Geld? – Welches Geld?

Unser Geld auf den Bankkonten ist nichts anderes als virtuelles Geld, welches gar nicht vorhanden ist. Es sind nur Zahlen, die sich auf ihrem Konto befinden. Wenn alle Bürger nur 2 Prozent ihrer Ersparnisse von den Bankkonten holen, ist unser angeblich so tolles Geldsystem am Ende. Die restlichen 98 Prozent des Geldes existieren gar nicht als verfügbares Geld bei den Banken. Es ist nur virtuell, also nicht real vorhanden.

Unser Geldsystem basiert auf Schuldgeld. Mit den Zinsen, die Sie für Ihre Schulden zahlen, machen Sie Reiche noch reicher. Nicht nur Ihre privaten Schuldzinsen zahlen Sie an die Reichen, sondern auch die Zinsen für die Schulden, die der Staat jährlich macht, zahlen Sie – mit Ihren Steuern. Die Schulden, die der Staat macht, werden nicht weniger, sondern Jahr für Jahr mehr. Der Staat ist nicht in der Lage, die jährlichen Zinsen für die angehäuften Schulden zu bezahlen. Daher muss der Staat jedes Jahr neue Schulden machen. Was meinen Sie wohl, warum Sie trotz Mehrarbeit immer weniger Geld in der Tasche haben! Der Staat nimmt es Ihnen, um es den Reichen zu geben.

Dieses Geldsystem (Zins und Zinseszins) wird dazu führen, dass Reiche immer reicher werden und die Armut zunehmen wird. Nicht wir leben über unsere Verhältnisse, sondern der Staat lebt über unsere Verhältnisse.

„Laut Welt-Vermögens-Bericht gab es Ende 2009 weltweit zehn Millionen Menschen mit einem liquiden Vermögen von jeweils mindestens einer Million Dollar – nicht einberechnet die Häuser, Autos oder Jachten der Millionäre. Zusammen besaßen sie 39 Billionen Dollar, das sind rund 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Das Vermögen der weltweit 93 000 Superreichen wuchs sogar um 22 Prozent auf insgesamt fast 14 Billionen Dollar. Als superreich gilt, wer mehr als 30 Millionen Dollar besitzt.

In Deutschland ist die Zahl der Millionäre im Jahr 2009 auf 861 000 angewachsen. Das sind 51 000 oder 6,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Damit rangiert Deutschland weltweit auf Platz drei der Millionärsskala. Absolut gesehen leben die meisten Reichen mit fast 2,9 Millionen (plus 16,5 Prozent) in den USA, dahinter folgt trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise Japan mit 1,65 Millionen (plus 21 Prozent). Die USA, Japan und Deutschland halten zusammen mit 53,5 Prozent weiter mehr als die Hälfte des Vermögens der weltweit Reichen und Superreichen.“

Zum nachlesen: hier

Im folgenden Video wird das Schuldgeldsystem sehr gut erklärt:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Qa-vJCKwV0U&feature=related]

Und wenn Sie noch weiter lesen möchten, da habe ich noch etwas aus dem www zu diesem Thema:

Geldsystem:

Wie in unserem Geldsystem Geld entsteht, was Geld eigentlich ist, wohin uns das Zinseszinssystem bringen wird und was wir dagegen tun können.

Woher kommt eigentlich das Geld? Es entsteht aus dem Nichts! (Wieso messen wir dem Geld dann soviel Wert bei?)

Beispiel Bundesdruckerei: Es wird spezielles Papier, Druckplatten und Farbe hergestellt und schon geht es los. Die Fed kostet es 2 Cent, um 1 Dollar (oder 100 Dollar) zu drucken. Bei dem Euro dürfte es nicht anders sein. Geld zu drucken ist extrem billig! Aber dennoch kostet es etwas. Deswegen ist Gelddrucken out. Allein um das Geld zu drucken, was die Konjunkturpakete gekostet haben, würde Jahre dauern.

