Hyperinflationäre Explosion die Folge …

Supercrash vernichtet fünf Billionen Dollar! Hyperinflation oder Trennbankensystem!

Von Helga Zepp-LaRouche

Wie zu erwarten, haben die Zugeständnisse des US-Kongresses und der europäischen Regierungen nichts getan, um eine weitere Verschärfung der weltweiten Finanzkrise zu verhindern: der Krach schreitet unaufhaltsam weiter voran und wird uns sehr bald in eine Hyperinflation und den völligen Zusammenbruch der Weltwirtschaft führen, wenn das bankrotte System nicht durch ein Trennbankensystem abgelöst wird.

Die neue Phase des systemischen Kollapses, die in der vergangenen Woche auf den internationalen Börsen mal eben so fünf Billionen Dollar – das entspricht dem Kapitalwert des Bruttosozialprodukts von Japan für ein ganzes Jahr – ausgelöscht hat, wird von weiteren, noch dramatischeren gefolgt werden. Amerika bekommt jetzt mit der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch die Rating-Agentur Standard und Poor`s die Griechenland- Behandlung. Wenn die Fed und die EZB weiter die Geldschleusen aufmachen, wie dies ihre offensichtliche Absicht ist, wird sich das globale Weltfinanzsystem innerhalb kürzester Zeit in einer hyperinflationären Geldschwemme in Luft auflösen. Das einzige Mittel gegen diese drohende Enteignung der Bevölkerung, die ein Massensterben auf der ganzen Welt zur Folge hätte, ist die umgehende Beendigung der Kasino-Wirtschaft durch ein Trennbankensystem.

Die Regierungen und Vertreter der Finanzinstitutionen hätten sich ihre Panik der letzten Tage sparen können, wenn sie auf Lyndon LaRouche gehört hätten, der den kettenreaktionsartigen Kollaps und einen Coup in der Tradition des Reichstagsbrands für diesen Zeitraum nach dem Ende des Haushaltsjahres in den USA im Zusammenhang mit der drohenden Staatspleite prognostiziert hatte. Dieser Coup hat stattgefunden, denn nichts anderes ist das Außer-Kraft-Setzen der amerikanischen Verfassung durch den sogenannten „Superkongreß“ von zwölf Abgeordneten und Senatoren, die das mörderische Sparprogramm von mindestens 1,5 Billionen Dollar durchsetzen sollen, zusätzlich zu der von Obama bereits angekündigten Kürzung von einer Billion. Der kettenreaktionsartige Kollaps ist im vollen Gange; das Finanzsystem ist am Ende, und jeder Versuch, sein Siechtum durch Liquiditätsspritzen zu verlängern, wird noch mehr Realwirtschaft zerstören und noch mehr Menschenleben kosten – und wird allerhöchstens von extrem kurzer Dauer sein.

Weiterlesen “Hyperinflationäre Explosion die Folge …” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Am Ende stehen Staatsbankrott und Währungsreform

Vorab ein Zitat des Ökonomen Stefan Homburg: „Inzwischen ist auch vielen Politikern klar, dass der eingeschlagene Weg letztlich in Staatsbankrott und Währungsreform endet. Dieser Prozess ist schon jetzt unumkehrbar, doch will das niemand laut sagen und als derjenige ins Geschichtsbuch eingehen, der den Knall ausgelöst hat. Daher überlässt man den Offenbarungseid späteren Bundesregierungen und wirft einstweilen gutes Geld schlechtem hinterher. Irgendwann, das ist sicher, wird das System durch politische und ökonomische Faktoren gesprengt. Und leider besteht die große Gefahr, dass dann nicht nur der Euro zerbricht, sondern die EU insgesamt.“

Genau so ist es. Jeder Politiker denkt nur an seine Diäten, Pensionen … etc. und: Nach mir die Sintflut! Dieses Dreckspack, welches regelmäßig gegen Gesetze verstößt, gehört hinter Schloss und Riegel.

Grundgesetz, Artikel 20:

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Das Deutsche Volk hat das Recht gegen diese Gesetzesbrecher Widerstand zu leisten – doch es sitzt lieber vor der Glotze, aus der fast ausschließlich Lügen und Verblödungsmüll kommen. Besser das Volk verblöden als bilden! Das ist so gewollt.

Zurück zum Ökonomen Stefan Homburg, der meint:

Der Euro wird zusammenbrechen

Denn so läuft es immer, wenn Staaten sich hoch verschulden und Notenbanken ihnen Kredite geben, warnt der Wissenschaftler angesichts der Griechenland-Krise

von Stefan Homburg

Der Euro hat keine Zukunft. Diese Feststellung mag provokant klingen. Sie drängt sich aber auf, wenn man in die Geschichte zurückblickt.

Im Jahre 1914 war Deutschland stolz auf seine durch Gold gedeckte Mark. Diese Währung bestand seit 1876 und hatte sich jahrzehntelang als stabil erwiesen. Durch die Kriegsgesetze von 1914 erhielt das Reich allerdings Zugang zum Notenbankkredit, und das markierte den Anfang vom Untergang der Mark, die zuletzt in Scheinen von je 100 Billionen gedruckt wurde.

