Was soll man von Plan B (Wissensmanufaktur) halten?

In dem Forum fortunanetz gibt es eine interessante Diskussion zum Plan B (Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung!) der Wissensmanufaktur.
Hier ein Auszug daraus von fortunato:

 

Hallo ExxE,

ich habe den genannten Diskussionsbeitrag auf den Seiten der Wissensmanufaktur gehört / gesehen. Danke für deinen Beitrag hier im Forum. Ich möchte auf diesen gerne antworten. Die Argumentationsstruktur habe ich wie folgt verstanden:

Ist-Analyse:

Das Zinseszins-System steht kurz vor dem Zusammenbruch, da exponentiell anwachsende Zinsforderungen ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zu bedienen sind. Alle aktuellen „alternativlosen“ Aktivitäten dienen lediglich dazu, diesen Zusammenbruch hinauszuzögern, wobei der Gesetzesbruch als Mittel der Politik (siehe z. B. Bailout-Verbot) erst der Anfang ist. Es besteht die Gefahr, dass diese Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung, die diese Zinsforderungen ja durch Arbeit letztendlich bedienen muss, immer repressiver werden. Die „Kuh“ wird eben gemolken bis sie nichts mehr her gibt. (Über die Option, die „Kuh“ danach ins Schlachthaus zu schicken, wird derzeit auch schon nachgedacht.) Aus diesen vorgenannten Gründen heraus erscheint auch die Idee, eine neue Partei gründen zu wollen, eher sinnlos zu sein. Eine Parteigründung „zaubert“ ja diese Zwänge der Gegenwart nicht einfach weg. Alternative Zielvorstellungen sind daher wichtiger.

Zielvorstellungen:

Erstens: „Stichwort fließendes Geld“.
Der Punkt wurde nicht näher ausgeführt, ich vermute aber, es handelt sich um Geld mit einer Umlaufsicherung, sodass Geldhortung erschwert bzw. verhindert werden soll.

Zweitens: „Stichwort soziales Bodenrecht“.
Auch dies wird nur kurz ausgeführt. Hier handelt es sich um Ausgleichszahlungen an Menschen die keinen Boden haben, für Grund und Boden, welcher der Allgemeinheit entzogen wird.

Drittens: „Stichwort Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)“.
Diese recht zentrale Idee ist ja von Götz Werner schon ausführlich dargestellt worden. Die Idee ist, jedem Menschen in dieser Republik eine Grundversorgung zukommen zu lassen, ohne jede Bürokratie und ohne Vorschriften zu machen, wann, wo und wie man ein solches Grundeinkommen erhält. Das BGE umfasst nicht nur die arbeitende Bevölkerung, sondern auch Kinder und Alte. Im Gegenzug kann man sich die gesamte Sozialgesetzgebung (SGB I bis X), sowie die dazu gehörige Bürokratie (Arbeitsagenturen, Behörden aller Art, ärztliche und psychologische Gutachter, Sozialgerichte und andere Repressionsapparate weitgehend sparen). Das staatliche System würde sich dadurch wesentlich vereinfachen lassen. Ausgaben für diese Teile der Bürokratie übersteigen die Kosten für das BGE jetzt schon.

Im Vortrag wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das BGE nur funktionieren kann, wenn die Zielvorstellungen von Punkt 1 und 2 erfüllt sind. Also ohne soziales Bodenrecht und Geld mit Umlaufsicherung wird das BGE nicht den Zweck erfüllen, den es soll. Also müssten doch erst einmal Punkt 1 und 2 erfüllt sein, ehe man Punkt 3 angeht?

Viertens: „Stichwort Pressefreiheit“.
Hier werden Eingriffe ins Eigentumsrecht gefordert, um eine Konzentration der Presse, wie wir sie heute vorfinden, zukünftig zu verhindern.

Es ist klar, wenn auch nicht ausgeführt, dass die „Vier Säulen“ voneinander abhängen. Ein Geld mit Umlaufsicherung ist notwendig um Hortung von Vermögen zu verhindern. Ein soziales Bodenrecht ist nötig um eine „entschädigungslose“ Privatisierung von Allgemeingut zu verhindern. So geht bei Privatisierungen öffentlicher Güter (Bahn, Post, Telekommunikation, etc.) regelmäßig das Geld an der Bevölkerung vorbei, wird vom großen Kapital gegeben an den Staat, der es wiederum zur Bedienung von Zinsen ausgibt, etc… bis es wieder bei jenen landet, die damit Allgemeingüter gekauft haben. Nur eben der „Mittelstand“ und die abhängig Beschäftigten sind in diesem Kreislauf außen vor. Das BGE wiederum kann dauerhaft nur funktionieren, wenn es kein exponentielles Zinseszins-System gibt, das eben die Erträge der Allgemeinheit periodisch durch seine Forderungen bis auf Null reduziert. Pressefreiheit zur Meinungsbildung kann wiederum nur auf der Grundlage entstehen, dass die Presse nicht durch „Horter“ aufgekauft werden kann. Sie kann daher nur frei sein, wenn die Punkte 1 und 2 realisiert sind, die ja das Horten verhindern sollen. Die 4 Säulen bedingen einander.

Der Weg:

Richtig wird im Vortrag realisiert, dass der Ist-Zustand unerträglich ist und das Ziel weit entfernt. Also gilt es wie immer: Der Weg ist das Ziel 😉 .

Als „Etappenziele“ wurden eine öffentliche Zentralbank gefordert, die nicht im privaten Besitz ist. Daran anhängig natürlich sollte eine solche öffentliche ZB geschaffen werden. Weiterhin wird eine Staatsentschuldung gefordert, die aber wie gesagt eine solche öffentliche ZB ja voraussetzt. Denn Staatsentschuldung bedeutet „haircut“, also Forderungsverzicht aus der Sicht der „Horter“. Das wiederum bedeutet aber nicht nur Ausbuchung der Schulden, sondern auch der Forderungen. Letztlich aber bedeutet es die Reduktion der umlauffähigen Geldmenge, denn Geld ist in unserem System immer Schuldgeld, also Zahlungs- oder Leistungsforderung.

Daher ist eine weitere Etappe die Umwandlung von Staatsanleihen in Bankguthaben, damit der Sparer nicht gänzlich enteignet wird und der Staat von einem Schuldgeldsystem auf eine Art „Vollgeldsystem“ umsteigen kann. Zudem hätte ein solches Vorgehen den Vorteil, dass der „kleine Sparer“ bei der Staatsentschuldung geschont, der Horter hingegen voll zur Kasse gebeten wird.

Ich war und bin mir nicht so sicher, ob dies nun Etappenziele sind, oder ob es nicht Elemente der vier Säulen sind, die als „Details“ der vier Säulen anzusehen sind, also eigentlich in das Kapitel Zielsetzung gehört….

Der Weg dahin soll laut Vortrag sein:
Volkslobby, Einbringung von Gesetzen in den Bundestag, wobei dem Redner schon klar ist, dass dies im Wesentlichen abgeschmettert werden wird. Aber er hofft natürlich, dass es eine „Wirkung“ nach außen hat, wo dieses „Hohe Haus“ wirklich steht…
Ausarbeitung einer Verfassung gemäß Artikel 146 GG
Recht und Pflicht zum Widerstand, wenn alle diese Initiativen nicht wirken. Dieser Widerstand soll passiv sein. Darunter zu verstehen soll sein: Steuerboykott, Abzug von Gelder von 5% der Bundesbürger aus dem dem Bankensystem um die Zusammenarbeit zu kündigen, Tauschringe und Regionalwährungen, sowie weitere geordnete Strukturen außerhalb des Systems, um den bevorstehenden Crash besser zu überstehen.

