Was will Putin?

Rostislav Istchenko, Präsident des Zentrums für Systemanalyse und Prognose der Ukraine, 10. Februar 2015 (Quelle: seniora)

PUTIN  wie weiter
Foto: Pressedienst des Präsidenten der RF

Es ist erfreulich, dass die umfangreiche Zerschlagung der ukrainischen Truppen im Donbass im Januar-Februar, die nicht stattgefunden hat, und die Moskauer Konsultationen mit Frau Merkel und Herrn Hollande nicht blitzartig von den russischen «Patrioten» Putin als Verschulden angelastet wurden.

Das setzt im Übrigen nicht deren Wunsch außer Kraft, den Sieg bereits gestern erringen zu wollen, noch dämpft das die Überzeugungen der radikalsten unter ihnen, dass Putin dennoch «Neurussland aufgibt» oder die Ängste der gemäßigteren unter ihnen dahingehend, dass, sobald ein neues Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt ist (wenn es denn unterzeichnet wird) in Verbindung mit der Notwendigkeit, nicht nur eine Umgruppierung und eine Auffüllung der Armee Neurusslands vorzunehmen (das hätte man in der Tat auch ohne Unterbrechung der aktiven Kampfhandlungen bewerkstelligen können), sondern auch die veränderte Konfiguration der internationalen Front zu festigen, und sich auf neue diplomatische Schlachten vorzubereiten.

In Wirklichkeit, egal, wie viel Aufmerksamkeit die Dilettanten in Politik und/oder Gefechtshandlungen («Talleyrandisten» und «Bonapartisten» des Internets) der Situation im Donbass und in der Ukraine insgesamt auch widmen, das ist nur ein Punkt auf der Linie der globalen Front und der Ausgang des Kriegs wird nicht auf dem Flughafen von Donezk entschieden und nicht auf den Höhen um Debalcevo.

Der Ausgang des Krieges wird in den Kabinetten auf dem Staraya Plostschadj1 und dem Smolenskaya Plostschadj2 entschieden, in Büros in Paris, Berlin und Brüssel. Weil der Krieg nur eines der zahlreichen Argumente im politischen Streit ist. Bei weitem nicht immer sind politische Entscheidungen für Volk und Armee verständlich.

Krieg ist das härteste, das letzte Argument, dessen Verwendung mit einem großen Risiko einhergeht, jedoch eine Sache beginnt nicht mit einem Krieg und wird durch einen Krieg auch nicht zu Ende geführt. Der Krieg ist eine Interimsetappe, die die Unmöglichkeit eines Kompromisses fixiert und dazu berufen ist, neue Bedingungen zu schaffen, unter denen ein Kompromiss möglich wird, oder seine Notwendigkeit entfällt, weil eine der Parteien des Konflikts ausscheidet. Das heißt, zum Ende der Kampfhandlungen, wenn die Truppen wieder in die Kasernen geschickt werden, und die Generäle darangehen, ihre Memoiren zu Papier zu bringen und man sich auf den nächsten Krieg vorbereitet, ziehen Politiker und Diplomaten am Verhandlungstisch die wahre Bilanz der Konfrontation.

Bei Weitem nicht immer werden politische Entscheidungen der Masse des Volkes und der Militärs verständlich sein. So hatte, zum Beispiel, der Kanzler von Preußen (später Kanzler des Deutschen Reichs Otto von Bismarck) im Österreichisch-preußisch-italienischen Krieg des Jahres 1866 entgegen dem beharrlichen Wunsch des Königs (des künftigen Kaisers) Wilhelm I. und den Forderungen der preußischen Generalität es nicht zugelassen, dass Wien eingenommen wird, und er hatte damit absolut Recht. Auf diese Weise hat er den Friedensschluss zu den Bedingungen von Preußen beschleunigt, und er hatte ebenfalls erreicht, dass Österreich-Ungarn für immer (jedenfalls bis zur Auflösung im Jahre 1918) Preußens Juniorpartner wurde, später dann Juniorpartner des Deutschen Reichs.

Gerade deshalb, um zu verstehen, wie, wann und zu welchen Bedingungen Kampfhandlungen beendet werden können, müssen wir wissen, was die Politiker konkret wollen, wie sie die Bedingungen eines Kompromisses nach dem Krieg sehen. Dann werden auch die Gründe dafür deutlich, aus denen heraus die Kampfhandlungen gerade einen solchen Charakter angenommen haben (ein zäh fließender Bürgerkrieg mit regelmäßigem Waffenstillstand) nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Syrien.

Uns interessiert offenbar die Meinung der Kiewer Politiker wenig — sie haben nichts zu entscheiden. Die externe Steuerung der Ukraine wird nicht mal mehr verheimlicht, und es ist uninteressant, ob die dortigen Minister aus Estland oder Georgien kommen — am Ende sind es sowieso alles amerikanische Minister.

Es wäre wohl ein großer Fehler, wenn man sich auch für die Visionen interessieren würde, die die Führung von DVR und LVR [ Donezker und Lugansker Volksrepublik – d.Ü.] von der Zukunft hat. Die Republiken existieren dank russischer Unterstützung, und es wird sie so lange geben, wie Russland sie unterstützt. Folglich müssen die Interessen Russlands geschützt sein (darunter auch davor, dass eigenständige Entscheidungen getroffen oder initiativreich Aktivitäten entwickelt werden). Viel zu viel steht auf dem Spiel, als dass Zakhartchenko, Plotnitski oder jemand anders, wer immer das auch sei, selbständig eine Entscheidung treffen könnte.

De facto steht die EU heute vor der Wahl – entweder im Schlepptau der Amerikaner zu verbleiben oder sich Russland anzuschließen

Die Position der EU interessiert uns auch nicht. Von der EU hing bis Ende Sommer des vergangenen [2014 – d.Ü.] Jahres vieles ab, als man den Krieg noch hätte verhindern oder in den Anfängen aufhalten können. Zu der Zeit wäre eine rigide, prinzipiell gegen den Krieg gerichtete Position der Europäischen Union nötig gewesen, eine der Zeit angepasste Politik, die es hätte ermöglichen können, die amerikanischen Aktivitäten zu stoppen, Aktivitäten, die darauf gerichtet waren, einen Krieg zu entfesseln.

