Papiergeld ist periodisch zum Crashen verdammt (II)

Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn

ZWEITER BRIEF

Berlin, 2. Januar 1921.

Wie kommt es, lieber James, dass die Menschen unter denen sich doch auch kluge, selbständig denkende Leute befinden, das Wesen des Geldes so schwer ergründen können? Ich glaube, es kommt daher, dass sie von Kindesbeinen auf mitten im Gelde leben, zu eng mit ihm verwachsen sind und daher nicht die nötige Distanz zu ihm finden. Das Geld verrichtet eine bestimmte Funktion im täglichen Leben, nämlich die Funktion des Kaufens und Bezahlens, mit solcher Selbstverständlichkeit, dass man nur schwer von der Vorstellung loskommt, das Geld und die Funktion seien ein und dasselbe. Und der Sprachgebrauch bestärkt uns in dieser Vorstellung. Wenn wir einen gewissen Dickhäuter mit einem langen Rüssel „Elefant“ nennen, so kann kein Zweifel daran bestehen, dass ein Elefant nichts anderes als dieser gewisse Dickhäuter mit dem langen Rüssel ist. Und wenn wir alle Dinge, mit denen wir im Alltagsleben kaufen und bezahlen, „Geld“ nennen, so ist Geld natürlich nichts anderes als das Ding, das jeweils als allgemeines Kauf- und Zahlmittel dient. Ob es sich dabei um Goldmünzen oder papierne Scheine, um Salzbarren oder Kaurimuscheln handelt, ist gleichgültig, solange man nur in seinem Lande damit kaufen und bezahlen kann, denn alles, womit man das zu tun vermag, nennt der Sprachgebrauch „Geld“.

Hinter dieser allbekannten Funktion steckt aber ein verborgener Sinn, ein Gesetz. Ganz wie hinter dem Vorgang des fallenden Steins, des rollenden Rades bestimmte Naturgesetze stecken. Diesen Gesetzen kommt man nicht auf die Spur, solange man ein Rüsseltier Elefant, und den Elefanten ein Rüsseltier nennt, sich also begrifflich immer im Kreise dreht. Wenn man sich aber vergegenwärtigt, was allen Vorgängen und Funktionen einer bestimmten Art gemeinsam, was das Typische in ihnen ist, so kommt man sehr schnell hinter ihre tiefere Bedeutung und hinter die Gesetze, denen sie gehorchen.

Denke also, lieber James, jetzt einmal nicht an das Geld, das den Verkehr vermittelt, sondern überlege Dir, welchen Sinn der wirtschaftliche Verkehr zwischen den Menschen als solcher hat. Dann drängt sich Dir zunächst eine Beobachtung auf, die schon, viele Menschen vor Dir gemacht haben: dass nämlich dieser Verkehr im Grunde genommen nur ein Tauschverkehr ist. So kompliziert unser Wirtschaftsleben auch aussieht, letzten Endes läuft es doch lediglich darauf hinaus, dass täglich zahllose Gegenstände für den Verbrauch hergestellt und zu diesem Zweck zwischen Herstellern, Händlern und Verbrauchern ausgetauscht werden. Wer auch immer eine Ware verkauft oder eine Leistung anbietet, immer kommt es ihm darauf an, andere Waren oder andere Leistungen dafür zu erhalten. Mache einmal die Probe. Blicke um Dich herum und prüfe, woraus sich das Vermögen Deiner Nachbarn zusammensetzt, das heißt, was sie für ihre Jahrzehnte lang geleistete Arbeit eingetauscht und aufgesammelt haben. Was siehst Du dann? Du siehst Häuser, Möbel, Kunstgegenstände. Ferner siehst Du Maschinen, Wagen, Schiffe. Endlich siehst Du Gegenstände des täglichen Bedarfs, nämlich Vorräte an Kleidung, Wäsche, Fleisch, Brot. Alle diese Dinge sind der wirkliche Gegenwert für die Waren, welche Deine Nachbarn verkauft, und für die Arbeit, die sie geleistet haben.

