Wahl in Griechenland: Tsipras wird den Bankrott auch nicht verhindern!

Alexis Tsipras von der Linkspartei Syriza ist mit deutlichem Abstand der Gewinner der gestrigen Wahl in Griechenland. Glauben die Griechen wirklich, dass Tsipras Griechenland vor dem bestehenden Bankrott bewahrt?

Nun, die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Zumindest wird er seine Versprechen niemals einhalten (können), wenn er an dem Euro festhalten will.

Solange Griechenland den Euro beibehält, wird es niemals souverän werden und weiterhin von Brüssel unter Druck gesetzt.

Demnächst wird Tsipras von irgendwelchen Leuten der Hochfinanz Besuch bekommen und von seinen Wahlversprechen ganz schnell abweichen. Auch bei ihm werden die Daumenschrauben angelegt. Selbst ein Schuldenschnitt, woran ich nicht glaube, wird daran nichts ändern. Er wird alsbald erkennen, dass ein Verbleib im Euro und in der EU seine Wahlversprechen zunichte machen wird. Zwar war er gestern der Gewinner, aber schon bald wird er ein Verlierer sein.

Spätestens jetzt steht er im Würgegriff der Hochfinanz und von seiner Aussage von vor der Wahl in 2012 will er nichts mehr wissen. Damals sagte er sinngemäß: Dann lasst uns doch Pleite gehen, wenn ihr euch traut …

In dem Buch, „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“, das jetzt auch beim Kopp-Verlag erhältlich ist, wurde auf einen Euro-Austritt Griechenlands näher hingewiesen. Hier ein kurzer Ausschnitt daraus:

11.1 Hätte Griechenland 2012 aus dem Euro austreten sollen?

„Am 17. Juni 2012 fand in Griechenland erneut eine Parlamentswahl statt. Bei der Wahl, nur sechs Wochen vorher, am 6. Mai, gab es keine regierungsfähige Mehrheit. Gab es die wirklich nicht, oder waren die Troika und einige Finanzinvestoren mit dem Ausgang der ersten Wahl unzufrieden, zumal der Chef der Linkspartei Syriza, Alexis Tsipras, sinngemäß sagte: Dann lasst uns doch Pleite gehen, wenn ihr euch traut …

Die Drohungen, dass dann Griechenland vom Kapitalmarkt abgeschnitten wird, wurden laut. Hat nicht gerade u.a. dieser Kapitalmarkt mit hohen Zinsen und mit „Pleite-Wetten“ Griechenland in den Ruin getrieben? Gut, die Griechen haben mit ihrem gewaltigen Staatsapparat (Pünktlichkeitsprämien, 14. Monatsgehalt …) weit über ihre Verhältnisse gelebt. Finanziert wurden derartige Geschenke auf Pump. Der Euro und der niedrige Zins, machten es den unverantwortlichen Politikern leicht, derartige Geschenke auf Kosten explodierender Staatsschulden zu verteilen – bis hin in den Staatsbankrott, der schon längst Fakt ist.

Wer aber ist bei einem Euro-Austritt oder einem Staatsbankrott Griechenlands wirklich der Gelackmeierte? Je größer Griechenlands Schulden werden, desto schmerzhafter für die EZB (die im unternehmerischen Sinne auch pleite ist), den europäischen Banken und den Superreichen, die Griechenland-Anleihen halten. Daher wird von der Troika mit aller Macht versucht, die Griechen im Euro zu halten.

Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde wahrscheinlich den entscheidenden Dominostein in Bewegung setzen, der andere Euro-Länder veranlassen könnte, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen und die EZB somit unter gewaltigem Druck zu versetzen.

Eigentlich hätten die Griechen schon vor gut vier Jahren einen Staatsbankrott in Kauf nehmen sollen. Erstens wäre ihnen dann die Knechtschaft der Troika erspart geblieben und zweitens hätten sie sich mittlerweile in einer leichten Erholungsphase befinden können.

Der ehemalige Ministerpräsident Griechenlands, Georgios Papandreou, soll angeblich schon im Dezember 2009 mit CDS (Kredit-Ausfall-Versicherungen) auf den griechischen Staatsbankrott gewettet haben. Derartige Papiere soll Papandreou an Firmen verkauft haben, an denen seine Familie zu der Zeit beteiligt war oder noch ist. Verschiedene Quellen dazu sind mittlerweile aus dem Internet verschwunden.

Die Webseite, „der-klare-blick“, berichtete damals darüber, aber aus dem Artikel, der ebenfalls nicht mehr abrufbar ist, konnte folgender Auszug fest-gehalten werden: „So kam es dann auch, denn aufgrund des massiven Verfalls der griechischen Staatsanleihen in den letzten Monaten, sind diese CDS mittlerweile 23 Milliarden Euro wert, das entspricht einer Wertsteigerung von etwa 2700 Prozent!“

Griechenland ist definitiv pleite. Mit dem Festhalten an den Euro wird der Staatsbankrott lediglich um einige Monate, vielleicht noch ein oder zwei Jahre hinausgezögert und äußerst schmerzhaft für das griechische Volk.“

Und daran wird auch Alexis Tsipras nichts ändern!

 

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Kommentare

Wahl in Griechenland: Tsipras wird den Bankrott auch nicht verhindern! — 5 Kommentare

  1. Stimmt, er kann den Bankrott nicht verhindern.
    Abwr er kann ihn beschleunigen und herbeihren.
    Wer sagt denn, dass nicht das möglichwerweise vielleicht sogar gewollt ist?
    Ende mit Schrecken, Schulden los, frei für Neustart mit Hinwendung zu Russland.
    Schlechter als in der Schuldknechtschaft wird es auch nicht.

  2. Was will Tsipras erreichen, wenn er von einer Umverteilung des Wohlstands in der Euro-Zone nach sozial gerechten Kriterien spricht, wenn er in diesem Zusammenhang ausdrücklich von einer “einheitliche Kranken- und Arbeitslosenversicherung nach US-amerikanischem Vorbild” spricht?
    Dies soll er bei einem Vortrag gesagt haben. Siehe DWN vom 26Jan2015 9,05 Uhr
    sieg-fuer-syriza
    Da kann einem Angst und Bange werden.

  3. Der Autor ist in Irrtum. Man kann die Griechen gar nicht aus dem Euro eliminieren. Nur wenn sie eine neue Währung akzeptieren, geht das. Eine solche neu eingeführte Währung müsste daher HÄRTER sein als der Euro ! Und wenn man dies erreichen will, kostet das keine Milliarden. Sondern Billionen..
    Deswegen konnte Tsipras getrost sagen: Dann lasst uns doch pleite gehen, wenn ihr euch traut…
    Griechenland hat die EU nach Belieben in der Hand. Schlimmstenfalls behalten sich die Griechen ihre Euros als Wertanlage, und/oder zahlen weiterhin mit Euro, denn man kann ihn ja nicht für GR alleine abschaffen (da müsste ja die EZB den Euro in ganz Europa abschaffen), ja im ärgsten Fall drucken die Griechen sogar selber Euro und bringen sie anstelle der EZB in Umlauf..die EZB könnte diese schwarz gedruckten Banknoten nicht einmal als Falschgeld erklären und einziehen….

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