Lampedusa: Die Mörder sind mitten unter uns

von Mowitz (gegenmeinung)

In Afrika findet derzeit ein groß angelegter Eroberungszug statt, schrieb John Pilger, renommierter investigativer Journalist und Dokumentarfilmer, der zweimal den höchsten britischen Journalistenpreis, „Journalist des Jahres“, für seine Arbeiten über Vietnam und Kambodscha gewonnen hat, am 31. Januar 2013 im britischen NewStatesman.

„John Pilger“, so der Literaturnobelpreisträger von 2005 Harold Pinter, † 24. Dezember 2008, „gräbt unbeirrbar mit Ausdauer und stählernem Willen nach Tatsachen um die schmutzige Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Ich verneige mich vor ihm.“

Ein Teil dieser schmutzigen Wahrheit ist, dass eine Folge der Beutezüge in Afrika, die stetig steigende Anzahl der afrikanischen Flüchtlinge ist. Allein die Zahl der Syrer die sich aufgrund des von den USA und seinen Vasallen geführten verdeckten, aber offiziell nicht erklärten Angriffskrieges gegen Syrien, auf der Flucht befinden, wird von der Humanitären Organisation der Europäischen Union (Echo), mit mehr als zwei Millionen registrierter Flüchtlinge angegeben – die Hälfte davon Kinder. Weitere 4,2 Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Echo geht davon aus, dass die Zahl derjenigen, die in Nachbarländer fliehen, bis Ende des Jahres auf 3,4 Millionen anwachsen könnte. Die seit langem gestreute Mär von einem innersyrischen Bürgerkrieg, dient natürlich nur dazu die eigene, verdeckte Kriegsführung zu kaschieren, vollendete Tatsachen zu schaffen und sich bei günstiger Gelegenheit, in Gestalt des humanitären Retters, die Juwelen Afrikas unter die Krallen zu reißen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Neben diesem, vom Imperium harmlos als Schaffung eines neuen Nahen Osten bezeichneten Projekts, hat dieser Prozess in der ganzen Region Gewalt und Kriege zum Ziel gehabt, so wie wir sie schon seit etlichen Jahren erleben. Mit Giftgasattacken und Millionen Opfern als „Kollateralschäden“ zur Folge, von denen der Gabriel-Protegé Gauck am Tag der deutschen „Einheit“ meinte, Unser Land ist keine Insel.

„Washington und Tel Aviv haben das Projekt «neuer Naher Osten» in der Erwartung öffentlich vorgestellt, dass Libanon der Ansatzpunkt für eine Neuausrichtung des gesamten Nahen Ostens wäre und damit für eine Freisetzung der Kräfte des «konstruktiven Chaos». Dieses «konstruktive Chaos» — das in der ganzen Region Gewalt und Krieg erzeugt — würde dann so genutzt, dass die Vereinigten Staaten, Großbritannien und ­Israel die Karte des Nahen Ostens in Übereinstimmung mit ihren geostrategischen Bedürfnissen und Zielen neu zeichnen können.“

Die USA sind in 35 afrikanischen Ländern mit Truppen präsent, und das nicht um Manöver abzuhalten. Die humanitäre Katastrophe die sich vor unser aller Augen abspielt, interessiert keinen Großinvestor oder Großspekulanten. Hauptsache die Abendkasse stimmt am Ende des Tages. Sollen sie doch im Meer ersaufen, wenn wir sie nicht vorher schon mit Giftgas umgebracht haben. Wir sind die Terroristen. Die Wahrheit schmerzt, aber Lügen töten – Die Wirklichkeit unserer betrügerischen Kriege.

FH

 

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