So weit, so gut. Was ich an den Ausführungen der Wissensmanufaktur wirklich große Klasse finde ist, dass solche Diskussionen über Ist-Zustand, Zielvorstellung und Weg zum Ziel unbedingt sein müssen. Alles Andere wäre Larmoyanz. Herum zu jammern bringt ja kein Stück weiter! Wir brauchen alle das Positive, mit dem man sich identifizieren kann, um sich zusammen zu tun, und da wünsche ich der Wissensmanufaktur wirklich alles Glück der Welt, dass dies klappen kann. Ich finde es auch gut, dass Personen wie Schachtschneider, Popp, Berger, Senf, Hankel und Co. sich da trotz aller Differenzen (aufgrund ihres Herkommens) zusammentun um eine gemeinsame Plattform für ihr Wirken aufzubauen. Dies alles ist dringend nötig. Verständigung untereinander ist Trumpf, es bringt nichts, wenn alle einfach so weiter wurschteln wie bisher.

Andererseits sehe ich viele Elemente, die man genauer diskutieren müsste. Insgesamt halte ich zwar die Analyse für richtig, dass horten und ein Zins- und Zinseszins-System das eigentliche Problem der aktuellen Situation ist. Aber in den Zielsetzungen und auch in der Umsetzung der Ziele sehe ich noch viele Unklarheiten.

Systeme haben die „dumme“ Angewohnheit, dass sie in sich geschlossen sind und es so unendlich schwer ist, aus ihnen heraus zu kommen. Andererseits ist der Weg zu einem neuen „System“, wie es in den vier Säulen angedeutet ist, dadurch gekennzeichnet, dass es eben nicht richtig etabliert ist, wenn nur Teile davon verwirklicht sind. Das neue System stellt eben auch eine „Ganzheit“ dar.

Es ist gut, Ziele zu haben, aber man muss sich dessen bewusst sein, dass diese Ziele durch die Realität sehr stark modifiziert werden könnten, um sie zu verwirklichen. Entscheidend ist der Weg der Transformation, um zum Ziel zu kommen. (Ich hoffe, ich drücke mich hier nicht zu kompliziert aus…)

Am wertvollsten scheint mir zu sein, an den letzten Punkten zu arbeiten. (Steuerboykott, Tauschringe, Regionalgeld, Netzwerke aller Art, nichtstaatliche Strukturen aufbauen, direkte Demokratie, Gesetzesinitiativen, etc.) Man muss sich aber dabei immer eines klar machen. So friedlich man sich den Widerstand auch wünscht, es wird nicht ohne Prügel durch den Staat abgehen. Das zeigt schon die Geschichte von Gandhi, oder auch von Jesus… daher verwende ich bewusst den Ausdruck „Transformation“, denn gelebter Schmerz – wie auch immer er kommt – ist unvermeidlich und Teil dieser Transformation.

Meint

fortunato

P. S.: Für Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung.

Zusatz:

Ich möchte noch abschließend ein (zugegebenermaßen hinkendes) Beispiel für das Thema BGE geben, da du ja nachfragtest, ob die am Ende nicht alle faul sein würden, wenn sie das Geld „einfach so“ bekämen. Bitte das Beispiel nicht als „Militarismus“ verstehen… sondern als Beispiel dafür, dass auch Menschen, die ein fast bedingungsloses Einkommen bekamen, großes vollbringen konnten. Dies ist das Beispiel Spartas:

Sparta hatte ursprünglich ebenfalls ein auf Eigentum aufbauendes Gesellschaftssystem. Es gab ebenfalls in früher Zeit große Unterschiede zwischen Reich und Arm und es finden sich in den antiken Schriften viele Hinweise darauf, dass es die einfachen Spartaner unerträglich fanden, wie sich die Schicht der Reichen und Adligen unter ihnen aufführte (sind solche Parallelen Zufall?)

In der Geschichte Spartas gab es einen mythischen Gesetzgeber, Lykurgos genannt, der diesem Treiben des Adels und der reichen Händler ein Ende machte. Er schrieb eine neue Verfassung, die die Königsmacht brach. Von nun an gab es immer 2 Könige, die auch nur zeitlich begrenzt amtierten. Diese waren im Wesentlichen oberste Militärbefehlshaber. Sie wurden kontrolliert von der Versammlung der Vollbürger und vom Rat der Ältesten. Alle Bürger waren vor dem Gesetz gleich. Jeder hatte ein gleiches Stimmrecht. Geld wurde weitestgehend abgeschafft. Um zu verhindern dass das restliche Geld ins Ausland transferiert werden konnte, wurde es so groß gemacht, dass es physisch unmöglich war, es zu schmuggeln.

Jeder Vollbürger erhielt mit seiner Familie ein Landlos zugeteilt. Und durch die Summe dieser Maßnahmen erhielt jeder Spartaner ein „fast bedingungsloses Einkommen“, und zwar lebenslang. Dafür musste er eben nur eine Bedingung erfüllen: Nachdem er die sehr harte militärische Ausbildung durchlaufen hatte, musste er immer Waffen tragen und kämpfen können. Diese Forderung wurde durch ständige militärische Übung sicher gestellt. Dies war die einzige wirkliche Bedingung. Um sein Einkommen musste er sich nicht kümmern.

Das System hatte natürlich eine große Macke, die es von der Idee des BGE sehr unterscheidet. Die Spartaner versklavten für ihr „BGE“ die Nachbarvölker und zwangen sie zur Feldarbeit(Heloten), bzw. zu handwerklicher Tätigkeit (Periöken). Aber andererseits kann man wirklich nicht sagen, sie wären untätig geblieben oder hätten einfach faul ihre Erträge verfuttert. 300 spartanische Elitesoldaten unter dem König Leonidas hielten eine persische Armee von mehr als 100 000 Soldaten an den Thermopylen auf. Die Spartaner sind damit die Mitbegründer Europas, und auch ihre größten Streiter gewesen! Ohne sie gäbe es uns heute nicht.

Nachfolgend bedrohte Athen durch seine wirtschaftliche Stärke die Freiheit vieler griechischer Stämme, auch die der Spartaner. Diese überrannten in einem vierzigjährigen „Peloponnesischen Krieg“ Athen, waren aber aufgrund ihrer kleinen Zahl (es gab nie mehr als ca. 20 000 Spartaner) nicht in der Lage diesen Sieg zu nutzen und gingen daran zugrunde.

Man kann den Spartanern vorwerfen, dass sie ein nicht nachahmungswürdiges Finanzierungsmodell ihres „BGE“ hatten, aber den Nachweis, dass ein BGE nicht unbedingt faul macht, den haben sie ganz klar erbracht, denn „herumgesessen“ sind die nicht!

Quelle: http://fortunanetz-forum.xobor.de/t27f2-Was-soll-man-von-Plan-B-halten.html

Was soll man von Plan B (Wissensmanufaktur) halten?
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36 Kommentare

  1. Der „Plan B“ ist tatsächlich ein „Plan A2“. Er ist ein ganz schlechtes Plagiat der Freiwirtschaft und diskreditiert diese damit ärgerlicherweise. Man kann hierbei Dummheit oder Absicht unterstellen. Damit das nicht so auffällt, nennen die Abschreiber es nicht „Freigeld“, sondern „fließendes Geld“, das man nicht sparen könne. Freigeld kann man jedoch sehr wohl sparen, es ist keineswegs ein „schwarzer Peter“! Also, lasst euch davon nicht abschrecken.

    Die Autoren haben auch nicht bemerkt, dass sich ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ mit Freigeld erledigt hätte. „Arbeitslosigkeit soll dann kein Problem sein.“ -das ist es auch derzeit nicht. Geldlosigkeit ist das Problem! Wo ist es nur hin? Kleiner Tip: Es ist nicht weg – verfolgt die Spur des Geldes bis zu Ende!

    Und dass der Staat für eine „Freie Presse“ sorgen soll, ist ein Widerspruch in sich.

    Wissen kann man eben nicht „fakturieren“, selber denken macht schlau!

  2. @anonymous vom 10/05/2012 um 23:31

    Leider haben Sie sich nicht sehr gut informiert! Es geht Hern Popp keineswegs nur darum seine Bücher zu vermarkten. Meine Thesen dazu:

    – Alle nötigen Informationen werden ja auf der Internetseite veröffentlicht und Herr Popp erklärt auch gerne wenn etwas unklar sein sollte (Hatte die Gelegenheit mit ihm auf einer Veranstalltung kurz persönlich zu sprechen).