Bei vielen Leuten wirst Du allerdings auch Vermögensbestandteile unkörperlicher Natur sehen, die von ganz besonderer Art zu sein scheinen, nämlich Aktien, Obligationen, Hypotheken und ähnliche Dokumente. In Wirklichkeit unterscheiden sich diese Vermögensteile aber in nichts von den konkreten Gegenständen. Jede Aktie, jede Obligation, jede Hypothek stellt höchst körperliche Häuser, Maschinen, Wagen oder Vorräte vor, die sich irgendwo befinden, und die den Gegenwert der vom Aktionär oder Obligationär verkauften Waren oder geleisteten Arbeit bilden. Nur dass diese Häuser, Maschinen usw. sich nicht im unmittelbaren Besitz des Aktionärs oder Obligationärs befinden. Statt ihrer hat sie irgend ein Dritter im Besitz oder in der Verwaltung, und Jene haben einen entsprechenden Anspruch an ihn, der in den Aktien, Obligationen und sonstigen Dokumenten verbrieft ist. Der Sprachgebrauch nennt einen solchen Anspruch „Kapital“ und das jährliche Entgelt, das der Verwalter für die Überlassung der Häuser, Maschinen usw. entrichten muss, „Zins“. Auch bei diesem Zins, dem man aus Gründen der Bequemlichkeit meist in Geld auszudrücken pflegt, handelt es sich in Wirklichkeit immer nur um Güter eines bestimmten Werts, die der Empfangsberechtigte zu erhalten wünscht, und es kommt oft genug vor, dass man den Zins nicht in Geld, sondern in Naturalien festsetzt, auf dem Lande z.B. in Kartoffeln, Getreide oder Brennholz.

Es bildet also sachlich gar keinen Unterschied, lieber James, ob Du bei Deinem Nachbarn Häuser, Maschinen und Vorräte, oder Aktien und Schuldverschreibungen vorfindest. In dem einen Fall verwaltet der Eigentümer die Gegenstände, die er nach und nach gegen seine Waren und Leistungen eingetauscht hat, selbst, im an dem Fall verwaltet sie ein Dritter für ihn. Auf welche Länder und auf welche Volkskreise Du Deine Untersuchung auch erstreckst, sobald Du auf den Grund gehst, wirst Du stets finden, dass Waren und Leistungen nur in der Absicht hingegeben werden, andere Waren und andere Leistungen dagegen einzutauschen. Die Wirtschaft unserer Tage beruht also, ganz wie die der grauesten Vorzeit, auf dem Tauschverkehr. Sie wirkt nur deshalb etwas kompliziert, weil ein so wirres Durcheinander von Eigentümern, Verwaltern, Darlehnsgebern und Darlehnsnehmern herrscht, die sich die eingetauschten und einzutauschen Güter wie Federbälle zuwerfen; mit anderen Worten, weil sich das Element des Kredits in unserer Zeit so breit macht.

Bei diesem Element müssen wir ein wenig verweilen, mein Junge, denn wir haben es hier mit dem wichtigsten aller Wirtschaftsfaktoren und – um es Dir jetzt schon zu verraten – einem nahen Verwandten des Geldes zu tun. Ich habe eben gesagt, dass der Kredit den modernen Verkehr kompliziert, und dass man ihn daher nicht immer als den Tauschverkehr erkennt, der er in Wirklichkeit ist. Da könntest Du mich nun fragen: Warum schilderst Du mir denn nicht die Verkehrsvorgänge in einem Lande, in dem man den Kredit, diesen vertrackten Störenfried, nicht kennt, und in dem sich daher die Tatsache des Tauschs von Ware gegen Ware unverhüllt in nackter Augenfälligkeit zeigt? Antwort: Weil es ein solches Land nicht gibt und nie gegeben hat. Der Kredit ist genauso alt wie der menschliche Wirtschaftsverkehr und lässt sich nicht aus ihm fortdenken. Nicht einmal in einem Kraal von Menschenfressern, geschweige denn in der zwar vorgeschichtlichen, aber im allgemeinen wohlorganisierten Herdenwirtschaft unseres Erzvaters Abraham kann oder konnte man ohne den Kredit auskommen. Es gibt nur eine einzige Voraussetzung, unter der die Wirtschaft dieses wichtigste aller Hilfsmittel entbehren oder, besser gesagt, so umgestalten kann, dass es nicht mehr als Kredit empfunden wird. Diese Voraussetzung ist – aber ich will nicht vorgreifen.