Diese Politik hätte wohl aus der EU eine gewichtige geopolitische Kraft machen können, die auf eigenen Beinen stehen kann. Allerdings hat die EU sich diese Chance entgehen lassen und hat sich wie ein getreuer Vasall der USA aufgeführt. Das Ergebnis sehen wir heute: Europa steht am Rande furchtbarster innerer Erschütterungen, Europa hat heute alle Chancen, das Schicksal der Ukraine zu wiederholen, nur mit einem großen Knall, mit riesigen Strömen von Blut und mit wenig Aussichten darauf, dass in absehbarer Zeit alles wieder ins Lot kommt (dass jemand kommt und für Ordnung sorgt).

De facto steht die EU heute vor der Wahl – entweder im Schlepptau der Amerikaner zu verbleiben oder sich Russland anzuschließen. Je nachdem, wie diese Wahl ausfällt, könnte Europa mit einem geringen Schrecken davonkommen (in der Form, dass ein Teil von Europas Peripherie verloren geht und einige Länder in kleinere Einheiten aufgeteilt werden), aber Europa kann durchaus auch insgesamt kollabieren. In Anbetracht dessen aber, dass die europäischen Eliten nicht dazu bereit sind, sich offen von Amerika loszusagen, ist der Kollaps, von dem vorhin die Rede war, so gut wie unausweichlich.

An sich sollte uns die Meinung der beiden Hauptkräfte interessieren, die auch die Konfiguration der globalen Frontlinie bestimmen und die an sich auch für den Sieg in einem Krieg der neuen Generation (im netzwerkzentrierten3 DrittenWeltkrieg) kämpfen. Diese Kräfte sind die USA und Russland.

Die Position der USA ist verständlich und transparent

In der zweiten Hälfte der 90-er Jahre des ХХ. Jahrhunderts hat sich Washington endgültig die Chance entgehen lassen, still und leise die Wirtschaft des Kalten Kriegs zu reformieren und so der Systemkrise auszuweichen, deren Entwicklung durch die Endlichkeit des Planeten Erde begrenzt war, und aller ihrer Ressourcen, einschließlich der Humanressourcen, was im Widerspruch zu der Notwendigkeit stand, die Emission von Dollars und deren Umlaufmenge bis ins Unendliche auszuweiten. Sobald aber Russland auf sein Recht pochte, eigenständige politische Entscheidungen zu treffen, wurde eine Kollision mit den USA unvermeidbar

Danach konnte die Systemagonie der USA nur noch durch das Ausplündern der übrigen Welt verlängert warden: Zuerst waren die Länder der Dritten Welt dran, hernach kamen die potentiellen Bündnispartner, und dann die Bündnispartner selbst, und last not least auch noch die nächsten Freunde der USA. Diese Plünderung konnte aber nur bis zu dem Zeitpunkt weitergehen, wie die USA als weltweiter Hegemon gelten, und diese Hegemonie von niemandem in Frage gestellt wurde.

Gerade deshalb wurde, gleich als Russland auf sein Recht pochte, eigenständige politische Entscheidungen zu treffen (auch wenn das Entscheidungen waren, die weniger globale, als mehr regionale Bedeutung hatten), eine Kollision mit den USA unvermeidbar. Und diese Kollision kann nicht friedlich mit einem Kompromiss beigelegt werden.

Für die USA würde ein Kompromiss mit Russland den freiwilligen Verzicht auf ihre Hegemonie bedeuten, und das würde eine schnelle Systemkatastrophe auslösen (nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine politische Krise, parallel dazu aber auch eine Krise der staatlichen Institute und die Unfähigkeit des Staates, seine Funktionen als solcher ausüben zu können, das heißt mit anderen Worten, dessen unausweichlicher Verfall).

Sollten allerdings die USA dabei obsiegen, erwartet Russland bereits die Systemkatastrophe. Nach einer solchen «Revolte» wird ihre herrschende Klasse mit Liquidation, Konfiskation und Gefängnis bestraft werden, der Staat selbst würde „filetiert“, Gebiete in erheblicher Größe würden annektiert werden und die militärische Macht wäre dahin.

Man sollte schon verstehen, was die russische Staatsführung, konkret, was der russische Präsident Wladimir Putin erreichen will

Also wird der Krieg weitergehen bis zum Sieg, und jede Zwischenvereinbarung sollte lediglich als provisorischer Waffenstillstand angesehen werden — als die notwendige Verschnaufpause zum Sammeln der Kräfte und zum Mobilisieren neuer Ressourcen und zur Suche (Anwerbung) von weiteren Bündnispartnern.

Von der Sache her reicht uns allein die russische Position nicht aus, um ein vollständiges Bild zu haben. Man sollte schon verstehen, was die russische Staatsführung, konkret, was der russische Präsident Wladimir Putin erreichen will. Wir reden hier über die Schlüsselrolle, die Putin bei der Organisation des russischen Machtsystems spielt.

Sie ist nicht – wie viele behaupten – autoritär, sondern sie ist eine Rolle, die Autorität erfordert, Autorität gebietet. Das soll heißen, sie basiert nicht auf einer gesetzlich festgeschriebenen autoritären Einzelmacht, sondern sie beruht auf der Autorität eines einzelnen Mannes, der dieses System geschaffen hat, und der es dazu gebracht hat, dass es effizient funktioniert – er selbst steht lediglich an der Spitze dieses Systems.