1924 unternahm Deutschland durch Einführung der Reichsmark einen neuen Anlauf, zu einer stabilen Währung zu kommen. Auf Grund der frischen Erfahrungen mit der -Hyperinflation garantierte das Bankgesetz die Unabhängigkeit der Reichsbank. Seit 1933 wurde diese Unabhängigkeit indes schrittweise ausgehöhlt, und nach 1939 unterlag die Reichsbank den Weisungen des «Führers und Reichskanzlers», der seine Befugnis zur sogenannten geräuschlosen Kriegs-finanzierung nutzte. Am Ende des trickreichen Hütchenspiels, in dem unter anderem die berüchtigten «Mefowechsel» (nach der Metallurgischen Forschungsgesellschaft mbH benannte Wechsel, mit denen Rüstungsausgaben bezahlt wurden) eine Rolle spielten, stand die Währungsreform von 1948. Mit ihr wurden private Ersparnisse auf ein Zehntel oder weniger gemindert. Private Schulden blieben übrigens in voller Höhe bestehen.

Weiterlesen “Am Ende stehen Staatsbankrott und Währungsreform” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Interessenvertretungen

Falls Sie heute noch nicht wissen, welche Partei Sie bei der nächsten Wahl wählen wollen, dann lesen Sie bitte den aktuellen Pranger von Michael Winkler. Es könnte möglicherweise ganz hilfreich sein.

Nicht wählen ist sicherlich die falsche Entscheidung, denn dann bekommen Sie garantiert das, was Sie unter allen Umständen verhindern wollten. Wäre doch mal spannend, wenn wir 8-10 Parteien im Parlament hätten, wobei keine Partei über 20 Prozent der Stimmen hätte. Schlechter als jetzt kann es kaum noch werden. 

Schauen Sie doch nur mal in die USA. Dort gibt es ein Zwei-Parteien-System (die Wahl zwischen Pest und Cholera). Und? Dort werden Reiche immer reicher (hier allerdings auch!) und über 40 Mio. Menschen beziehen in den USA bereits Essensmarken. Die USA war mal das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Es deutet einiges darauf hin, das die USA in Zukunft das Land der unbegrenzten Armut wird.

Wollen Sie das für D auch? Nein? Dann gehen Sie endlich zur Wahl und wählen Sie nicht die Parteien, die Sie über Jahrzehnte ausgebeutet haben. Es muss ja nicht gleich eine braune Partei sein. Vielleicht mal Lila!  Lila ist doch auch eine schöne Farbe.

—————————————————————————————————————————-

Interessenvertretungen (3.8.2011)

Würden Sie die „Partei der Kaninchenzüchter“ wählen? Nein? Obwohl Sie selbst Kaninchen züchten? Hm… Ach so, Sie sind auch noch Autofahrer und wählen trotzdem nicht die Autofahrerpartei, Sie sind Rentner und wählen nicht die Grauen Panther und Sie sind sogar CDU-Mitglied und haben 2009 lieber gar nicht gewählt, als noch einmal Mitschuld zu tragen an einer weiteren Regierung Merkel.

Die Nachkriegsparteien wurden so konstruiert, daß sie ein breites Spektrum der Interessen abdecken. Die alte Zentrumspartei war katholisch und der politische Arm der katholischen Kirche, die neue CDU vertrat nur noch ein „christliches Weltbild“, verstand sich als überkonfessionell und hatte eine gewisse Nähe, aber keine Abhängigkeit mehr zu den Kirchen. (Ich beschreibe hier die Gründungszeit, die späten 40er und die 50er Jahre. Die Merkel-CDU ist ein formloser Schwamm, der alles befallen hat, aber nirgendwo verortbar ist.)

Die Parteien hatten anfänglich eine bestimmte Klientel. Da war die SPD noch die Arbeiterpartei, die FDP bediente Freiberufler und Kleinunternehmer, die CDU die Kirchen, die Alten und die Großindustrie. Die CSU hatte als geniales Vermarktungskonzept das „Wir in Bayern“ entdeckt, nach der Ausschaltung der heute bedeutungslosen Bayern-Partei dieses Alleinstellungsmerkmal geschickt herausgearbeitet. Die heutige Partei der Lehrer und Besserverdienenden, die Grünen, hatten als Umweltschützer und Pazifisten („Ökopaxe“) begonnen.

Eine Interessenpartei hat nur eine Chance bei einem reinen Verhältniswahlsystem, in dem es keine 5-Prozent-Hürde gibt. Bei einem Riesenparlament wie dem Deutschen Bundestag genügen 0,17 Prozent der Stimmen für einen Parlamentssitz. Das Standard-Argument gegen ein solches Wahlrecht ist die Zersplitterung, weil statt großer Volksparteien zahlreiche kleine Parteien ins Parlament einziehen würden. Wir hatten einst ein Dreiparteien-System (die damals homogene CDU/CSU als eine Partei gezählt), in dem die Parteien klar unterscheidbar gewesen waren, allerdings hatte die FDP zu dieser Zeit den Charakter eines Chamäleons, das sich bei Bedarf umfärbt.

