Oliver Janich: Offener Brief an Journalisten

Offener Brief an Journalisten

Oliver Janich warnt in einem offenen Brief an Journalisten vor dem Erstarken rechtsextremer und rechtspopulistischer Bewegungen.

Liebe Journalistinnen und Journalisten,

dieser Brief soll an Ihr Gewissen appellieren. Da ich selber diesen Beruf ergriffen habe, weiß ich, dass man nicht einfach Journalist wird, weil einem nichts Besseres eingefallen ist. Jeder, der diese Richtung einschlägt weiß, dass es ein Überangebot an Bewerbern und wenige freie Stellen gibt. Journalist wird man also nicht wegen der Berufsaussichten, sondern aus Leidenschaft. Sie wollen aufklären, ihre Sicht der Dinge mitteilen, sich auf die Seite der Schwächeren stellen und sicherlich ein bisschen auch die Welt retten.

Nun, ich habe gute Neuigkeiten für Sie. Die Welt braucht Sie JETZT. Überall in Europa erstarken rechte, nationalistische Parteien. In Deutschland ist das aufgrund unserer Geschichte zum Glück noch nicht so weit. Aber es gibt keine Garantie darauf, dass das so bleibt. Eine tiefere Analyse unserer eigenen Geschichte offenbart erschreckende Parallelen zur jetzigen Zeit. Eine französische Zeitung schrieb, der Euro sei für die Deutschen wie Versailles – nur ohne Krieg. Und tatsächlich erreicht der deutsche Anteil an den Haftungssummen zur „Rettung“ des Euro heute schon ähnliche Dimensionen. Wie damals droht uns, dass wir die Schulden mit der Notenpresse, also mit Inflation, bezahlen werden. Das daraus folgende Elend könnte den Boden für neue totalitäre Bewegungen – von links und von rechts – bereiten. Die Gewalttaten aus dem extremistischen Umfeld nehmen in Deutschland drastisch zu. Zuletzt war eine Zunahme des Linksextremismus zu beobachten, aber bei Verschärfung der Spannungen innerhalb Europas werden sicherlich Rechtsextreme nachziehen. Das Menetekel an der Wand ist immer deutlicher zu sehen. Der Überwachungsstaat wird konsequent ausgebaut, die wirtschaftliche Freiheit wird immer weiter eingeschränkt. Schon jetzt werden Zwangsanleihen diskutiert, die natürlich niemals die wirklich Reichen treffen, sondern die Mittelschicht, das Rückgrat unserer Wirtschaft.

Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten, hat schon Lenin erkannt. Daher bitte ich Sie, ich flehe Sie auf Knien an, beschäftigen sie sich mit unserem Geldwesen. Die österreichische Schule der Nationalökonomie erklärt uns seit über hundert Jahren, was der Fehler an unserem Geldsystem ist. Friedrich August von Hayek hat dafür den Nobelpreis erhalten. Der wichtigste Vertreter dieser Denkrichtung, Ludwig von Mises, war als Sohn einer jüdischen Familie 1940 vor den Nazis in die USA geflohen. Er schrieb bereits vor hundert Jahren:

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher, durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommt.“

Wir sehen heute überdeutlich, dass die Regierungen den Weg der weiteren Kreditexpansion beschreiten. Dabei werden alle demokratischen Prinzipien handstreichartig außer Kraft gesetzt. So schrieb Rolf von Hohenhau, der Präsident des Europäischen Steuerzahlerbundes, völlig zurecht: „Mit dem ESM-Vertrag putscht eine kleine Gruppe von Regierenden gegen ihr eigenes Volk.“ (ESM: Der ganz große Coup!).

Der ESM ist aber nur die Folge eines Geldsystems, in dem Geld ausschließlich durch Kredit in die Welt kommt, aus dem Nichts geschöpft wird, planwirtschaftlich durch die Zentralbank gesteuert und mit keinerlei echtem Wert hinterlegt wird. Lesen Sie meinen Artikel „Einfach frei“, in dem ich dieses System erkläre. Man kann ihn in zehn Minuten lesen und verstehen. Für das Buch „Geldreform“ von Prof. Thorsten Polleit und Michael von Prollius, das auch Wege aus der Krise beschreibt, benötigen sie etwa einen Tag. Wenn Sie diese Heldentat vollbracht und sich eingelesen haben, werden sie auch die Worte von Henry Ford verstehen, der einmal sagte:

„Es ist gut, dass die Menschen unser Geldsystem nicht verstehen, denn sonst hätten wir eine Revolution und zwar noch vor morgen früh“.

