In der Krise unverzichtbar

Eßbare Wildpflanzen gehörten über Jahrtausende zum Speiseplan der Menschen. Heute erleben Wildkräuter eine Renaissance. Sie werden nicht als billiger Ersatz für den mit Edelgemüse verwöhnten Gaumen gesammelt. Wegen ihrer wertvollen Heilsubstanzen versorgen sie gesundheitsbewußte Menschen zusätzlich zu Vitaminen und Spurenelementen mit allem, was eine gute Salatportion oder Gemüse zu bieten hat. Dank dieser Eigenschaften gehört das Wissen über unsere heimischen Wildkräuter unbedingt zur Krisenvorsorge.

Heilkräuter sind alles andere als „Un-Kräuter“. Wer diese Pflanzen sicher erkennen will, braucht eben mehr Angaben als nur ein buntes Photo. Pflanzen mit allen Sinnen erkennen – sehen, riechen, fühlen und gelegentlich auch hören – nur so lernt man diese Pflanzen auch richtig kennen – und lieben. Mit über 100 Rezepten lassen sich die Kräuter gut in der Küche verwerten. Was Brigitte Klemme und Dirk Holterman in den 90er Jahren auch als Radio-Serie beim WDR Umweltreport ins Leben riefen, ist für Viele heute scheinbar selbstverständlich, aber keineswegs auch umgesetzt. Die beiden Biologen haben die Wildkräuter wieder erlebbar gemacht und mit dem Projekt „Natur schmeckt“ 2012 einen Preis erhalten.

Das Standardwerk allerdings ist die Enzyklopädie ESSBARE WILDPFLANZEN mit Bestimmungsschlüssel nach Blattformen, Extra-Teil über Giftpflanzen, verwechselbare essbare Pflanzen und Unterscheidungsmerkmale, seltene und gefährdete essbare Pflanzen, die man nicht sammeln sollte, sind im Layout entsprechend gekennzeichnet. Wildpflanzen sicherten über Jahrtausende das Überleben der Menschen und erfahren heute eine Renaissance. Mit ihrem Reichtumg an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind sie gesundheitlich wertvoll und Kulturgemüse weit überlegen. Das Buch beschreibt über 2000 Pflanzenarten Mitteleuropas, die jemals in der Ernährung Verwendung fanden. Geordnet nach ihrer Blattform wird jede Pflanzenart beschrieben nach Vorkommen, Blütezeit und Verwendung in der Ernährung mit detaillierten Hinweisen zur Zubereitung. In jedem Pflanzenporträt werden die derzeit bekannten Inhaltsstoffe und Heilwirkungen aufgelistet und erläutert sowie Verwechslungsgefahren und Wirkungen toxischer Bestandteile genannt. Angaben zu Gefährdung und Seltenheit sind neu farblich hervorgehoben. Mit rund 570 erstklassigen Farbfotos und 450 Pflanzenzeichnungen zum leichten Bestimmen.

Ein echter Geheimtip zu einer der besten Heilpflanzen, die zudem das ganze Jahr über gesammelt werden kann oder sogar auf dem Balkon als ein dekoratives Dauergewächs für die tägliche Bereicherung in der Küche sorgen kann, ist hier zu finden.

In der Krise unverzichtbar
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