“. Solange das nicht passiert, werden die USA immer skrupelloser vorgehen, so, wie es jeder gemeine Verbrecher tut, der für seine Verbrechen nicht zur Verantwortung gezogen wird. (Irak, Libyen, Iran, Syrien – die Liste ist endlos und auch Vietnam, Laos, Kambodscha und ganz Mittelamerika oder Chile und die „ecenomic hitmen“ sollte nicht vergessen werden. Guantanamo und Drohnenmorde!!)

    Wer einmal lügt….. Warum glaubt überhaupt noch irgendjemand irgendetwas, was die USA so vor sich hin lügen, um die Welt mit Krieg zu überziehen? Hier liegt das eigentliche Problem.

    Zur Haftung für Politiker ist anzumerken, dass es doch genau darum ging, als alle westlichen Politiker sich für die verurteilte Verbrecherin Timoschenko (Vorteilsnahme im Amt) eingesetzt haben. Sie haben Angst davor, dass dieses Modell irgendwann sie selbst betreffen könnte. Man bedenke, ihren Amtseid haben unsere Politiker bereits alle mehrfach gebrochen – zuletzt bei der „Ukraine-Krise“.

  3. Das Modell von Haisenko klingt durchaus schlüssig und schön. Auch, wenn die nie mehr zurückzahlbaren Schulden durch die Notenbank aufgekauft werden, gibt es keinen free Lunch. Das hat erhebliche Rückwirkungen auf Geldwert, Kaufwert, Spar- und Investitions-
    mentalität. Die Schulden der privaten bleiben dann mal so stehen.
    Und nach der Annulierung fängt das ganze von Neuem an. Wohltatenverteilen vor den Wahlen, damit die entsprechende Politmafia mit willfähiger Justiz gewinnt.
    Zu schön um wahr zu sein!!
    Eichelburg/Bachheimer liegen da wohl richtig. Edelmetallstandart und Kaiser, Demokratien gehen sowieso unter, wegen finanzieller Unfähigkeit. Das erkennt man schon an dem deutschen Demokratiewesen, hat gut angefangen und ist zu einer auffälligen, verhurten Atrappendemokratie metamorphisiert, die genauso wie das DDR-System an ihrem Preisverzerrungs-Subventionswahnsinn verschwindet.

    • @ strumalarm ,
      was Eichelburg so verbreitet sollte mal genauer hinterleuchtet werden .
      uns ausgerechnet die Habsburger als neue Kaiser zu empfehlen ist doch Schlingen auslegen. Seit Generationen Jesuitenschüler , Otto von Habsburg immer vorn mit dabei wenn es darum ging die Grundsteine der NWO zu verlegen . Das Geld ist nur deren Werkzeug , das Grundproblem ist das Rechtssystem das den Betrug möglich macht .
      Das kanonische , römische ( Vatikan !!!) Rechtssystem . Wenn das nicht überwunden wird kann am Geldsystem rumgedoktort werden wie auch immer , es wird nie etwas dabei herauskommen. Noch bevor der große Geldbetrug losging
      sorgte das kanonische Rechtssystem für die Einführung des privaten Grundeigentums , die eigentliche Ursache aller Abhängigkeiten und in Folge dann Enteignung der breiten Mehrheit . Die davon profitierende Minderheit hat sich so einen völlig leistungslosen Profit geschaffen . Nicht umsonst ist die Kirche der größte Landeigentümer und auch aktuell ganz vorn mit dabei wenn es ums landgrabbing geht.
      ….Die Humane Marktwirtschaft – Untertitel: Leben ohne Lohnsteuer….
      hört sich gut an ,und erinnert mich an was , Freiwirtschaft .Es gibt sogar eine kleine Partei die Humanwirtschaftspartei heißt . Nach Silvio Gesell, er stellte schon vor 100 Jahren das Problem des Landraubes noch vor das des leistungslosen Zinses.
      lG, HR

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