    – Der Verkaufserlös seiner Bücher geht vollständig in den Tierschutz!

    – Als ehemaliger Unternehmer hat Herr Popp sicherlich ausgesorgt….

  3. Bitte glaubt nicht, ich wäre verrückt, aber wieso können wir nicht ein Leben ohne Geld führen und die Maschinen für uns arbeiten lassen, denn wenn alles zusammenbricht, werden die Genies zum Vorschein kommen und ihre neuesten Technologien Vortragen, die schon seit Jahrzehnten existieren und von den vermeintlichen Herrschern unterdrückt werden. Nur noch eine winzige Anzahl von Menschen würden die Maschinen bedienen und andere würden den technischen Fortschritt weiter entwickeln. Die Menschen sind soziale Wesen, wollen sich um die Natur Tier und Mensch kümmern. Mutter Erde hat alles umsonst für uns geschaffen, sie hat keine Kasse hingestellt um zu kassieren, Nein.. sie will keinen Reiz aufkommen lassen um kriminell zu werden sie will dass wir um Uns und die Natur kümmern, dass ist unsere wahre Natur, denkt nach geht in Euch und fragt Mutter Erde, es ist Ihre Bestimmung und Unsere. Nicht Geld ist die Welt. Nicht wir dienen den Maschinen sondern Sie dienen Uns.

  4. Wer mach in einem System mit Bedingungslosen Grundeinkommen die Arbeiten die gemacht werden muss aber keiner machen will, weil sie Unangenehm, Schmutzig oder Gesundheitlich Bedenklich sind?

    • BGE macht Sinn in einem Geldsystem das sich an Zielen der Gesellschaft orientiert. Unser Geldsystem richtet sich an der Wirtschaft aus. Deswegen ist es ja auch so, dass Altenpflege, Kindererziehung, Musizieren und ähnliches nicht wirklich gewürdigt wird.

      Ein Musiker ist ein gutes Beispiel. Was machte die Politpropaganda aus dem Musiker, einen faulen Lümmel der um die Mittagszeit aufsteht und sich die Nacht um die Ohren schlägt, da er ob des Lärms den er selbst verursacht nicht einschlafen kann und andere Menschen die mit ihm beim Konzert sind auch nicht schlafen lässt und sie am folgenden Tag vom Buckeln in der Zinsknechtschaft abhält.. Was der Musiker aber erreicht durch harte Arbeit ist eine Gesellschaftlich anerkannte Leistung. Ich denke das ist die Richtung in die es geht mit BGE. Anderes Beispiel.

      Vereine. Wirtschaftskammer in Österreich. Selbige Institution ist heute über Zwangsmitgliedschaft, sprich Staatlichen Zwang finanziert. In einem BGE, sobald die Leistung und Idee anerkannt wäre, bekämen die Mitarbeiter BGE und wenn die Kammer es schaffte ihre Leistungen an die Gesellschaft zu verkaufen dann könnte sie ihren Mitarbeitern mehr zahlen. Die Bewertung, ob eine Leistung anerkannte Wertschöpfung wäre fiele aus dem Blickwinkel der Gesellschaft und die Beurteilung des Wertes wäre das Ergebnis einer sauberen Preisbildung (gebildet durch Menschen und deren Meinung – echte freie Markt).

      Es war alles schon da, funktioniert hat es nicht da sowohl Unternehmen als auch die Körperschaften begannen Kredit aufzunehmen. In Österreich in den 60ern hat der Unternehmer die Zinsen für das Leveraging des Eigenkapitals nicht weiter verrechnet, Die Industrie durfte das und macht es auch. Deswegen gab es für traditionelle Unternehmer gute Jahre und schlechte Jahre. In Summe bis auf königliches Gehalt ging das Geschäft auf 0, aber ob der hohen Zinsen gingen viele pleite oder beinahe. Was war dann der Deal – billiges Geld von den Banken, aber die Zinsen weiterverrechnen. Seit dem explodieren die Preise.

      Heute wäre ein BGE allein schwer zu realisieren. Zumal beim BGE ein Ansporn zur Selbständigkeit mitschwingt, benötigt man damit eine BGE im Sinne der Wissensmanufaktur umgesetzt wird

      Ich zahl mir meines selbst über Zinsen und verweigere neben dem, dass ich gratis wohne auch noch Konsum verweigere*) über Zinsen aus Anleihen – Häsenchendanistakratie. Ich nehme klarerweise etwas ein rühre aber die Gewinne nicht an. Die Gewinne lümmeln halt am Konto rum und auch in Metall.

      *) Früher hatte ich nie Zeit einzukaufen, hab damit einfach nicht angefangen.

      Im Moment ist mit ein Problem bezüglich Geld + Gesellschaft ein in der Vergangenheit durchaus nützliches System mit Orientierung an Bedarfen der Wirtschaft für die Expansion, ein ‚Monopol‘ der Wirtschaft bezüglich
      a) Was ist wertschopfend
      b) Wie wird die Wertschöpfung beurteilt
      In dem Punkt muss die Gesellschaft hellhöriger werden.

      In Österreich machen wir das genauso … der Unternehmer der 60er Jahre (traditionelle Mittelständer) hat auch gerechnet – solange er nicht wurde übervorteilt hat er zugestimmt. Hinzu käme aber ein strengerer Fokus auf einen gesellschaftliche Mehrwert. Bei uns liegt der Wert eher auf Nachhaltigkeit. Kann man die Software Lösung im Bedarfsfall reparieren und nicht wie in der gelebten Moderene der letzten Dekade, das Ergebnis der Arbeit von Menschen die ihre Zeit opferten wegzuwerfen und gleichzeitig die Löhne zu drucken, damit Wegwerfen auch wirklich billiger bleibt usw….

      In der heutigen Zeit wird fürs denken ‚keiner‘ bezahlt … und auch für das wegräumen des Schmutzes auch nicht. Hätten wir ein gesellsch andere Wertung, sähhe die Sache anders aus. In Österreich waren Müllmänner gut bezahlt bis in die 70er rein. Ein Angestellter in der Industrie oder Gewerbe die waren fast neidisch. Auf heute umgerechnet ca. 4,5k EUR netto behielte man diese Proportion bei oder sogar mehr mit den Jahren.

      http://www.youtube.com/watch?v=o1l5zTNML7A
      Das neue dunkle Zeitalter
      – Es geht mir weniger die Vision des Videos zu würdigen, höchst apokalyptisch aufbereitet, sondern es sind 2 interessante Aspekte drinnen. Geld + Imperialismus und die Antwort insbesondere im Umfeld der Wissenschaft stammend aus der Gegend Deutschland und die unterschiedlichen Auffassungen bezüglich Wissenschaft und Philosophie. Die Phoenizier haben versucht den ‚Welthandel‘ ihre Welt war der Mittelmeerraum unter Kontrolle zu bringen mit Goldmünzen und nachher entwickelte sich die Welt und auch das Zahlungsmittel.

    • Das ist so ein typisches Argument, das aber auch nicht aus der realen Anschauung geboren ist. Es gibt ja sehr wohl Menschen, die sich gerne mit einfachen Arbeiten begnügen (weil sie z.B. keine Lust auf ein aufwändiges Studium mit wenig Aussichten auf Job haben, keine Lust auf weiteres Lernen/Schule oder keine Lust auf Büroarbeit etc. haben) und auch im Gegensatz zu so manch naserümpfendem Flegel keine Probleme mit dreckigen Arbeiten haben. Das Problem ist wirklich oft nur die Würdigung und Entlohnung von bestimmten Arbeiten. Als Beweis kann man doch tatsächlich schon mal die vielen unentgeltlich erbrachten Leistungen von Menschen sehen, die Angehörige pflegen, Naturschutzgebiete säubern, sogar Kinder ziehen begeistert mit Arbeitshandschuhen ausgerüstet los… undundund, schaut euch um, Faulheit wird immer nur auf andere projiziert von einem selbst ausgehend, aber Menschen sind besser als ihr Ruf! Die Welt wird nicht untergehen, wenn man anfängt anderen etwas zuzutrauen.

