Schafft endlich den IWF ab !

Ja, die derzeitige IWF-Chefin gehört zum Club der Bilderberger.

Im Sommer letzten Jahres habe ich auf „Die Ausplünderung Griechenlands durch den IWF“ hingewiesen. Geändert hat sich natürlich nichts. Im Gegenteil. Die Ausplünderung durch den IWF geht ungehindert weiter.
Lesen Sie hierzu den aktuellen Artikel von Doris Auerbach.

IWF – fortgesetzte Plünderung

Anfang Dezember 2011 war auf dem EU-Gipfel in Brüssel bekanntlich der Vorschlag ergangen, die Mittel des Internationalen Währungsfonds

im Hinblick auf dessen Rolle im Krisenmanagement zu erhöhen, ungeachtet des Umstands, dass diese im Zuge der Wirtschaftskrise 2008/09 bereits drastisch aufgestockt worden waren. 150 Milliarden € sollten von den Euro-Staaten bereitgestellt werden, weitere 50 Milliarden von anderen EU-Staaten; die genannten Summen müssten aus den Währungsreserven der Notenbanken kommen. Gedacht war, sie in den generellen Haushalt des IWF fliessen zu lassen und sie nicht zweckgebunden spezifisch für Ausleihungen an Euro-Staaten vorzusehen. Deutschland allein sollte über die Bundesbank 45 Milliarden € tragen. Zu jenem Zeitpunkt konnte jedoch nichts Endgültiges beschlossen werden, da Grossbritannien laut BBC online entschied, sich an der Stützung der Eurozone nicht zu beteiligen. Die USA blieb bei ihrer strikten Ablehnung; im Kongress ist kein grosser Wille vorhanden, dem IWF mehr Geld zu geben und Russland will vor den Präsidentschaftswahlen im März keine Entscheidung treffen. [1]

Am 18. Januar war dann erneut die Rede davon, die Feuerkraft des IWF aufzustocken, um eine Ausweitung der Euro-Krise zu verhindern. »Ich begrüße die Erkenntnis der Wichtigkeit, eine adäquate Feuerkraft des Fonds sicherzustellen«, so Lagarde am 17. 1. Dadurch soll »die derzeitige Schwäche der globalen Wirtschaft und die regionalen Herausforderungen« gemeistert werden. Zu den Herausforderungen dürfte der Liquiditätsbedarf der europäischen Banken zählen, der sich vermutlich auf 10 Billionen $ beläuft.

Insgesamt sollen die Kreditressourcen auf fast eine 1 Billion $ erhöht werden, da der IWF in den nächsten 2 Jahren eine globale Finanzlücke von rund 1 Billion $ erwartet; die Feuerkraft ist also auf mindestens 885 Milliarden $ aufzustocken. Der Fonds wird demnach alle seine Mitglieder um insgesamt 500 Milliarden $ bitten. Insbesondere die BRIC-Staaten, aber auch Japan und die ölexportierenden Nationen sollen nun dazu gebracht werden, das Meiste zur Aufstockung beizutragen. Die Zustimmung hierzu soll beim G-20-Treffen der Finanzminister und Zentralbanker am 25. und 26. Februar in Mexiko erreicht werden. [2] Auf BBC online hiess es hierzu, dass der IWF versuchen will, seine Ressourcen um 500 Milliarden $ aufzustocken, um dazu beizutragen, die globale Wirtschaft zu stabilisieren. In diesen 500 Milliarden $ sind die obengenannten 150 Milliarden € der EU eingeschlossen.

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Hören Sie auf den Ökonomen, der die Krise richtig vorhergesagt hat

Hören Sie auf den Ökonomen, der die Krise richtig vorhergesagt hat – Lyndon LaRouche!

Von Helga Zepp-LaRouche

Die Welt bewegt sich trotz zahlreicher diplomatischer Anstrengungen zur Kriegsvermeidung im Kontext der Situation um den Iran und Syrien immer noch mit rasantem Tempo auf einen dritten, thermonuklearen Weltkrieg zu. Das transatlantische Finanzsystem befindet sich erneut in einer Krise, die alle Symptome der Lage vor dem Kollaps von Lehman Brothers aufweist – nur daß diesmal die Regierungen und Zentralbanken alle Instrumente, die damals zur kurzfristigen Intervention benutzt worden, bereits aufgebraucht haben. Der Euro kann innerhalb von Tagen oder Wochen auseinanderbrechen, die EZB ist zur „Gelddruckmaschine“ (Handelsblatt) geworden, und in fast allen Mitgliedsstaaten wächst der Widerstand in der Bevölkerung gegen die brutale Sparpolitik der EU, die ganz Europa in die Depression zu stürzen droht.

Wenn man diese Kurzzusammenfassung der strategischen Lage bedenkt, sollte man eigentlich annehmen, daß die Regierungen fieberhaft daran arbeiten sollten, für alle diese existentiellen Probleme Lösungen zu finden. Stattdessen halten Sie an derselben fehlerhaften Axiomatik des Denkens fest, die schon für das Zu-Stande-Kommen der Systemkrise verantwortlich war.

Die Weltbank warnt in ihrem ersten Halbjahresbericht 2012 in einer Untertreibung des Jahrhunderts, das Weltfinanzsystem könne in diesem Jahr in eine ebenso große oder noch größere Krise als 2008-09 gestürzt werden und die Kapitalmärkte könnten einfrieren. Genau dies ist schon geschehen: Die Kreditvergabe zwischen den Banken ist praktisch zum Stillstand gekommen. Die europäischen Banken haben in den vergangenen Tagen mehr als eine halbe Billion Euro über Nacht in der EZB „geparkt“, also mehr als die 500 Milliarden, die die EZB den Banken für die nächsten drei Jahre zur Verfügung gestellt hat.