Heute haben wie ein Sechsparteien-System (CDU und CSU sind heute weniger monolithisch als vor zwanzig Jahren, dank Seehofer weiß die CSU meistens nicht einmal selbst, wofür sie gerade steht), wobei die Parteien kaum noch zu unterscheiden sind. Am weitesten hat Angela Merkels CDU die Beliebigkeit getrieben, statt irgendwelcher Aussagen beschränkt sich die Beschränktheitspartei auf „Äintschie“ und „Mitte“. Wenn eine solche Partei immer noch Wähler findet, zeigt das eindeutig das Desinteresse der Deutschen an der Politik.

Weiterlesen “Interessenvertretungen” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Gold & Silber – Die einzig wahren Währungen

Crash-Prophet: „Gold und Silber sind die einzigen wahren Währungen“

Auch wenn es eine Einigung im Streit um die US-Schuldenobergrenze gegeben hat, das Land steht nach wie vor vor gewaltigen Problemen. Die Zeiten auf den Finanzmärkten bleiben deshalb volatil. Der Crash-Prophet Roland Leuschel glaubt gar, dass ein Finanzchaos bevorsteht. „Wenn man es von der guten Seite betrachtet kann man es auch genießen, denn es lässt sich damit Geld verdienen“, so seine Einschätzung. Was er Anlegern rät, erfahren Sie im DAF-Interview.

Die EU-Kommission hat die vorläufige Einigung im US-Schuldenstreit begrüßt. “ Das ist eine gute Nachricht für die europäische Wirtschaft „,sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag in Brüssel. Die Übereinkunft von US-Präsident Barack Obama mit führenden Politikern der Republikaner und Demokraten signalisiere Entschlossenheit auf dem Weg zu mehr Haushaltsdisziplin. „Sie räumt die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten aus, die in den vergangenen Wochen wegen einem möglichen Zahlungsausfall der USA zugenommen haben. „Brüssel sei zuversichtlich, dass die Einigung die Märkte stabilisieren und die finanzielle Unbeständigkeit reduzieren werde. Auf Details der Einigung wollte die Sprecherin nicht eingehen. Dies seien inneramerikanische Entscheidungen. Im US-Schuldenstreit war zwei Tage vor Ablauf der Frist für eine Erhöhung des US-Kreditrahmens ein Kompromiss erzielt worden. Die Erhöhung des Schuldenlimits soll mit Sparmaßnahmen in Höhe von fast drei Billionen Dollar einhergehen. Am Montag sollten im Senat und im Abgeordnetenhaus die nötigen Abstimmungen eingeleitet werden.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=dFi8y-rZajw]

————————————————————————————-

Der Schuldenlimit-Kompromiss ist eine Farce.
„Yes – we can“ hat auf der ganzen Linie versagt.
Die Reichen kommen ungeschoren davon.
Die Essensmarkenbezieher in den USA werden weiter in Richtung 50 Mio. zunehmen.
Der US-Bankrott ist nur aufgeschoben.

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Gold und Silber immer noch billig !

Gold und Silber immer noch billig !

Nicht wenige Leute behaupten, Gold wäre derzeit viel zu teuer. Wirklich? Andere Leute hingegen sind der Meinung, dass Gold viel zu billig sei. Was denn nun?

Während sich die großen Industrienationen (USA, Deutschland, Großbritannien, Japan … u.a. Euro-Länder) immer mehr verschulden und damit deren Währungen stetig an Wert verlieren, erscheint es mehr als logisch und vernünftig, um sein Vermögen vor Inflation zu schützen, sein Papiergeld in Echtes Geld umzuschichten. Seit Jahren ist dies bereits zu beobachten, denn gegenüber dem USD, dem Euro, dem Pfund und dem Yen hat der Wert von Gold und Silber erheblich zugenommen. Die Edelmetallbesitzer in der Schweiz und Norwegen sind gar nicht begeistert, zumal eine Flucht in deren Währung stattfindet und somit der Goldpreis in diesen Ländern nach unten gefixt wird. Dennoch, eine stabile Währung und eine geringe Staatsverschuldung sollte das oberste Prinzip einer Regierung und Zentralbank sein. Zentralbanken sollten der staatlichen Obhut unterliegen und nicht wie die FED und die EZB von privaten Banken gelenkt werden. Das ist aber ein anderes Thema.

Marc Faber z.B. ist der Meinung: „Gold ist viel zu billig“, und fügt hinzu, „dass wir einen Goldpreis von 16.855 Dollar pro Unze Gold erreichen müssen, bevor wir im Vergleich zu 1980 von einer Blase sprechen können.
Demnach müsste sich der Goldpreis vom jetzigen Niveau aus noch verzehnfachen. Aufgrund weiter steigender US-Staatsverschuldung und zukünftiger Inflation im zweistelligen Bereich ist ein derartiger Goldpreis durchaus vorstellbar.