    • Noch einen Nachschlag zu dem Argument der schlechten Arbeiten und der Faulheit mit dem BGE: das wurde ebenfalls schon in Literatur zum BGE besprochen. Das Gegenargument ist nämlich: es wird keine gesundheitsgefährdenden Arbeiten mehr geben, weil die Bedingungen erst soweit verbessert werden müssen, damit wieder jemand entsprechende Arbeiten machen will. Genauso wird es mit extrem schlecht bezahlter Arbeit sein oder mit unfairen Arbeitsbedingungen: wenn sie keiner mehr macht, wird es sie nicht mehr geben! Warum sollte jemand in einem Callcenter arbeiten und sich Depressionen zuziehen, wenn er das mit BGE nicht mehr muss? Die Anbieter von Callcenterarbeit werden sich dann andere Geschäftsmodelle einfallen lassen, wenn sie wollen, dass wieder Menschen für sie arbeiten. Man muss das Ganze mal positiv sehen: was keiner will und keiner braucht, wird sich nicht länger halten können.

    • Der Mensch ist von natur aus gierig und diese Gier, wie Andreas Popp sie auch in einem Vortrag erwähnt, wollen sie gar nicht ändern, da sie keinen neuen Menschen erschaffen wollen, sondern es eher so umdrehen, das aus der Gier des Menschen alle einen nutzen ziehen und nicht wie heute andere Menschen darunter leiden Müssen.
      Also wenn man unangenehme Arbeit gut bezahlen würde, finden sich sicher einige Menschen die es machen werden.
      Ich zähle mich dazu 😉

      P.S.: Die meisten unangenehemen Arbeiten fallen meiner Meinung nach, im Rahmen der richtigen Bedingungen, sowieso weg (z.B. Müllabfuhr, da diese ganzen Plastik verpackungen und dieser ganze Folienkram auch nur ein Wirtschaftszweig ist, der von diesem kaputten System am Leben gehalten wird)

      • Nicht nur der Andreas Popp. Auch der Herr Berger. Sie brauchen enorme Selbstkontrolle wenn auf einmal 10 mal soviel Zahlungsmittel auf ein Konto reinkommt als gewöhnlich – bei mir leider nur 2,5 Jahre lang. Da wurde selbst ich zum Säbelzahntiger. Das wird zur Sucht. Wir haben Projektbudgets abgehackt wie die 4 apokalyptischen Reiter. Selbstverständlich als Resultat von doch langer mühseeliger Vorbereitung und Vorarbeit. Von nichts kommt nichts und das soll es auch nicht.

        Deswegen verurteile ich niemanden, aber ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen – ich kann für mich die Worte von Herrn Berger als akzeptiert stehen lassen. 10mal so hohe Verdienstmöglichkeit, Daumen mal Pi, und der Animal Spirit X-ed Out In Trance.

        Denke ein BGE ist eine taktische Notwendigkeit. Es geht weniger jetzt im Rahmen einer Sozialistischen Vision, die nicht funktionieren kann, da sie zentral organisierte Steuerung bedingt, gleiches Wohl für alle zu schaffen. Egal in welche Richtung man sich bewegt man braucht ordentliche Entlohnung. Sonst schafft man nicht den nächsten Schritt – die Akzeptanz von wirtschaftsfremden, außerhalb der traditionellen Bereiche, Businessmodellen. Wir leben seit 20 Jahren bis 30 Jahren nicht mehr in einer Industriegesellschaft.

        Mir kommt zumeist ein Beispiel in den Sinn. Aus Sicht der gewerblichen Wirtschaft ist ein Musiker ein Faulpelz der um 11 Uhr aufsteht, sich in beim ‚Wirt‘ rumtreibt, dort mords einen Radau macht und zum allem Überfluss noch die ‚braven‘ Arbeitskräfte bis um 3 Uhr vom Schlafen abhält, um so spät ins Bett geht, dass er zu Mittag aufsteht. Dass Musiker bis sie mal auch nur einen Mini Erfolg haben investieren entfällt den Klein(geist)gewerbetreiben gerne.

        Wir haben an sich, in der IT letzte Dekade war das möglich, die ‚Zulieferer‘ im Umfeld Prototypen Architektur zumeist engagierte Studenten, die in Richtung Selbstständigkeit strebten – das merkt man, mit ca. 25k bis 30k für nicht unwesentliche aber doch risikolose ‚Ingeneursleistung‘ unter die Arme gegriffen für ca. 2 bis max 3 Monate Durchlaufzeit (nicht Arbeitszeit, sie sollen ja studieren) und damit eine Motivation zukommen lassen aber nur einmal pro Person. Das geht im Boorm und muss über den Cash Flow gehen. Das Ergebnis war eigentlich recht erfreulich, die meisten haben die Chancen genutzt. Die Leut trauen sich nachher verhandeln und eine gerechte Entlohnung zu fordern. Das war von der Idee her eine Art ‚BGE‘ wirkt bestimmt ähnlich.

        a) Direkter Bezug zwischen ordentliche Entlohnung für ‚anständiger‘ Arbeit
        b) Staat und Politik einfach davon zu überzeugen sich ‚wegzureißen‘ respektive zu verabschieden. Nicht mit weißen Masken bei einer Demo eine Sau druchs Dorf treiben sondern mit dem Kerberos durchs Parlament zu marschieren und nicht nur dort. Letztendlich den Sozialismus mit einem Mühlstein um den Hals im Styx reinwaschen bis Solidarität übrig bleibt. Sekundärumverteilung ist der Weg in die Hölle auch wenn er zu Beginn wohlig warm am Ende schwitzen alle.

        Der Beginn ist mal, sich um andere zu kümmern, aber nicht im Sinne – Wir erdulden gemeinsam das Elend. Gemeinsam sind wir dumm hilft nichts. Gemeinsam sind wir aufmüpfiger, das geht. Nicht beleidigend. Wer sich heute am Weg macht und nur eine paar andere überzeugt. 15 Mio. in .de sind genug an sovielen aufgeklärten/informierten Bürgen kommt keiner vorbei. Dass die Lage bis zum Himmel stinkt, das hat mittlerweile beinahe jeder kaptiert. Die wenigsten sind sich im klar, dass Handlungsbedarf besteht. Damit der Wandel, der ja nicht linear von statten geht, friedlich verläuft sollte zumindest eine Option da sein. In dem Sinne ist nicht der Plan-B der Maßstabe sondern eigentlich jede halbwegs vernünftige Vision ein brauchbarer Einsteigspunkt. Es ist ja schon viel gewonnen, nicht jeden neuen ‚Gauner‘ auf den Leim zu gehen.

  5. Ich sehe im „Plan B“ schon umsetzungsfähige Wege und Ziele. Es ist doch die Frage, ob und was wir verändern müssen, um die heutige Situation in all seinen finanziellen, ökologischen und menschenrechtlichen Auswüchsen zu verändern?

    Die Machbarkeit von BGE (1000,- oä.), fließenden Geld, ist nicht die Frage – eher das Mittel zum Zweck um Ausgleich von Ungerechtigkeiten und um eine stabile (Binnen)Wirtschaft zu schaffen:
    • Geld das im Umlauf ist, als solches das es im eigentlichen Sinne sein sollte, also als Ersatztauschmittel, ermöglicht die Rechtfertigung von Arbeit und Dienstleistung.
    • Nur muss jeder eine Lebensgrundsicherung haben, damit es möglich ist, frei von Bürokratie und Sanktionen am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Womit dann jeder, in freier Willensentscheidung und frei von Existenzangst und Armut, durch den Erwerb von Produkten und Dienstleistungen die Möglichkeit hat den echten Bedarf zu steuern.
    • Weiterhin muss jedem Möglichkeit gegeben sein einer sinnvollen Arbeit, nach seinen Fähigkeiten und dem Gemeinwohl entsprechend, in freier Entscheidung und ohne Zwang, nachgehen zu können.
    • Sinnfreie Überproduktionen und Subventionen schließen sich somit Naturgemäß aus und führen dadurch zu einer besseren Ressourcen- und Ökologiebilanz, wobei der EX- und Import mit Waren und Dienstleistung sich nicht ausschließt um territorial unabdingbaren Mangel zu beseitigen.

