Warum die USA die Deutschen nicht aus dem Euro lassen …

… in Ziemann’s Goldnews.
Must read!

System-Rettung: Die Wievielte eigentlich?

Mann-o-Mann: Da brechen die Aktienmärkte einige Tage um einen immer noch einstelligen Prozentsatz ein – und im Politbüro der Zentralbanker herrscht helle Panik. Wie viel fiktives Aktienkapital darf denn durch die Märkte ausgelöscht werden, damit das System weiterhin nicht über die Klippe springt?

Anscheinend nicht sehr viel – denn ansonsten hätten wir nicht die Aktionen von gestern und heute beobachtet, die mit massiver Kreditgeld-Flutung die Aktienmärkte wieder nach oben haben drehen lassen.

Seit dem von Ronald Reagan mit seinem willigen Helfer Alan Greenspan (den Paul Volcker hatte Reagan damals als FED-Chef gefeuert, weil er Reagans Aufrüstung auf Kredit nicht finanzieren wollte) der US-Dollar mittels Negativ-Realzinsen endgültig zum Klopapier gemacht worden ist, hat das (fiktive) Aktien-Eigenkapital der Unternehmen den (echten) Kapitalstock der Unternehmen verdrängt. Charakteristisch für dieses System war eine starke Hebelung des (fiktiven) Eigenkapitals mit Kreditgeld – dieses war ja zu Kosten unterhalb der realen Inflationsrate leistbar. Dieses System macht es – der guten Ordnung halber – notwendig, dass der an der Börse ausgewiesene fiktive Unternehmenswert noch einigermaßen hohe Sicherheiten für das aufgenommene Kreditgeld bietet.

Deshalb werden auch Einbrüche bei den Aktienwerten sofort durch unsere Geld-Zauberer wieder korrigiert. Die Unternehmen mit ihrem vollgepumpten Fremdkapital wären einfach nicht mehr überlebensfähig. Industrie-Aktien stellen heute keinen realen Wert mehr da, sondern sind ähnlich wie Hedge-Fonds hoch gehebelte spekulative Finanzwerte.

Zweite Beobachtung: Durch die Deregulierung der 80er-Jahre kam es zu einer zunehmenden Verschmelzung von Investment- und Savings-Banken. Zur Rettung des US-Dollars – der sich bereits in den 80er-Jahren in einer kritischen Phase befand – wurden die Spareinlagen der US-Bürger durch die Investment-Banken angezapft. Es folgte eine wirklich langjährige Phase der Blasenbildung an den Asset-Märkten bei gleichzeitigem Real-Einkommensrückgang des amerikanischen Mittelstands. Die Phase der Blasenwirtschaften – also derjenigen Ökonomien, die nichts produzieren und von den Produkten der Weltmärkte mit Kreditausweitung konsumieren – begann nun. Erst waren das die USA und Großbritannien, dann folgten mit der Euro-Einführung Spanien, Griechenland, Portugal etc – praktisch alle Volkswirtschaften mit Ausnahme von Deutschland.

Es ist daher eine von deutschen Wirtschafts-Eliten gerne gepflegte Illusion, dass letztlich Frankreich an der Euro-Einführung den größten Anteil hatte. Vielmehr waren es die Vereinigten Staaten, die ihren mit Volksersparnissen gehebelten US-Dollar gegen die Deutsche Mark – die zu diesem Zeitpunkt nicht mit solchen Betrügereien hochgepusht worden ist – zu verteidigen. Mit der Integration der DM in den Euro setzte sich das US-Spiel der 80er-Jahre in Europa in ähnlicher Form fort.

Deshalb lassen die US-Amerikaner auch die Deutschen nicht aus dem Euro aussteigen. Selbst eine zum damaligen Kurs rück umgestellte Deutsche Mark würde schnell zu einem Sammelbecken für ausländisches Kapital werden. Und im Vergleich zum Schweizer Franken und anderen Witzwährungen wäre diese Mark aufnahmefähig für soviel Geld, dass das Ende des US-Dollars nur eine Frage der Zeit wäre.

Nicht der Franzose hat Angst vor der Deutschen Mark, sondern der Friedensneger und seine (beschnittenen und nicht beschnittenen) Hintermänner der Ostküste.

So bleibt den Papiergeld-Flüchtigen derzeit nur noch das Gold als Fluchtmarkt, der einigermaßen großes Volumen besitzt, um täglich Milliardenbeträge aufnehmen zu können.

Hier wacht das Gold-Kartell im Auftrag von FED und anderer Zentralbanken: Und jede massive Drückung wie heute Nachmittag um $45 zeigt uns, wie kritisch die Wirkung des gelben Metalls als Fluchtwährung von den Papiergeld-Verbrechern gesehen wird. Es ist gut, wenn man auf diese Art und Weise Bestätigung für die eigenen Thesen und damit den eigenen Investment-Schwerpunkt erhält. Auch wenn die medialen Dummschwätzer nun wieder mit ihren Chören des angeblich so unsicheren Golds einsetzen mögen.

Quelle: bullionaer

Warum die USA die Deutschen nicht aus dem Euro lassen …
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

5 Kommentare

  1. Autoren die den Mut haben, sich klar und deutlich auszudrücken statt um den heißen Brei zu schreiben verdienen meine ganze Hochachtung. Danke für den Klartext!

  2. „Nicht der Franzose hat Angst vor der Deutschen Mark, sondern der Friedensneger und seine (beschnittenen und nicht beschnittenen) Hintermänner der Ostküste.“

    Wer solche Formulierungen benutzt, disqualifiziert seinen Artikel höchstselbst. Schade.

    • Die Zeiten werden härter und wer die Volkessprache benutzt hat meine volle Unterstützung. Dieses ständige: „Das darf man nicht sagen“ geht einem auf den Kecks. Und wer hat bestimmt das Neger was schlechtes ist! Die beschnittenen Hintermänner ist doch besser als „Finanzjudentum“ oder?

      • Braucht eine Weile, bis man lernt, dass extrme verbale Kraftmeierei erstens so unnötig ist, wenn man wirklich etwas zu sagen hat, und dass es meistens auch noch nach hinten losgeht.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*