Die Chefin des IWF, Christine Lagarde, forderte gleichzeitig weitere 500-600 Milliarden Euro von solchen Ländern wie die USA, China und Japan für weitere Rettungsaktionen der Eurozone. Die USA haben dies aufgrund des starken Widerstands im Kongreß bereits abgelehnt. Insider vermuteten aber, daß das Swap-Abkommen zwischen der Fed und der EZB inoffiziell genutzt wird, um notleidenden Finanzinstitutionen, die etwa durch die Herabstufungen von Standard & Poor’s von einem „deleveraging“-Problem betroffen sind – einer „Umkehrung der Hebelwirkung“, bei der eben jene Mechanismen, die zur Verstärkung der Spekulationen eingesetzt wurden, nun den Zusammenbruch der Spekulationen verstärken – die nötige Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die Summen, die hier in immer kürzeren Abständen in das Finanzsystem gepumpt werden, akkumulieren sich an den Kapitalmärkten in der Form einer „Werteinflation“, die das wahre Ausmaß der zur Hyperinflation gehenden Entwicklung noch versteckt. Trotzdem hat die Inflation bereits begonnen, das Realeinkommen der Bevölkerung aufzufressen.

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Unlösbare Insolvenz

Von Bill Bonner

Unlösbare Insolvenz

Immer wieder löst Europa seine Schuldenprobleme…und jedes Mal werden sie überhaupt nicht gelöst. Die Renditen italienischer Anleihen steigen zwischenzeitlich wieder. Und Griechenland verhandelt über eine Zahlungsunfähigkeit. Sie wollen eine nackte, laute Pleite verhindern…deshalb verkaufen sie das als „freiwillig“ oder „soft“.

Aber es kann nicht verhüllt werden, dass Griechenland Rechnungen hat, die es nicht bezahlen kann. Am 20. März muss es 14,4 Mrd. Euro haben, und in den Monaten darauf weitere Milliarden. Das sind mehr als 6% des BIPs der Griechen. Das wäre so, als ob die USA eine Billion Dollar zahlen müssten.

Wo soll das Geld herkommen? Von der EZB? Dem IWF? Den Deutschen? Vielleicht.

Aber Schritt für Schritt beginnen sogar die Helfenden zu realisieren, dass dies ein Problem ist, dass sich nicht so einfach lösen lässt. Griechenland hat zu viele Schulden. Ungefähr 100 Mrd. Euro davon müssen weg gehen, oder das Land wird nie solvent sein. Das deutsche Magazin der Spiegel schrieb dazu sinngemäß, dass die Lage in Bezug auf Griechenland offensichtlich hoffnungslos sei. Es wäre besser, wenn das Land den Euro aufgeben würde und seine Auslandsschulden in Drachmen umwandeln würde, als dauernd nach neuer Hilfe zu betteln und sich selber auf anhaltende Unterstützung einzustellen.

Die Gläubiger und die Schuldner treffen sich, und sie versuchen herauszufinden, wer die Verluste übernimmt. Das ist ein bisschen wie eine Scheidung. Wenn jeder kooperiert, dann kann das alles ziemlich reibungslos über die Bühne gehen. Wenn nicht, dann könnte es ein Desaster sein. Die daraus folgenden Turbulenzen könnten nicht nur die Kurse griechischer Staatsanleihen einbrechen lassen…sondern auch die von Italien, Spanien…und sogar Frankreich.

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Europa in der Krise?

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Gert Flegelskamp darf ich Euch hier seinen lesenswerten Artikel vorstellen.
Im Oktober habe ich in meinem Artikel, „Lasst Banken endlich pleite gehen !“, die Bankenrettungen auf Kosten der Steuerzahler beschrieben. Auch Herr Flegelskamp geht u.a. hierauf kurz ein. Ebenso auf den Selbstbedienungsladen FDP. Aber lesen Sie selbst, was Herr Flegelskamp noch so alles anprangert. In den System-Medien ist so eine klare Meinung nur selten zu finden.
Vielen Dank Herr Flegelskamp.

Europa in der Krise?

Europa steckt in der Krise. Das weiß inzwischen jedermann, denn die Presse sagt es uns täglich, das Fernsehen ebenso, also ist es so. Auch über Neuigkeiten aus den Krisenregionen weiß die Presse zu berichten, so wie die ZEIT mit Ihrem Bericht Neuigkeiten aus der Krisenzone.

Doch so neu ist das doch auch nicht, schließlich wissen wir schon lange, dass diese Länder über ihre Verhältnisse gelebt haben. Woher? Natürlich aus der Zeitung und aus dem Fernsehen. Und dort haben uns Experten genau erklärt, woran es liegt. Beispiel die Griechen. Die gehen viel zu früh in Rente (zwar ein wenig später als die Deutschen aber ….), bei der Politik herrscht Vetternwirtschaft, die Löhne sind zu hoch usw. Bertelsmann, die INSM, das IZA und andere Organisationen, deren Experten für ihre zutreffenden Diagnosen weltbekannt sind, haben uns das bei Maischberger oder Will genau aufgezeigt und in den Nachrichtensendungen wird das Wissen verfestigt.