In seinen fünfzehn Regierungsjahren hat Putin vom Wesen her und ungeachtet der komplizierten inneren und äußeren Situation stets versucht, die Rolle der Regierung, der gesetzgebenden Versammlung und selbst der Staatsmacht in den Regionen maximal zu stärken. Das ist ein Vorgehen, das durchaus als logisch bezeichnet werden kann, und das dem System Geschlossenheit, Nachhaltigkeit und Kontinuität verleihen sollte. Da jedoch nicht ein Politiker ewig an der Macht bleiben kann, ist die Gewährleistung der politischen Kontinuität, unabhängig davon, wer konkret „am Ruder“ ist, das Hauptmerkmal für eine Nachhaltigkeit des Systems.

Bis jetzt ist es leider nicht gelungen, eine völlige Autonomie der Führung (bzw. ihrer Funktionsfähigkeit ohne die präsidiale Aufsicht) zu erreichen. Putin bleibt also weiterhin Schlüssel des Systems, und das deshalb, weil das Vertrauen der Bevölkerung auf ihn persönlich konzentriert ist, während das System selbst (in Form der Organe der Staatsmacht und der einzelnen Ämter und Behörden) weit weniger Vertrauen genießt.

In dieser Situation erlangt die Meinung von Wladimir Putin, erlangen seine politischen Pläne eine entscheidende Bedeutung für die Gestaltung der russischen Außenpolitik, und sollte die Sentenz «Ohne Putin kein Russland» tatsächlich der Mangel der Übertreibung anhaften, dann wäre die Aussage «Putins Wille ist das, was Russland will» nach meiner Meinung eine ziemlich genaue Widerspiegelung der aktuellen Stimmung.

Das Konfrontationsniveau, das sich Russland erlaubt hat, gegenüber den USA zuzulassen, ist sehr langsam angewachsen

Lassen Sie uns zu Beginn feststellen, dass ein Mann, der Russland fünfzehn Jahre lang ordentlich zu einer Wiedergeburt geführt hat, der das Land unter den Bedingungen der US-amerikanischen Hegemonie in der Weltpolitik und den enormen Möglichkeiten, die Washington hat und hatte, um Einfluss auf die Innenpolitik von Russland selbst zu nehmen, regiert hat, sehr gut hat verstehen müssen, welchen Kampf er da führt und mit wem. Sonst hätte er sich nicht so lange halten können.

Das Konfrontationsniveau, das sich Russland erlaubt hat, gegenüber den USA zuzulassen, ist sehr langsam angewachsen, bis zu einem gewissen Zeitpunkt ohne bemerkt zu werden. Russland hat überhaupt nicht auf den ersten Versuch eines durch eine Farbe charakterisierten Umsturzes in der Ukraine in den Jahren 2000-2002 reagiert («Der Kassettenskandal», «Die Akte Gondgadze» und die Aktion «Ukraine ohne Kutschma»).

Russland nahm eine alternative Position dazu ein, mischte sich aber nicht aktiv in den Verlauf der Revolten von November 2003 — Januar 2004 in Georgien und November 2004 — Januar 2005 in der Ukraine ein. 2008 brachte Russland seine Truppen in Ossetien und Abchasien gegen einen amerikanischen Bündnispartner (Georgien) in Stellung. 2012 haben in Syrien russische Schiffe die Bereitschaft gezeigt, eine Konfrontation mit der Flotte der USA und deren Bündnispartner in der NATO einzugehen.

2013 hat Russland damit begonnen, wirtschaftliche Präventivmaßnahmen gegen das Regime Janukowitsch zu ergreifen, was dazu beigetragen hat, dass er, Janukowitsch, die Nachteile einer Assoziierungsvereinbarung mit der EU erkannte.

In jedem einzelnen Zeitabschnitt hatte Putin nur einen solchen Grad an Konfrontation mit Amerika zugelassen, wie Russland in der Lage war, dagegenzuhalten

Moskau konnte die Ukraine nicht vor dem Umsturz bewahren — Ursache dafür waren Hinterhältigkeit, Feigheit und Dummheit der Führung der Ukraine selbst (nicht nur von Janukowitsch, sondern jedes einzelnen Regierungsmitglieds). Nach dem bewaffneten Putsch im Februar 2014 in Kiew jedoch trat Moskau in offene Konfrontation mit Washington.

Wenn Konflikte vordem mit Perioden abwechselten, in denen sich die Beziehungen verbesserten, verschlechterten sich die russisch-amerikanischen Beziehungen seit Anfang 2014 beharrlich und erreichten annähernd momentan einen solchen Punkt, nach dem der Krieg in einer pränuklearen Ära nahezu automatisch erklärt wird.

Somit kann gesagt werden, dass Putin in jedem einzelnen Zeitabschnitt nur einen solchen Grad an Konfrontation mit Amerika zugelassen hatte, wie Russland in der Lage war, dagegenzuhalten. Wenn Russland jetzt nicht den Grad der Konfrontation eingrenzt, bedeutet das, dass Putin der Meinung ist, dass Russland aus einem Krieg der Sanktionen, einem Krieg der Nerven, einem Krieg der Information bzw. Desinformation, aus einem Bürgerkrieg in der Ukraine, aus einem Wirtschaftskrieg durchaus als Sieger hervorgehen kann.

Das ist die erste wichtige Schlussfolgerung dazu, was Putin eigentlich will, womit er rechnet. Er rechnet mit dem Sieg. Allerdings unter Beachtung dessen, wie sorgfältig er selbst seine eigenen Handlungen vorbereitet, wie er bestrebt ist, jedwede Überraschung vorauszusehen. Man kann also davon überzeugt sein, dass die russische Staatsführung, wenn die Entscheidung getroffen wurde, sich nicht dem Druck der USA zu ergeben, sondern diesem eine entsprechende Antwort entgegenzusetzen, doppelte, wenn nicht gar dreifache Garantien dafür hatte, den Sieg zu erringen.