Digitales Geld ist in! Die gesamte Weltgeldmenge besteht nur noch zu 5 Prozent aus Scheinen und Münzen, 95 Prozent sind digitales Geld (eine Zahl im Computer oder auf einem Stück Papier). Wenn die EZB Geld verleiht, läuft das ungefähr folgendermaßen ab: Herr Trichet setzt sich an seinen Zentralbankcomputer, loggt sich ein, tippt mit der Maus in die Zeile Kontostand, denkt sich eine ziemlich große Zahl aus (je nachdem, wieviel Geld gerade benötigt wird), tippt sie ein, drückt die Entertaste und schon kann er damit beginnen, gegen Sicherheiten riesige Summen an Banken zu verleihen. Und es kostet nichts! (Außer ein paar Stunden Arbeit, die natürlich nicht von Herrn Trichet persönlich geleistet werden.)

Nun, wenn es so einfach ist, Geld „herzustellen“, wieso haben wir dann immer zu wenig davon? Weil man bekanntlich Sicherheiten hinterlegen muss, um Kredite zu erhalten. Es kann also nur soviel Geld geschaffen werden, wie es Sicherheiten gibt. Zu den Sicherheiten gehören Edelmetalle, Rohstoffe aller Art, Immobilien, Grundstücke, Aktien, Anleihens, Kreditforderungen an Dritte und natürlich auch die eigene Arbeitskraft. Angenommen die ganze Welt, also alle Privatleute, alle Unternehmen und alle Länder nehmen den maximalen Kredit in Anspruch, für den sie Sicherheiten hinterlegen können. Woher sollen die Zinsen dann kommen? Wer bezahlt die Zinsen für die in Anspruch genommenen Kredite? Ein einfaches Beispiel dazu: Sie schaffen sich Ihre eigene Währung, den „Selbergemachten“. Sie stellen insgesamt nur 100 „Selbergemachte“ her und verleihen diese an ihren Nachbarn für 5 Prozent Zinsen pro Jahr. Nach einem Jahr muss Ihr Nachbar Ihnen also 105 „Selbergemachte“ zurückzahlen, richtig? Wie soll er das aber machen, wenn Sie nur 100 „Selbergemachte“ hergestellt haben? Richtig, es geht gar nicht! Lösung: Ihr Nachbar gibt Ihnen die 100 „Selbergemachten“ wieder und dazu zum Beispiel noch einen kleinen goldenen Ohrring, um die 5 Prozent Zinsen zu begleichen. Das ist das Prinzip.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=7BWlC7RCVIw&feature=related]

Diejenigen, die das Monopol zum Gelddrucken besitzen, um es dann gegen Zinsen zu verleihen, setzen einen sehr geringen Kostenaufwand ein, um Geld zu drucken. Dann verleihen sie es in dem Bewusstsein, sich langsam aber sicher im Laufe der Zeit das gesamte Eigentum (die Sicherheiten) der Menschen anzueignen. Was kann man dagegen tun? Keine Schulden machen!!! In dem Moment, in dem Sie Schulden machen, werden Sie abhängig (unfrei). Kein Auto, kein Urlaub und kein Flachbildfernseher ist das Wert! Aber was passiert, wenn alle Privatleute auf der Welt keine Schulden mehr machen würden? Dann würde es der Wirtschaft ziemlich schlecht gehen (noch viel, viel schlechter als jetzt). Die Unternehmen müssten Kredite aufnehmen, um weiter existieren zu können. Würden sich die Unternehmen ebenfalls weigern, Kredite aufzunehmen, müsste der Staat einspringen, um uns alle zu retten. Und wie würde der Staat das anstellen? Auf Kredit natürlich! Wer bürgt für die Staatsschulden? Die Staatsbürger (daher auch der Name)! Nehmen wir jetzt einmal an, der Staat würde sich auch noch weigern, Schulden zu machen, was wäre dann? Dann gäbe es gar kein Geld! Die gesamte Geldmenge besteht zu 100 Prozent aus Schuldgeld. Das heißt, das jeder Geldschein ein Schuldschein für hinterlegte Sicherheiten ist. Gäbe es keine Schulden, dann gäbe es auch kein Geld.