Man kann die Vetternwirtschaft auch nicht mit der Stellenvergabe in Deutschland vergleichen. Wenn z. B. Dirk Niebel in dem Amt, das er ursprünglich mal abschaffen wollte, nun zusätzliche Abteilungen schafft und mit FDP-Leuten besetzt, ist das etwas völlig anderes. Er braucht dort in den Schlüsselpositionen Leute mit politischem Weitblick, der, wie wir ja auch alle wissen, bei der FDP besonders ausgeprägt ist. Dass die Leute dann von der Materie wenig bis keine Ahnung haben, ist dabei wichtig. Stellen Sie sich vor, einer oder eine hätte nicht nur den FDP-üblichen politischen Weitblick, sondern dazu noch Ahnung von dem, was er tut. Das würde nicht nur den politischen Entscheidungen Abbruch tun, sondern zusätzlich bestünde die Gefahr, dass er/sie es wegen einer Sache so eilig hat, an die Arbeit zu kommen, dass er/sie völlig vergisst, zuvor das Gewissen an der Garderobe abzugeben. Man stelle sich das Fiasko vor, er/sie würde eine „Gewissensentscheidung“ treffen, nicht auszudenken. Darüber kann man mal scherzen, evtl. auch mal rein theoretisch diskutieren, aber doch keinesfalls zur Anwendung bringen. Wie fürsorglich die FDP ist, beweist, dass sie ein einst abgeschafftes Gesetz wieder eingeführt hat, das bestimmten politischen Beamten, wenn sie bei einem Regime-Wechsel in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden (schließlich haben auch andere Parteien Freunde, die man unterbringen muss), zusätzlich 600,- Euro monatlich erhalten. Man sieht, im Entwicklungsministerium steht ein wahres Genie an der Spitze, mit sehr viel politischem Weitblick. Und es beweist, dass in Deutschland keine Vetternwirtschaft betrieben, sondern sehr sorgfältig vorgegangen wird.

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Die korrupte FDP – Noch Fragen ?

Die Liberalen stehen unter Druck. Unabhängige Beobachter sprechen von höchst ungewöhnlichen Stellenbesetzungen in FDP-geführten Bundesministerien. Kann das sein? report MÜNCHEN stieß in der Hauptstadt auf interessante Zusammenhänge, die eines gemeinsam haben: ein Geschmäckle.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=5SkP3zSMLHA&feature=related]

 

Dazu der Kommentar von Hintergrund (http://www.hintergrund.de/201201181886/politik/inland/vom-entwicklungsministerium-zum-fdp-asyl-dirk-niebels-personalpolitik-unter-beschuss.html)

Vom Entwicklungsministerium zum FDP-Asyl. Dirk Niebels Personalpolitik unter Beschuss

Die Kritik an der Stellenbesetzungspolitik des Entwicklungsministers Dirk Niebel (FDP) zieht immer weitere Kreise. Einst hatte er gefordert, das Ministerium ganz abzuschaffen. Nun wird ihm vorgeworfen, seit der Übernahme des Ministeriums im Jahr 2009 stärker als sonst üblich nicht nur Spitzenpositionen sondern auch nachgeordnete und eigens neu geschaffene Stellen überwiegend mit Parteifreunden zu besetzen. „Die kratzen noch die letzten FDP-ler aus den Löchern und setzen sie auf Schlüsselpositionen, die sie nicht können“, zitierte die FAZ-online einen Beamten aus Niebels Ministerium, der lieber nicht genannt werden wollte. (1)

Die Kandidaten verfügten teils auch über keine entwicklungspolitische Kompetenz oder über keinerlei Führungserfahrung, bemängeln Kritiker, die nicht allein in den Reihen der Opposition zu finden sind. So bemängelte die entwicklungspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Sibylle Pfeiffer, dass eine neugegründete Abteilung von der Ex-McKinsey-Beraterin Uta Böllhoff geleitet werden soll. Niebels Parteifreundin verfüge über keine nennenswerten entwicklungspolitischen Erfahrungen.

Seiner Oppositionsrolle gemäß schärfer äußerte sich SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann. Minister Dirk Niebel habe „offensichtlich noch nicht verstanden, dass er Chef eines Entwicklungshilfeministeriums ist und nicht Chef einer Personalfirma“, sagte er am Mittwoch in Berlin. Nach Angaben des SPD-Fraktionsvize Gernot Erler soll nun auch der Personalrat des Ministeriums Alarm geschlagen haben: „Nachdem die FDP politisch abgewirtschaftet hat, sollen in letzter Minute noch die eigenen Leute mit attraktiven Posten versorgt werden.“

Die Abgeordnete Niema Movassat hatte für die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag schon in der vergangenen Woche einen entsprechenden Bericht des Fernsehmagazin Report München in einer Pressemeldung wie folgt kommentiert:

„Das Ausmaß der Vetternwirtschaft nimmt mit der schwindenden politischen Bedeutung der FDP immer weiter zu. Die eigenen Schäfchen noch schnell ins Trockene bringen, bevor es endgültig zu spät ist – und gleichzeitig den Entwicklungsländern in Gutsherrenmanier erklären, wie ‚good governance’ aussieht. Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, was Niebel da abliefert.

Dass sogar Koalitionsabgeordnete bereits bei der Kanzlerin intervenieren, zeigt, wie hemmungslos die Selbstbedienungsmentalität bei Niebel und der FDP ist. Das von Report München aufgedeckte interne Strategiepapier der FDP spricht Klartext und ist Beweis für die völlige Verkommenheit der Liberalen: Demnach ist die Besetzung möglichst vieler Stellen im BMZ mit FDPlern geeignet, dem Image der Partei als „sozial kalt“ entgegenzuwirken.

