Friedensnobelpreis 2010

Die chinesische Regierung zum diesjährigen Friedensnobelpreis:
Das Komitee hat einen Kriminellen ausgezeichnet.
Hätte die chinesische Regierung dies vor einem Jahr gesagt, hätte diese Aussage zugetroffen. Nicht Liu Xiaobo gehört ins Gefängnis, sondern der Kriegstreiber und letzt jährige Friedens(Kriegs)nobelpreisträger.

Hier einige prominente Stimmen:

„Ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung des Nobelkomitees. Ich halte sie für eine Kampfansage an China und die ganze Welt.“ (Lech Walesa)

„Liu Xiaobo bekommt den Preis für seine Verteidigung von Meinungsfreiheit und Demokratie. Das tut er auf eine Weise, die Aufmerksamkeit und Respekt verdient.“ (Norwegens Regierungschef Jens Stoltenberg)

„Diese Entscheidung steht für die Verteidigung der Menschenrechte überall auf der Welt.“ (Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner)

„Liu hat seine Freiheit für seine Überzeugung geopfert.“ (Barack Obama)

Diesmal hat das Nobelpreiskomitee keine Absichtsbekundungen (Yes, we can), sondern Überzeugungen und Taten geehrt, für die Liu Xiaobo einen hohen Preis zahlen musste. Dieser Friedensnobelpreis gilt gleichzeitig allen Chinesen, die das diktatorische chinesische System in Frage stellen und dagegen kämpfen.

Liu Xiaobo hat diesen Preis verdient und alle chinesischen Menschenrechts- und Meinungsfreiheitskämpfer können und sollten stolz darauf sein.

Die Chinesen haben mit der Verleihung dieses Friedensnobelpreises eine weitere Berühmtheit, auch wenn sich die chinesische Regierung darüber brüskiert.

Es ist schon eine verkehrte Welt. Die Amerikaner waren 2009 stolz auf den Friedensnobelpreis, obwohl das eine klare Fehlentscheidung des Nobelpreiskomitees war. In diesem Jahr trifft das Nobelpreiskomitee eine gute Entscheidung und die chinesische Regierung …

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Kommentare

Friedensnobelpreis 2010 — 2 Kommentare

  1. Obama in den gleichen Topf mit George Bush zu werfen, der sämtliche Kriege begonnen hat, ist übertrieben. Schließlich hat Obama die Abziehung aller Truppen aus dem Irak angeordnet. Weiterhin bin ich der Ansicht, dass die Vergabe des Nobelpreises an Liu Xiaobo lediglich die chinesische Regierung ärgern sollte.

  2. Zum Missbrauch des Friedensnobelpreises ein gutes Interview mit dem norwegischen Autor Fredrik S. Heffermehl.

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33468/1.html

    Es geht heute doch nur noch um politische Entscheidungen.
    Die Idee, die Nobel verfolgte, wird mit der Auszeichnung weit verfehlt, wobei ich der Meinung bin, dass die diesjährige Entscheidung gut war.
    Aber war sie letztendlich nicht eine Entscheidung gegen das chinesische Regime?

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