Und was ist mit Silber?

Weiterlesen “Gold und Silber immer noch billig !” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Die Gold-Psychose kommt erst noch

Von Manfred Gburek, 29. Juli 2011

Die Gold-Psychose kommt erst noch

Es gibt unzählige Motive, Gold zu kaufen bzw. Sachwerte im Allgemeinen oder was man dafür hält. Aber warum jetzt noch, nachdem die Preise von Gold, Silber, Platin, Palladium und Kupfer, von Häusern in München, Hamburg, Frankfurt, London und Paris schon in die Höhe geschossen sind? Die generelle Antwort lautet: Weil die Menschen weltweit, nicht nur in Europa, ein gesundes Misstrauen in alles entwickelt haben, was ihnen von offizieller Seite vorgesetzt wird: nicht eingehaltene Versprechen, Schuldenberge und marode Währungen in Kombination mit kopflosen Politikern und hilflosen Bankern.

Das Ganze wird sich noch zu einer Psychose ausweiten. Wir stehen erst an deren Anfang, auch wenn zum Beispiel der bisherige Preisanstieg der Edelmetalle ihr Ende vorspiegeln mag. Nehmen wir einfach nur den Goldpreis: Er hat sich seit seinem Tief vor gut zehn Jahren in Dollar mehr als versechsfacht. Während der Goldhausse von 1970 bis Anfang 1980 war er, ebenfalls in Dollar, in der Spitze um mehr als das Vierundzwanzigfache gestiegen. Dieser Multiplikator entspräche, auf die kommende Entwicklung übertragen, einem Goldpreis von über 6200 Dollar.

Sind solche Gedankenspiele überzogen? In Anbetracht des erwähnten allgemeinen Misstrauens keineswegs. Aktuell konzentriert dieses sich stark auf die amerikanische Schuldenkrise. Die ist gewiss schlimm genug, zumal wegen der aktuell äußerst miesen Konjunkturdaten. Doch darüber wird allzu leicht weggewischt, was den Goldpreis sonst noch bewegt: Quasi als Basisnachfrage beispielsweise die enormen staatlichen wie auch privaten chinesischen Käufe, deren wahres Ausmaß nur geschätzt werden kann. Oder die indischen, die traditionell zu Beginn der Festsaison im Spätsommer einsetzen. Auch die jüngste Flucht in den Schweizer Franken wird von Goldkäufen flankiert, denn Anleger aus dem Euro-Raum wissen die Sicherheit ihrer Edelmetallbestände in eidgenössischen Tresoren zu schätzen.

Weiterlesen “Die Gold-Psychose kommt erst noch” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Zinsen sind die Pest !

Zinsen sind die Pest !

Zinsen und somit auch der Zinseszins sind das Übel unseres heutigen Geldsystems. Auf jedes Produkt, das der Verbraucher erwirbt, zahlt er Zinsen. Mehr dazu später in einem Filmbeitrag. Der Zins wird bei wikipedia folgendermaßen definiert:

Zins (von lat. census, Vermögensschätzung) ist das Entgelt für ein über einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung überlassenes Sachgut oder Finanzinstrument (Geld), das der Empfangende Schuldner) dem Überlasser (Gläubiger) zahlt. Rechtliche Grundlage dazu sind Verträge (z.B. Darlehensvertrag, Mietvertrag). Die Höhe des Zinses bestimmt sich in einer Marktwirtschaft nach Angebot und Nachfrage. Der Zins wird aus Kapitalnehmersicht als Schuldzins bezeichnet (wikipedia).

 Bei den Juden, Christen und Muslimen waren Zinsen jahrhundertelang verboten. Von Zinsen profitiert nur das Großkapital. Durch den Zins werden Reiche immer reicher und Menschen mit weniger Geld immer ärmer. Durch den Zins wird die Konzentration des Reichtums erst ermöglicht.

Würde man den Zins abschaffen, bräuchten wir weder Banken noch Zentralbanken. Wozu auch? Diese Institutionen beuten doch nur mit Hilfe der Politiker die Bürger aus! Man kann es einfach nicht oft genug wiederholen, aber Henry Ford hatte wahrhaftig unser Geldsystem kurz auf den Punkt gebracht:

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh!“

 Wozu sind unsere Medien eigentlich da? Um die Bürger aufzuklären oder zu ver“Blöd“en? Das Letztere wird von allen Volksparteien propagiert. Wenn dem nicht so wäre, hätten sie schon längst den Zins und die korrupten Banken abgeschafft. Und solange die Banken die Politik bestimmen, wird sich auch nichts ändern.

Noch hat der Wähler die Chance, sich von diesen korrupten Politikern enteignen zu lassen. Oder ist es doch schon zu spät? Der Euro in der jetzigen Form ist nicht mehr zu retten.

