Krieg an allen Fronten

Paul Craig Roberts

Die russische Regierung hat endlich kapiert, dass ihre politische Opposition bezahlt wird von der von den Steuerzahlern der Vereinigten Staaten von Amerika finanzierten National Endowment for Democracy (Nationale Stiftung für Demokratie) und anderen Abteilungen der CIA/des Außenministeriums in einem Versuch, die russische Regierung zu stürzen und ein amerikanisches Marionettenregime im geografisch größten Land der Erde einzurichten, dem einzigen Land mit einem Arsenal von Atomwaffen, das ausreicht, um Washingtons Aggression abzuschrecken.

Gerade wie Ägypten früher in diesem Jahr hunderte Leute auswies, die in Verbindung standen mit aus dem Ausland finanzierten „Nicht-Regierungs-Organisationen” (NGOs) wegen „Erregung von Dissens und Einmischung in innere Angelegenheiten,“ hat die russische Duma (Parlament) gerade ein Gesetz beschlossen, das Putin demnächst unterzeichnen wird und das bestimmt, dass politische Organisationen, die Geld aus dem Ausland erhalten, sich als ausländische Agenten registrieren lassen müssen. Das Gesetz basiert auf dem Gesetz in den Vereinigten Staaten von Amerika, das die Registrierung fremder Agenten festlegt.

Ein großer Teil der russischen politischen Opposition besteht aus vom Ausland bezahlten Agenten, und sobald das Gesetz in Kraft ist, werden sich führende Elemente der politischen Opposition Russlands beim russischen Justizministerium als Agenten Washingtons registrieren lassen müssen. Die Agentur Itar-Tass berichtete am 3. Juli, dass es in Russland um die 1.000 Organisationen gibt, die vom Ausland finanziert sind und sich politisch betätigen. Man stelle sich das Geheul vor, wenn die Russen 1.000 Organisationen in den Vereinigten Staaten von Amerika finanzieren würden, die sich bemühen, Amerika zu einem russischen Marionettenstaat zu machen. (In den Vereinigten Staaten von Amerika würden die Russen auf zahlreiche Konkurrenz aus Israel stoßen.)


Die von Washington finanzierte politische Opposition in Russland versteckt sich hinter „Menschenrechten” und sagt, sie arbeite, um „Russland zu öffnen.“ Was die illoyale und verräterische von Washington bezahlte russische „politische Opposition“ unter „Russland öffnen“ versteht, ist die Öffnung Russlands für die Gehirnwäsche durch die Propaganda des Westens, die Öffnung Russlands für die wirtschaftliche Ausplünderung durch den Westen und Russland zu öffnen, damit seine Innen- und Außenpolitik von Washington bestimmt werden kann. 

„Nicht-Regierungs-Organisationen” sind sehr regierungsnah. Sie haben entscheidende Rollen gespielt bei der Finanzierung und Durchführung der diversen „Farbenrevolutionen,“ welche zur Errichtung von amerikanischen Marionettenstaaten in früheren Teilgebieten des sowjetischen Imperiums geführt haben. NGOs wurden schon als „Staatsstreichmaschinen“ bezeichnet und haben Washington in dieser Rolle gute Dienste erwiesen. Zur Zeit arbeiten sie in Venezuela gegen Chavez.

Natürlich ist Washington wütend, dass seine Pläne, die Herrschaft über ein Land zu erreichen, das militärisch anzugreifen zu gefährlich ist, durch das Erwachen Russlands nach zwei Jahrzehnten gegenüber der Drohung, politisch unterwandert zu werden durch von Washington finanzierte NGOs, in die Hose gegangen sind. Washington selbst verlangt von aus dem Ausland finanzierten Organisationen, sich als ausländische Agenten registrieren zu lassen (außer sie werden von Israel finanziert). Diese Tatsache hält Washinton natürlich nicht davon ab, das neue russische Gesetz als „antidemokratisch,“ „Polizeistaat,“ blabla zu bezeichnen. Selbst ertappt bei subversiven Aktivitäten beschimpft Washington Putin. Es ist bedauerlich, dass der größte Teil des gehirngewaschenen Westens Washingtons Lügen auf den Leim gehen wird und wir noch länger über den „Gangsterstaat Russland“ hören werden.