Unser Geldsystem ist wie ein Krebsgeschwür, das uns langsam aber sicher auffrisst. Können wir entkommen? Nein! Verschulden Sie sich, sind Sie verloren. Verschulden Sie sich nicht, tut es der Staat für Sie. Bauen Sie Vermögen auf, müssen Sie sich darüber bewusst sein, das jeder Euro, den Sie auf der hohen Kante haben, einem anderen Menschen, einem Unternehmen oder einem Staat fehlt, indem er Schulden hat. Insgesamt gibt es mehr Schulden auf der Welt, als es Geld gibt! Und in diesem Geldsystem ist es auch gar nicht anders möglich. Am Ende muss dieses Geldsytem zusammenbrechen!

Unser Geldsystem kann aufgrund der beliebigen Inflationierung des Geldes und des Zins und Zinseszinses langfristig nicht funktionieren. Die Inflation und das Zinseszinssystem sorgen für die Umverteilung von unten nach oben. Die Reichen werden immer reicher und die Armen werden immer ärmer, bis irgendwann 99 Prozent der Menschen 16 Stunden am Tag arbeiten und trotzdem kaum genug Geld haben, um zu überleben. Eine mögliche Lösung ist die Freiwirtschaft. Bei dem Freigeld gibt es ebenfalls Zinsen, aber rückwärts. Das heißt, dass das Geld sich jeden Monat oder jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz entwertet, sodass es keinen Sinn mehr macht, es zu sparen. Dadurch wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes stark erhöht und die Umverteilung des Geldes von vielen zu wenigen vermieden. Es gab und gibt zahlreiche Experimente mit dem Freigeld, die allesamt sehr erfolgreich waren und sind. Das Freigeld konnte sich bisher leider nicht durchsetzen, da die Reichen und Mächtigen ihren Einfluss genutzt haben, um dies zu verhindern, da sie verständlicherweise reich und mächtig bleiben wollen.

Fazit: Eine Möglichkeit einen Großteil unserer globalen Probleme zu lösen besteht darin, das Freigeld einzuführen. Ausserdem ist es wichtig, keine Schulden zu machen, kein Geld gegen Zinsen zu verleihen, sondern zum Beispiel Gold- und Silbermünzen zu kaufen, auf die man keine Zinsen bekommt, aber langfristig dennoch einen Inflationsausgleich hat, sich lokalen Freigeldsystemen anzuschließen und die Information weiterzugeben, das unser Geldsystem uns alle über kurz oder lang ruinieren wird.

Quelle: http://www.solide-geld-anlagen.de/geldsystem.html

Abschließend noch dieses Video zu Silvio Gesells Freigeld-Theorie:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=iewqwwvN1f0&feature=related]

… und dann kamen die Zentralbanken. Der Rest ist bekannt und oben beschrieben!

Geld? – Welches Geld?
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4 Kommentare

  1. Europa kämpft gegen die Schuldenkrise doch die EU Kommission ist nicht optimistisch. Nach Presse Informationen rechnen Experten von Kommissar Rehn damit, dass sich die Spannungen in der Währungsunion verschärfen. Sie präsentieren einen Schlachtplan gegen das Finanzdrama. Wenn ich das so lese wird mir ganz Angst um unsere Zukunft. Wie soll das nur weitergehen.

  2. Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass man selbst unverschuldet noch Zinsen bezahlt.
    Bei jedem Einkauf!
    Man kann getrost annehmen, dass in jeder angebotenen Ware im Verkaufspreis bis zu 40 % Zinslasten eingepreist sind.

    • Hallo Pit,

      „Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass man selbst unverschuldet noch Zinsen bezahlt.
      Bei jedem Einkauf!
      Man kann getrost annehmen, dass in jeder angebotenen Ware im Verkaufspreis bis zu 40 % Zinslasten eingepreist sind.“

      Stimmt! Hatte ich ganz vergessen zu erwähnen.
      Vor kurzem habe ich noch gelesen, dass durchschnittlich in allen Produkten ca. 30 % Zinslasten enthalten sind.
      Leider finde ich den Link nicht mehr.
      Mit deinen … „bis zu 40 % Zinslasten“ lagst du also schon ganz gut.
      Silvio Gesell hat vor hundert Jahren bereits erkannt, dass das Zinsgeldsystem eine Plage ist. Band 11 sollte m.E. Pflichtlektüre im VWL-Studium sein.
      Unser Sytem aber will es nicht so.

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