“Für unser Land” – gegen den Euro-Wahn

“Für unser Land” – gegen den Euro-Wahn

Februar 16,

In der Stunde der Gefahr: Anti-Euro-Konferenz am 18. Februar will Sammlung aller vernünftigen Kräfte


Unser Land ist in Gefahr. Europa ist in Gefahr. In Griechenland brennt die Lunte. Angezündet haben sie nicht die Griechen. Aber von dort frisst sich das Zündfeuer über Portugal, Spanien, Italien bis in das Herz des Kontinents.

In diesen Tagen klärt sich, ob Griechenland bankrott geht und ausscheiden muss aus der Euro-Zone. Ist irgendjemand darauf vorbereitet? Die Merkel-Regierung sicher nicht. Sie hat unverantwortlich lange nach der Devise “Augen zu und durch!” das Schiff auf den Abgrund zugesteuert. Alle Parteien im Bundestag haben mitgemacht, nur wenige Parlamentarier haben opponiert. Wenn Griechenland Insolvenz anmeldet, werden weitere Dominosteine fallen.  Über 200 Milliarden deutscher Garantiezusagen stehen im Feuer (vorläufiger Rettungsschirm EFSF), mehr als das doppelte sind schon versprochen (permanenter Rettungsschirm ESM).

Jetzt kommt es darauf an, dass sich die vernünftigen Kräfte diesem Wahnsinn entgegenstellen. Wer Griechenland verteidigen, Europa retten und Deutschland schützen will, muss das alle Völker knechtende und gegeneinander aufhetzende Euro-System auflösen. “Die gemeinsame Währung hat statt eines europäischen Wir-Gefühls die alten nationalen Egoismen und böswilligen Klischees wieder belebt,” heißt es in einem Aufsatz von Prof. Wilhelm Hankel, der in der nächsten Ausgabe von COMPACT-Magazin (März 2012) erscheinen wird.

Je eher die Auflösung der Euro-Zone  in Angriff genommen wird, umso koordinierter kann er vor sich gehen. Wenn weiter abgewartet wird, umso chaotischer wird er sich vollziehen. Die rauchenden Trümmer der Athener Innenstadt mahnen. Die Staaten müssen zu ihren nationalen Währungen zurückkehren, dann werden wir Europäer wieder so gut zusammenleben können wie in den ersten fünf, sechs Jahrzehnten nach den Verheerungen des Weltkrieges. Wenn der Euro scheitert, scheitert Europa? Unsinn! Nicht der Euro hat nach 1945 den Frieden gebracht, sondern die Demokratie. Gerade die Demokratie aber ist durch die diktatorischen Maßnahmen bedroht, die die Euro-Retter jetzt durchsetzen.

Auf Einladung von COMPACT-Magazin treffen sich am 18. Februar Menschen, die etwas tun wollen gegen den Euro-Wahn. Uns interessieren keine Ideologien, sondern pragmatische Vorschläge. Deshalb ist der Kreis der Referenten und Teilnehmer bunt gemisch: demokratische Linke, demokratische Rechte, libertäre Geldrebellen, Anhänger des Sozialstaates. Wir beraten über eine Wahlalternative für Euro-Gegner, die ebenso breit ist – die entsprechenden Parteien und Wählervereinigungen werden mitdiskutieren. Vor allem wollen wir über eine breit angelegte Petition das Instrument nach vorne bringen, das nicht nur die Euro-Maschine stoppen, sondern generell die Defizite des Nur-Parlamntarismus korrigieren kann: den Volksentscheid. Ein Refrendum gegen den Euro-Wahn ist das Gebot der Stunde!

Die Konferenz soll in dieser Hinsicht konkrete Beschlüsse fassen und in einer “Adlershofer Erklärung” komprimieren, die von allen Teilnehmenden unterschrieben wid. Wir wollen und müssen Gesicht zeigen um unseren Mitbürgern zu zeigen: Jetzt ist die Zeit für Bürgermut! Wer sich jetzt nicht wehrt, lebt verkehrt! Dieses Land ist unser Land, und wir werden nicht zuschauen, wie es im Chaos der Finanzmärkte untergeht.

(Alle Details, Ort, Zeit, sowie Anmeldebutton unter www.euro-konferenz.de . // Wer COMPACT-Abonnent ist oder wird, kann bis zu 2/3 des Eintrittspreises sparen. Es gibt auch noch Karten an der Tageskasse, und man kann auch direkt vor Ort noch abonnieren)

Quelle: http://juergenelsaesser.wordpress.com/

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1 Kommentar

  1. Das zwischenzeitlich von der hohen Politik angerichtete Chaos muss schnellstmöglich geordnet werden, ohne dass sich dabei unzumutbare Härten für alle Wirtschaftsteilnehmer ergeben. Das ist keine leichte, aber eine lösbare Aufgabe, selbst wenn die hohe Politik bis zum Eingeständnis ihrer Unfähigkeit noch mehr Chaos anrichtet. Tatsächlich ist die „Währungsunion“ nichts anderes als ein groß angelegtes Beschäftigungsprogramm für ansonsten im Kapitalismus arbeitslose Bürokraten. Ihre Auflösung bringt für alle Staaten Europas nur Vorteile. Zwar wäre es prinzipiell möglich, den Euro mit einer konstruktiven Umlaufsicherung zu versehen und damit eine echte Währungsunion zu schaffen, doch das würde bedeuten, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Zum einen müsste in diesem Fall auch ein zentral verwaltetes, allgemeines Bodennutzungsrecht für ganz Europa in kürzester Zeit geschaffen werden; zum anderen müssten komplizierte finanzielle Ausgleichsmechanismen installiert und verwaltet werden, um die seit der Einführung des Euros durch die Zinsumverteilung gewachsenen, wirtschaftlichen Differenzen zwischen den Mitgliedsstaaten über mehrere Jahre abzumildern, bis die selbstregulativen Mechanismen der Natürlichen Wirtschaftsordnung die Ungerechtigkeiten ganz beseitigen. Das sind schon wieder zu viele Konjunktive. Es ist einfacher und gerechter, wenn jeder Staat seine Bodennutzung selbst verwaltet und eine eigene, konstruktiv umlaufgesichterte Indexwährung mit einem der jeweiligen Binnenwirtschaft repräsentativem Warenkorb erhält. Freie Wechselkurse und der zollfreie Handel (Freihandel) zwischen den Staaten werden dann automatisch alle wirtschaftlichen Ungleichgewichte ausregeln. Danach können sich die Staaten freiwillig entscheiden, ob es für sie vorteilhaft ist, mehrere Währungsräume und die entsprechenden Bodenverwaltungen zusammenzulegen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/10/vollinvestition.html

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