Auch China befndet sich im Fadenkreuz Washingtons. Chinas rasanter Anstieg als Wirtschaftsmacht wird in Washington als düstere Bedrohung verstanden. China muss eingeschränkt werden. Obamas Handelsrepräsentant der Vereinigten Staaten von Amerika hat in den letzten 2 oder 3 Jahren geheime Verhandlungen geführt über eine Transpazifische Partnerschaft, die den Zweck hat, Chinas natürliche wirtschaftliche Führungsrolle in seiner eigenen Einflusssphäre zu beschneiden und durch die Führung Washingtons zu ersetzen.

Washington drängt auch darauf, neue militärische Allianzen in Asien zu bilden und neue Militärbasen zu errichten auf den Philippinen, in Südkorea, Thailand, Vietnam, Australien, Neuseeland und wo immer noch.

Washington mischte sich schnell in Dispute zwischen China und Vietnam und China und den Philippinen. Washington stellte sich auf die Seite seines ehemaligen Feindes Vietnam in Vietnams Streit mit China wegen der rohstoffreichen Paracel- und Spratly-Inseln und auf die Seite der Philippinen in deren Streit mit China über die an Rohstoffen reiche Scarborough Untiefe. 

Auf diese Weise, wie im Fall der Einmischung Englands in den Streit zwischen Polen und dem nationalsozialistischen Deutschland über die Rückgabe von deutschen Territorien, die Polen nach dem Ersten Weltkrieg zugesprochen worden waren, bereitet Washington die Bühne für den Krieg.

China war kooperativ gegenüber Washington, da die Auslagerung der Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika nach China einen wichtigen Bestandteil von Chinas unerwartet hoher Rate der wirtschaftlichen Entwicklung bildete. Die amerikanischen Kapitalisten bekamen ihre schnellen Profite, und China bekam Kapital und Technologie, um eine Wirtschaft aufzubauen, die in 2 oder 3 Jahren die sinkende Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika überholt haben wird. Die Auslagerung von Arbeitsplätzen, die fälschlich von Freier-Markt-Wirtschaftswissenschaftlern als freier Markt betrachtet worden war, hat China aufgebaut und Amerika zerstört.  

Washingtons steigende Einmischung in chinesische Angelegenheiten hat die Regierung Chinas überzeugt, dass militärische Gegenmaßnahmen erforderlich sind, um Washingtons angekündigte Absichten zu neutralisieren, seine Militärpräsenz in der chinesischen Einflusssphäre aufzubauen. Washington steht auf dem Standpunkt, dass nur Washington, und sonst niemand, eine Einflusssphäre besitzt, und dass Washingtons Einflusssphäre die ganze Welt ist.

Am 14. Juli meldete die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, dass Washington sich in chinesische Angelegenheiten einmischt und es unmöglich macht, dass China seine Streitigkeiten mit Vietnam und den Philippinen löst.

Es sieht so aus, als wäre eine allzu zuversichtliche Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika entschlossen, einen Krieg an drei Fronten zu führen: Syrien, Libanon und Iran im Mittleren Osten, China im Fernen Osten und Russland in Europa. Das ist wohl eine recht ambitionierte Agenda für eine Regierung, deren Militär den Irak nach neun Jahren nicht besetzen, noch die leicht bewaffneten Taliban nach elf Jahren besiegen konnte, und deren Wirtschaft und die ihrer NATO-HiWis in Schwierigkeiten steckt und mit der es abwärts geht, mit anwachsenden inneren Spannungen und einem Verlust von Vertrauen in die politische Führung.

Quelle: antikrieg

 

Krieg an allen Fronten
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Kommentare

Krieg an allen Fronten — 5 Kommentare

  1. Also, ich finde diese Ausführungen sehr,sehr abenteurerlich.
    Bei dem schwindenden Einfluss der USA weltweit aufgrund ihrer ungeheuren Verschuldung noch anzunehmen ,diese könnten in ihrem Interesse Russland beeinflussen,versteht die russische Seele nicht.Hier wird von Voraussetzungen ausgegangen,welche über den noch vorhandenen Möglichkeiten der USA liegen,abgesehen von den weltweiten Verwerfungen durch die Eurokrise, die zusammen mit den fiskalischen Problemen der USA nicht zu den beschriebenen Szenarien passen.Ich bestreite ja nicht,dass die USA weiterhin ihre Interessen rücksichtslos verfolgen,doch die Schussfolgerungen in diesem Artikel sind einfach absurd,bei allem Respekt.

    Heiner Hannappel
    Koblenz
    E-Mail: heiner.Hannappel@gmx.de

    • Nein! ALLE bunten ‚Revolutionen‘ gingen von USrael aus. Wer das abenteuerlich einschätzt, sollte mal ein wenig HINTER die Kulissen sehen.