Zwei Fliegen mit einer Klappe: eigene Leute unabhängig von ihrer Eignung finanziell absichern und gleichzeitig das Image der FDP verbessern – diese Strategie ist abgründig perfide. Der Entwicklung in den ärmsten Ländern der Welt erweist Niebel so einen gewaltigen Bärendienst. Die Bundeskanzlerin und der Bundesrechnungshof müssen dieses unwürdige Spiel mit sofortiger Wirkung unterbinden.“

Die SPD hat unterdessen einen weiteren Vorwurf erhoben. Demnach soll die künftige Leiterin der neuen, beim Entwicklungsministerium angesiedelten Servicestelle für bürgerschaftliches Engagement, die FDP-Politikerin Gabriela Büssemaker, bereits im vergangenen Herbst von Minister Niebel die Zusage für den Posten erhalten haben. Zu dieser Zeit sei das offizielle Bewerbungsverfahren noch nicht einmal in Gang gesetzt gewesen. In einer Pressemeldung der SPD-Bundestagsfraktion vom 18. Januar heißt es, wenn dies stimme, sei das gesamte übrige offizielle Bewerberauswahlverfahren nicht nur ein teurer Spaß auf Kosten der Steuerzahler sondern auch eine betrügerische Farce gewesen. Diese Kungelei widerspreche allen rechtsstaatlichen Vorschriften für ein ordnungsgemäßes und faires Auswahlverfahren und werde gegebenenfalls auch strafrechtliche Konsequenzen haben.

„Der Minister muss die Frage beantworten, wie Frau Büssemaker schon im Oktober von ihrem Glück wissen konnte, wenn doch erst Ende Dezember die angeblich entscheidenden Auswahlgespräche mit den Bewerbern stattgefunden haben. Sollten sich die Vorwürfe in der weiteren Prüfung als wahr erweisen, muss Minister Niebel zurücktreten“, so der Wortlaut der Presserklärung am Mittwoch. (mit dpa)

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Es geht noch weiter:

„FDP-Mitglieder erhalten bei der DKV, einem der größten privaten Krankenversicherer, Sonderkonditionen. Die einzige Partei, die so etwas macht.“

Quelle: http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_19_01/private_krankenversicherung.html

Die Bundeskanzlerin Frau Merkel schweigt dazu und schert sich einen Dreck um die korrumpierte Machenschaften ihres  Koalitionspartners FDP. Wen wundert’s. Der „Anti-Bürger-Kanzlerin“ geht das Wohlergehen des Volkes am A…. vorbei. Sie hat nur ein Interesse: Deutschland in den Ruin zu treiben. Koste es, was es wolle. Die FDP ist dafür der geeignete Partner.

Einiges Tages aber verzieht sich der N(i)ebel und die Trümmer werden sichtbar. Leider ist es dann zu spät. Das Volk wird erst dann um sein Überleben kämpfen, wenn es kurz vor dem Verbluten steht. Die Verantwortlichen sind dann aber über alle Berge.

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Unwort des Jahres 2011: „Schuldenbremse“

Von Andreas Bangemann

Unwort des Jahres 2011: „Schuldenbremse“

Liebe Leserinnen und Leser,

Seit gefühlten 100 Jahren erklären uns alle Experten, wie schlecht ständig wachsende Staatsschulden für uns und vor allem „die nachfolgenden Generationen“ sind. Als 1979 Franz Josef Strauß in einer legendären Bundestagssitzung den Abgeordneten die aus heutiger Sicht geradezu lächerliche Staatsverschuldung von 33 Milliarden D-Mark in seiner unnachahmlichen Rhetorik zum höchsten Berg Deutschlands auftürmte, wenn man ihn in 1.000-Mark-Scheinen übereinander legen würde (3.500 Meter), war ich gerade mal 22 Jahre alt und wohl jene Generation, die er gemeint haben könnte, wenn er von einer zukünftigen sprach. Die Summe der damaligen Staatsschulden würden wir heute an einem Sonntag im Klingelbeutel in den Kirchen einsammeln.

Die heutigen Politiker haben – vermutlich mangels entsprechender Vorstellungskraft – aufgehört, die Höhe der Berge nachzurechnen, die es ergäbe, wenn sie die heutigen Staatsschulden derart bildhaft darstellen müssten. Heute reicht die Bemerkung im Hinblick auf die nachfolgenden Generationen, der niemals jemand widersprechen konnte, um deutlich zu machen, dass man die Schuldenhöhe im Blick hat und begrenzen will. Ein nicht auszurottender Euphemismus, den zu steigern kaum möglich erschien. Doch in dieser Beziehung muss man den Verantwortlichen Eliten Kreativität und Forschergeist bescheinigen. Zum Schutz zukünftiger Generationen gibt es jetzt eine im Grundgesetz verankerte „Schuldenbremse“. Das ist die Krönung verbrämender Verschuldungs-Wortschöpfung und ist aus diesem Grund auch schon mehrfach der Jury für das „Unwort des Jahres“ 2011 vorgeschlagen worden. Ich frage mich, ob die Menschen, die uns das jetzt in unser wichtigstes Gesetzbuch schreiben, aufrichtig daran glauben, es im Ernst verteidigen und ihr Äußerstes dafür hergeben würden? Ich habe große Zweifel.

Franz Josef Strauß hat auch nicht an nach den wahren Ursachen der Entwicklung von Schulden geforscht, aber zumindest war er in der Darstellungsweise unterhaltsamer, als das, was wir heute geboten bekommen. Die einfachen Tatsache , wonach die Voraussetzung von Schulden Geldvermögen sind, bleibt nahezu allen Entscheidungsträger auf wundersame Weise verschlossen. Wäre das im Bewusstsein, dann wäre klar, „wie wirkungslos, ja geradezu widersinnig, eine „Schuldenbremse“ ist. Man könnte sich der Entstehung von Geldvermögen widmen, um das Problem unbezahlbar werdender Schulden in den Griff zu bekommen. Ich wiederhole, weil das so wichtig ist: „der Entstehung“! Nahezu alle Politiker, die sich mit den Geldvermögen beschäftigen, tun das nicht, weil sie sie als Spiegelbild der Schulden erkannt haben, sondern, weil sie glauben durch deren Besteuerung, werde schon alles wieder in Ordnung kommen. Das ist als wollte man eine Badewanne, deren Wasserhahn sich immer weiter öffnet, am Überlaufen hindern, indem man mit einem Löffel Wasser herausschöpft. Bis zum heutigen Tage sind mir keine Politiker bekannt, die eine Lösung anbieten, die – in diesem Bild bleibend – auf die Idee kämen, den Hahn zuzudrehen.