Es sind die normalen Bürger, die Arbeiter, Angestellten und Rentner, die am meisten unter der Enteignung via Inflation leiden. Diese kennen die Ursache des Problems aber nicht, weil Sie als Journalisten die Bürger nicht aufklären. Aber die Aufklärung allein reicht nicht. Hie und da findet sich sogar ein Artikel zu diesem Thema in der Presse. Aber solange es keine Partei gibt, die dieses Thema auf den Tisch bringt, wird sich nie etwas ändern, daher komme ich zu meiner nächsten Bitte:

Beschäftigen Sie sich mit der Partei der Vernunft. Schreiben Sie über uns. Warum das bisher nur in geringem Umfang geschah, ist klar. Wir sind noch relativ jung und klein, wenngleich wir mit 14 Landesverbänden schon weit vor den meisten anderen Kleinparteien liegen. Aber es gibt für Journalisten zwei Gründe ein Thema zu bearbeiten. Entweder weil es sich um ein Massenphänomen handelt oder weil es eine interessante neue Geschichte darstellt. Und egal, was Sie von unserem Programm halten: Neuigkeitswert haben wir. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik gab es eine Partei, die politische Macht so konsequent dezentralisieren wollte wie wir. Wir wollen, dass die Bürger, egal welcher Herkunft, Religion oder Hautfarbe in den Kommunen vor Ort über ihr Leben selbst bestimmen. Dagegen kann eigentlich niemand etwas haben, selbst ein linker Journalist nicht.

Ja, ich bekenne es offen, wir sind eine radikal liberale, also eine libertäre Partei. Libertarismus ist die radikale Ansicht, dass Menschen niemandes Eigentum sind. Selbst wenn Sie diese Ansicht nicht teilen – glauben Sie wirklich, es sei besser für unsere Gesellschaft, wenn es gar keine liberale Partei mehr im Bundestag gibt? Die FDP hat den Pfad des Liberalismus lange verlassen.

Der kürzlich mit dem Ludwig Börne Preis ausgezeichnete Historiker Götz Aly analysiert in seinem neuesten Buch messerscharf, dass erst die konsequente Zerstörung des Liberalismus in Deutschland Hitlers Volksstaat den Boden bereitet hat. In einem Interview mit dem Schweizer Monat hält er fest, dass „es in der Weimarer Republik kein liberales politisches Ideenzentrum gab“. Auf die Frage, warum die demokratischen Parteien – abgesehen von der sozialdemokratischen – Hitlers Ermächtigungsgesetze im Frühjahr 1933 im Parlament durchgewunken haben, gibt es nur eine Antwort: Diese Parteien und die Mehrheit der deutschen Bevölkerung teilten mit Hitler die Überzeugung, dass die «vom Ausland her liberalistisch beeinflusste Misswirtschaft» der Weimarer Zeit endlich überwunden werden müsste… Der Begriff «Liberalismus» war in Deutschland seit den späten Tagen Bismarcks zum Schimpfwort geworden, und zwar für alle Parteien.“ Er plädiert für mehr individuelle Freiheit und schreibt das sei „die vielleicht wichtigste Konsequenz, die ich aus der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ziehe.“.

Unter Hitler zählte das – in diesem Fall nationale – Kollektiv zählte alles, der Einzelne nichts. Deshalb konnte man jedes Individuum verfolgen, in Lager stecken, foltern und töten. Die Gesetzgebung in den USA (Patriot Act, NDAA) beschreitet jetzt schon diesen Weg. In Europa wurde bereits durch eine Hintertür im Lissabon-Vertrag die Todesstrafe (bei „Aufruhr und Aufstand“) wieder eingeführt. Auch hierüber berichteten Sie nicht. Das hätte doch einen Aufschrei aller linken Journalisten in Deutschland geben müssen. Sehen Sie wirklich nicht die Zeichen an der Wand? Zum Zeitpunkt von Hitlers Machtergreifung gab es – ähnlich wie heute – keine liberale Partei mehr im Parlament. Die neuen Parteien, über die jetzt berichtet wird, Piraten und Freie Wähler sind auch nicht liberal. Deren einzige Lösungen sind mehr Staat, mehr Regulierung, mehr Steuern. Das sind bald Weimarer Verhältnisse.