Ich weiß, mein Lieber, dass Du ein ungläubiger Thomas bist, und vermute daher, dass Du an die Unentbehrlichkeit des Kredits noch nicht so recht glaubst. Stimmt das? Falls es tatsächlich so sein sollte, möchte ich Dich bitten, Dir einmal den Verkehr in einem ganz primitiven NegerstaatvInnerafrikas vorzustellen. Die Einwohner dieses Staats müssen von irgendetwas leben, das siehst Duvdoch ein? Ein Teil der Bevölkerung geht also auf die Jagd, um Fleisch zu beschaffen; ein zweiter Teilvtreibt Viehzucht der Milch wegen; ein dritter Teil baut Mais, der arbeitsfähige Rest, soweit er nicht zurvLeibgarde des Häuptlings gehört, schüttelt Kokosnüsse, schneidet Bambusrohr und Palmblätter zumvHüttenbau oder holt Wasser aus der nahen Oase. Eine noch primitivere Wirtschaftsführung ist wohlvkaum denkbar. Nun stelle Dir, Hirte, folgenden alltäglichen Verkehrsakt vor: Ein Viehzüchter, dervüber nichts anderes als seine Herde Zeburinder verfügt, braucht verschiedene Gegenstände, und zwarveinige Palmblätter zum Ausbessern seines Viehstalles, etwas Mais für das tägliche Brot und Wasser für seine Kühe. Wie kommt dieser Kauf zustande? Der nächstliegende Weg, der des glatten Tausches, ist in diesem Falle nicht gangbar, denn jedes Stück Vieh, das der Viehzüchter in Tausch geben kann, ist hundertmal mehr wert als die Palmblätter, der Mais und das Wasser. So viel Palmblätter, Mais und Wasser, wie auf ein Rind kommen, haben die Verkäufer gar nicht vorrätig, und wenn sie es hätten, was sollte wohl der Viehzüchter mit diesen Mengen beginnen? Zum mindesten das Wasser würde schon nach ein paar Tagen verdorben sein. Es bleibt daher den Parteien, wenn sie zum Abschluss kommen wollen, nur der Ausweg übrig, dass eine der anderen den Gegenwert ihrer Leistung stundet.

Entweder liefern der Palmensucher, der Wasserträger, der Maisbauer ihr geringes Produkt dem Viehzüchter zunächst ohne Gegenleistung, wobei sich dieser verpflichtet, seinen Bedarf laufend bei ihnen zu decken, und später, wenn die Lieferungen von Palmblättern, Wasser und Mais einen entsprechenden Wert erreicht haben, die ganze Schuld auf einmal durch Hergabe von Rindern abzutragen; oder aber der Viehzüchter liefert dem Palmensucher, dem Wasserträger und dem Maisbauer je ein Rind, wogegen diese sich verpflichten, ihn nach Bedarf mit ihren Produkten zu versehen, und zwar solange, bis der Wert der Produkte den Preis eines Rindes erreicht hat. In beiden Fällen gewährt die eine Partei der anderen – Kredit. Kredit im täglichen Verkehr zwischen Wilden? Wo es doch selbst im hochentwickelten Rechtsstaat kaum denkbar erscheint, dass im Marktverkehr, der sich aus unzähligen kleinen Käufern und Verkäufern zusammensetzt, jeder Einzelne jedem Einzelnen Kredit gewähren könnte!? Der Einwand liegt sehr nahe, lieber James, das gebe ich ohne weiteres zu. Aber sage mir bitte selbst, wie Du Dir den Warenaustausch in einem primitiven Lande sonst denkst. Tatsache ist doch, dass hier genau wie im Kulturstaat nur höchst selten zwei tauschende Parteien im Besitz absolut gleichwertige Güter sein werden. Tatsache ist ferner, dass selbst in dem seltenen Falle der Wertgleichheit die auszutauschenden Güter nicht in einem und demselben Moment zur Verfügung stehen werden. Soll beispielsweise ein schlachtreifes Schwein gegen eine Tonne Roggen ausgetauscht werden, so kann das Schwein im Winter, der Roggen aber erst im Sommer, nach der Ernte, hergegeben werden. Fast bei jedem Tausch, der zustande kommt, wird somit ein Rest bleiben, der gestundet werden muss, wird also eine Partei der andern Kredit einzuräumen haben. Wo solch Kredit grundsätzlich verweigert wird, kann ein wirtschaftlicher Verkehr nicht aufkommen, gleichviel, ob es sich um einen hochentwickelten Kulturstaat oder um einen primitiven Hottentottenkraal handelt.

