Heilkraft und Gesundheit in Wildpflanzen Teil II

Noch ein wahrer Tausendsassa in Sachen Ernährung und Gesundheit. So unscheibar sie ist, kann sie fast das Jahr über ein nützlicher Energiespender sein. Die Rede ist von der Vogelmiere, die im noch untern Schnee geerntet werden kann und im Frühjahr ihre nächste Vegetationsperiode erlebt.

Wenn der kommende Crash so heftig sein wird, dass es nicht mehr um Vermögensbildung und -sicherung geht, sondern um die grundlegenden Aspekte des Überlebens, sollten wir alles nutzen, was der Ernährung und der persönlichen Widerstandsfähigkeit dient.

Als sogenannter Archäophyt begleitet die Vogelmiere den Menschen seit der Steinzeit und kommt heute in den gemäßigten Breiten weltweit vor. Sie blüht von März bis Oktober mit weißen Blüten, die wie winzige Sterne aussehen. Die fünf weißen Kronblätter sind zweigeteilt, sodaß sie auf den ersten Blick wie jeweils zwei Blütenblätter erscheinen. Die Blüten sind kleine, weiße „Nektar führende Scheibenblumen“. Nektar wird am Grund der Staubblätter abgesondert, und zwar nur bei sonnigem Wetter. Insektenbesuch ist selten. Die zwittrigen Blüten können sich selbst bestäuben, indem sich die Staubblätter zur Narbe hin krümmen. Nach der Blüte bilden sich Kapseln, in denen pro Pflanze im Jahr bis zu 15.000 Samen reifen.

Besondere Bedeutung hat die Pflanze als ganzjähriges Wildgemüse, denn man kann aus dem frischen Kraut Salat, Kräuterquark und Suppe bereiten.
Dank ihrer Vitamine, Mineralien und der Saponine gibt sie neue Lebenskraft und hilft gegen vielerlei Mangelerscheinungen, auch Frühjahrsmüdigkeit. Sie wirkt harntreibend, regt den Stoffwechsel an und hilft bei Schlankheitskuren und gegen Stoffwechselerkrankungen wie Rheuma oder Gicht. Ein besonderer Genuß ist Kräuterquark mit Vogelmiere. Er weckt die Lebensgeister und schmeckt wie junger Mais, was den Quark besonders lecker macht.
Nierenkranke allerdings sollten die Vogelmiere nur gering dosiert essen, weil die Saponine die Niere reizen können. Man mischt deshalb andere Kräuter dem Quark bei.
Für das Quarkrezept micht man (für 2 Personen) zwei Handvoll Vogelmiere mit 250 gr. Quark, 1 kl. Zwiebel, 2 Knoblauch-Zehen, etwas Milch oder Jogurt, 1 Teel. Senf und fertig ist eine leckere Beigabe zu frischen Pellkartoffeln. Hart gekochte Eier bereichern das Mahl.

In der Medizin findet die Vogelmiere für Waschungen, Umschläge oder als Badzugabe Verwendung. Vogelmieren-Tee hilft gegen Juckreiz und Ekzeme. Es gibt sogar Erfolge bei Schuppenflechte.
Auch schlecht heilende Wunden, Geschwüre und Abszesse können mit Vogelmieren-Umschlägen behandelt werden. Hierzu bieten sich auch Breiumschläge mit zerquetschtem frischem Kraut an.
Gerstenkörner sollen durch Baden (Augenbadewanne) oder Umschläge mit Vogelmierentee behandelt werden können.
Traditionell wurde Vogelmierensalbe schon im Mittelalter mit Schmalz zubereitet. Solche Salbe kann man gegen die zuvor genannten Hauterkrankungen einsetzen.
Aus den Blüten läßt sich auch eine Blütenessenz herstellen, die für Durchhaltevermögen, Hartnäckigkeit und Selbstvertrauen steht.

Wenn das Mädesüß blüht, schweben cremweiße Wolken über feuchten Wiesen, an Flüssen und Bächen. Von Juni bis August verströmen die zarten Blüten einen süßen Duft und locken Insekten an, die sich am Pollenangebot bedienen.

Seit alters her diente Mädesüß Süßen und Aromatisieren von Wein und insbesondere Met verwendet.  Mädesüß ist allerdings auch eine „Mahdsüße“, denn nach dem Absensen verströmen die verwelkenden Blätter und Stängel einen süßen Geruch.

Wenn es am Zucker fehlt, eignen sich alle Pflanzenteile, besonders aber die Blüten, zum Aromatisieren von Süß- und Fruchtspeisen, auch von Getränken. Der süßlich-herbe Geschmack des echten Mädesüß´ wird in der französischen Küche, auch in Brüssel und der Wallonie gern verwendet. Meist taucht man die Blüten in Flüssigkeit, damit sie ihre Geschmacksstoffe besser abgeben.

(gemeint ist das Kraut rechts)

Mädesüß ist in der Medizingeschichte seit langem bekannt. Aus den Blütenknospen läßt Salicylsäure gewinnen. Heute kennen wir den entzündungshemmenden Wirkstoff als synthetisch hergestellte Acetylsalicylsäure (Aspirin). Von seinem botanischen Namen (Spiraea) leitet sich auch der Markennamen Aspirin ab. Das „A“ steht für Acetyl und das „spirin“ kommt aus dem Begriff „Spiraeasäure“.

Vom Mädesüß werden vorwiegend die Blüten und die Wurzeln verwendet. Ein Mädesüß-Tee eignet sich hervorragend bei Erkältungen oder grippalen Infekten. Sogar bei echter Grippe kann er lindernd wirken. Er senkt nicht nur das Fieber, sondern erleichtert auch Schmerzen und hilft beim Abschwellen der Schleimhäute.

Auch gegen die meisten Arten von Ödemen soll Mädesüß-Tee sehr gut helfen. Seine harntreibende und entgiftende Wirkung bringt auch bei Problemen des Harnapparates und des Stoffwechsels Linderung. Schleimstoffe und Gerbsäuren im Mädesüß schützen die Magenschleimhaut und heilen Entzündungen in Magen und Darm.

Ein Tee aus den Blüten wird als Aufguss gekocht. Wurzel-Tee wird hingegen kalt angesetzt und sechs Stunden stehen lassen, bevor er kurz aufgekocht wird. Dann läßt man ihn zwei Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab. Von beiden Tees trinkt man zwei bis drei Tassen am Tag in kleinen Schlucken und ungesüßt.

Bildquelle: Pixabay

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