Ich möchte noch anmerken, dass die Entscheidung, mit Washington in Konflikt zu treten, nicht 2014 und auch nicht 2013 gefallen ist. Bereits der Krieg vom 08.08.08 war eine Herausforderung, die die Vereinigten Staaten nicht ungestraft lassen konnten. Danach führte jede folgende Konfrontationsetappe lediglich zu einer Erhöhung der Einsätze. Da das Ressourcenpotential der USA (nicht nur das militärische oder das wirtschaftliche Potential, sondern das Potential im Komplex) in den Jahren 2008-2010 erheblich höher war, als gegenwärtig, und das russische um einiges niedriger, als heute, bestand die Hauptaufgabe darin, das geplante Niveau der Einsätze zu erreichen, nicht aber deren explosionsartige Erhöhung vorzunehmen. Das heißt, die offene Konfrontation muss dann, wenn, wie zur Zeit, die Masken gefallen sind und alle sich klar darüber sind, dass Krieg ist, so lange wie möglich hinausgezögert werden. Besser wäre überhaupt, sie erst gar nicht zuzulassen.

Mit jedem Jahr werden die USA immer schwächer, Russland wurde stärker. Prozesse, wie diese, waren objektiv bedingt, sie konnten nicht aufgehalten werden, und man konnte mit Überzeugung damit rechnen, dass die amerikanische Hegemonie gegen 2020-2025 ohne jegliche Konfrontation, rein durch die evolutionäre Entwicklung ihrem Ende entgegengesehen hätte, und die USA würden dann weniger darüber nachdenken, wie sie die Welt regieren können, sondern darüber, wie man sich vor der inneren Katastrophe in Sicherheit bringen könnte.

Unter den Bedingungen der globalisierten Welt ist die endgültige Selbstzerstörung des von den USA geschaffenen militärisch-politischen und des finanzwirtschaftlichen globalen Systems unausweichlich

Somit besteht der zweite Wunsch Putins darin, so lange wie möglich den Frieden zu wahren oder zumindest den Anschein von Frieden, denn objektiv gesehen ist Frieden für Russland nur günstig, weil nur unter den Bedingungen von Frieden kann Russland, ohne erhebliche Verluste fürchten zu müssen, das selbe politische Ergebnis erreichen, jedoch in einer erheblich besseren globalen Situation.

Daher bietet Russland auch gegenwärtig ständig friedliche Regelungen an. Und ganz genau so, wie die Kiewer Junta unter den Bedingungen von Frieden im Donbass von selbst zusammenbricht, ist auch die endgültige Selbstzerstörung des unter den Bedingungen der globalisierten Welt von den USA geschaffenen militärisch-politischen und des finanzwirtschaftlichen globalen Systems unausweichlich. Dieses Vorgehen Russlands in dieser Frage wird mit einer Maxime von Sunzi4 ganz korrekt beschrieben: «Der beste Krieg ist der, der nicht stattfindet».

Es ist offensichtlich, dass in Washington keine Dummköpfe am Werk sind, egal, was dazu in russischen Talk-Shows geredet oder im Internet von Bloggern geschrieben wird. In den USA versteht man ausgezeichnet die Situation, in der sich die Staaten befinden. Mehr noch, man versteht, dass Russland nicht vor hat, die USA zu liquidieren und man ist in der Tat zur Zusammenarbeit auf gleicher Höhe bereit.

Lediglich die soziale und die wirtschaftliche Situation in den USA ist dergestalt, dass eine solche Art der Kooperation für sie nicht annehmbar ist — der wirtschaftliche Zusammenbruch und die soziale Explosion setzen früher ein, als Washington (selbst mit Unterstützung aus Moskau und Peking) dazu in der Lage sein wird, die notwendigen Reformen auf die Beine zu bringen (umso mehr, als zu gleicher Zeit auch die EU reformiert werden muss).

Außerdem ist in den USA in den fünfundzwanzig Jahren eine politische Elite herangewachsen, die es gewohnt ist, den Status als Herrscher über die Welt zu haben. Sie verstehen wirklich nicht, wie irgend jemand dazu kommen könnte, ihnen zu widersprechen.

Für die Vertreter der herrschenden Klasse der USA (weniger die Unternehmerschaft, als mehr die amerikanische Bürokratie) ist die plötzliche Umkehr aller Dinge vom Herrn über das Schicksal von wilden Eingeborenen zu einer auf gleichberechtigter Grundlage Vereinbarungen treffenden Vertragspartei unerträglich. Das ist dasselbe, als hätte man Gladstone5 oder Disraeli6 angeboten, Premierminister bei Cetshwayo7 in Zululand zu werden. Das bedeutet, im Unterschied zu Russland, für das Frieden von Nutzen ist, ist für die USA Krieg das Unausweichliche.

Im Prinzip ist jeder Krieg ein Kampf um Ressourcen. In der Regel gewinnt der, der die meisten Ressourcen hat, der mehr Soldaten mobilisieren kann, mehr Panzer, Schiffe und Flugzeuge baut. Es soll übrigens zuweilen auch schon vorgekommen sein, einen strategisch verlorenen Krieg durch Taktik zu gewinnen, direkt auf dem Schlachtfeld. Solche Kriege führten unter anderem Alexander der Große, Friedrich der Große, und dazu gehören auch Hitlers Feldzüge in den Jahren 1939-1940.

Die Nuklearmächte können keine Konfrontation auf dem Schlachtfeld eingehen. Daher erwirbt die Ressourcenbasis eine vorrangige Bedeutung. Und genau aus diesem Grunde konnten wir im vergangenen Jahr das verzweifelte Ringen Russlands und der USA um Bündnispartner beobachten. Russland hat diesen Kampf gewonnen. Wenn auf Seiten der USA lediglich die EU, Kanada, Australien, Japan (und das auch nicht immer ohne Bedingungen) antreten, ist es Russland gelungen, die BRICS-Staaten zur Unterstützung zu mobilisieren, sich eine feste Position in Lateinamerika zu schaffen, und damit zu beginnen, die USA aus Asien und Nordafrika herauszudrängen. Die USA hatten zwei Varianten für eine taktische Entscheidung.

