VW und die Deutsche Bank werden hingerichtet

Da habe ich letzte Woche auf den skandalösen VW-Ablachskandal und vor zwei Tagen auf die Machenschaften bei der Deutschen Bank verwiesen und jetzt beschreibt Prof. Wolfgang Berger sogar, dass VW und die Deutsche Bank von den angelsächsischen Finanzzentren hingerichtet werden. Und was unternimmt dagegen unser oberlehrerhafte Wirtschaftsminister dagegen? NICHTS! Im Gegenteil, er kommt lieber seinem Auftrag als Erfüllungsgehilfe der angelsächsischen Finanzzentren nach und will mit TTIP, CETA und TiSA ein weiteres Ausplündern Deutschlands.
Sein Parteikollege von der Arbeiterverräterpartei SPD, Franz Müntefering, sprach in diesem Kontext einmal von Heuschrecken. Die eigentlichen Heuschrecken sind die Polit-Darsteller, die solche kriminellen Machenschaften überhaupt dulden.


Angelsächsische Finanzzentren haben den Weg zum Schafott gepflastert

von Prof. Wolfgang Berger (business-refraiming)

Ein oberstes US-amerikanisches Gerichtsurteil hinterlässt auf der ganzen Welt eine Spur der Verwüstung. 1932 gründen die Brüder Joseph und Charles Revson die Kosmetikfirma Revlon. Zu Beginn der 1980er Jahre interessiert sich die Firmenleitung nicht nur für die Gewinne der Aktionäre, sondern auch für die Belange der Belegschaft und eine langfristige, vertrauensvolle Verbindung mit Kunden und Lieferanten.

Da wird sie von dem Aktionär Ronald Pereman verklagt. 1985 verurteilt das höchste Gericht die Führung des Unternehmens, weil es seine vornehmste Pflicht verletzt hat: Alle anderen Interessen (z. B. von Stakeholdern) dem Interesse der Kapitalvermehrung für die Aktionäre unterzuordnen. Mit diesem Urteil gelingt es Herrn Pereman, Revlon feindlich zu übernehmen – gegen den erbitterten Widerstand der Belegschaft und der Unternehmensleitung.

Weil alle großen Unternehmen auch in den USA engagiert sind und die dortigen Anwälte extrem klagefreudig sind, setzt dieses Urteil weltweit eine im Grunde menschenverachtende Ideologie durch. Sie wird mit dem Fachbegriff „Shareholder Value Doktrin“ umschrieben. „Shareholder Value“ ist der Betrag, den ein Unternehmen zum gegenwärtigen Börsenkurs wert ist. Das Management wird verpflichtet, den Unternehmenswert und den Reichtum der Aktionäre mit allen legalen Mitteln zu mehren und diesem Ziel alle anderen Ziele unterzuordnen.

Naomi Klein beschreibt die Hintergründe dieser Strategie detailliert und faktenreich auf 763 Seiten: „Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus.“ Josef Ackermann hat dieses Spiel als Chef der Deutschen Bank brillant gespielt, die Bank damit in die größte Katastrophe ihrer Geschichte gesteuert und das sinkende Schiff rechtzeitig verlassen. Seine Nachfolger mussten dafür bluten. Martin Winterkorn hat Ziele vorgegeben, die seine findigen Ingenieure nur mit technischer Raffinesse erfüllen konnten. Er selbst ist unschuldig, hat von den Manipulationen nichts gewusst. Aber er ist Teil des Systems – eines mörderischen Systems. Wie wir alle.

VW und die Deutsche Bank werden hingerichtet
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2 Kommentare

  1. Die BRD und ganz Europa steht „under attack“
    Während nicht endend wollende „Flüchtlingsströme“
    In die Kernländer Europas geschleust werden, werden als
    Vorgeschmack auf „TTIP“ unter haarsträubenden Vorwänden
    schwere Attacken auf zwei zentrale Institutionen, VW und
    Deutsche (?) Bank gefahren, in der Hoffnung, daß diese
    Angriffe einen „Tsunami“ auslösen werden, der Europa als
    lästigen Konkurrenten in den Strudel des Unterganges
    reißen werden. Und unsere volksfeindlichen Kollabotateure
    beschleunigen dieses Geschehen noch durch ihre masochistischen
    Wahnsinnstaten!!

    Na, dann penne mal schön weiter blödes GERMANY.

  2. War heute ein Artikel in der „Freien Presse“ darüber (VW) und zwei Spalten darunter :
    „GM / Opel konnte den Umsatz im 3. Quartral um 30 % steigern….“
    Und in Focus Money war zu lesen : “ Die J P Morgen Bank übernimmt zahlreiche Inverstment Geschäfte der Deutschen Bank in den USA und Südamerika…..“
    Wer kommt da auf dumme Gedanken ?

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