Die Strafe für dieses paradoxe Denken und Handeln wird schon bald ein unkontrollierbares Chaos in Wirtschaft und Gesellschaft sein. 2012 wird in dieser Hinsicht entscheidend, denn wir nähern uns diesem Zustand immer offensichtlicher. Gäbe es nicht die vielen mir bekannten Kräfte, die bereit und in der Lage sind, echte Alternativen zum derzeitigen Handeln zu etablieren, würde auch ich verzweifeln. Doch 2012 wird es eine Reihe hoffnungsvoller Aktivitäten geben, die das Zeug haben, eine Wende einzuleiten. Menschen, die Mut und Fähigkeit haben, ein zukünftiges Geld- und Wirtschaftssystem zu gestalten gibt es in größer werdender Zahl. Wir zeigen Sie Ihnen und sind überzeugt: Das Puzzle des Geldsystems kann gelöst werden. Am Ende fällt alles an seinen Platz.

Quelle: http://www.humane-wirtschaft.de/

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Ja, und abschließend noch mal für alle, die an die Lüge der „Schuldenbremse“ glauben:

IN EINER ZINSÖKONOMIE GIBT ES KEINE SCHULDENBREMSE !

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Interview mit Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Interview mit Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel

krisenfrei.de
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wilhelm Hankel,
laut wikipedia waren Sie von 1972-1973 Präsident der Hessischen Landesbank (Helaba). Ihnen wurde vorgeworfen, den Verwaltungsrat nicht rechtzeitig über die Milliardenverluste informiert zu haben. Daraufhin traten Sie am 17. Dezember 1973 von Ihrem Amt zurück.
Möchten Sie heute, nach fast 40 Jahren, dazu kurz Stellung nehmen?

Prof. Dr. Hankel
Man hat mir damals die Verluste vorgeworfen, die mein Vorgänger im Einvernehmen mit der damaligen Hessischen Landesregierung zu verantworten hatte. Ich bin nach gerichtlicher Richtigstellung entlastet worden. Da war ich längst Professor an der Harvard University in den USA.

krisenfrei.de
Sie waren ein vertrauter Mitarbeiter von Karl Schiller, der von 1966 bis 1972 Bundesminister für Wirtschaft und zusätzlich von 1971 bis 1972 Bundesminister der Finanzen war. Ohne Zweifel, er war einer der besten in diesen Ämtern, die die Bundesrepublik Deutschland je hatte.
Was meinen Sie, hätte Karl Schiller auch die Umstellung von der D-Mark zum Euro, wie seinerzeit Theo Waigel, mitgemacht? Und was würde er heute dazu sagen?

Prof. Dr. Hankel
Karl Schiller hat wenige Monate vor seinemTod in einem SPIEGEL- Artikel (m.E. 1994) die deutsche Politik und seine Parteigenossen beschworen, die Finger vom Euro zulassen. Deutschland würde sich daran verheben und Europa auch.

krisenfrei.de
Angenommen, Herr Dr. Philipp Rösler (Wirtschaftsminister), der überhaupt keine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung hat, oder Herr Wolfgang Schäuble (Finanzminister) würden zu Ihnen kommen, um Ihren Rat einzuholen.
Was würden Sie diesen Bundesministern raten?

Prof. Dr. Hankel
Die Politiker sollten nicht immer von „Schuldentragfähigkeit“ sprechen. Europa ist kein Konstrukt für Ingenieure. Es geht um das, was den Menschen zugemutet werden kann – bei Rettern wie den zu Rettenden. Das ist in beiden Fällen zu viel. Wem nützt es, wenn die Ertrinkenden ihre Retter in die Tiefe reißen? Bei Austritt aus der Euro-Zone können sich die überschuldeten Euro-Länder selber helfen, siehe Fälle wie Argentinien, Mexico, Russland, Ukraine oder die meisten EU-Länder, die nicht im Euro sind (Schweden, Polen u.a.)

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Der wertvollste Spieler

Der wertvollste Spieler  (18.1.2012)

Von Michael Winkler

Der wertvollste Spieler einer Mannschaft (vulgärdeutsch: MVP, most valuable player) ist jemand, der die ganze Mannschaft mitreißt, sie zum Sieg führt oder bei Bedarf auch treibt. In der Glanzzeit des FC Bayern war das Gerd Müller, derjenige, der geliefert hat, dessen Tore die Interviews eines Franz Beckenbauer ermöglicht haben.

Wechseln wir die Sportart. Der deutsche Name Korbball hat sich nicht eingebürgert, sie nicht Basketball zu nennen, wäre so anachronistisch wie „Gesichtserker“ für Nase. Wir wählen eine Jugendmannschaft, hochgewachsene, schlanke Jungen, 14 oder 15 Jahre alt, 1,80 oder 1,90 groß, nicht ganz ausgewachsen. Sie sind durchtrainiert, muskulös, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl, flink wie die Windhunde… Nun ja, Sie können sich die Bengel vorstellen.