    Arbeiten um des Arbeitens willen – Arbeit ist doch lediglich von Nöten um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken, sollte also daraus erwachsen und sich so selbst erschaffen:
    • Bitte vergessen wir nicht, dass wir zum großen Teil durch Rationalisierung der Arbeit von der Arbeit freigestellt sind, ergo der Bedarf an Arbeitskräften nicht im Verhältnis zu Arbeitssuchenden steht – ca. 1:10.
    • Die meisten der bestehenden oder noch freien Arbeitsstellen werden heute durch menschenverachtende Billiglohnarbeite etc. pp. ersetzt.
    • Erst echte bedürfnisorientierte Arbeit kann dieses Missverhältnis auf ökologische, menschenwürdige, ressourcenschonende und finanzsinnvolle Art korrigieren.

    Zinsbasiertes Geld ist Wucher und nützt im Fazit niemandem – Geld das aus sich selber, also nicht aus Arbeit wächst, somit keinem Wert gegenübersteht, schafft nur Neid, Abhängigkeit und Gier:
    • Wieso sollte also finanzieller Reichtum logisch und sinnvoll sein? Jeder kann und sollte nur seine Bedürfnisse erfüllen können, obgleich er augenscheinlich mehr oder weniger einbringen kann.
    • Einkommensarbeit sollte genauer definiert werden: „Eltern die Kinder erziehen, Menschen die ihren alten Angehörigen einen würdigen Lebensabend verschaffen, Menschen die forschen – sich bilden, Kultur schaffen – Bücher schreiben – Musik machen u.v.m.“. Das alles ist auch gesellschaftlich wichtige Arbeit und sollte durch Freistellung von produktiver Arbeit, also durch BGE, möglich gemacht werden.
    Die Freiheit und Zugänglichkeit von Wissen und Medien – erklärt sich schon von selbst als das wichtigste Kontrollorgan aller Bürger, jegliche Einschränkung führt zur Tyrannei und Diktatur:
    • Wissen und Aufklärung sind die Schlüssel zum Erhalt des Systems, ganz gleich ob ökologischer, ökonomischer oder rechtlicher Art.
    • Wissen und Aufklärung sind der Garant zu jeglichem Erfolg und somit ist auch eine freie, ergebnisoffene und unabhängige Wissenschaft unabdingbar, weswegen sie unter diesen Bedingungen auch und gerade deswegen im Auftrag handeln kann und sollte.
    • Eine Schule oä. muss sich also der Wissenschaft und nicht dem Staat unterstellen um unabhängige Bürger zu bilden.
    • Es gibt keine dummen Menschen, nur Menschen die aus Unwissenheit alles mit sich machen lassen!

    Soziales Bodenrecht sollte keine Frage sein – eher wie es rechtens sein kann das einzelne Menschen, aus Gründen von Herkunft/Status und Vermögen, Boden mit all seinen Bodenschätzen, Wasser etc. pp. besitzen und somit veräußern oder vererben können:
    • Unveräußerliches Nutzungsrecht sollte hier anstelle von Besitz treten.
    • Boden, Wasser und Luft sind lebensnotwendig und stellen somit ein Gemeingut dar, sonst werden wir selbst für die Luft zahlen die wir atmen, indirekt tun wir das ja schon…
    • Nutzungsrechte sind zeitlich und zweckdienlich gebunden und müssen vergeben werden.
    • Durch die zum Gemeinwohl bedingte landwirtschaftliche und industrielle Nutzung ist es den meisten Bürgern nicht möglich ihren Anteil am Boden etc. pp. selber zu nutzen, daraus folgt ein Entschädigungsanspruch, der durch das BGE abgegolten wird.

    Der Weg:
    Das stellt die Mittel dar, um einen gesellschaftlichen Raum für Menschen zu schaffen, in dem sie sich vernünftig einbringen können und somit sich selbst und ihr Umfeld positiv verändern. Das ist der Weg – und nicht das Ziel. Deshalb sollte man dem auch keinen Namen geben, ergo nicht in eine neu titulierte Gesellschaftsform pressen!

    Das Ziel:
    Alles auf dieser Welt funktioniert in Kreisläufen – eine Pflanze braucht Raum, Nährstoffe und Licht um den Zyklus des Lebens sinnvoll zu durchlaufen, sie würde sich auch nicht gegen die Natur stellen, nur wir sind der Meinung, dass wir es besser können und stecken in unseren linearen und exponentiellen „actio et reactio“ Gedankenstrukturen fest. Fangen wir mit all den Vorteilen, die unser modernes Wissen uns zur Verfügung stellt, wieder in Kreisläufen zu denken und zu handeln an!
    • Die Würde und die freie Entfaltung allen Lebens und deren Grundlage ist unantastbar. Sie zu wahren, zu achten und zu schützen ist die oberste Verpflichtung aller Menschen. (Ähnlichkeit ist gewollt)

    Mein Resümee:
    Addieren wir all diese Kosten, die für die Umsetzung dieser Bedürfnisse unter jetzigen Verhältnissen erbracht werden müssten, so ist das BGE doch eher günstiger und auch umsetzbarer, als all jene schuldenorientiert-finanzwirtschaftlichen und politisch-bürokratischen Lösungsversuche, die alle nur einen Aufschub des Zusammenbruchs erzeugen und somit keinen Ansatz zur Lösung darstellen. Alles in allem haben wir die nötigen Werkzeuge für eine solche Wende in der Hand und wir sollten die Krise als eine Chance betrachten, um unsere einmalige Welt zu der zu machen, in der wir schon immer leben wollten…

    Berlin 06/2012 Michael Kroll

  6. Es ist eine Auseinandersetzung von historischer Dimension. Seit Generationen sind es die gleichen Familien, die die Welt beherrschen (wollen). Allein im letzten Jahrhundert sind dieser grenzenlosen Gier nach Macht und Reichtum Millionen von Menschen zum Opfer gefallen.

    Heute erleben wir, dass die Think Tanks der neuen bzw. alten Eliten mit schier unbegrenzten Mitteln ausgestattet sind. Nur die Besten Ber besten werden hier (ein)gekauft. Die Elite des Geldadels hat so Zugriff auf bis ins Detail ausgearbeitete Pläne, die dann von den Regierungen dieser Welt umgesetzt werden (müssen), um gleich die ganze Menschheit zu unterjochen. Es ist nicht anzunehmen, dass diese Entwicklung ohne erneutes millionenfaches Blutvergiessen zu stoppen oder gar zu beenden wäre. Denn auch bei millionenfachen Blutvergiessen verdient diese Elite.

    Plan B ist somit ein guter Ansatz, wenn es Andreas Popp gelingt seine Zuhörerschaft und die Quote der Aufklärung exponentiell anwachsen zu lassen. Man muss es weiterhin als ein grosses Verdienst von Popp sehen, dass es ihm gelungen ist, namhafte Wissenschaftler und echte Koryphäen für seine Ideen zu engagieren. Mit Geld kann Popp diese Leute nicht locken. Es ist ein Aufstand der Gerechten und Anständigen, die sich engagieren und nicht kaufen lassen!

  7. – Anonymous. Das ist eine Frage – welches Zielpublikum du willst erreichen. Du musst die erreichen die etwas zu verlieren haben. Das bestimmt die Medienwahl. Ein ehrliches Geschäft ist noch lang kein Verbrechen:). Die Wissensmanufaktur stellt ein Angebot und wenn jemand hingeht geht er hin und wenn nicht dann nicht. Das ist eigentlich der Zugang zu sauberen Vertrieb. Alles andere 99,9999% heutzutage sind Quacksalberei, aber wir haben uns an letzteres schon gewöhnt.