Weiterlesen “Zinsen sind die Pest !” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

EU Rettungsschirm: Wieder nur Zeit gewonnen

Ich kann dem nur zustimmen, was Gerhard Spannbauer (www.krisenvorsorge.com) in seinem neuesten Newsletter schreibt.

Unsere EU-Diktatur-Politiker sind alles Kriminelle, weil sie reihenweise gegen den EU-Vertrag und gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen. Und was unternehmen ehrenhafte Richter dagegen? NICHTS!

Nehmen Sie mal eine Bulette aus der Firmenkantine mit und Sie werden entlassen. Die Politiker ruinieren die Bürger, indem sie Milliarden-Beträge sinnlos verbrennen – und bleiben verschont. Wer schickt diese verantwortungslosen Politiker endlich auf die Anklagebank?

Hier nun der Newsletter von Gerhard Spannbauer.

================================================================

EU Rettungsschirm: Wieder nur Zeit gewonnen

am letzten Donnerstag wurde das Paket für die Rettung Griechenlands und zur Lösung der Euro-Krise von den Politikern mit großer Erleichterung verkündet.

So recht überzeugen vermochte das Paket allerdings nicht. Noch am selben Tag wurde der Maßnahmenkatalog gewogen und für zu leicht befunden:

Erstens wird dadurch nur ein Loch mit dem anderen gestopft, und zweitens kommt dieses Rettungspaket teilweise eben doch einem Zahlungsausfall Griechenlands gleich und der Weg in die Transferunion wird eingeschlagen.

Mit diesem Maßnahmenkatalog sollen die Schuldenprobleme Griechenlands für die nächsten zehn Jahre gelöst werden. Um die Zinsdienste und die Rückzahlungen zu meistern, muss Griechenland allerdings ein Wirtschaftswachstum von 3 % pro Jahr erreichen.

Tatsächlich befindet sich die Wirtschaft durch den rigiden Sparkurs weiterhin auf Talfahrt. Nach Auskunft des griechischen Finanzministeriums sanken die Steuereinnahmen in den ersten sechs Monaten 2011 um 8,3 % während die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,8 % stiegen.

Sollte Griechenland die geplanten Erlöse bei der Privatisierung seiner Staatsbetriebe nicht erreichen, ist es sowieso Makulatur. Das Interesse der Investoren an den verlustbringenden Staatsbetrieben ist bisher – vorsichtig ausgedrückt – sehr verhalten.

Weiterlesen “EU Rettungsschirm: Wieder nur Zeit gewonnen” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Griechenlands Ruin geht alle an

Ich hätte den folgenden Artikel auf meiner HP auch nur verlinken können, aber er erscheint mir von großer Wichtigkeit, sodass ihn möglichst viele lesen sollten. Natürlich geht Griechenlands Ruin uns alle an, denn früher oder später wird nicht nur Portugal, Spanien, Italien …, sondern ganz Europa vor ähnlichen Problemen stehen, die uns die EU-Politiker und die Banken eingebrockt haben.

Die gierigen Bankster, die die Politiker wie Marionetten lenken, haben diese Krise zu verantworten und nicht die Bürger, die darunter schon genug gelitten haben (steigende Arbeitslosigkeit, Lohnverzicht, steigende Steuerlasten …) und mehr und mehr verarmen.

Der Autor beschreibt, wie die gegenwärtige Realität (Geldbetrugssystem durch den Zins) aussieht und wie ein zukünftiges Szenario aussehen könnte. Weg mit den Notenbanken (das fordere ich schon lange – sie sind das große Übel) … usw.

Steht auf, wenn Ihr nicht verarmen wollt!

Griechenlands Ruin geht alle an

Griechenland steht vor Ruin und Bürgerkrieg. Portugal und Spanien sind nicht viel besser dran. Island und Irland standen bereits am Abgrund, und vielleicht folgt demnächst Italien oder Frankreich. Der „Internationale Währungsfonds“ (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB) und Europas Nettozahlerländer, allen voran die Bundesrepublik Deutschland, werden zahlen. Aber was und wer wird hier eigentlich bezahlt, und wer zahlt wirklich?Die Zahlungen, angeordnet von der Brüsseler Räteregierung und der Sonderorganisation IWF, gehen an diejenigen globalisierten Banken und Finanzkonglomerate, welche griechische (oder portugiesische usw.) Schuldtitel besitzen, wofür die Zinsen nicht mehr bezahlt werden können. Betrügerischerweise wird dies als Hilfe an die notleidenden Staaten bezeichnet, deren Regierungen alles versucht haben, um dieser „Hilfe“ zu entgehen. Die betroffenen Staaten müssen ihre Goldreserven verkaufen, den Volksbesitz zu Schleuderpreisen privatisieren lassen (nach dem Schema DDR in den neunziger Jahren), ihr staatliches Sozialsystem ruinieren und die Löhne und Renten der Arbeitenden radikal senken. Das bedeutet natürlich, weiter an Kreditwürdigkeit zu verlieren, die Binnennachfrage zu erdrosseln und damit die eigene Volkswirtschaft schwer zu schädigen. Griechenland steht seit über einem Jahr unter Brüsseler Zwangsverwaltung und ist faktisch schon kein souveräner Staat mehr. Es hat die erste Phase der gezielten Vernichtung von Staat und Volkswirtschaft hinter sich.