Fragen Sie mich nicht, wie es geht, nehmen wir einfach an, Don Mafioso di Lampedusa hat der Liga ein Angebot unterbreitet, das diese nicht abschlagen konnte. Jedenfalls tritt Dirk Nowitzki der Mannschaft bei, „Dirkules“ in der Blüte seiner Jahre und seines Könnens. Natürlich ist er der wertvollste Spieler auf dem Feld, denn die „kleinen Jungs“ der gegnerischen Mannschaften haben ihm nichts entgegenzusetzen. Die Kraft, die Geschicklichkeit und die Erfahrung des Weltklasse-Athleten sind übermächtig, Dirk umspielt sie nach Belieben, ist unaufhaltsam im Angriff und beinahe unüberwindlich in der Verteidigung.

Für die Mannschaftsmitglieder ist es einfach: Ball annehmen, Nowitzki anspielen und schon stehen die Punkte auf der Anzeige. Die Mannschaft wird Meister, ohne einen einzigen Punktverlust. Bei der Meisterfeier haben sich die Jungs ein wenig verändert. Oh, sie sind noch immer hochgewachsen, und verglichen mit einem couchgewohnten Spielkonsolen-Virtuosen durchaus noch schlank, das geübte Auge erkennt jedoch die Veränderungen. Die Jünglinge sind schwerer geworden, und die zugelegten Pfunde bestehen nicht aus hartem, austrainiertem Muskelfleisch.

Die Zeit in der Nowitzki-Mannschaft bringt einem hoffnungsvollen jungen Basketball-Talent ein paar schöne Urkunden ein, die es ein Leben lang an die Wand hängen kann. In der nächsthöheren Altersklasse wird der Jugendliche jedoch nur schwer akzeptiert. Er ist kein Könner mehr, sondern ein Ballzuwerfer für den wertvollsten Spieler, ein Wasserträger. Wer nicht verweichlichen will, darf nicht in dieser Mannschaft spielen, trotz der Garantie auf den Meistertitel.

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Die EU – Das schönste Projekt der Menschheit

Es ist immer verblüffend, was uns die »Obrigkeit« an Gedankengut vermittelt, auch wenn dieses in krassem Gegensatz zur eigentlichen Situation steht.

So liess uns der italienische Ministerpräsident Mario Monti Anfang Januar doch tatsächlich wissen, dass »die EU das schönste Projekt der Menschheit« sei. [1] Bei einem Treffen Montis mit Merkel in Berlin erklärte er am 11. Januar des weiteren, dass Italien nach der ersten Phase der Reformen zwecks Ausgleich seiner Staatsfinanzen wieder eine wichtigere Rolle in Europa spielen wolle. Gleichzeitig warnte er vor anti-europäischen Protesten in Italien, falls es für die Italiener in absehbarer Zeit keine greifbaren Erfolge ihrer Spar- und Reformbereitschaft gebe, wohl wissend, dass das restliche Europa an der Misere seines Landes keine Schuld trifft und die Anstrengungen in dieser Richtung ausschliesslich von den Italienern selbst zu erbringen sind, so dass Proteste der genannten Art keinesfalls dazu geeignet wären, hier Abhilfe zu schaffen.  Auf die Frage eines Interviewers der Welt [Ausgabe vom 11. 1. 12], ob Italien wieder ein zentraler Player in der EU werden wolle, antwortete er: »In der Tat, das wollen wir. Und ich glaube, viele in Europa sind dieser Meinung. Wir sind ein starkes, ein stolzes Land, und wir haben eine im Prinzip effektive Wirtschaft.« [2]. Die Domäne Steuerflucht fand indessen keinerlei Erwähnung, auch wenn die Ankündigung Montis steht, dieses Jahr gezielt nach Steuerhinterziehern zu fahnden. Schätzungen zufolge wird in Italien die kaum vorstellbare Summe von jährlich 120 Milliarden € hinterzogen. [3] Natürlich tritt auch die Verschwendung ins Spiel, da Italien laut einer Erhebung vom 19. 5. 2011 18 Milliarden € für die 600.000 Limousinen der Politiker ausgab, Benzin und Gehälter der Fahrer eingeschlossen. »Stil hat eben seinen Preis«, vermerkte die Welt hierzu sinnigerweise. Der Schuldenberg Italiens wurde Ende September 2011 mit 1.9 Billionen € beziffert, was 120 % der Wirtschaftsleistung des Landes entspricht.

Bei der Anfang Januar in Cortina d’Ampezzo vorgenommenen Fahndung sassen am Tag vor Silvester die Steuerinspektoren in den Geschäften, Hotels und Restaurants neben den Kassen. Wie Hans-Jürgen Schlamp im Spiegel vom 7. 1. festhielt, »ging der Umsatz steil in die Höhe. Restaurants nahmen das Doppelte vom Vortag ein und das Dreifache vom Vor-Silvestertag 2010. Bei Luxusboutiquen vervierfachte sich der Absatz sogar. Wir sind offenbar gut fürs Geschäft, so die Kontrolleure, wobei sie ironisch grinsten. Sie sind davon überzeugt, dass die Registrierkassen dank ihrer Präsenz ausnahmsweise ehrlich gefüttert wurden. Sonst, so der schlimme Verdacht, wären drei Viertel der Einnahmen wie üblich als Schwarzgeld kassiert worden.« Hinzu kommt, dass die italienische Regierung auch mit Betrug aus den eigenen Reihen zu kämpfen hat. Wie ein Polizeibericht für die Jahre 2009 bis 2011 jetzt aufdeckte, arbeiten Tausende von Finanzbeamten nebenher illegal als Steuerberater. Die Beamten verwenden ihre Fachkenntnisse bezüglich des italienischen Steuersystems nicht etwa dafür, um dem Staat zu mehr Geld zu verhelfen, sondern um den Italienern die besten Tricks zur Steuergestaltung zu zeigen – aus erster Hand und natürlich gegen Bares. Einem Bericht des Corriere della Sera zufolge soll es sich dabei um eine geradezu boomende Branche handeln: Mit illegalen Tätigkeiten der Finanzbeamten wurden in diesen drei Jahren mehr als 20 Millionen € Gewinne auf Kosten der Staatskasse von fast 55 Millionen Euro erzielt. [4]