    Die Kernfrage ist für mich, wenn ich einen Blick auf die Videos werfe, so kommt mir vor, dass Andreas Popp definitiv hinter Idee steht und Aufklärung betreibt. Allein die Vorträge werden einfach angepasst an den Rahmen in dem der Vortrag stattfindet. Das ist nicht ungewöhnlich. Die Welt ist grau – jemand der eine Lösung bieten will und ein Problem thematisiert steht schnell im Kreuzfeuer der Kritik. Die wahren Gaukler und Scharlatane ist jener, der ein Problem verursacht und eine Lösung bietet – nicht derjene der es erkennt und versuchen eine Lösung anzubieten. Das ist ein maßgeblicher Unterschied.
    Aber ich habe mir auch Zeit gelassen und die Wissensmanufaktur hinterfragt. Ich kann mir vorstellen, das Irritierende ist das Bürgerliche Element in den Präsentationen. Das kommt möglw. jemanden an der Basis etwas ‚verdächtig‘ vor. Der Herr Popp vermarktet die Ideen, … Das Mauerblümchen mit den besten Ideen, findet nicht das Gehör … somit muss es jemand tun.

    Es hilft nichts die Basis zu überzeugen, die meisten trifft das Problem mit dem Geld System gar nicht. Sie sind jetzt schon pleite, wissen allein nix davon – wer am Monatsende nichts mehr aufs Sparbuch bringt, sollte langsam versuchen vertragliche Verpflichtungen los zu werden, besonders Kreditverpflichtung und Leasing.

    Die Wissensmanufaktur zeichnet an sich aus, dass sie eine der ersten waren, die ich fand, die das Thema Finanzsystemkrise als Problem einer kulturellen Fehlentwicklung erkannt/publiziert haben und der Appell sich selbst hinzusetzen und die Dinge zu hinterfragen. Das ist mutig heutzutage. Eigenverantwortung zu fordern … das war schon immer ein steiniger Weg.

  8. Insgesamt ein interessanter Ansatz. Doch nun kommt das dicke aber.

    Nach dem ich nun mehrere Vorträge der Wissensmanufaktur gehört habe und mich auch über andere Vorschläge informiert habe ziehe ich nun meine Schlußfolgerung.

    Laut den verschiedenen Urhebern wie Herrn Popp oder Albrecht stehen wir am Scheideweg und es bedarf Aufklärung und Umstellung des Systems.

    Nehmen wir aber konkret das Beispiel Plan-B. Man kann auf der Webseite direkt die Vorträge anhören oder den massiven Textblock lesen der viel Geschwafel enthält, aber keine Details. Möchte man nun wissen was denn eigentlich mit den 4 Säulen des Zielzustandes genauer gemeint ist, steht man plötzlich ohne Informationen da. Information mit dem Ziel der Aufklärung sieht anders aus.

    Das Paradoxe an dem ganzen ist, man kritisiert die Massenmedien, vertreibt aber gleichzeitig Bücher bzw bietet seine Informationen ausschließlich in Buchform an. Alles weitere frei veröffentlichte soll einfach nur anreizen zum Kauf der Bücher, DVD’s und CD’s. Ups, war da nicht was in den Vorträge von wegen Gehirnwäsche und Krieg der Marketingagenturen?

    Wer jetzt schlußfolgert daß diese ganzen Antisysteme nichts anderes sind als Maschen um den Leuten Geld aus den Taschen zu ziehen und die eigenen zu füllen, der liegt nicht ganz falsch. Natürlich läßt sich das ganze auch noch aus der Sicht betrachten die wenigen kritischen und freidenkenen Geister zu kontrollieren und zu steuern.

    Fragt man sich nur warum gerade diese Methode gewählt wird, den kritischen Geist auch noch zu füttern. Entweder möchten die Herrn Ihre Gemüter beruhigen mit „anständigen“ Informationen Geld verdient zu haben, oder aber beim kommenden Kollaps nicht auf der Schuldseite zu stehen. Denn im Gegensatz zu Herrn Popp gibt es sehr wohl Schuldige an der ganzen Misere und diese lassen sich auch Ausfindig machen.

    Doch zurück zum eigentlichen Thema. Insgesamt ist diese nur eine neue Geschäftmethode. Aufklärung bzw Information der Massen mit dem Ziel vorhandene Dämme zu brechen sieht anders aus. Dazu bedarf es keine xxxx Buchveröffentlichungen von Experten. Denn allem ist doch gemein, daß hier weder zusammen noch an einer wirklichen Lösung gearbeitet wird. Bisher sind alles Theorien, welche bisher, jedenfalls für mich, nicht mal per Fakten untermauert sind. Jeder Experte veröffentlicht ein Buch in dem er Kritisiert und seine Theorie vorstellt, welche in den meisten Fällen nicht umsetzbar oder unrealistisch, weil nicht komplett durchdacht ist. Die Stimmen die sich kritisch äußern, wird vorgeworfen sich nicht ausführlich mit der Theorie befaßt zu haben oder diese nicht zu verstehen.

    Dabei wäre es in Zeiten des noch freien Internets so einfach die Massen zu erreichen. Es bedarf einfach nur mal eine Abkehr vom kapitalistischem Denken, wie es hier perfekt vorgelebt wird. Eine ordentliche Aufbereitung, Verlinkung und Darstellung von Informationen ist nicht so schwer. Aber wenn man das wirklich machen würde, könnte es ja passieren, daß das aktuelle System doch noch ins Wanken gerät. Ich unterstelle jetzt aber mal, daß es genau das ist was die Herrn Popp und Bücherveröffentlichenden Experten aber befürchten. Man könnte ja tatsächlich seines Vermögens beraubt werden.

    • wahres Wort, war das erste, was mir hier aufgefallen ist… es ist hier auch wieder nach dem Motto „tut was ich sage, nicht was ich mache“, die Herren leben es nicht vor, es fehlt also letztlich am echten „Glauben“ und er inneren Einstellung. Noch nie hatten wir als Menschheit die Möglichkeit, Informationen so schnell und so umfassend zu verbreiten wie mit dem Internet, es nicht zu tun (bzw nur in restriktiver Form, um selber Gewinne zu erzielen) ist planvolles „Abzocken“ und sicher kein Teilhaben oder Einleiten eines Planes zum Erreichen eines „höheren Zieles“.

    • Ok wenn du das so siehst, das die nur geld machen will…wer will das nich…?
      und wenn hier bücher von dieter bohlen verkauft bzw. sogar gekauft werden o.m.g.
      die information die wichtig sind, sind für alle zugänglich
      ob das alles so funktioniert is sicherlich fagwürdig… aber es is eine chance

  9. Wenn das bedingungslose Grundeinkommen in DE eingeführt würde, wäre die gesamte Welt auf den Weg in unser Land. Als erstes muss man die Grenzen dichtmachen. Zweitens müssen sämtich in die Sozialsysteme eingewanderten Ausländer in ihre Heimat zurückgeschickt werden. BGE heißt übrigens nicht, dass keiner mehr arbeiten würde. Viele würden aber den Job machen, den sie auch wirklich machen möchten. Der größte Teil der Arbeitnehmer macht seinen Job doch nur vor lauter Angst des sozialen Abstiegs. BGE ist eine gute Sache, aber entweder nicht zu Ende gedacht oder man spricht einige Dinge mit Absicht nicht beim Namen an, um nicht in die Naziecke gestellt zu werden.

    • „Der größte Teil der Arbeitnehmer macht seinen Job doch nur vor lauter Angst des sozialen Abstiegs.“
      Da sprichst du einen interessanten Punkt an.
      In nicht wenigen Fällen ist heutige Arbeit Sklavenarbeit.
      Wie häufig kam es vor, dass in den letzten Jahren Arbeitnehmer/innen unter alten Tarifverträgen entlassen wurden, aber unter neuen Bedingungen (geringere Löhne, Wegfall des 13. Monatsgehaltes … usw.) gerne wieder eingestellt werden könnten.
      Spezielle Unternehmen dürften allgemein bekannt sein.

    • Hallo Antizensur, du stellst dich dar als wärst du gegen die Zensur, gleichzeitig zensierst du die Gleichberechtigung aller Menschen und ausserdem können alle Nationen denselben PLan umsetzen, dann ist es gleich wo sie leben.

