Tageskommentar 29.10.2017

Ein treffender Tageskommentar von Michael Winkler

In Katalonien hat die nächste Stufe der Eskalation begonnen. Madrid hat die Unabhängigkeitserklärung der Katalanen provoziert und anschließend die Regionalregierung entmachtet. Katalonien ist derzeit ein Vorort von Madrid, nichts weiter. Das Regionalparlament ist aufgelöst, Polizeichefs werden suspendiert. Am 21. Dezember sollen die Katalanen ein neues Regionalparlament wählen. Allerdings ist der Geist jetzt aus der Flasche. Ob es nun fünf oder zehn Jahre dauern wird, der Zerfall Spaniens ist nicht mehr aufzuhalten. Das Regime Rajoy mag derzeit Sieger sein, insgesamt haben sie jedoch verloren – ebenso der König, der alles falsch gemacht hat, was er falsch machen konnte.

SPD-Chef Martin Schulz hat für den Fall des Scheiterns der Jamaika-Verhandlungen Neuwahlen gefordert. Bisher wurden bei den Sondierungsgesprächen nur dünne Bretter gebohrt, die bekannten Konfliktthemen wie Zuwanderung und Umweltschutz wurden erst mal ausgeklammert. Neuwahlen wären die erste gescheiterte Regierungsbildung der BRD-Geschichte, sie passen jedoch großartig zu Merkels katastrophaler Regierungsbilanz. Neuwahlen wären ein Erfolg der AfD, denn die würden auf diese Weise die unsicheren Kantonisten los. Wären die Stimmen der AfD an die CDU gefallen, würde es für eine Langweiler-Regierung aus Schwarz-Geld und die ungestörte Fortsetzung der Merkel-Diktatur reichen.

Ich finde es interessant, wie viele Politiker und aufgehetzte Bürger von „Nazis“ im Parlament sprechen. Das, was diese Leute unter „Nazis“ verstehen, ist ohnehin das Zerrbild, das Hollywood entworfen hat. Diese Hollywood-Nazis haben wir schon lange im Parlament. Die Terrorbande der Merkeljugend, auch bekannt als Antifa, wird vom Staat direkt finanziert. Die Zahl der politischen Gefangenen steigt unaufhörlich, Denunzianten werden hofiert. Gesetze, um die Bürger zu überwachen, werden eingeführt und fortlaufend verschärft. Die Hetze von oben gegen Teile der Bevölkerung nimmt immer exzessivere Formen an. Was einst die Juden gewesen sind, sind heute die „Rechten“, die „Reichsbürger“, die „Nazis“ – auf der anderen Seite steht die schweigende Mehrheit, stehen Merkels willige Helfer in Justiz und Verwaltung. Die gleichgeschalteten Propagandamedien hetzen gegen Teile des Volkes, in kritikloser Hofberichterstattung wird die Linie der Regierung dem Volk als alternativlos eingehämmert.

Und die AfD? Sind das nicht die Nazis? Die V-Leute und U-Boote in dieser Partei sind es bestimmt. Wer jedoch mit dem Finger auf die AfD zeigt und diese als „Nazis“ bezeichnet, der zeigt mit drei Fingern auf sich selbst. Die AfD ist eine Reaktion auf die Unfähigkeit einer Bundeskanzlerin. Wenn die Regierung nicht fähig ist, dem Volk die Antworten zu geben, die das Volk ersehnt, dann entstehen eben neue politische Kräfte. Wenn das Bayerische Fernsehen über „Demokraten“ berichtet, die sich mit Schildern irgendwo hinstellen und sich „schämen“, daß so viele Menschen AfD gewählt haben, sollten sie diese Idioten besser aufklären, damit sie sich über diejenigen Politiker schämen, die die AfD notwendig gemacht haben.

Tageskommentar 29.10.2017
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3 Kommentare

  1. 29.10.2017

    Zu Katalonien:  Den wenigsten für uns dürfte bewußt gewesen sein, daß Spanien ein Vielvölkerstaat ist, der schon immer nur mit Gewalt zusammengehalten wurde.  Womit sich jetzt Rajoy über Katalonien beschwerte, sagte schon fast wörtlich vor 375 Jahren Olivarez:

    http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2271

    Über diese Vorstellung äußerte sich Olivarez in einem Brief an den Vicekönig jener Provinz (Katalonien) Santa Colonna in folgender Art:  “Kein Fürst in Europa”, schreibt er, “hat Untertanen wie die Catalonier.  Sie wollen zwar einen König haben, aber ihm nicht dienen, selbst wenn es auf ihre eigene Erhaltung ankommt.  Besitzt ein Herrscher nicht die Gewalt, in seinem Land zu befehligen, was er will, oder darf er nicht einmal das tun, was für das Wohl seiner Untertanen nötig ist?  Soll der König die Catalonier verteidigen, ohne daß sie daran Teil nehmen, soll die Kriegsmacht anderer Provinzen die Feinde aus Catalonien jagen und dann nicht einmal im Winter dort bleiben dürfen?  Ein Recht solcher Art kann nicht vorhanden sein;  das höchste und erste Gesetz eines Staates bleibt sein Wohlsein und seine Erhaltung.”