Die jetzige Zeit wird einmal in die Geschichte eingehen wie die 1920/30er Jahre. Sie haben es mit in der Hand, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Sie werden einmal gefragt werden, wo sie in dieser Zeit waren. Und anders als damals können Sie sich im Zeitalter des Internets nicht herausreden, Sie hätten von nichts gewusst.

Ich verlange nicht von Ihnen, dass Sie sich hinstellen und sagen: Wir haben euch die ganze Zeit belogen. Ich möchte nur, dass Sie der Partei der Vernunft eine faire Chance geben, ihre Standpunkte zu erläutern – allein schon aus Gründen der Objektivität und Neutralität. Zeigen Sie den Menschen, dass es eine Gruppierung gibt, die Alternativen aufzeigt, auch wenn Sie selbst nicht davon überzeugt sein sollten, dass es die richtigen Alternativen sind. Machen Sie bitte einfach Ihren Job.

Und lassen Sie sich bitte nicht von unseren anderen Thesen, wie etwa zum Klimawandel, abschrecken. Auch das muss man in einer freien und offenen Gesellschaft diskutieren können. Oder etwa nicht? Was nützt eine angeblich so freie Presse, wenn es Denkverbote gibt?

Sie sehen es doch überdeutlich: Wir brauchen eine neue Partei, die nicht mit dem System verfilzt ist. Die Abgeordneten im Bundestag müssten über das Geldsystem Bescheid wissen, denn Frank Schäffler von der FDP hat es ihnen ausführlich erklärt. Aber es hat sich nur eine Handvoll Unerschrockener um ihn geschart. Wir haben nicht mehr die Zeit darauf zu warten, dass daraus hunderte werden. Der Druck muss von außen kommen, von einer neuen Partei. Halb Deutschland wartet händeringend auf eine bürgerliche Partei, die die Interessen der Nettozahler vertritt ohne dabei die Schwächsten zu vergessen. Diese Partei ist die Partei der Vernunft. Und das sage ich nicht, weil ich der Gründer bin. Ich habe nicht die geringsten persönlichen Ambitionen. Aber irgendjemand, um Himmels willen, muss sich doch jetzt mal um die Interessen der Bürger kümmern.

Und eines möchte ich Ihnen noch mitgeben. Sie als Journalist gehören zu den Nettozahlern in der Republik. Sie tragen die durchschnittliche Abgabenlast von bis zu 70%. Die kommenden Enteignungswellen treffen genau Sie und Ihre Kinder. Anders als die meisten Bürger sitzen Sie aber an einem Hebel, der das Ganze noch verhindern kann: Dem Hebel zur öffentlichen Meinung. Bitte legen Sie ihn um.

Ich stehe jederzeit für noch so kritische Rückfragen zu Verfügung,

Oliver Janich
Journalist, Vorsitzender und Gründer der Partei der Vernunft

Quelle: PARTEI DER VERNUNFT

Oliver Janich: Offener Brief an Journalisten
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Kommentare

Oliver Janich: Offener Brief an Journalisten — 17 Kommentare

  1. Es gibt ja immer noch Menschen, die meinen man könnte sich in der BRD einer Partei anschließen und etwas verändern. Was verändern werden sie damit sogar, nämlich werden sie mehr Kraft ins Leere fließen lassen. Oliver Janich, der Gründer dieser Partei schrieb im Focus Money zwei Artikel über den 11.September 2001, die laut seinen Worten wohl irgendwie durch die Zensur gerutscht sind (wers glaubt wird seelig!). Auf jeden Fall wurde Oliver Janich von Focus Money entlassen und bekam keine Aufträge mehr. Sein Buch „Der Kapitalismus-Komplott“ wurde kurz danach auch in manchen alternativen Kreisen beworben, komisch ist nur, dass Herr Janich dieses Buch kurz nach seinem Rauswurf veröffentlichte und in dieser kurzen Zeit kann Herr Janich niemals dieses Werk geschrieben haben, das weiß jeder, der selbst schriftstellerisch tätig ist. Die Idee zur Gründung dieser Partei muss also schon vor dem Focus-Money-Artikel bestanden haben. Ich möchte die Sache recht kurz halten und nur ein paar Zitate aus Janichs Buch bringen, damit sie sehen, mit was sie es hier zu tun haben:

    „Bevor wir zur wichtigen Rolle des Zinses kommen, muss ich mich mit einem Mythos aufräumen, der derzeit im Internet Furore macht: Angeblich sei der Zins an allem schuld. Vor allem der Zinseszins sei von großem Übel. Sie werden sich schwertun, im Internet einen Artikel zu finden, der ihnen leicht verständlich erklärt, warum das Unsinn ist.“ S.56

    „Vermutlich hat dieses Zinsverbot mehr Elend über die Welt gebracht als alle Religionskriege. Noch heute leiden die islamischen Länder darunter, warum sie mittlerweile den Zins durch die Hintertür wieder eingeführt haben. Der Vorsprung der westlichen Welt ist mindestens zu einem Teil darauf zurückzuführen, dass das Zinsverbot im Christentum schneller wieder fallengelassen wurde.“ S.57

    Zum Thema Goldwährung meint Janich: „Noch ein Einwand kommt gerne: Was ist, wenn eine kleine Gruppe von Leuten alles Gold hortet? Erstens wird das nicht passieren und zweitens wäre es auch egal.“ S.61

    „Am Zins wird gerne kritisiert, dass er etwas Böses sei, weil der Verleiher nicht dafür arbeiten muss. Das ist ein seltsamer Gedanke … . Selbstverständlich erbringt der Geldverleiher eine Leistung. Erstens musste er sich vorher das Geld erarbeiten, das er da verleiht. Zweitens verzichtet er darauf zu konsumieren.“ S.62

    „Auch die Nationalsozialisten verdammten schon den „jüdischen Wucherzins“, was leider offensichtlich selbst in Deutschland keinen Verdacht mehr erregt.“ [Zinskritiker = Nazis] S.63

    „Die Oligarchen und die Chefs der Russenmafia können nicht ausscheren, weil sie dem KGB bekannt sind. … Oligarchen, die ihre liebe zur echten Marktwirtschaft oder zur Politik entdecken oder Geheimnisse verkaufen wollen, wie Chodorkowski, werden unter einem Vorwand – in diesem Fall der Vorwurf der Steuerhinterziehung – eingesperrt.“ S.335

    „[Es] gibt mit absoluter Sicherheit keine islamische, christliche oder jüdische Weltverschwörung.“ S.337

    „Es ist noch nicht einmal möglich, eine freimaurerische Verschwörung zu unterstellen. Die Freimaurerei verfolgt ähnlich wie die Religionen einen humanitären Ansatz.“ S.337

    „Die Elite wird versuchen, den Zins als Übel darzustellen, und hätte viele Menschen, die den Unsinn glauben, auf ihrer Seite.“ S.439

    „Der statistische Zusammenhang zwischen muslimischen Einwanderern und gescheiterter Integration ist eine Scheinkorrelation. Vom Islam wissen wir, dass es sich um eine anerkannte Weltreligion handelt.“ (Netzseite: Partei der Vernunft – Der Fall Sarrazin: Teile und Herrsche)