    • Eine sehr platte Aussage, „dann wäre die gesamte Welt auf dem Weg in unser Land“, naja. Es geht um ein Bürger-Grundeinkommen, und es wird ja nicht gleich jeder eingebürgert. Außerdem gibt es auch in anderen Ländern Bestrebungen in dieser Richtung des BGE. Wir sind hier kein Himmel und nciht das Zentrum der Welt. Das sieht man schon daran, dass sich im Gegenteil (obwohl wir ein sehr reiches Land sind und ein ungewöhnliches Sozialsystem haben, das jetzt schon Nicht-arbeitenden-Menschen Geld überweist) viele Deutsche von hier in fremde Länder begeben, um ein neues Leben anzufangen ohne jede Sicherheit.

  10. Götz Werner ist mit dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens bekannt geworden, diese Idee wurde aber schon vor einigen Jahrzehnten von Erich Fromm in mehreren seiner Schriften vertreten (Fromm hat übrigens auch einen interessanten Entwurf für direkte Demokratie entwickelt). Die Variante von Götz Werner erscheint mir problematisch, er will das Grundeinkommen aus einer erhöhten Mehrwertsteuer finanzieren und dafür die Einkommensteuer ganz abschaffen. Es läuft also darauf hinaus, die Reichen und Großverdiener zu begünstigen. Menschen, die auf diesen Schwachpunkt seines Konzepts hinweisen, hält Götz Werner vor, sie würden unter einem Denkfehler leiden.

  11. Der Plan B enthält sehr gute Ansätze, ausreichend ist er nicht.

    Nur zwei Beispiele:

    1. Sie soziale Bodenreform soll den Abfluss des Kapitals (und die Zockerei) in Grund und Boden verhindern. Das ist ein guter Ansatz, würde aberden sofortigen verstärkten Kapitaleinsatz (als Kapitalflucht) bei den Unternehmensbeteiligungen bedingen. Die Bodenreform allein ist also keine Lösung.

    2. Ein akzeptables bedingungsloses Grundeinkommen ist nicht zu finanzieren. Ein zu finanzierendes Grundeinkommen zementiert Armutsniveau. Das bessere Grundeinkommen ist hier zu finden: http://www.bandbreitenmodell.de/bge

    • „Ein akzeptables bedingungsloses Grundeinkommen ist nicht zu finanzieren.“

      Doch!
      Ein BGE von 1.000 Euro pro Bürger in D müßte mit ca. 80 Mrd. finanziert werden.
      Nicht zu vergessen, dass sämtliche Transferleistungen somit gleichzeitig wegfallen.
      Davon profitieren würde in jedem Fall die Binnenkonjunktur (mehr Steuereinnahmen).
      Viele Bürger würden ihr Geld in Umlauf bringen, da sie jeden Monat ein gesichertes Einkommen hätten.

      Nun überlege mal, wie viel Steuergelder aufgewendet wurden, um die Banken zu retten.
      Diese Beträge gehen weit in den dreistelligen Mrd.-Bereich. Siehe hier:

      http://krisenfrei.wordpress.com/2011/10/24/lasst-banken-endlich-pleite-gehen/

      Du hast dazu ja auch einen Kommentar abgegeben.

      In D ist die Bankenrettung wichtiger als die Bürger vor Armut zu schützen, wobei Bankenrettung bedeutet:
      Das Vermögen der Super-Reichen zu schützen.
      Die HRE z.B. ist ein Mrd.-Grab.
      Verantwortlich dafür sind unsere korrupten Politiker und unfähige Bankster, die für ihr Missmanagement auch noch fette Abfindungen erhalten.
      Das AG-Gesetz muss dringend reformiert werden. Kein Bankster wird für unverantwortliche Zockerei in Haftung genommen.
      Eine kleine Angestellte, die ein oder zwei übriggebliebenen Buletten mitnimmt, die sowieso in den Müll landen würden, wird entlassen. So sieht’s aus!
      Die Bonzen können ohne Ende prassen und die kleinen Angestellten dürfen kuschen und Sklavenarbeit verrichten.
      Die Politik scheißt (sorry) auf das Grundgesetz (Pofalla) und …
      … die Bürger wählen ihre Ausbeuter immer wieder.

  12. Das hört sich alles zwar sehr kommunistisch an, ist es aber keinenfalls. Alles Kommuniststische bisher, war nichts anderes als reine Diktaturen ohne Menschenrechte.

  13. Auch das Parteiensystem ist doch nur eine einzige Lüge, wo viel versprochen wird und letztendlich so gut wie nichts nützliches umgesetzt wird. Selbst ein Kindergarten ist glaubwürdiger. Auch hier bräuchten wir was Neues. Wenn ich mir Wahlkämpfe so anschaue, dass ist so etwas von doof, das seines gleichen sucht. Ich würde sagen der Bundespräsident sollte der Mann mit der größten Macht im Staat sein, der alleine zustänig für Innen und Außenpolitik ist. Nur eine nationale Gewerkschaft (wo jeder Bürger eine minimale Summe einzahlt), sollte in der Lage sein (nur mit Volksabstimmung) ein Bundespräsidenten zu entmachten. Statt Parteien sollte es nur eine Regierung geben die für das wirtschafliche im Land zuständig ist. Überwacht wir die Regierung vom Bundesrechnungshof mit ähnlicher Macht wie die Gewerkschaft. Köpfe in der Regierung können jederzeit in Kooperation mit Bundespräsident, Gerwerkschaft und Bundesrechnugshof ausgewechselt werden. Mißbrauch des Amtes sollte mit sehr hohen Strafen belegt sein. Parteien wären somit überflüssig. Viel Geld würde man sich dadurch sparen. Gewählt würde vom Volk alle 5 Jahre nur der Bundespräsident, der Gewerkschaftsboss und der 1. Mann beim Bundesrechnungshof.

  14. Als normalen Bürger finde ich das alles sehr toll, würde bestimmt auch funktionieren. Die moderne Sklaverei würde im Handumdrehen abgeschafft. Mit dem Grundeinkommen sollte man jedoch vorsichtig sein. Jeder Mensch braucht eine Aufgabe, ansonsten verkommen Menschen. Ich würde eher vorschlagen nur noch 120 Stunden Arbeit pro Monat, wir sollten uns nur auf jenes konzentrieren was dem Menschen nützlich ist wie Bildung, gut ausgebaute Infrastruktur und vor allem Energiequellen erforschen, schnell umsetzen, die die Energie über Jahrzehnte immer billiger machen, statt immer teurer und noch teurer wie aktuell. Das was jetzt geschieht hat mit Fortschritt alles nichts mehr zu tun. Missbrauch und Schmarotzerei auf dem Rücken fleißiger Menschen muss ein Riegel vorgeschoben werden. Wie schon erwähnt, von 40 Stunden Woche herunter auf nur 28 Stunden Woche, jeder der mal krank ist (außer Arbeitsunfall) sollte die Zeit später nacharbeiten, somit kein Krankengeld sondern Lohnfortzahlung mit späterer Nacharbeit. Durch die 28 Stunden Woche bleibt übers Jahr gesehen eh mehr Freizeit zur Verfügung wie eigentlich gebraucht. Arbeitslosengeld nur von maximal 1 Monat bis eine neue Stelle vermittelt ist. Bei einem Zinslosen Geld mit Verfallsdatum ist die Umlaufgeschwindigkeit leicht steuerbar, daher kann man die Löhne auch so fest legen, das jeder genug für ein vernünftiges Leben hat (mindestens so wertvoll wie aktuell ein Facharbeiter mit 20 Euro Stundenlohn). Lobbyisten muss sofort das Handwerk gelegt werden, keine Zwischenhändler, keine Börse usw. Benötigt wird nur eine zentrale Nationalbank mit ihren flächendäckenden Sparkassen. Zusätzlich noch eine große nationale Handelsbank für In und Ausland über die alles abgewickelt wird. Mit der erwirschafteten Valuta im Ausland, dürfen nur nützliche Rohstoffe die der Industrie im Land dienen gekauft werden. Inländische Firmen dürfen nicht mit Valuta handeln alles muss über die Handelsbank laufen. Selbst die Versorgung von Medikamenten muss irgendwie über den Staat geregelt werden, damit Lobbysten und Mißbrauch der Pharma Industrie unterbunden wird. Der Staat kauft die Mediamente, die Apotheken versorgen sich mit Medizin über den Staat oder so ähnlich. Mit dem Bodenrecht sollte man vorsichtig sein, staatliche Landwirtschaft wird nicht funktionieren, also brauchen wir die Bauern, mit hohen Steuern auf Ländereien würde der Schuss nach hinten los gehen. Man könnte noch viel nützliches aufzählen, leider wird es dann zu langweilig mit unendlichem Text.