Ich sehe hier förmlich, wie Du ärgerlich die Achseln zuckst, um dadurch auszudrücken: Taktisch findet doch aber in der ganzen Welt ein reger Marktverkehr statt, obwohl nirgends die kaufenden oder tauschenden Parteien daran denken, sich gegenseitig Kredit einzuräumen. Irrtum mein Lieber, ein schwerer Irrtum! Du hast Dir den Marktverkehr nicht gründlich genug angesehen. In Wirklichkeit hat sich in der ganzen Welt das Prinzip herausgebildet, dem Käufer einer Ware oder einer Leistung den Gegenwert zu stunden. Du selbst, mein Sohn, nimmst an jedem Tage zehnmal Kredit in Anspruch, freilich ohne es zu wissen, und ohne dass Deine Lieferanten sich dessen bewusst sind. Der Verkehr hat nämlich ein Mittel gefunden, um den Kredit der Verlustgefahr zu entkleiden, die seine allgemeine Anwendung sonst verhindern würde, und zwar auf die einfachste Weise: Jeder Verkäufer lässt sich von jedem Käufer ein Unterpfand bestellen. Weil das bei allen Tauschakten geschieht, und weil es uns daher in Fleisch und Blut übergegangen ist, mit einem Unterpfande zu zahlen und bezahlt zu werden, so sehen wir alle in dem Pfande eine definitive Gegenleistung und sind uns nicht mehr bewusst, dass diese Gegenleistung in Wirklichkeit gestundet, kreditiert worden ist. Wir sehen den Kredit nicht, der in jedem marktmäßigen Verkehrsakt steckt, weil es ein gefahrloser, gedeckter Kredit ist, den wir geben und nehmen, und weil die Deckung immer in einem und demselben Unterpfande besteht.

Es ist nämlich zur Verkehrssitte geworden – und zwar bei den Hottentotten genauso wie bei uns, ein Normalpfand zu benutzen. Man überlässt es nicht den kaufenden Parteien, sich auf ein x-beliebiges Pfand zu einigen, sondern hat eine bestimmte, allgemein geschätzte, hinreichend vorhandene, leicht teilbare und zusammensetz bare, vor allem aber wertbeständige Ware zum landesüblichen Pfand ausersehen. Dieses Normalpfand, lieber James, nennt man Geld. Die Einführung des Geldes in den Verkehr ist jene vorhin von mir erwähnte einzige Voraussetzung, unter der die Wirtschaft beim Warenaustausch den Kredit zwar nicht entbehren, aber doch so sichern kann, dass er äußerlich nicht mehr als Kredit erscheint.

Ich entsinne mich, früher einmal, mit einem Kollegen, einem jener wenigen Bankdirektoren, die etwas vom Gelde verstehen, darüber gestritten zu haben, ob das Geld wirklich als ein „Pfand“ anzusehen sei.

Mein Kollege stimmte zwar mit mir darin überein, dass das Geld an sich keine definitive Gegenleistung für eine verkaufte Ware oder einen geleisteten Dienst, sondern lediglich ein Instrument sei, das den kreditierten Anspruch auf die Gegenleistung sicherstelle. Er meinte aber, das Geld, das diesen Anspruch sichere, sei nicht ein „Pfand“ zu nennen, sondern eher eine „Anweisung“. Denn es verschaffe seinem Inhaber das Recht, Güter in Höhe eines bestimmten Werts aus dem Markte zu nehmen – zu „kaufen“ -, und es weise ihm somit diese Güter an. Daher brauche das Geld durchaus nicht aus einem wertvollen Gut, etwa aus Gold oder Silber zu bestehen. Das sei nur dann nötig, wenn es wirklich als ein vollwertiges Unterpfand von Hand zu Hand gehe, nicht aber, wenn es eine Anweisung auf Güter sei. Denn für eine Anweisung genüge es vollständig, wenn sie von einer Autorität, etwa der Staatsregierung oder einer großen Notenbank, ausgestellt sei. Auf ihren Stoff komme es absolut nicht an; Papier tue genau denselben Dienst wie Gold oder Silber.

