Hasta la vista Espana !

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Jetzt ist es offiziell – Spanien muss seine europäischen Partner um Hilfe bitten. Bloomberg meldet heute unter dem Titel Spain Minister Urges EU Aid for Banks in First Plea for Help: Spanish banks don’t need excessive amounts to recapitalize, and the question is where that figure comes from, Montoro (Anmerkung: der spanische Finanzminister) said in an interview with Spanish broadcaster Onda Cero today, as he ruled out a full rescue for the euro regions fourth-biggest economy.

Gut, derzeit gibt man zu, dass man angeblich nur wenig Geld bräuchte, um die spanischen Banken mit frischem Eigenkapital versorgen zu können. Aber wenn dieser Politiker im gleichen Atemzug erwähnt, dass eine umfangreiche Rettung Spaniens nicht notwendig sei, dann wird aus der Erfahrung mit den anderen drei Kandidaten zuvor diese große Rettung wohl bald kommen müssen.

Nur zur Erinnerung: Die spanische Volkswirtschaft ist von der Einwohnerzahl als auch dem Brutto-Inlandsprodukts in etwa doppelt so groß wie die bisherigen failed-states Griechenland, Irland und Portugal zusammen.

Das wird ab jetzt ein harter Ritt, und die Monate, die bei den diversen Griechenland-Rettungen ins Land vergangen sind, werden nun im Zeitraffer ablaufen.

Wer jetzt erwartet hat, dass Merkel umkippt und die Befehle der Bilderberger-Konferenz vom Wochenende unwidersprochen umsetzt, der sieht sich mit folgenden zwei Nachrichten konfrontiert:

Bloomberg: Ackermann Says Euro Bonds Aren’t Answer For Euro Crisis.

Und die WELT hackt auf den Grünen Trittin ein, der als einziger deutscher Politiker auf der Bilderberger-Konferenz anwesend war und quasi zeitgleich mit Joschka Fischer die totale Rettung der Euro-Zone durch Deutschland gefordert hatte. Unter dem Titel Trittin nach Bilderberg-Konferenz in Erklärungsnot fragt die WELT: Ist dies das passende Umfeld für einen als links geltenden Grünen-Politiker?

Natürlich ist es das. Denn die Hochfinanz, insbesondere die der Ostküste und aus Englands Herzen, hat schon mehr als hundert Jahre lang die angeblich Linke Bewegung mit Geld und Logistik unterstützt. So hat der Banker Jakob Schiff die bolschewistische Revolution in Russland während des Ersten Weltkriegs finanziert. Natürlich erst nachdem Schiff die Japaner aufgerüstet hat und in dem nachfolgenden Krieg das zaristische Russland so stark geschwächt worden war, dass die Revolutionäre mit ihren Plänen auf fruchtbaren Boden stießen. Und ein Warburg hatte im Jahr 1929 noch vor der Machtübernahme Hitlers der nationalsozialistischen Bewegung kurz vor deren Bankrott mit einem Millionen-Darlehen ausgeholfen – die Masse der uniformierten und bewaffneten SA- und SS-Schergen war schließlich ein teures Instrument.

Natürlich streben Ackermann und Merkel nicht an, Deutschland aus der Euro-Zone herauszulösen. Denn hätten sie das gewollt, wäre die bessere Strategie gewesen, mit Frankreich einen gemeinsamen Ausweg aus der Euro-Umklammerung zu finden. Während ein Großteil der deutschen Ersparnisse im Euro-Raum versenkt wurde, zerstört die Gemeinschafts-Währung die industrielle Basis Frankreichs. Deshalb ist es auf den zweiten Blick unverständlich, wenn der Euro-Kritiker Hans-Olaf Henkel die ganze Euro-Misswirtschaft den Franzosen zuschustern möchte. Sahen doch in Wirklichkeit die Vereinigten Staaten mit ihrem damaligen Weichdollar die Deutsche Mark als die größte Gefahr für ihr Dollar-Imperium an.

So werden wir wohl auch für Spanien den nächsten Reichsprotektor von Goldman Sachs Gnaden sehen. In der Zwischenzeit wird der Euro weitergerettet werden, solange bis das Ziel der Vereinigten Staaten von Europa in greifbare Nähe gekommen ist.

Quelle: bullionaer

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