    • „Jeder Mensch braucht eine Aufgabe, ansonsten verkommen Menschen.“

      Stimmt!
      Die Arbeitspsychologie sagt, dass Arbeit wichtig ist für soziale Kontakte und für das Selbstbewusstsein der Menschen.
      Wenn aber Arbeit nur als das notwendige Übel angesehen wird, können soziale Kontakte auch schnell in Mobbing ausarten und das Selbstbewusstsein ist dahin. Arbeit muss den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Mobbing am Arbeitsplatz ist heutzutage ein nicht zu unterschätzendes Problem.
      Mobbing am Arbeitsplatz führt nicht selten zum Verlust des Arbeitsplatzes und kann somit schnell zu Depressionen führen. Depression ist eine seelische Krankheit, die leider schwer zu therapieren ist. Befindet sich der Mensch einmal in diesem Teufelskreis, ist es schwer, dort wieder herauszukommem.

      Die Politik hat kein Interesse daran, diese zunehmende Volkskrankheit zu bekämpfen. Im Gegenteil, sie fördert sie mit ihrer bürgerfeindlichen Politik sogar noch. Wieso?
      Rot/Grün z.B. unter Fischer/Schröder haben die Zeitarbeit salonfähig gemacht. Zeitarbeit ist Ausbeutung. Nicht die Arbeitnehmer, sondern nur die Zeitarbeitsfirmen und die Unternehmen profitieren davon. Die Gewerkschaften, deren Funktionäre lukrative Aufsichtsratspöstchen besetzen, haben nichts dagegen unternommen. Sie lamentieren nur und halten hinter dem Rücken ihrer Mitglieder die Hände für Tantieme aus deren Pöstchen auf.

      Dieses ganze System ist nur noch ein Abzockersystem.
      Der Plan B, den das Team der Wissensmanufaktur erarbeitet hat, ist sicherlich nicht „Die Lösung“, um das herrschende System von Grund auf zu erneuern. Es ist aber zumindest ein Denkansatz und mehr als diskussionswürdig, dieses bestehende, bürgerfeindliche System in Frage zu stellen.
      Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Team der Wissensmanufaktur den Anspruch hatte, einen perfekten Plan zur Umsetzung eines neuen Systems zu liefern. Zumindest haben sie mit dem Plan B eines geschafft. Denkanstöße und Diskussionen anzuregen. Ist das etwa nichts?

      Ist es nicht ein großer Fortschritt, wenn immer mehr Menschen über dieses menschenfeindliche (Polit) System nachdenken und sich dagegen auflehnen?
      Ich denke schon.
      Die französische Revolution wurde auch nicht an einem Tag vollzogen!

      Wer den Mut hat, etwas anderes zu wagen, der hat bei den nächsten Landtagswahlen (Rheinland Pfalz, SWH und NRW) die Chance, etwas anderes zu wählen als sonst üblich. Die Kreuzchen auf den Wahlzetteln müssen ja nicht unbedingt immer bei den obersten 5 bis 6 Parteien gemacht werden.
      CDU/FDP/SPD/GRÜNE sind Befürworter des Euro und des ESM. Die Mehrheit der Bürger ist allerdings dagegen.
      Na also, wo ist das Problem?
      Wir sind das Volk!
      Oder etwa nicht?

      • Es ist gar keine Frage, dass man um JEDEN froh sein muss, der den Willen, die Kapazität und die Kraft aufbringt, sich mit Modellen zukünftiger Gesellschaft zu beschäftigen. Ob Wissensmanufaktur, Bandbreitenmodell oder wie auch immerder Ansatz lauten möge, der zur Diskussion gestellt wird, er hinterfragt, bietet an, relativiert das bestehende System. Das ist eine unglaubliche Menge und mehr als 99% der Bevölkerung tun.

        Die 99 Prozent täten allerdings mindestens gut daran, sich mindestens ernsthaft und substanziell mit dem zu beschäftigen, was ihnen kostenlos vorgesetzt wird.

        Denn sonst ist Lissabon bald überall.
        http://uhupardo.wordpress.com/2012/03/18/der-verrueckte-mit-dem-fahrrad/

      • Zur Beschreibung der Situation verwende ich gerne – Love What You Do vs. Do What You Love. Der Mainstream sieht beispielsweise BGE gerne aus ihrer Sicht – ‚Do What You Love‘ – da der Mainstream exakt das macht in sog. Arbeit – ‚Besetzung der Planstelle‘. Egal was man tut – Love What You Do führt zu Ergebnissen und Fortschritt. Industriegesellschaften tun sich mit letzterem sehr sehr hart.

      • Es gibt kein Einkommen ohne Arbeit. Das steht selbst beim BGE außer Zweifel. Die Annahme ist irrational, dass Menschen nicht für sich selbst sorgen wollten.

        Was beim Modell der Wissensmanufaktur etwas im dunklen bleibt ist die Realisierung auf der Ebene die wir heute Realwirtschaft nennen. Der Herr Popp deutet es ja an, er könnte seinen Namen tanzen, da scheint etwas durch das an die Dreigliederung erinnert als eine mögliche Option. Zugegeben mit dieser Aussage begebe ich mich aber auf das Feld der Spekulation

        Ich kannte die Dreigliederung auch nicht. Zufällig, ich kaufe allein Bücher von Menschen die kaum jemand kennt, bin in das Walldorf Eck gestoßen. Hat sich in der Praxis bewährt, vielseitig in der Praxis anwendbar besonders in Schulung und Training.

        Unsere Hirne sind schlicht von so vielen Arten von Propaganda verseucht/vernebelt, stammend aus mehreren Dimensionen. Materialismus-, Poltische- und Propaganda der Finanzindustrie. Ein Michael Tsarion hätte seine hellste Freude, ‚The Blond‘ im IWF:) mit der Blonden kommt der Tot im Drogenrausch. Die Droge der Wirtschaft ist das Geld. Das hört sich seltsam an. Das was wir hören tagtäglich im Mainstream ist noch viel gewagter.

        Wer weiß heut noch, dass das Wort Pflicht von Pflege und für etwas einstehen kommt. Hierarchien haben den Begriff ganz einfach redefiniert, bieten aber selbst keine Lösung in einer Hierarchie Verantwortung zu übernehmen.

        Bunniness can only be found when we stop struggling with what is beyond our control.
        (@bunnybuddhism)

        Es gibt keine Märkte es gibt bestenfalls Marktplätze. Märkte, das wäre für mich eine durchaus einsichtige Erklärung, wurden als abstraktes Konzept in den 20ern populär mit dem Ziel die Industrialisierung voranzutreiben. Die Theorie über die Märkte ist Dichtung. Beifreiungsprosa ‚gegen‘ den Merkantillismus gerichtet aber gleichzeitig der Minnegesang der Merchanten, die heute wieder fröhliche Urständ feiern als Großkonzerne und Lobbyisten als ein Facette. Hauch von Buddenbrooks. Die österr. Schule ist nicht viel besser. Das war eine Freunderlpartie im Umfeld vom Konprinz Rudolf – nicht bös gemeint – ich unterstelle jetzt einmal pragmatisch – die Monarchie hat sich einen Weg gesucht irgendwie den Niedergang zu Finanzieren und sich irgendwo eine Begründung gesucht.

        Wenn man auf einen Adam Smith zurückschaut, ähnlich wie wenn in 200 Jahren jemand ein Volker Zispers Viedo anschaut und sagt, ‚Schon damals gab es Ökonomen die berechtige Kritik an einem fremdartig entarteten Kapitalismus übten und es verstanden Massen in Begeisterung zu versetzen‘.

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