Es fällt natürlich nicht sofort ins Auge, wenn man jedoch mal eine Abrechnung der Abstimmungsergebnisse in der UNO vornimmt. Da wird recht schnell klar, dass an der Seite von Russland (wobei die USA offiziell nicht zu unterstützen bedeutet schon, Russland beizustehen) solche Länder antreten, die in ihrer Gesamtheit etwa 60% des Welt-BIP kontrollieren, über 2/3 der Weltbevölkerung vereinen, über ¾ des Festlands unseres Planeten einnehmen. Das bedeutet, dass Russland mehr Ressourcen hat mobilisieren können.

Im Zusammenhang damit hatten die USA zwei Varianten für eine taktische Entscheidung. Die erste vermittelte eine Hoffnung auf Erfolg und war von den USA seit den ersten Tagen der Ukraine-Krise eingesetzt worden.

Das war der Versuch, Russland dazu zu zwingen, die Wahl zu treffen zwischen Regen und Traufe. Es wurde der Vorschlag gemacht, sich entweder damit abzufinden, dass vor Russlands Toren ein Nazi-Staat besteht und in dem Falle abrupt an internationaler Autorität, Vertrauen und Unterstützung der Bündnispartner zu verlieren und nach einer gewissen Zeit von nicht langer Dauer proamerikanischen Kräften im Lande und aus dem Ausland ausgesetzt zu sein, ohne die geringste Chance, dem etwas entgegensetzen zu können.

Oder Militär in die Ukraine zu schicken, schnell die Junta wegzufegen zu einer Zeit, als sie sich noch nicht hat festsetzen können, die legale Regierung von Janukowitsch wieder herzustellen, aber dann unter Anklage als Aggressor gegen einen unabhängigen Staat zu geraten, wie auch unter den Druck einer Volksrevolution, sowie in der Ukraine auf taube Unzufriedenheit zu treffen, was die Notwendigkeit heraufbeschworen hätte, ständig enorme (militärische, politische, wirtschaftliche, diplomatische) Ressourcen zu verschwenden, um in Kiew ein Marionettenregime zu stützen (eine andere Regierung war dort unter diesen Bedingungen nicht möglich).

Russland hat diese Entscheidung umgangen. Eine unmittelbare Intervention ist nicht erfolgt. Mit Kiew schlägt sich der Donbass. Jetzt ist es an den Amerikanern, sinnlos die ohnehin schon geringen Ressourcen in das besagte Kiewer Marionettenregime pumpen, und Russland kann in aller Ruhe Frieden anbieten.

Die Aufgabe bestand darin, das Daseinsvorsorgesystem maximal zu zerstören und die Bevölkerung an den Rand des Untergangs zu bringen

Somit setzen die USA die zweite Variante ein. Sie ist so alt, wie die Welt selbst. Wenn du einen Sieg nicht erringen kannst, und der Gegner diesen sich unausweichlich holt, muss man ihn maximal kaputt machen, zerstören, damit der Sieg für den Gegner schlimmer ist, als eine Niederlage, und dass er alle seine Ressourcen dafür einsetzen muss, um die Existenz zu sichern und versuchen muss, die von dir zerstörte Fläche wieder aufzubauen. Aus diesem Grunde haben die USA damit aufgehört, der Ukraine mit was auch immer zu helfen, politische Rhetorik dabei mal ausgenommen, und Kiew dazu gebracht, den Bürgerkrieg auf das gesamte Territorium des Landes auszuweiten.

Die Ukraine sollte bereits nicht nur in Donezk oder Lugansk brennen, sondern auch in Kiew und Lwow. Die Aufgabe bestand darin, das Daseinsvorsorgesystem maximal zu zerstören und die Bevölkerung an den Rand des Untergangs zu bringen. Dann würde es in der Ukraine Millionen Menschen geben, die dicht vor dem Verhungern sind, dazu noch sehr böse und bis an die Zähne bewaffnet. Diese Menschen würden dann miteinander um das Essen kämpfen, und es wird Mord und Totschlag geben.

Diesem Morden kann nur dann Einhalt geboten werden, wenn eine hinreichend starke militärische Macht aus dem Ausland auf dem Gebiet der Ukraine präsent ist (die Volksmilizen reichen dazu allein nicht aus) und eine riesige Finanzspritze, um die Bevölkerung satt zu kriegen und die Wirtschaft wieder aufzubauen (damit sich die Ukraine ab einem gewissen Zeitpunkt wieder selbst ernähren kann).

Es ist verständlich, dass alle diese Kosten auf Russland entfallen. Putin meint zurecht, dass in einem solchen Falle nicht nur der Staatshaushalt, sondern alle staatlichen Ressourcen, einschließlich dem Militärbudget, umgeschichtet werden müssen und durchaus nicht reichen könnten. Daher steht die Aufgabe, es nicht zuzulassen, dass die gesamte Ukraine eher in Flammen steht, als dass die Volksmilizen die Situation unter Kontrolle nehmen können. Die Opfer müssen minimiert werden, und die Zerstörungen, es muss wenigstens noch ein Rest an Wirtschaft erhalten bleiben, und auch Systeme zur Lebenserhaltung der großen Städte, damit die Bevölkerung irgendwie wenigstens überleben kann, und nicht ausstirbt, dann wird man auch die Nazi-Banditen selbst fangen können.

Hier erscheint bei Putin ein Bündnispartner in Gestalt der EU. Da die USA die ganze Zeit über versucht haben, gerade die europäischen Ressourcen im Kampf gegen Russland einzusetzen, ist die EU, die auch ohne dem ein recht schwaches Kettenglied war, endgültig fertig, Fliehkraftprozesse, die bereits seit langem schon begonnen haben, gewinnen im Inneren der Union an Fahrt.

Europa kann den USA nicht widersprechen, fürchtet jedoch ein Brennen der Ukraine wie den Tod

Wenn Europa heute an seiner östlichen Grenze auch noch eine vollkommen zerstörte Ukraine bekommt, von wo aus Millionen Bewaffneter nicht nur nach Russland strömen (das sich mit einem Puffer von Volksrepubliken abschotten wird), sondern auch in die EU (ganz zu schweigen von solchen wunderbaren Überraschungen, wie dem Drogenhandel, oder Waffenschmuggel in alle Richtungen, Terrorismusexport usw.), wird das die Europäische Union einfach nicht aushalten.