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Papiergeld ist periodisch zum Crashen verdammt (XII)

Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn

ZWÖLFTER BRIEF (und zugleich der Letzte)

Berlin, 31. Januar 1921

Es ist eine altbekannte Erscheinung, lieber James, dass in einem Hause, in dem ein Schwerkranker liegt, meist eine einzige Person den ganzen Ernst der Krankheit nicht erkennt, nämlich der Kranke selbst. Er glaubt sich leidlich wohl zu befinden, sobald er etwas Appetit hat. Wie diesem Kranken, so geht es auch den Völkern, die am Gelde krank sind, am Verfall ihrer Währung leiden: Weil sie essen, trinken und Geschäfte machen wie früher, glauben sie es könne nicht so schlimm um sie bestellt sein; der Niedergang des Geldwerts sei ja freilich unangenehm und habe manche üblen Folgen, aber schließlich gebe es ernstere Krankheiten für ein Volk. Besehe man nämlich die Sache bei Licht, so sei die ganze Währungsfrage im Grunde nur ein harmloses Multiplikations-Exempel. Man müsse einfach alle seine Ausgaben mit 5 oder 10 oder 20 multiplizieren, entsprechend der Geldentwertung bzw. der Steigerung der Preise. Sachlich habe das gar nichts zu bedeuten, denn jede Ausgabe des Einen sei eine Einnahme des Andern, und demnach stiegen auch die Einnahmen auf das 5, 10 oder 20 fache. Man müsse sich nur daran gewöhnen, allen Zahlen im Verkehrsleben eine Null anzuhängen. Diese harmlose Auffassung kann man vielfach äußern hören. Und in der Tat: Schadet es einem Volke viel, wenn es mit dem großen statt mit dem kleinen Einmaleins rechnet, und wenn alle seine Umsätze sich verzehnfachen? Schließlich ist doch auch zehnmal so viel Geld im Lande wie früher, um die Umsätze zu bewältigen. Die Aufblähung aller Ziffern ist ja überhaupt erst die Folge dieser gewaltigen Geldzunahme.

Dieser Harmlosigkeit, mein Sohn, kann man gar nicht nachdrücklich genug entgegentreten, denn die Unkenntnis, die sich in ihr äußert, grenzt ans Verbrecherische. Es ist schlimm genug, wenn ein Volk in ahnungslosem Leichtsinn die schiefe Ebene der Inflation hinuntergleitet. Wenn es dann aber die Folgen, die dieses Hinab gleiten mit sich bringt, geflissentlich ignoriert oder ihnen die beste Seite abzugewinnen sucht, statt dem Staat in die Zügel zu fallen und rechtzeitig zu bremsen, so eilt das Volk seinem Verhängnis entgegen. Denn um es in dürren Worten zu sagen: Der Verfall seiner Währung ist wohl das größte Unglück, das ein Volk treffen kann. Selbst ein verlorener Krieg bringt ihm nicht so schweren unmittelbaren Schaden, wie der Ruin seines Geldwesens.

Die Leute, die in der ganzen Frage nur ein belangloses Rechenexempel erblicken, übersehen nämlich einige begleitende Momente des Währungsverfalls. Sie übersehen vor allem den einen, bedeutungsvollen Umstand: Die Entwertung des Geldes, also die Multiplikation der Ausgaben, trifft die Gesamtheit. Das Gegenstück hierzu, die Steigerung der Einnahmen, kommt aber nur einem Bruchteil der Bevölkerung zugute, diesem freilich in solchem Maße, dass das Verhältnis zwischen Einnahme und Ausgabe sich bei ihm ganz außerordentlich verbessert. Und zwar ist es in der Hauptsache das Kapital, soweit es Sachwerte besitzt, das in dieser Weise profitiert. Auf der anderen Seite, die von der Geldentwertung lediglich das Moment der Ausgabensteigerung kennen lernt, befinden sich aber, abgesehen von den Rentnern, die besonders schwer geschädigt werden, in der Hauptsache die geistig und körperlich arbeitenden Klassen, die Beamten und die Staatspensionäre.

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Mit Hilfe der AbGEZockten lebt sich’s besser

Die neue GEZ-Gier: Über Schlösser und TV-Stars

Bernd Höcker

Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an die frühen Rundfunkjahre. Da lebten die Fernsehleute noch in Wohnungen, Häusern oder einige auch schon mal in Villen. Heute residieren die Macher von ARD und ZDF in Schlössern und Palästen. Auf unsere Kosten. Und alle scheinen das normal zu finden.

Wieso stört das scheinbar niemanden? Der Grund könnte sein, dass sich viele von uns den Reichtum dieser Leute überhaupt nicht vorstellen können. Die Fülle ihres Besitzes ist einfach zu galaktisch. Um diesen Reichtum zu verstehen, muss man neben den kalten Zahlen Vergleichsbeispiele zur Hand nehmen. Ich vergleiche gerne die Gagen und Gehälter der öffentlich-rechtlichen Protagonisten mit dem gesetzlichen Bundeskanzlergehalt. Zur Referenz: Das

 Bundeskanzlergehalt in Deutschland ergibt sich aus § 11 Abs. 1 Bundesministergesetz und besteht aus den Grundbezügen plus Dienstaufwandsentschädigungen von zusammen insgesamt rund 250.000 Euro pro Jahr, also einer viertel Million.