      Weiter: Wer glaubt, der Mauerfall 1989 war ein reines Zufallsprodukt der Unzufriedenheit der Leute in Mitteldeutschland, ist schief gewickelt. AUFWACHEN!! Überall – ÜBERALL haben ‚die ihre Finger drin.
      (Ich war damals dabei. Die Leute wollten einfach frei sein. Ich zitiere B. Bohley: Die Leute wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat.)

      In Rumänien hat man sogar mit ‚Konterrevolutionären‘ nachgeholfen. Diktator Ceaucescu hat sogar noch einige erschießen lassen, ehe der Laden dort kippte. Findet man alles im Net.

      Aufwachen, Herr Heiner H. aus Koblenz! 🙂

      Was ich bei Putin NICHT weiß, ist ob er auch zur NWO gehört und nach dem Spiel „guter Cop – böser Cop“ den Anderen spielt.

      Ich weiß z. B. aus persönlichem Kontakt, dass in Georgien vor ca. 10 jahren deren NGO’s im Ausland „ausgebildet“ wurden. Danach wurde Georgien gegen Russland gedereht. natürlich gab es vorher dort einen kleinen Machtwechsel.

      Recht haben Sie mit den Schulden der USA, der schwindenden Macht usw. Aber Sterbende schlagen erst recht wild um sich.
      Immer mehr Staaten lösen sich vom Papierdollar und dann können die USA nicht mehr ‚mitverdienen‘. DIE drucken ja ihr ‚Geld‘ selber!

      Man beachte auch, WER den Artikel geschrieben hat – ein Amerikaner!

      • Ich bin mir nicht bewusst „Toma“, aufwachen zu müssen,wie ich mir auch bewusst bin,nicht jede Meinung teilen zu müssen und nicht alles richtig finden muss, was andere schreiben,da ich auch nicht ihre Quellen kenne auf welche sich das Geschriebene stützt. Das ein Amerikaner diesen Artikel schrieb, ist für mich kein heraus zu stellendes Qualitätsmerkmal.
        Heiner Hannappel
        Koblenz

  2. Egal, ob gekaufte Opposition oder nicht – ein Land und seine Regierung muss sich damit abfinden, dass es abweichende Meinungen gibt- UND – sie muss sie tolerieren – ansonsten ist es ja wohl mit Presse- und Meinungsfreiheit nicht weit her.
    Zitat Gerhard Schröder ( ex BRD-Kanzler und Putin-Freund ) : Russland ist ein lupenreine Demokratie …– ach ja, hätte ich schon fast vergessen, Vielen Dank, Hr. Schröder !

  3. „Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.“

    (Profile der Zukunft – Über die Grenzen des Möglichen)

    Insbesondere bei Politikern und studierten Volkswirtschaftlern herrscht heute eine totale Verwirrung bezüglich der so genannten Finanzkrise. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn das obige Zitat aus dem Standardwerk der Futuristik bezieht sich nicht auf die ferne Zukunft. Allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine vollkommene Synthese aus Natur und Kultur ohne Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung sowie der selbstverständliche Weltfrieden wären in rein technischer Hinsicht sogar schon vor der Geburt von Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008) zu verwirklichen gewesen! Was bis heute als „hohe Politik“ bezeichnet wird, wäre längst überflüssig.

    Dass eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“, die echte Soziale Marktwirtschaft (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), die „ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht“ (Zitat: Silvio Gesell), bis heute nicht verstehen konnte und „Spitzenpolitiker“ wie „Wirtschaftsexperten“ sich noch immer mit „theologischen Debatten des Mittelalters“ beschäftigen, beruht auf einer uralten Programmierung des kollektiv Unbewussten, die seit den ersten Anfängen der Geldwirtschaft erforderlich war, um den Kulturmenschen an ein darum bis heute fehlerhaftes Geld (Zinsgeld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion) anzupassen, solange das Wissen noch nicht zur Verfügung stand, um das Geld an den Menschen anzupassen. Heute steht dieses Wissen zur Verfügung, aber die halbwegs zivilisierte Menschheit ist noch immer religiös. Der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion, den Erkenntnisprozess der Auferstehung, voraus!

    Von der Überwindung der Religion zur echten Sozialen Marktwirtschaft
    http://www.krisentalk.de/krise/ueberwindung-religion-echten-sozialen-marktwirtschaft/183001

    Wer das nicht versteht oder gar nicht erst verstehen will, ist für den Krieg.

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