    • Antwort an Wolfgang: zunächst einmal zolle ich O. Janich Respekt, daß er Deinen Kommentar (gegen ihn) veröffent
      licht, aber natürlich nur, solange er auch stehen bleibt!
      Ich bin auch der Ansicht, daß es völlig nutzlos ist, eine neue Partei zugründen, ohne viel, vie Geld zu haben, damit man wenigstens mit teurer Werbung bekannt werden kann, denn die „Systemmedien“ tabuisieren, verschweigen und verleumden bestenfalls neue Parteinen. Das Stichwort „Neonazi“ oder „rechts“ ist gegen eine neue Partei oder
      einige Mitglieder sehr schnell bei der Hand, das haben doch bisher alle „neuen“ erfahren (erleiden) müssen, oder wer beweist mir das Gegenteil! Die Ausgrenzung v. neuen Parteiführern gegen „rechts“ oder sonstwas funktioniert natürlich auch nicht, Janich wirkt mit seinem „Anti-verschwörungswahn wirklich verdächtig. denn: wer gegen die Statistiken v. Sarrazin in Bezug auf Einwanderung oder gegen seine Euro-Vernichtungsgeschichte argumentiert, macht sich sehr verdächtig, um es vorsichtig auszudrücken. Wer abetr auch noch den Freimaurern „Gutes“
      zutraut, der ist entweder hoffnungslos naiv oder aber er steckt sogar mit ihnen unter einer Decke, sie sind eine Geißel der Menschheit und kein Wohltätigkeitsverein!
      Wer hier politisch neu mitmischen will braucht nicht nur viel Geld, also viele Millionen, sondern strategisch ist es notwendig, es wie Berlusconi zu mache: erst Fernsehsender – wenigstens einen – zu kaufen, damit erst einmal 2-3 Jahre lang die Bevölkerung wahrheitsgemäßer aufgeklärt werden kann, danach ist erst an eine erfolgreiche Partei
      gründung zu denken, dann, nach dieser Aufklärung u. Bewußtseinsbildung, werden sich Wähler trauen, diese neue Partei zu wählen. Einizge Ausnahme bisher sind die Piraten, die sicher von vielen jungen, unzufriedenen Menschen gewählt werden, die unter sich längst jahrelang sich per Kommunikation eine andere Meinung gebildet haben.
      Bei der Masse der Wähler, also bei den Älteren, ist es nur möglich per Fernsehen einzuwirken, was diese Typen nicht im Fernsehensehen, findet für sie nicht statt, denn anders als die Jungen, können sie sich per Internet nicht informieren.

    • Man mag von O. Janich halten was man will. Mit seiner Zinstheorie bin ich auch nicht so ganz einverstanden, aber was soll’s.
      Tatsache ist doch, dass die PDV ein ganz ordentliches Grundsatzprogramm (http://www.parteidervernunft.de/sites/default/files/grundsatzprogramm.pdf) hat, mit dem sich bestimmt eine Menge Leute identifizieren können. Was spricht z.B.:

      — gegen die Abschaffung der GEZ-Gebühren ?

      — gegen die Abschaffung aller Subventionen ?

      — gegen die Finanzierung des Staatshaushalts ohne Neuverschuldung ?

      — gegen die Einführung von freiem Marktgeld ?

      Schaut euch doch nur mal die vielen Volkszertreter im Bundestag und –rat an. Ob Schwarz, Gelb, Rot oder Grün, alles die gleiche Soße. Heute habe ich gelb gewählt und morgen wähle ich rot und übermorgen ärgern sich alle schwarz, weil sich nichts aber auch gar nichts ändert. Und bei den nächsten Wahlen geht es wieder andersrum. Was soll sich bei einem derart dummen Wahlverhalten ändern? Nichts!
      Die Leute haben von der Politik die Schnauze gestrichen voll und wählen statt Pest lieber Cholera. Warum nicht mal was Neues wagen. Die Piraten haben ihre Chance bereits vertan. Der reinste Chaotenhaufen. Macht ist geil, sonst kann ich da nichts erkennen.

      Warum gleich O. Janich und die PDV abstempeln? Sollen sie nicht auch die Chance bekommen und den Beweis erbringen, was sie drauf haben – oder auch nicht? Vor kurzem erst hat der Ex-BuPräsident Roman Herzog sich dafür ausgesprochen, die 5%-Hürde zu erhöhen. Warum wohl? Die etablierten Parteien haben Schiss, ihre Macht zu verlieren.

      Und ich wette mit euch, wenn es im Herbst 2013 für Schwarz/Geld oder Rot/Grün nicht reicht, könnte es eine Jamaika-Regierungskoalition geben. Nur wie soll das gehen? Schwarz/Grün (Hamburg) und Gelb/Grün (Saarland) funktionierte nicht. Aber was soll’s sagen sich die Politiker – Hauptsache erst mal an der Macht! Das Argument: Die Wähler wollten es so. Ja, wirklich?

