Heilkraft und Gesundheit in Wildpflanzen

Winterkresse, Bittercress, Kräuter Barbara, RocketcressWie reich wir sind, erinnern wir uns vermutlich erst in der Not. Unendlich ist der Tisch durch Mutter Natur gedeckt und vielseitig ist die Verwendung. Ob als Gemüse, für Salat oder als Tee zubereitet, dürfte das, was unseren Altvorderen geschmeckt hat und so urgesund war, nicht lange vergessen bleiben.

(foto: pixabay)

Die Winterkresse ist so ein unverzichtbares Kräutlein. Kein Wunder, sie ist der Heiligen Barbara gewidmet und soll daran erinnert, daß das Kraut selbst noch am Barbaratag (4. Dezember) geerntet werden kann. Unterm Schnee hervorgegraben liefern ihre saftigen Blätter eine wohlschmeckende vitaminreiche Salatmahlzeit.

Blumen, Mohn, Mohnblüte, Rot, Roter Mohn, MohnblumeDas klassische Wildkraut begnügt sich mit Wegrändern, Uferböschungen, Bahndämmen oder verlassenen Grundstücken. Das Kraut zwischen den Klatschmohn-Blüten ist gemeint!

Die Pflanze ist mit allen Teilen verwendbar. Die mehrjährige „Barbarakraut“ gehört zur Familie der Kreuzblütler und wird bis zu 90 cm hoch. Das Kraut ist zweijährig, d.h. man kann es auf zweierlei Weise sammeln. Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur die Blätter. Erst im Mai bis Juli des zweiten Jahres erscheinen die goldgelben Blüten, aus denen sich langgezogene, zweigeteilte, bis zu 3 cm lange Schötchen entwickeln. Die braungefärbten Samen enthalten etwa 30% fettes Öl.

Der scharfe Geschmack der Blätter, der durch die darin enthaltenen Senföl-Glycoside verursacht wird, gab der Kresse ihren Namen, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso‚ scharf. Die frischen Blätter enthalten ein kräftiges Aroma und
schmecken deshalb am besten. In Butter gedünstet ergibt Winterkresse ein spinatähnliches Gemüse. Fischgerichten verleiht es eine scharfe, würzige Note. Besonders in Sprossenform gibt es Salaten eine sehr schmackhafte Alternative. Neben vielen Vitaminen enthält die Pflanze Glucosinolate, Flavonoide und Saponine – alles sehr gesund.

Wegen seines hohen Vitamin C-Gehalts gilt „Barbarakraut“ als effektiver Vitaminspender. Die weiteren Inhaltsstoffe unterstützen die Blutreinigung; die Bitterstoffe fördern den Appetit sowie Stoffwechsel- und Verdauung im Magen und Darm. Zur Wundheilung sind Aufgüsse oder Tinkturen möglich.

Wer einen Garten hat, kann Winterkresse aussähen (Frühjahr oder Herbst). Später vermehrt sie sich von selbst.

Regional existieren vollkstümliche Trivialnamen wie: St. Barbelkraut, Gelber Beifuß, Falsche Bumac, Habichtskraut (Schlesien), Saurer Hederich (Eifel bei Dreis), Raketenkraut, Räbkressich, Rapunzel (Ostpreußen), Schnödsenf (Schlesien), Senfkraut, Steinkraut, Wassersenf und Wild Öl.

Von einer Beerenart will ich noch berichten. Sie wächst an Parks, wird wenig beachtet und gibt doch eine leckere Marmelade. Sie ist aber auch eine alte Heilpflanze, die schon von den Ägyptern verwendet wurde. Die Rede ist von der Berberitze.

Ihre säuerlichen Früchte sind in der Küche beliebt; man kann pikante Marmelade daraus bereiten oder sie lassen sich trocknen und wie Rosinen in Müslis verwenden. Die Früchte reifen im Spätsommer und können bis in den Spätherbst geerntet werden.

Die Berberitze kommt vermutlich aus Nordafrika. Ihren Namen soll sie den Römern verdanken. Sie nannten sie nach ihrem Ursprungsland, dem Gebiet der Berber.

Die gesamte Pflanze enthält das hochgiftige Alkaloid Berberin. Eine Ausnahme bilden allein die völlig ungiftigen Beeren der Berberis vulgaris (der gewöhnlichen Berberitze). Die Beeren anderer Berberitzen-Arten wirken teilweise stark giftig.
Die reifen Früchte enthalten typische Stoffe wie Fruchtsäuren und Vitamin C. Deshalb ist sie besonders für die Marmeladenbereitung oder zu Mus geeignet. Auch Sirup läßt sich aus den Berberitzen-Früchten herstellen. Man kann aber auch den frischen Saft der Berberitzen auf das Zahnfleisch pinseln. Das stärkt den Zahn und verhindert Zahnfleischbluten.

Die Beeren werden in orientalischen Ländern, vor allem im Iran zum süß-sauren Würzen von Reis (z. B. Sereschk Polo – „Berberitzenreis“), aber auch von Fisch und Braten verwendet. Allein in der Region Chorasan, dem Zentrum des Anbaugebietes im Nordosten des Iran, werden pro Jahr etwa 4500 Tonnen Früchte geerntet. Die kernlose Sorte ‘Asperma’ wird in dieser Provinz seit etwa 200 Jahren kultiviert.

In der Volksheilkunde wird die Berberitzenwurzel unter anderem bei Leberfunktionsstörungen, Gallenleiden, Gelbsucht und Verdauungsstörungen angewandt. Das Alkaloid Berberin, das nach Berberis vulgaris benannt wurde, ist für die gelbliche Färbung der Berberitzenwurzel (Radix Berberidis) als auch für einige der Hauptwirkungen der Droge verantwortlich. Berberin soll Fett- und Blutzucker senken. In einer Mischung von Berberitzenwurzel mit Leber- oder Gallen-Tees soll sich Bauchspeicheldrüsenentzündung heilt lassen. Ein wichtiger Hinweis: Die alkaloidhaltigen Pflanzenteile der Berberitze sollte man als Medizin nur nach Rücksprache mit einen erfahrenen Arzt verwenden. Die Beeren enthalten allerdings kein Alkaloid.

Wegen des säuerlichen Beerengeschmacks und seiner Dornen heißt der Strauch im Volksmund Sauerdorn. Weitere Namen waren Spießdorn, Sauerachdorn, Dreidorn und Erbseldorn.

Bild Mohnblumen: Pixabay

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