Europa kann den USA nicht widersprechen, fürchtet jedoch ein Brennen der Ukraine wie den Tod. Daher versuchen Hollande und Merkel erstmalig seit dem Ausbruch des Konflikts, nicht einfach nur, die Forderungen der USA zu sabotieren (indem sie Sanktionen einführen und sich dann bemühen, diese einfach nur nicht einzuführen), sondern sie gingen auch das Risiko von minimal selbständigen Handlungen ein, indem sie versuchten, wenigstens einen halbwegs gangbaren Kompromiss mit der Ukraine zu finden, wenn schon keinen Friedensvertrag, so doch wenigstens eine Waffenruhe.

Wenn die Ukraine erst Feuer fängt, dann wird das recht schnell zu einem Flächenbrand, aber die EU ist zu einem unsicheren Partner geworden, der dazu bereit ist, wenn schon nicht gleich in das Lager von Russland zu wechseln, so doch wenigstens eine neutrale Position einzunehmen. Washington ist im Rahmen seiner Strategie dazu gezwungen, auch Europa in Brand zu setzen.

Einen Brand aber, der vom Atlantik bis zu den Karpaten reicht (wenn auf dem Gebiet von den Karpaten bis zum Dnjepr die Holzscheite noch still vor sich hin kohlen) braucht Russland ganz und gar nicht

Es versteht sich von selbst, dass der Komplex von Bürgerkriegen und Kriegen zwischen den Staaten auf dem Kontinent, die bis zum Bersten mit jeder beliebigen Art von Waffen gefüllt sind und wo über eine halbe Milliarde Menschen leben, erheblich schlimmer ist, als ein Bürgerkrieg in der Ukraine. Dabei trennt noch der Atlantik die USA von Europa. Selbst Großbritannien kann noch darauf hoffen, die Sache hinter dem Ärmelkanal auszusitzen. Aber hier, zwischen Russland und der EU, hier ist eine Grenze, die sich erheblich in die Länge zieht!

Einen Brand aber, der vom Atlantik bis zu den Karpaten reicht (wenn auf dem Gebiet von den Karpaten bis zum Dnjepr die Holzscheite noch still vor sich hin kohlen) braucht Russland ganz und gar nicht. Von daher kommt noch ein Wunsch Putins — die negativsten Folgen des Brandes in der Ukraine und des brennenden Europa möglichst zu kupieren, denn diese Folgen vollständig abzuwenden ist unmöglich. Wenn die USA das wollen, dann legen sie den Brand. Man muss eine Möglichkeit haben, diesen schnell zu löschen, um das Wertvollste nicht den Flammen zu opfern.

Deshalb wünscht Putin Frieden, er will die legalen Interessen Russlands schützen. Dazu braucht er Frieden, Frieden und nochmals Frieden, denn nur im Frieden kann das mit dem größten Effekt gemacht werden, und mit dem geringsten Aufwand. Wo nun aber der Frieden fast unmöglich geworden ist, und Waffenruhen immer mehr eher virtuell werden und äußerst fragil, braucht Putin ein Ende des Krieges, und das so schnell wie möglich.

Formal hat sich nichts geändert, der Frieden ist praktisch unter beliebigen Bedingungen gleich vorteilhaft für Russland

Ich möchte jedoch unterstreichen, dass, wenn es noch vor einem Jahr möglich war, einen Kompromiss zu für den Westen maximal günstigen Konditionen zu schließen (Russland hat sowieso seinen Teil abbekommen, allerdings das erst mit der Zeit, warum also sich mit Kleinigkeiten aufhalten?), dann ist das heute bereits nicht mehr möglich und wird mit jedem Tag immer schlimmer und schlimmer. Formal hat sich nichts geändert, der Frieden ist praktisch unter beliebigen Bedingungen gleich vorteilhaft für Russland.

Geändert hat sich lediglich eine, obgleich auch die wichtigste Komponente — die öffentliche Meinung. Die russische Gesellschaft dürstet nach einem Sieg und nach Rache. Da die Macht in Russland, wie ich weiter oben bereits angedeutet habe, auf einer Autorität beruht, ohne dabei autoritär zu sein, ist die öffentliche Meinung für die Staatsmacht (im Unterschied zu den Ländern mit einer «traditionellen Demokratie») kein leeres Gerede.

Putin ist nur so lange das wichtigste (das System festigende) Glied in der Kette, wie er bei der breiten Masse Autorität genießt. Wenn er die Unterstützung der Bevölkerung verlieren sollte, dann verliert das System seine Standfestigkeit, denn einen Politiker, der Putin das Wasser reichen könnte, gibt es bis dato noch nicht. Eine Autorität kann die Staatsmacht aber nur dann genießen, wenn sie den Willen der Volksmassen erfolgreich umsetzt. Also muss die Zerschlagung des ukrainischen Nazismus (und wenn nur auf dem diplomatischen Parkett) offensichtlich sein und ohne Zweifel — nur auf dieser Grundlage ist für Russland heute ein Kompromiss möglich.

Somit führt das allgemeine Kräfteverhältnis, sowie der Prioritäten und Möglichkeiten der beteiligten Parteien, unabhängig von dem, was Putin will und was den Interessen Russlands dient, dazu, dass der Krieg, der bereits im vergangenen Jahr innerhalb der Grenzen der Ukraine hätte beendet werden müssen, das bereits fast unausweichlich auch Europa selbst davon betroffen sein wird.

