Frau Merkel, öfter mal Peter Ziemann’s Kommentare lesen…

… wie z.B. diesen:

Die vermeintliche Erpressbarkeit Deutschlands

Wenn einer wie Wolfgang Münchau, eines der Sprachrohre der Londoner Banken-Oligopole, Deutschland in einem seiner Aufsätze etwas Gutes tun möchte, dann ist besondere Vorsicht angebracht.

Wie heute in seiner SPIEGEL ONLINE Kolumne Die Spur des Geldes unter dem Titel Deutschland ist erpressbar geworden.

Was hören wir da für Schmeicheleien, Warnungen und Empfehlungen an die deutsche Politik in einem Absatz: Angela Merkel wird noch immer als Europas mächtigste Politikerin hofiert, doch die Kanzlerin hat in der Schuldenkrise ihr Blatt überreizt. Deutschland ist erpressbar geworden, denn wir können uns einen Bruch der Euro-Zone nicht mehr leisten. Wenn es knallt, leiden alle, aber die Bundesrepublik am meisten.

Zuckerbrot und Peitsche!

Der Euro ist alternativlos – wie oft haben wir dieses abgedroschene Argument seit über einem Jahr über uns ergehen lassen. Anstelle der mehrmals versprochenen Beruhigung der Märkte und Stabilisierung des Euros folgte einer Krise immer eine noch gravierendere nach.

Und die Versprechen der Sünder in der Euro-Südschiene werden auch nicht eingehalten.

Totale Verarschung könnte man vulgärdeutsch resümieren. Das trifft den Kern der Sache nur zu gut. Zu lange hat sich die deutsche Politik von den vermeintlichen Experten aus sogenannten wirtschaftswissenschaftlichen Instituten, Nobelpreis-Trägern, Lobbyisten der Großindustrie und natürlich auch den Banken-Vertretern an der Nase herumführen lassen.

Dabei hat die deutsche Großindustrie schon zwei Mal mit einer völlig falschen Einschätzung der Lage erst die Politik und dann die Nation in die Katastrophe getrieben – die zwei verlorenen Weltkriege waren zum großen Teil ein Verdienst der alternativlosen Empfehlungen der Großindustriellen und ihrer Wegbereiter.

Die Fehleinschätzung des Euros wird für die Wirtschaftsverbände der dritte große verlorene Krieg innerhalb eines Jahrhunderts werden. Dummheit ist nicht nur eine Eigenschaft der niederen Schichten der Gesellschaft – sondern sie feiert gerade im Kreise der deutschen Großunternehmen neue Urstände.

Die von der Großindustrie finanzierte <<Ich-will-Europa>> Kampagne basiert auf einer völligen Fehleinschätzung der Lage wie vor der Machtergreifung der National-Sozialisten die Harzburger Front. Nicht Julius Streicher hat das intellektuelle Grundgerüst der Nazi-Barberei konstruiert, sondern die Vertreter der konservativen Revolution. Und das waren Monarchisten und Großindustrielle.

Deshalb bin ich im Umgang mit den Problemen der Demokratie zwar hart – aber in der Entwicklung vermeintlich besserer Modelle sehr vorsichtig. Insbesondere wenn ein sogenannter <<Plan B>> Dogmen der Scientology Sekte enthält. Anstelle von Schwundgeld-Theorien und einem bedingungslosen Grundeinkommen schwöre ich dann noch lieber auf die Demokratie – die entschleunigt zumindest den Weg in den Hubbard-Staat.

Natürlich wird ein Crash des Euros auch für Deutschland mit einem Schrecken enden: Aber die Maßnahmen der letzten Monate haben nur dazu geführt, dass sich die Ausmaße dieses Schreckens für Deutschland immer weiter ausweiten.

Bleibt also für Merkel nur die Strategie: Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende. Und mit immer schlimmer werdenden Ausgang, je länger das sowieso unvermeidbare Ende des Euros weiter hinausgeschoben wird.

Nicht Merkel blufft, sondern die Hochfinanz der Ostküste und der Londoner City. Steigt Deutschland nämlich aus dem Euro aus, dann verbleibt zumindest eines im Land, was viele Länder des Westens schon gar nicht mehr besitzen: Eine umfangreiche industrielle und auch agrarwirtschaftliche Infrastruktur. Die ist zwar in bestimmten Bereichen durch die Exportlastigkeit aufgebläht, kann aber dem wirklichen Bedarf angepasst werden.

Spanien, Griechenland, Portugal, Italien & Co., sollten sich nicht zu stark auf Münchaus Einschätzung ihrer relativen Stärke gegenüber Deutschland verlassen. Denn mit dem Ende des Euros werden die Importmärkte für Rohstoffe, Agrarprodukte und industrielle Produkte für diese Länder schnell sehr eng werden. Dann dürfen die ihre Goldvorräte verramschen – wenn sie noch welche besitzen sollten – um weiterhin Benzin, Diesel, Strom beziehen zu können und nicht in eine mächtige Abwärtsspirale zu geraten.

Ich denke: Deutschland sollte auf diesen Bluff nicht hereinfallen. Am Ende könnten sogar Hungersnöte und der vollständige Zusammenbruch der Infrastruktur der Südländer die Folge sein.

Von dem Tod der britischen und amerikanischen Banken, die in den Südländern des Euro-Raums besonders betroffen wären, einmal ganz zu schweigen.

Auch die Vereinigten Staaten müssen mit ihrem völlig überdruckten US-Dollar aufpassen, dass ihnen eine neue Deutsche Mark nicht den Rang abläuft und zu einer Massenflucht aus dem Dollar führt.

Quelle: bullionaer

Ansonsten, Frau Merkel, wenn Sie Deutschland nicht komplett ruinieren wollen, empfehle ich Ihnen kompetente Berater. Ihre Aussage, „Scheitert der Euro, scheitert Europa“, ist dummes Geschwafel. Fakt ist vielmehr:

Europa scheitert am Euro!

Denken Sie mal darüber nach!

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1 Kommentar

  1. Es ist allerhöchste Zeit aus dem Währungsverbund Euro auszusteigen, damit nicht noch mehr Unsinn gemacht wird.Alle Aussagen wir wollen Griechenland, Spanien,
    und Italien im Euro behalten, ist eine glatte Lüge. Warum können die Politiker nur
    lügen und nicht auch EINMAL die Wahlheit sagen. Das deutsche Volk will den Euro
    nicht und wurde auch nicht gefragt. Die deutsche Politiker sollten nun endlich den
    Saustall Euro aufräumen und in den Müll werden, dann wäre Ruhe.
    MFG
    Roberto

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