Die Europäer, durch Medien und Regierungen desinformiert, wissen nicht, was wirklich vor sich geht und schauen diesem kafkaesken Prozess wie gelähmt zu, obwohl gerade sie für diese Politik, die sich gegen jede Souveränität von Staat und Volk richtet, zur Kasse gebeten werden. Die Hunderten von Milliarden, die den Gläubigern – sprich den Plünderern – Portugals oder Griechenlands in den Rachen geschoben werden, berappen die europäischen, vornehmlich die deutschen Steuerzahler.

Kein müder Pfennig fließt in Wirklichkeit nach Portugal oder Griechenland. Das Geld geht an die Banken. Wir sind Zeugen eines fortgesetzten Raubzuges der Banken gegen die Steuerzahler der EU-Mitgliedsländer. Das Geld wird einfach über ein paar Durchreichen transferiert. Die Banker der betrügerischen staatenlosen Finanzinstitute (mit Sitz oder Filialen in Frankfurt) gehen zur EZB (mit Sitz in Frankfurt) und lassen sich dort praktisch zinslose Kredite in Milliardenhöhe erfinden und auszahlen. Dann gehen diese Schwindler ein paar Schritte weiter ans Terminal und kaufen sich für das soeben erfundene Luftgeld Staatsanleihen (also Schuldtitel) von Staaten, die durch die internationalen Finanzgauner bereits schon organisiert zusammengeschossen worden sind. Da die Kreditwürdigkeit  dieser Staaten schwer angeschlagen ist, verlangen die Banken natürlich hohe Zinsen, 10% und mehr. Dabei helfen ihnen ihre Tochtergesellschaften, die angeblich unabhängigen „Rating-Agenturen“, die das Land und den Wert seiner Staatsanleihen auf ihre Weise einstufen. Weil diese Einstufungen als verbindlich gelten, haben die scheinheiligen Bankinstitute keine Bedenken, gegenüber tief eingestuften Staaten die Zinsen für ihre Kredite nochmals zu erhöhen. Der Staat, der aber mit seinen dramatisch zurückgehenden Steuereinnahmen nicht in der Lage ist, diese Wucherzinsen zu bezahlen, sucht verzweifelt nach neuen Geldgebern, die dann logischerweise noch mehr Zinsen verlangen. Wenn es gar nicht mehr geht – und in Griechenland und Portugal geht es nicht mehr – dann zahlt eben der fleißige EU-Bürger. Natürlich ohne gefragt zu werden. Er wurde ja auch nicht gefragt, als er vor zwei Jahren mit seinem Spargroschen die ob ihrer Geldgier ins Schlingern geratenen Großbanken retten musste.

Weiterlesen “Griechenlands Ruin geht alle an” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Der Euro hat keine Krise …

… sagt Frau Merkel. Weiter bestätigt sie im folgenden Interview, dass die Spareinlagen sicher sind. Ist nicht langsam Vorsicht geboten, wenn sie diese Lüge ein weiteres Mal unter’s Volk bringt?

Harald Martenstein sagt dazu: „Die Bundeskanzlerin sagt, die Spareinlagen der Sparer seien sicher, sie selber gebe ihr persönliches Ehrenwort. Kurz darauf schließen die Banken.“ Dann dürfte es ja nicht mehr allzu lange dauern, bis die Banken ihre Tore schließen und eine Währungsreform vor der Tür steht. Möglicherweise bleibt nicht mehr sehr viel Zeit, sein Geld von den Banken abzuholen.

Die Interviewer, Ulrich Deppendorf und Rainald Becker, sind zahnlose Tiger. Warum nur so harmlose Fragen? Von Angestellten des staatlichen Fernsehens ist allerdings auch nicht viel mehr zu erwarten. Ein Heimspiel für die Bundeskanzlerin – ein Armutszeugnis für die abGEZockten öffentlichen Medien, die eigentlich für Aufklärung sorgen sollen. Aber das dies nicht erfolgt, dafür sorgt schon diese Lügenregierung unter der Führerin Merkel, die wissentlich Deutschland an die Wand fahren will, um das Volk zu verarmen.

Wann wacht der deutsche Michel endlich auf und schickt diese Frau und ihre Gefolgschaft endlich zum Teufel? Wahrscheinlich erst dann, wenn das Ersparte weg ist!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=LbX-QL-YkMM]

——————————————————————————————-

P.S. Von meiner Seite die besten Glückwünsche an die japanischen Frauen: Fussball-Weltmeister
Sie haben es verdient!

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Börsen-Experte empfiehlt griechische Staatsanleihen !?