Und hier kann man nur raten, was effizienter sein könnte — amerikanisches Benzin oder ein russischer Feuerlöscher, konkret kann man aber schon jetzt sagen, dass die friedensstiftenden Aktivitäten der russischen Staatsführung nicht von ihrem Wollen eingeschränkt sind, sondern lediglich durch die realen Möglichkeiten. Gegen den Willen des Volkes und gegen den Lauf der Geschichte kann man nicht ankämpfen, selbst im Einzelnen nicht, und noch weniger dann, wenn sie ein und dasselbe sind. Dann besteht die einzig vernünftige Entscheidung eines erfahrenen Politikers darin, zu verstehen, was das Volk will und in welche Richtung sich der historische Prozess bewegt, und dass muss er mit allen verfügbaren Kräften unterstützen.

Angesichts des Umfangs des ausbrechenden Brandes darf die Entscheidung über das Schicksal der gesamten Ukraine keine unüberwindbare Schwierigkeit darstellen

Die Logik der oben beschriebenen Prozesse macht es äußerst unwahrscheinlich, die Wünsche der Anhänger eines eigenständigen Staates mit dem Namen Neurussland zu erfüllen. Angesichts des Umfangs des ausbrechenden Brandes darf die Entscheidung über das Schicksal der gesamten Ukraine keine unüberwindbare Schwierigkeit darstellen. Gleichzeitig aber wird das ein recht teures Vergnügen werden.

Es ist logisch, dass Russlands Volk eine Frage bewegt: Wenn in Neurussland Russen wohnen, die wir vor den Nazis gerettet haben, warum müssen die dann in einem gesonderten Staat leben? Und wenn sie in einem gesonderten Staat leben wollen, warum soll Russland dann für sie die Städte und Betriebe wieder aufbauen?

Auf all diese Fragen gibt es nur eine kluge Antwort — Neurussland in die Russische Föderation aufzunehmen (umso mehr, da es dort Leute gibt, die kämpfen können, aber mit Leitung und Verwaltung sieht das anders aus). Wenn nun aber schon mal ein Teil der Ukraine in der Russischen Föderation aufgenommen wird, dann könnte doch auch gleich die ganze Ukraine mit aufgenommen werden. Zumal noch, weil zu der Zeit, wo diese Frage entschieden werden muss, die EU als Alternative zur eurasischen Wahl nicht mehr zur Diskussion stehen wird, weil sie schlicht nicht mehr existieren wird.

Logisch wäre es, wenn die Entscheidung über eine Wiedervereinigung von einer vereinten föderativen Ukraine getroffen wird, nicht aber von irgendeinem unverständlichen Staatsgebilde. Ich glaube, dass es heute noch zu früh ist, eine politische Karte zusammenzuschneidern. Mit dem Krieg in der Ukraine werden wir wohl bis Ende diesen Jahres in die Reihe kommen, wenn es jedoch den USA gelingen sollte, den Brand auf die EU auszuweiten (und da ist man schon eifrig dabei), dann wird bis zur endgültigen Lösung der territorialen Probleme einige Zeit vergehen, mindestens ein paar Jahre, vielleicht sogar noch mehr.

Rostislav-Ishchenko
Rostislav Istchenko, der Autor dieser Analyse ist Präsident des Zentrums für Systemanalyse und Prognose der Ukraine

Übrigens ist der Frieden auch hier für uns von Nutzen. Unter friedlichen Bedingungen ist erstens die Zunahme der Ressourcenbasis Russlands, das Überwechseln neuer Bündnispartner (von ehemaligen Partnern der USA) auf die Seite Russlands und das Abdrängen von Washington an den Rand, wie auch die territoriale Umgestaltung erheblich einfacher, und zweitens verliert diese territoriale Umgestaltung vorübergehend ihre prinzipielle Bedeutung (besonders für die, bei denen diese Umgestaltung stattfindet).

1 Staraya Plostschadj–Platz, ein Straßenzug im Moskauer Stadtviertel Kitai Gorod, im Volksmund Synonym für den Sitz der obersten Führung der Sowjetunion (im Haus mit der Nummer 4 war der Sitz des Zentralkomitees der KPdSU), heute befindet sich dort die russische Präsidialverwaltung.
2 Smolenskaya Plostschadj – nach an sich unrichtiger Annahme Sitz des Außenministeriums der RF, das befindet sich in Wirklichkeit auf dem Smolenskaya-Sennaya Plostschadj.
3 Network-Centric Warfare (NCW; deutsch netzwerkzentrierte Kriegführung) ist ein militärisches Konzept, das durch die Vernetzung von Aufklärungs-, Führungs- und Wirksystemen Informationsüberlegenheit herstellen und somit dem US-Militär eine teilstreitkräfteübergreifende Überlegenheit in der gesamten Reichweite militärischer Operationen garantieren soll (full spectrum dominance). Auch andere Staaten haben sich diese Konzeption der US-Streitkräfte als Vorbild genommen und eigene, sich voneinander unterscheidende, vor allem im Anspruch weitaus weniger umfassende Modelle, entwickelt. Die Bundeswehr nennt ihr Konzept Vernetzte Operationsführung (NetOpFü). Schweden hat seiner Konzeption den Namen Network Based Defense (NBD) gegeben, während Großbritannien seine Variante Network Enabled Capabilities (NEC) getauft hat. (Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Network-Centric_Warfare )
4 Chinesischer General, Militärstratege und Philosoph, 544-496 v.Chr.
5 William Ewart Gladstone (1809–1898), britischer Premierminister
6 Benjamin Disraeli (1804–1881; ab 1876 1. Earl of Beaconsfield), Romanschriftsteller und britischer Premierminister
7 Cetshwayo war der letzte souveräne König der Zulu von 1872 bis 1879 und ihr Führer im Zulukrieg.

Quelle: http://actualcomment.ru/chego-khochet-putin.html

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9 Kommentare

  1. Die USA sind ein von Innen verfaulender, sterbender Dinosaurier, der in seinem Todeskampf unkontrolliert und uncoordiniert um sich schlägt. Und das macht ihn so gefährlich. Tod der NWO !!!

