GR: Rette sich wer kann!

Jim Mellon, ein Leser von Shareprophets.com meint, die Griechen sollten ihm zur Ehre ein Denkmal errichten, weil er letzten Freitag (29.05.´15) ein Bankkonto in Griechenland eröffnet hat und gleich Geld eingezahlt hat. Okay, es waren nur 10 Euro. Hätte ich weitere 3.990 Euro eingesetzt, könnte ich Aufenthaltspapiere bekommen und ein Auto kaufen, ein Fahrrad und ein Gewehr. Aber ein Anfang war gemacht.

Auf der Bank in Kalamata sah ich blankes Chaos, konnte die Panik regelrecht riechen und bei Banken in Griechenland war es nicht anders. Wer das mit eigenen Augen sehen möchte, gehe frühmorgens gleich zu jedem beliebigen Bankautomaten. Nicht nur zur Bank von Kalamata.

Außerhalb der Bank in der Hauptstraße von Kalamata gibt es zwei Geldautomaten. Sie standen in Zehnerreihe. Auch noch als ich eine Stunde später wieder aus der Bank herauskam. Freitag war Rentenzahltag. Schon am Mittwoch und Donnerstag zuvor hoben die Griechen 800 Millionen Euro von den Girokonten ab. Der Freitag stellte diese Zahl in den Schatten.
Wer innen, am Schalter der Bank Geld abheben möchte, muß zuvor ein Nummernticket ziehen und warten, bis diese aufgerufen wird. In der Halle gibt es etwa 60 Sitzplätze, sie waren alle besetzt. Hinter den Sitzen warteten weitere Kunden. Alle hofften dranzukommen, bevor die Bank um 14.00 schließen würde.

An einer Seite des Raumes, durch eine Glasscheibe abgeschirmt, saß ein Mann hinter einem großen Schreibtisch. Er telefonierte unentwegt.

Ich dachte, jeden Moment wird er sagen, geht nach Hause Leute. Das Spiel ist vorbei. Athen meldet gerade, das Geld ist ausgegangen.

Aber er tat es nicht. Er wird es tun, irgendwann bald.

Ich wartete am Schalter auf die Papiere. Schließlich erhielt ich die Unterlagen für die Kontoeröffnung und auch Paßport, Steuernummer, Telefonnummer alles in Ordnung. Ich übergab den 10 Euro-Schein und höflich – wenn auch etwas gestreßt – reichte mir der junge Mann etwa zehn Formulare zur Unterschrift und stempelte mein Sparbuch. Gut, mehr konnte ich nicht für Griechenland tun. Meine 10 Euro werden sich zu gegebener Zeit irgendwo im schwarzen Loch des Landes. Ob sie mir trotzdem ein Denkmal errichten?

Vielleicht später. Erstmal werden sie die Dose noch ein Stück weiter treten. Nächsten Freitag ist der 5. Juni, die Menschen werden wieder anstehen. Wieviel Tage noch werden die Geldautomaten Scheine hergeben?

Es ist nicht nur die Bank, deren Kassen geleert werden. Zu meinem Hotel bin ich zwei Meilen gefahren. Auf meiner Seite des Tals werden gerade die Schlaglöcher im Asphalt beseitigt. Auf der anderen Seite des Tales gibt es ein verlassenes Kloster. Dort leben keine tatsächlichen Mönche, nur eine Marienstatue gibt es noch – und eine Betonstraße (in den guten Zeiten erbaut).

Als ich letzten Sommer auf dem Rathaus reklamierte, daß ich nicht bereit sei, mein Auto auf dieser Schlaglochpiste zu Schanden zu fahren, sagte man mir: „Die Dampfwalze sei gebrochen und man hätte kein Geld, aber im Herbst würde man versuchen, die Straße zu reparieren.“Sie taten es nicht.“

Aber letzte Woche erschien ein Bautrupp und der Weg ist jetzt in der Tat schlaglochfrei. Auch andere Straßen haben plötzlich eine ganz neue Betonoberfläche. Auch auf dem Richtung Kalamta gibt es umfangreiche Straßenausbesserungsprogramme. Auch bei Kitries hat das Dorf Geld gefunden, um seinen Strand zu renovieren. Wie die Ameisen schaffen sie plötzlich in der Mani.

Ganz einfach, jede kleine Gemeinde gibt jeden Cent so schnell wie möglich aus, nachdem der griechische Staat sämtliche Rathäuser gebeten hat, die Rücklagen nach Athen zu überweisen, um bei der Rückzahlung der Schulden zu helfen. Die Bürgermeister wissen, daß es beim nächsten Mal keine Bitte sein wird. Bis dahin aber wird das ganze Geld gehortete Geld ausgegeben sein. Das ist Greekeconomics!

Jeder weiß, es wird spätestens in diesem Sommer passieren. Die Zeichen stehen an der Wand

Die Wirklichkeit ist noch viel bescheidener im Land der Helenen.

GR: Rette sich wer kann!
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2 Kommentare

  1. Genau so wird es auch in der BRD kommen.Ich sage nicht Deutschland.
    Denn Deutschland ist keine BRD. Die BRD hat einen chasarisch-zio- nististischen Bundeskanzler der nur den USA dient. Er räubert und spioniert noch Deutschland so schnell als möglich aus und ver- käuft das deutsche Volk noch so gut und so schnell er noch kann, an die USA. -„denn auch Merkel weiss dass das deutsche Volk kurz vorm Aufwachen ist.“ Und wenn das deutsche Volk aufgewacht ist, dann ist er Ofen aus.Dann gilt es nur noch seine Haut zu retten.
    Wolfgang Rund,
    Bürger des deutschen Kaiserreichs
    von 1871.
    Viva Germania !
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