      • In diesem Artikel wird auf die Keshe-Stiftung und im unteren Abschnitt wird ein negativer Zusammenhang mit der Partei der Vernunft gezogen. Ein interessanter Artikel.

        z.B. “Partei der Vernunft – Wir lieben Freiheit [„Die politische Freiheit ist keine Tatsache, sondern eine bloße Idee. Mann muß es verstehen, diese Idee zu verwerten, sobald man die Volksmassen durch den Köder einer Idee auf seine Seite bringen muß, falls dieselben die Absicht haben, die herrschende Partei zu stürzen“] !

        http://fresh-seed.de/2012/die-keshe-stiftung/

    • Klarer Kotau an die Hintertanen, die via Zings das (Stimm-) Vieh versklaven und ausbeuten. Signal: Wir knabbern nicht an Euren Pfründen.

      Man will ja nicht im Phaeton verunglückt werden…

  2. Auf Beitrag „adept“: verstehe Sie nicht, wen oder was meinen Sie mit „verquirln v. Bericht u. Meinung?
    Daß Götz Aly trotz Abkehr inzwischen v. 68er-Wahn immer noch gewisse „Netze“ zugunsten einer Kollektivschuld oder Kolektivscham spinnt, ist klar.

  3. Die Armseligen sind glücklich, weil sie Nichts wissen.
    Politiker und Journalisten sind die Front der Armseligen.
    Man ist sich einig: Alles Deutsche muß mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden.
    So auch Götz Aly, sein neuestes Unwerk:
    ‚Warum die Deutschen? Warum die Juden?: Gleichheit, Neid und Rassenhass‘

    Die Deutschen und Juden werden von Herrn Aly quasi verbrannt.

    Wenn diese Spezies, Deutsche und Juden, endlich weg sind, dürfen Frau Roth und Herr Özdemir den Weltfrieden des Ungeistigen ausrufen. Na Bravo !

    Ich finde es ziemlich schamlos, wie hier objektive Tatsachen mit Meinungsmache verquirlt werden zur Hirnwäsche.

  4. Natürlich begrüße ich zunächst den dringend notwenigen Appell an Journalisten vorbe=
    haltlos, weil ein solcher Appell „überreif“ ist, längst hätte dutzendfach erstellt werden müssen!
    Zum Inhalt möchte ich jedoch zwei „Mängel“ anmerken: 1. daß auch die leitende „Journaille“ nicht frei von Weisungen ihrer Medienbesitzer ist, die Nichtleitenden à priori von Kündigung bedroht sind, wenn sie „wider den Stachel löcken“, Oliver Janichs so
    beherzter Appell deshalb ins Leere gehen muß, weil die Angeschriebenen ihm nur unter Existenzverlust nachkommen können! Janich bietet als von „Focus Money“ entlassener
    stv. Chefredakteur das beste Beispiel für diese Zwänge, unter denen Journalisten stehen! (Wer die Wahrheit sagen oder schreiben will, verschwindet augenblicklich von Mikrofon u. Kamera, beim Printmedium wird der PC-unkrorrekte Artikel erst garnicht gedruckt, das ist der Alltag!)
    2. Verschweigt Janich die Hauptursachen der „bundesrepublikanischen“ Misere par excellence, nämlich das Vorhandensein von gleich zwei „Staatsreligionen“, an die jeder „Bundesbürger“ (gleich juristische Person, Personal der BR Deutschland Finanz GmbH)
    zu glauben hat: an den Holocaust und an die alleinige Entfesselung des Zweiten Weltkrieges durch Adolf Hitler! Janich erkennt leider offenbar nicht, daß sich auf diese
    „Wahrheiten“ problemlos weitere „Wahrheiten“ aufsatteln lassen, z.B. die Entmachtung der Legislative durch die undemokratische EU und ihren ESM, bestätigt, wie wir bald er=
    leben werden, durch ein sich unverdrossen „BVG“ nennendes Höchstgericht, das
    trotz fehlender Verfassung sich so nennt und die grundgesetzwidrige Gewaltenvereinigung anstatt Trennung schon mehrfach unter Beweis gestellt hat.