Du siehst aus diesem Disput, lieber James, wie wichtig es unter Umständen sein kann, ob man das Geld als eine Pfandsicherheit ansieht, die den mit jedem Verkehrsakt verbundenen Kredit durch ihren Sachwert deckt; oder aber ob man es für eine Anweisung hält, in der irgend eine Stelle den Kredit bescheinigt und dem Kreditgeber das Recht attestiert, Güter entsprechenden Werts zu beziehen. Denn je nachdem man das Geld als ein vollwertiges Sachpfand oder als eine Anweisung der Obrigkeit ansieht, wird man das Metallgeld oder das Papiergeld als eigentliches Geld ansehen. Ich will mich aber heute bei dieser Streitfrage nicht aufhalten, weil es noch wichtigere, prinzipielle Fragen gibt als die, aus welchem Stoff das Geld bestehen muss. Du wirst das deutlich erkennen, wenn wir um einige Briefe weiter sein werden. Einstweilen brauchst Du Dir also den Kopf nicht darüber zu zerbrechen, ob Du im Gelde wirklich ein Unterpfand für gewährten Kredit zu erblicken hast. Unbedingt festhalten musst Du dagegen an folgenden Leitsätzen: Im wirtschaftlichen Verkehr wird stets und ausnahmslos die eine Leistung gegen die andere getauscht. Dabei erfolgt aber nur die eine Leistung in der Gegenwart. Die andere erfolgt erst in der Zukunft. Bis zu diesem künftigen Zeitpunkt besteht ein Kreditverhältnis, nämlich ein Anspruch der einen Partei (des Verkäufers) auf die noch ausstehende Gegenleistung der anderen Partei (des Käufers). Dieser Anspruch wird durch ein Verkehrsinstrument gesichert, das man „Geld“ nennt. Das Geld tritt – gleichviel ob als Pfand oder als Anweisung – provisorisch an die Stelle der noch ausstehenden Gegenleistung. Es wird daher meist selbst als die Gegenleistung angesehen. Wie das Geld beschaffen ist, und wer es ausgegeben hat, ist grundsätzlich ohne jeden Belang. Es kommt nur auf eins an, und zwar darauf, dass das Geld seine Aufgabe, einen Güteranspruch sicherzustellen, vollkommen erfüllt.

Tut es das, so ist es gutes, vollwertiges Geld, auch wenn es aus billigem Papier besteht. Erfüllt es die Aufgabe nicht, so dass der Inhaber seinen wohlerworbenen Güteranspruch ganz oder teilweise einbüßt, so ist es minderwertiges Geld, auch wenn es aus Metall hergestellt und von der höchsten Autorität im Staate auf Grund der geltenden Gesetze ausgegeben worden ist. Soviel für heute.

In Liebe Dein alter Papa.

Papiergeld ist periodisch zum Crashen verdammt (II)
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1 Kommentar

  1. „Wie das Geld beschaffen ist, und wer es ausgegeben hat, ist grundsätzlich ohne jeden Belang. Es kommt nur auf eins an, und zwar darauf, dass das Geld seine Aufgabe, einen Güteranspruch sicherzustellen, vollkommen erfüllt.“
    Wenn er hier „vollkommen“ im Sinne von „perfekt“ meint
    en sollte, also im Sinne eines Geldes, das zum Wohle aller nicht als Sparmittel gehortet werden kann, d.h. dass der Geldbesitzer den „Güteranspruch“ nicht ohne Strafe auf den Sanktnimmerleinstag verschieben kann, kann man hier nur zustimmen…
    „Tut es das, so ist es gutes, vollwertiges Geld, auch wenn es aus billigem Papier besteht. Erfüllt es die Aufgabe nicht, so dass der Inhaber seinen wohlerworbenen Güteranspruch ganz oder teilweise einbüßt, so ist es minderwertiges Geld…“
    …doch er meint hier „vollkommen“ im Sinne von „100%ig“, und genau das macht gerade das Geld „minderwertig“ für die allermeisten von uns, nämlich zu Zinsgeld. Er hätte also ehrlich sagen müssen: „…so ist es minderwertiges Geld FÜR UNS REICHE LEUTE…“!

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