Ist es denn zu fassen, Griechenland ist pleite und der Börsen-Experte Frank Lehmann empfiehlt im folgenden Video 2-jährige griechische Staatsanleihen.
Ab Min. 10:25. Schauen Sie sich dabei nur mal das Gesicht von Herrn Prof.  Sinn an.
Frau Maybrit Illner redet in diesem Zusammenhang sogar von Schnäppchen.

Weiter sagt Herr Lehmann, dass wir in 2-5 Jahren eine Inflation von 3-5 Prozent haben werden. Auf welchen Planeten lebt der denn? Die wahre Inflation liegt jetzt schon um einiges höher als 5 Prozent. Der derzeitige Warenkorb,  der zur Bemessungsgrundlage der Inflation dient, entspricht heute in keinster Weise der Realität. Alles nur Fälschung.

Auf die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise in den letzten Monaten/Jahren muss ich hier nicht näher eingehen. Jeder wird es in seinem Geldbeutel selber gespürt haben. Nur auf eins möchte ich noch hinweisen, und zwar auf meinen Blogeintrag vom 20. Februar 2011: Staatsanleihen – raus, raus, raus !

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=5eu7aF7HMeM]

 

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Der Zins und sein moralischer Schatten

Bis heute ist der Preis des Kredits mit dem Stigma des Anstößigen behaftet

Zur Rolle des Zinses in der modernen Wirtschaft

Von Otmar Issing (Der Autor war damals Chefvolkswirt und Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank)

In der Frankfurter Chronik zur Judenverfolgung im Mittelalter heißt es: „Propter usuras vexabantur“ – Wegen des Wuchers wurden sie gequält. Wucher, das war das Synonym für die Geldleihe gegen Zins, ein Geschäft, das den Christen nach dem kanonischen Zinsverbot untersagt war.

Verbietet die Obrigkeit eine wirtschaftliche Aktivität, für die es in einer Gesellschaft jedoch Bedarf gibt und ohne die, wie beim Kredit, nur eine beschränkte Existenz und kaum Spielraum zur Entwicklung gegeben ist, dann werden die Menschen Mittel und Wege finden, das Verbot zu umgehen. Eine naheliegende Möglichkeit besteht darin, dieses Geschäft Außenseitern zu überlassen. Genau dies geschah im Mittelalter. So wurde der „Geldhandel“ ab etwa der Mitte des zwölften Jahrhunderts der Hauptberuf der Juden, zumal man sie im Laufe der Zeit immer mehr aus anderen Gewerben herausgedrängt hatte.

Damit war eine Minderheit wirtschaftlich ausgegrenzt und auf eine Tätigkeit verwiesen, die durch weitere politische Eingriffe, wie extreme Steuern und Schuldenerlasse, belastet wurde. Das dadurch erhöhte Risiko der Kreditvergabe spiegelte sich in teilweise horrenden Zinsen wider, ein Ergebnis, das den Gläubiger speziell bei den Schuldnern, aber auch in der Bevölkerung ganz allgemein nicht gerade beliebter machte. Wenngleich hier sicher nicht die einzige Ursache liegt, so muß man doch dem Haß auf die „Wucherer“ eine wesentliche Rolle bei der Auslösung der schrecklichen Pogrome dieser Zeit beimessen.

Das Zinsnehmen stand lange Zeit auf einer Stufe mit den Kapitalverbrechen, der Wucherer wurde in die Gesellschaft von Brandstiftern, Räubern, Blutschändern und Huren eingereiht. Hinter dieser moralischen Verdammung steht zum einen die damalige Haltung der Kirche zum Zins und Zinsnehmen. Diese Aversion blieb aber keineswegs auf das Christentum beschränkt. So enthält etwa die Thora ein ausdrückliches Verbot des Darlehnszinses, freilich nur für Darlehen unter den Israeliten, und die Schwierigkeiten der Akzeptanz des Phänomens Zins im Islam reichen bekanntlich bis in unsere Zeit.

Die Sehnsucht noch der zinslosen Wirtschaft

In der Scholastik diente zum anderen neben der Bibel die Autorität des Aristoteles für die Stigmatisierung des Zinses. Nach der Lehre „des“ Philosophen in seiner „Politik“ war das Gewerbe des „Wucherers mit vollstem Recht eigentlich verhaßt, weil es aus dem Gelde selbst Gewinn zieht und nicht aus dem, wofür das Geld doch allein erfunden ist“. Der Zins stammt „als Geld vom Gelde. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter allen am meisten dem Naturrecht“. Nach Edgar Salin sind von da an die Geldleihe und der Geldhandel überhaupt mit dem schwersten Fluch belegt, den die Philosophie und später auch die Theologie zu schleudern vermögen. Sie sind wider die Natur.