Hier nun das Einkommen unserer Fernsehleute:
HEUTE-Moderator Kleber liegt mit seinen 600.000 Euro/Jahr immerhin noch weit über dem doppelten Gehalt von deutschen Bundeskanzlern.

Der nette Günther Jauch moderiert ja seit September 2011 bei der ARD einen dieser langweiligen Polittalks. Hierfür erhält seine Firma 4487 Euro pro Minute! Viele Menschen müssen ein ganzes Jahr hart dafür arbeiten, was das Unternehmen Jauch in gerade mal drei Minuten von der ARD bekommt. Um aber bei den Bundeskanzlergehältern zu bleiben: Nach einer einzigen 60-Minuten-Sendung hat er 269.220 Euro eingeheimst, also mehr als das Jahresgehalt eines Bundeskanzlers. Bei 40 Sendungen pro Jahr sind das 10.768.800 Euro oder, besser gesagt, 43 Bundeskanzlergehälter. Rechnet man das symbolisch hoch, bekommt die Produktionsfirma des Moderators von der ARD soviel wie alle 27 Europastaatschefs zusammen, plus nochmal 16 Bundeskanzlergehälter oben drauf.

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Die größten Zombies der Welt

Von Bill Bonner

Die Show geht weiter! Ich beobachte die Zerstörung eines Imperiums. Alle Imperien müssen irgendwann untergehen. Das ist natürlich. Und die Natur steckt eine Zeitbombe in alles, was sie schafft.

Das US-Imperium ist auch zum Untergang verurteilt. Wie alle anderen, die vor ihm gegangen sind. Es ist durch die Natur selbst zum Untergang verurteilt – verurteilt durch die Götter, zu scheitern und zu sterben.

Nichts davon sollte Sie überraschen. Wir haben diesen Film schon gesehen. Hunderte Imperien sind gekommen und gegangen. Wir wissen, wie der Film endet. Mehr oder weniger. Was wir sicher wissen, ist, dass die USA Pleite gehen werden. Es gibt kaum einen anderen möglichen plausiblen Ausgang.

Ich habe mir die Zahlen so oft angesehen, dass ich die nicht wiederholen brauche. Ja, es ist wahr, dass die Politiker noch die Rettung bringen könnten…wenn sie den Willen dazu hätten. Sie könnten die Steuern auf eine Einheitssteuer von 10% senken…und nur soviel ausgeben, wie sie an Steuern einnehmen. Das wäre aus wirtschaftlicher Sicht die Rettung.

Aber dafür ist es zu spät – politisch. Imperien haben ihre eigenen Leben. Sie gehen nach vorne…expandieren…geben Geld aus…dehnen sich aus…bis sie – Boom! – zu weit gehen. Imperien gehen nicht zurück.

Einige gehen nur Pleite. Andere werden im Krieg besiegt.

Alle enden in einem Desaster.

Nur ein US-Präsidentschaftskandidat spricht sich dafür aus, die Finanzen der Nation wirklich zu retten und das Imperium einen Rückzug antreten zu lassen, um ein Desaster zu vermeiden.

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Aktuelle Thesen zu Anleihen, Aktien, Gold und Silber

Von Manfred Gburek, 13. Januar 2012

Aktuelle Thesen zu Anleihen, Aktien, Gold und Silber

Allmählich müsste sich ja herumgesprochen haben, dass Ratingagenturen mit den Euro-Ländern ein durchsichtiges Spielchen treiben. Wie jetzt Standard & Poor’s mit der Ankündigung, die Bonität Frankreichs und anderer Länder des Euro-Raums herabzustufen. Da haben sich Italien und Spanien gerade über Anleihen zu unerwartet günstigen Konditionen frisches Geld besorgt, und schon geraten die Franzosen ins Visier.

Die Nachfrage der Investoren nach den Staatsanleihen der Italiener und Spanier war so groß, dass es beiden Euro-Ländern möglich gewesen wäre, noch mehr Geld zu bekommen. Der Erfolg ihrer Auktion bestätigt den Optimismus im Hinblick auf die Euro-Rettung, den ich hier seit einigen Wochen verbreite, zuletzt mit der Bemerkung, Zentralbanker und Politiker würden sich zu einer gemeinsamen Problemlösung durchwursteln. So weit die gute Nachricht, der Attacke gegen Frankreich zum Trotz.

Bei aller aktuellen Euphorie ist allerdings festzuhalten, dass 1. Anleihen Schuldverschreibungen sind, die in diesem Fall den Schuldenstand beider Länder weiter nach oben treiben, 2. hier wie eine schmerzstillende Spritze nur vorübergehend wirken, während der dauerhafte Heilungsprozess noch aussteht, und 3. die laufenden Zinsen und die späteren Tilgungen der Anleihen irgendwie aufgebracht werden müssen.

Letzteres – ganz abgesehen vom schon bestehenden Schuldendienst – allein mit Steuererhöhungen in Italien und Spanien zu schaffen, ist illusorisch. Denn im Zweifel wird sich die Bevölkerung beider Länder das nicht gefallen lassen und, wie bereits geschehen, demonstrierend durch die Straßen ziehen. Diesbezüglich drängt sich ein Vergleich mit Griechenland auf, wo die Demonstrationen bisher am heftigsten waren: Für Griechenland muss Deutschland keinen großen Scheck zücken, weil das Euro-Schicksal nicht von diesem Land abhängt. Wohl dagegen für Italien und Spanien, falls die Steuer- und sonstigen Reformen in diesen beiden Ländern nicht den erhofften schnellen Erfolg bringen. Denn einen Abschied Italiens oder Spaniens vom Euro würde die Gemeinschaftswährung nicht verkraften.

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