    Ein Tal in Katalonien, das nicht katalanisch spricht, will jetzt auch unabhängig werden, und die katalanischen Teile Frankreichs um Perpignan wollen sich dem neuen Staat anschließen.

    Die von den Geheimbünden wider dem Willen der europäischen Völker geschaffene EU hat die Nationalstaaten geschwächt, in denen sich jetzt zentrifugale Kräfte melden.  Bei uns kommt das bestimmt auch.  De Maiziere will für überwiegend muslimische Gegenden bei uns eigene Feiertage einführen.  Der nächste Schritt ist, daß sich die Muslime dort immer mehr ansammeln und einen eigenen Staat in Deutschland gründen.

    Der Unterschied zwischen den Katalanen und Spaniern ist frappierend.  Die Katalanen haben nicht so eine harte Aussprache.  Die Unterschiede habe ich heute in der Kirche von Andratx (Mallorca) gemerkt bei der Ankündigung für Allerheiligen.  Vgl. die beiligenden Fotos.

    http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Allerheiligen_Andratx_2017.jpg

    http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Katechese-Andratx.jpg

    Feels difunts bedeutet vermutlich fieles difuntos, treue Verstorbene.

  2. Der Rechtsstaat will sich gegenüber Staatsfeinden Respekt verschaffen. Das ist weltweit üblich und war auch in der angeblich demokratischen DDR so.

    Staatsfeinde wie sogenannte „Reichsbürger“ sind Leute, die nicht an den Rechtsstaat glauben, sie sind ein Gradmesser für Schieflagen in der Gesellschaft und Anzeichen für eine Auflösung der Gesellschaftsordnung.

    Wegen der im Grunde edlen menschlichen Natur sei das demokratische Prinzip ausreichend, um den Machtmissbrauch von Herrschenden zu verhindern, weil diese ja verpflichtet sind, sich an Verfassung, Gesetz und Recht zu halten, vgl. http://www.gewaltenteilung.de/tag/demokratieprinzip)./ .

    Wenn Macht mies macht, worauf auch Forschungen hinweisen, vgl. z.B. http://www.alltagsforschung.de/hang-zum-sadismus-macht-macht-mies/ , http://www.leadion.de/artikel.php?artikel=0901 , das Milgram-Experiment usw. und das Unterbewusstsein entscheidet, vgl. z.B. http://www.mentavit.com/und-noch-mehr-ueber-das-unterbewusstsein-13610/ und https://www.welt.de/wissenschaft/article3411612/Die-heimliche-Macht-des-Unbewussten.html , dann ist das demokratische Prinzip nicht ausreichend und der Rechtsstaat kann nicht funktionieren.

    Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen sind z.B. in der BRD systemkonform, vgl. z.B. http://de.wikimannia.org/Frank_Fahsel . Der Rechtsstaat steht nur auf dem Papier, vgl. http://web.wengert-gruppe.de/wengert_ag/news/2003/SteuerstrafverfinDeutschland.pdf . Auch die neue Gewaltenteilung des Grundgesetzes steht nur auf dem Papier (vgl. http://www.gewaltenteilung.de/idee). Grundsätzliche Methode aller Gerichte, Behörden und Petitionsausschüsse ist die Verfälschung und Ignorierung des wahren Sachverhalts und die Ignorierung oder Verdrehung des maßgeblichen Rechts (vgl. http://unschuldige.homepage.t-online.de/). Siehe auch Videos zum Thema „Rechtsbeugung“.

    Die Verhaltensforschung könnte Lösungen aufzeigen, auch die Computertechnik könnte Entscheidungen ohne Hassgefühle fällen. Amtsträger können sich sowieso kaum Gesetze und noch weniger die Gesetzeslücken füllende Rechtsprechung merken, wodurch das Unterbewusstsein entscheidet.

    • 29.10.2017

      Um zur Erkenntnis zu gelangen, daß wir keine Demokratie haben, brauche ich keine lange wissenschaftlichen Untersuchungen über die Verletzung der Montesquieuschen Gewaltenteilung.  Ganz abgesehen, daß der Corpsgeist der überprivilegierten unkündbaren Beamten quer durch die (angebliche) Gewaltenteilung eine Gewaltentrennung verhindert, kann man dies auch daran erkennen, daß die Nationalzeitung nicht offen beworben werden darf.  Warum, wieso, weshalb ist egal, das Faktum allein, daß die Nationalzeitung nicht offen beworben werden kann, beweist, daß mächtige Hintergrundmächte die Meinungsbildung einseitig bestimmen und jeden abschießen, der ihren Interessen gefährlich werden könnte.  Und der Rundfunk, der für absolut unwirksame Heilmittel Werbung macht, würde selbstverständlich nie eine Anzeige der Nationalzeitung schalten.

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