Das aristotelische Verdikt wird heute schwerlich noch jemanden beeindrucken, und mit einer Doktrin aus dem gemeinhin als „finster“ apostrophierten Mittelalter wird sich ansonsten kaum ein Bürger unserer so aufgeklärten Zeit identifizieren. Ob aber nun die Meinungen der Vergangenheit das Bewußtsein der heute Lebenden stärker beeinflussen, als dies für möglich gehalten wird, oder ob dies nicht zutrifft, so bleiben doch berechtigte Zweifel, ob der Zins – um mit dem bekannten österreichischen Kapitaltheoretiker Eugen von Böhm-Bawerk zu sprechen – jemals seinen „moralischen Schatten“ vollständig losgeworden ist. In der innerlichen Ablehnung, der die moralische Ächtung leicht folgt, liegt wohl auch die Wurzel dafür, daß die Sehnsucht nach der zinslosen Wirtschaft zum Beispiel am Rande von Kirchentagen immer wieder ihre Anhänger versammelt.

Weiterlesen “Der Zins und sein moralischer Schatten” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Bankrotterklärung Europas durch einen Wirtschaftsweisen

Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.
Andreas Popp redet wie immer Klartext, u.a. auch über Herrn Norbert Walter, diesem …
Einfach klasse.
Vielen Dank, lieber Andreas! 

Das entsprechende Video finden Sie auf seiner Seite.

—————————————————————————————————

Oder: Warum die Menschen ihre Ersparnisse verlieren werden…

von Andreas Popp

Es gibt einen sogenannten Sachverständigenrat in unserem Land, besser bekannt unter dem Begriff „die Wirtschaftsweisen“. Während diese Institution normalerweise eher durch linientreue Erfolgsverkündungen und Durchhalteparolen auffällt, kam nun plötzlich ein Funke Wahrheit durch. Dies wiegt umso schwerer, wenn man die „political correctness“ berücksichtigt, an die sich die Wirtschaftsweisen normalerweise strikt halten.

In einem Pressartikel der Börsenzeitung vom 4.6.2011 erklärte eines der Mitglieder in wenigen Nebensätzen, dass unser Finanzsystem quasi auf der Basis der kompletten Willkür aufgebaut ist. Die Deutlichkeit, mit der Herr Bofinger diesen Zustand beschreibt, stellt aus unserer Sicht eine neue Qualität dieser verwirrenden Gesamtordnung dar. Er betonte unzweideutig, „dass die Geschäftsbanken solange neues Geld produzieren könnten, wie es sich im Rahmen des Leitzinsniveaus noch rechnet“. Das Lehrbuch-Modell beschreibt dagegen, dass Banken erst dann Kredite vergeben dürfen (und nur so entsteht ja bekanntlich Geld), wenn sie Einlagen durch Sparer erhalten, oder wenn ihnen die Notenbank am Geldmarkt eine Anleihe abkauft.


Auszug aus dem Interview der Börsenzeitung vom 4.6.2011

Frage:
Aber wieder wird der Aufschwung auf Pump finanziert. Wer hält den Mechanismus eigentlich am Laufen: Sind es die Sparer, die ihre Anlagen wie vor der Krise in die USA transferieren? Oder findet die Geldschöpfung im Bankensystem statt, gefördert durch die viel zu niedrigen Zinsen der Notenbanken?

Bofinger:
Beides. Es ist ja nicht so, dass das Verschuldungsniveau durch eine vorgegebene Ersparnisbildung begrenzt wird, wie in den Lehrbüchern immer suggeriert wird. Stattdessen gilt: Banken können so lange uneingeschränkt Kredite schöpfen, wie sich das angesichts des Leitzinsniveaus noch rechnet. Die einzelne Bank ist also nie richtig restringiert. Wenn sie Liquidität benötigt, geht sie einfach zur Notenbank, oder sie holt sich die Refinanzierung am Geldmarkt. Das hat nichts mit dem Lehrbuch-Modell zu tun, wo Banken nur dann Kredite vergeben, wenn sie zufällig eine Einlage durch einen Sparer bekommen oder wenn ihnen die Notenbank am Geldmarkt eine Anleihe abkauft.


Diese im ersten Moment für den Laien nicht besonders revolutionär klingende Aussage Bofingers hat gewaltige Konsequenzen für alle Bürger, die über Sparguthaben verfügen. Wer nun als Betroffener noch ruhig bleibt (nach dem Motto, „Das kriegen Die schon wieder hin“), sollte spätestens jetzt sein Weltbild hinterfragen.

Regelmäßige Leser oder Zuschauer unserer Veröffentlichungen wissen, dass Banken nur dann durch Kredite neues Geld erzeugen dürfen, wenn sie gewisse Auflagen für Mindestreserven in Form von Spareinlagen und einen „Hauch“ von Eigenkapital erfüllen. Auf diese Weise sollte das Volumen der Geldschöpfung durch Banken eigentlich begrenzt werden. Laut Bofinger spielt diese Grundlage im Rahmen der Krise offenbar nun keine Rolle mehr.

Weiterlesen “Bankrotterklärung Europas durch einen Wirtschaftsweisen” »

0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)