  5. Leider stimmt auch Herr Janich in den Chor der Linksextremen und Antinationalen mit ein, indem er national mit nationalistisch bzw. gleich nazistisch gleichsetzt. Wir sind aber genau in der gefaehrlichen Lage, in der wir jetzt sind, weil das heutige Deutschland in Europa den verhaengnisvollen Sonderweg beschreitet, seinen Buergern bei Wahlen eine nationale Option – wie etwa die UK Independence Party oder den Front National – nicht anzubieten, womit zum Teil die hohe Wahlenthaltung von ca. 40% erklaert werden kann. Deshalb hat das Deutsche Volk auch keine Basis, von der aus es seine berechtigten oekonomischen Eigeninteressen (seine Lebensersparnisse) verteidigen koennte. Stattdessen gibt seine politische Fuehrung – tatsaechlich oder vorgeblich im Banne Hitlers – reflexhaft jeder noch so unverschaemten Erpressung durch Pleitestaaten und Pleitebanken nach, nicht in vernunftgeleiteter, sondern in ideologisch vernagelter, reflexhaft antideutscher, sich Europaeisch verkleidender Weise. Herr Sarrazin hat recht, wenn er sagt (verkuerzt, sinngemaess), dass der BRD-Bailoutwahn, der absehbar im voelligen Ruin von Volk und Staat enden wird, aus dem Bussbeduerfnis seiner Eliten fuer den sogenannten Holokaust (nicht aus praktischer Vernunft, nicht aus common sense) und aus hybridem, krankem Suendenstolz resultiert. Wir brauchen deshalb keine betuliche „(Honoratioren)partei der Vernunft“, deren Attituede mich irgendwie an den ehemaligen „Bund Freier Buerger“ des Herrn Brunner aus Muenchen erinnert, sondern eine Partei, die ganz unvernuenftig ihre Fahne nicht in den jeweiligen Wind haengt, die wie ein Fels in der Brandung unberechtigter, impertinenter und perfider auslaendischer Anmassungen steht und laut und vernehmlich „Nein!!!“ sagt, auch wenn ihr das ein Meer von Feinden eintraegt und fuer ihre Mitglieder alles andere als karrierefoerderlich ist, eine Partei, die sich auch ganz eindeutig gegen das sogenannte Grundgesetz positioniert, das uns in die heutige Zwangslage ueberhaupt erst gebracht hat, das es den Eliten seit jeher ermoeglicht hat, ohne das Volk und gegen seine Interessen zu regieren und das mittlerweile von den den ESM durchwinkenden Systemparteien de facto selbst abgeschafft worden ist. Ausserdem geht es fuer meinen Geschmack in der heutigen BRD schon liberal genug zu – sonst koennten sogenannte Finanzinvestoren, die nichts investieren, nicht auf Kredit florierende Deutsche Unternehmen aufkaufen und sich an ihrer Zerschlagung und Ausschlachtung auf kosten aller anderen bereichern.
    Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass es fuer Ihre schoene „Vernunft“ schon zu spaet sein koennte, dass die abstossende Fadheit und der ermuedende Stumpfsinn des politischen Klimas in der BRD darauf zurueckzufuehren sein koennte, dass man sich in der vielbeschworenen Mitte auf die Fuesse tritt, dass irgendwann das Verhaengnis seinen Lauf nimmt und aus Stroemen von Blut eine Ordnung hervorgeht, die dem Plan des Weltgeistes besser gerecht wird?

  6. Sehr geehrter Herr Janich,

    mit großem Interesse habe ich Ihr Grundsatzprogramm der „Partei der Vernunft“ studiert.

    Mein Kommentar ist zu lang, um ihn hierher zu posten. Daher habe ich ihn erst einmal hier
    http://9v1ms.blogspot.tw/2012/07/partei-der-vernunft-eine-ernsthaft-zu.html
    auf meinen Notizblock gestellt. Ich komme also Ihrer Bitte nach, auf die Partei der Vernunft hinzuweisen.

    Ich finde es gut, daß sich jemand aufmacht, eine libertäre Partei zu gründen, aber ich gewann beim Studium des Grundsatzprogramms den Eindruck, daß noch viel Hirnschmalz in diese Sache gesteckt werden muß, damit sich Ihre Partei einmal auf ein schlüssiges Gesamtkonzept stützen kann.

    Bitte geben Sie nicht auf, gerne unterstütze ich Sie und Ihre Partei,

    mit freundlichen Grüßen

    FH

    • Sehr geehrter Herr Janich,
      es geht mir nicht um Beschimpfung der Kollegen, sondern um ein Aufzeigen des „entweder – oder“ – wie auch immer man dies aufziehen kann – selbstverständlich in einer freundlichen Sprache; also um die Strategie des Aufrufs.
      Ihre Verzweiflung teile ich und Ihre Angriffslustigkeit bezweifle ich nicht und hoffe auf langen Fortbestand.
      Es ist ja auch im Sinne Ihres Aufrufes, wenn hier einige Angesprochene mitlesen, welche Methoden zur Auswahl stehen, und welche ausgewählt werden.
      Mit dem „Kniefall“ wendet man sich aber besser an den Herrn, Hirn und Einsicht vom Himmel regnen zu lassen. Das ist aber jetzt wohl klar.

  7. zum ersten Kommentar: Der „Kniefall“ ist eher so zu verstehen: Bitte Herr, lass Hirn vom Himmel reden. Ich wollte damit meine Verzweiflung darüber Ausdruck zu verleihen, wie man sich NICHT mit diesem essentiellen Thema befassen kann. „Angriffslustig“ sind wir und speziell ich schon genug. Aber wenn man sich direkt an Journalisten wendet nützt es nichts sie zu beschimpfen, glauben Sie mir. Ich kenne meine Kollegen.

  8. Als wählender Unterstützer der PdV habe ich inhaltlich nichts zu bemäkeln. Herrn Oliver Janich wertschätze ich in hohem Maße und fühle mich ihm ideell sehr verbunden.
    In der Art und Weise der Herangehensweise zur Erreichung der Journalistengehirne, die im Hauptstrom gefangen und von diesem besetzt sind, könnte man andere Saiten anschlagen.
    Ich bin absolut dagegen, Systemgefangene „auf Knien anzuflehen“, sich mit dem Geldsystem zu beschäftigen. Die Hinweise auf Quellen zur Informationserweiterung sind freilich ein guter Weg, den Angesprochenen entgegenzukommen. Man kann sie auch „bitten“, sich mit tatsächlich Ausschlaggebendem zu beschäftigen. Aber die völlige Passivität in der Hoffnung auf ein Einlassen in fremde Ansichten und Wahrheiten ist mir für einen „Anstoßbrief“ zu wenig.
    Es geht schließlich um lebenswichtige Hinweise und ein Erkennen der Systemsteuerung.
    Wenn ich jemanden „auf Knien anflehe“, ist die Unterwerfung recht deutlich. Die Essenz der Bewusstwerdung über das Übel des vorhandenen Geldsystems beschreibt man vielleicht besser durch eine direkte Ansprache an die Systemabhängigen darüber, was ihnen bei weiterer Ignoranz droht.
    Meinem Empfinden nach sollte eine Partei direkter und streitlustiger auftreten. Aktion erzeugt Reaktion und damit auch eine Auseinandersetzung mit den wesentlichen Standpunkten der Partei.
    Mit einem Kniefall vor Besessenen und Abhängigen, die eine solche Demut ggf. als Schwäche auslegen, kriecht man leicht zu Kreuze.
    Herr Janich lässt Tatsachen sprechen, die größtenteils noch aufgenommen werden sollen. Ob dies der erfolgversprechende Ansatz ist? Ich weiß nicht, aber es entspricht nicht dem Bild einer tatkräftigen und willensstarken Partei; eher einem Alibi.
    Oliver Janich hat den Kniefall wahrscheinlich absichtlich getroffen. Vielleicht nicht im Sinne einer Partei, die schlagkräftig gegen das Fiat-Geldsystem angehen will, sondern im Sinne: Ansonsten gnade uns Gott. Diese Unausweichlichkeit hätte ich lieber beschrieben gesehen.
    Aber, wie gelangt man am besten in die Denkstuben der schreibenden“Zunft“, die größtenteils an den Zitzen des Systems saugt?

  9. Endlich mal wieder was von dieser Partei. Hoffentlich hift dieser Hilferuf den freien Bürgern und en Journalisten zu neuem Aufrütteln. Es ist allerhöchste Zeit.

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  11. Guter Beitrag. Allein mir fehlt der Glaube, dass die Journalie positiv darauf reagiert. Die heutigen Schreiberlinge sind Systemhuren und mit dem Politik-Filz viel zu stark verbunden. Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Trotzdem – oder gerade deswegen – wünsche ich der Partei viel Glück und Erfolg. Deutschland kann es brauchen. Vielleicht haben Sie ja das Glück einen Frank Schäffler zu akquirieren, der bei Ihnen definitiv besser aufgehoben wäre als in der FDP.

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