  2. Zitat:
    Washington ist im Rahmen seiner Strategie dazu gezwungen, auch Europa in Brand zu setzen.
    Einen Brand aber, der vom Atlantik bis zu den Karpaten reicht (wenn auf dem Gebiet von den Karpaten bis zum Dnjepr die Holzscheite noch still vor sich hin kohlen) braucht Russland ganz und gar nicht
    Es versteht sich von selbst, dass der Komplex von Bürgerkriegen und Kriegen zwischen den Staaten auf dem Kontinent, die bis zum Bersten mit jeder beliebigen Art von Waffen gefüllt sind und wo über eine halbe Milliarde Menschen leben, erheblich schlimmer ist, als ein Bürgerkrieg in der Ukraine. Dabei trennt noch der Atlantik die USA von Europa. Selbst Großbritannien kann noch darauf hoffen, die Sache hinter dem Ärmelkanal auszusitzen. Aber hier, zwischen Russland und der EU, hier ist eine Grenze, die sich erheblich in die Länge zieht!
    Ende

    Es wird ja immer lauter gemunkelt dass ISIS von den Angloamerikanern und Israelis gegründet worden ist und von denen mit Geld, Waffen und sonstigen Gerätschaften versorgt wird.

    Sollen Europa und Russland gemeinsam destabilisiert werden, ein Flächenbrand ausgelöst werden?
    Nachdem der IWF die Vorarbeit geliefert hat um die Nationen in Europa gegeneinander auszuspielen, kommt zum Finale dann ISIS?

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/redaktion/irakische-armee-schiesst-zwei-britische-flugzeuge-ab-an-bord-waffen-fuer-isis.html

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/peter-orzechowski/der-dritte-weltkrieg-die-vorhersagen-der-seher-erfuellen-sich.html
    ——-

    Das würde bedeuten wir Europäer werden gezielt in die Irre geführt indem man uns vorspielt dass die USA uns Europäer in den Krieg gegen Russland schicken wollen. Dies ist aber nur eine Ablenkung?
    Die wirkliche Gefahr, auch von den Usraelis initiiert, kommt aus dem Nahen Osten.

    Bisher habe ich nicht einordnen können warum die von den Amerikanern geführten MSM in ihren Meldungen plötzlich ab und zu Kritik an den Amerikanern geübt haben.
    Jetzt denke ich dass man unseren Fokus auf die Auseinandersetzung USA gegen Russland lenken will um uns von der realen Gefahr ISIS abzulenken.

    Die Lieblingstaktik der Angloamerikaner ist ja die Destabilisierung. Und so schaden sie Russland und Europa.
    Sie zwingen Russland in den Kampf gegen ISIS und es kommt nicht zum Atomkrieg gegen die USA.

    Und wenn dann in Europa nichts mehr geht, kommen die Angloamerikaner und werfen ihre Bomben auf Russland und Europa. Natürlich nur um ISIS zu bekämpfen, nicht wahr?
    Die USA bombardieren doch immer gern die Zivilisten.

    Und dann übernehmen die USA ganz locker die Herrschaft über Europa und Russland?

  3. Juri Stadnichenko
    (emeritierter ukrainischer Journalist und Philologe)
    Ukrainischer Leidensweg oder ,,Putin als Lebensfähigkeitsprüfung“
    ( das Artikel wurde veröffentlicht in ukrainischer Zeitung ,,Den“ (der Tag) in Mai 2014)

    In Zusammenhang mit dem Geschehen in Krim und in der Ukraine hört man am häufigsten den Namen einer Person – des russischen Präsidenten Vladimir Putin. Was von einer Erscheinung ist Putin? Warum ist dieses nämlich in Russland möglich? Warum musste nämlich in Russland eine solche Person unbedingt vorkommen?

    Von drei beteiligten an der Unterschreibung der Belowezskaja Vereinbarungen einer – Boris Jelzin – lebt nicht mehr, zwei anderen – Leonid Krawtschuk (Ukraine) und Stanislaw Schuschkewitsch (Weißrussland) können bestätigen, dass Unterschreibung von diesen Vereinbarungen und diesen zu Folge, endgültige Auflösung der UdSSR, ist bis zu Letzt auf aktiven Widerstand Jelzins gestoßen. Jelzin wollte Gorbatschow beseitigen und brauchte dafür Unterstützung von zwei einflussreichsten Politiker der ehemaligen Sowjetunion. Das war für ihn der eigentliche Grund des Treffens in Belowezskaja Puschtscha. Aber UdSSR war Geschichte…Die Vereinbarung musste er unterschreiben, aber Wut und Enttäuschung darüber, dass die ,,für immer von großem Russland vereinigten Völker“ der UdSSR nun seine eigene Wege gehen und vollständiger Mitglieder der Weltgemeinschaft werden, ist geblieben. Der Wunsch UdSSR wieder herzustellen, hat Jelzin nie losgelassen. Das hat mit der russischen Mentalität zu tun: Die Idee der Messianismus und ,,Sammlung russischer Erdboden“ .

    Schon zwei Tage nach Ratifizierung des Gesetzes zur Unabhängigkeit der Ukraine (24. August 1991) hat Pressesprecher von Jelzin ersten schwarzen Schatten geworfen. Es hieß in offiziellen Erklärung: ,,Russland wird sein Recht auf territoriale Ansprüche gegenüber von sich unabhängig erklärten ehemaligen Sowjetrepubliken aufrecht erhalten“ (O. Romantschuk ,,Literaturna Ukraina“ ,24.04.2014)

    Was hat Jelzin in diesem Zusammenhang eingeleitet?
    Erstens: angefangen mit Ukraine, Vernichtung der militärischen Stärke der unabhängigen Ex-Republiken
    a) laut Vereinbarungen sollte das Staatseigentum der ehemaligen UdSSR in Besitz der unabhängigen Republiken, auf dessen Territorium es sich befindet, vollständig übergehen. Also, Ukraine sollte Schwarzmeerflotte vollständig übernehmen. In der Tat hat Ukraine nur ein Paar löchrigen ,,Töpfe“ bekommen, alles andere ist in russischer Hand geblieben.

    b) Russland hat zusammen mit USA erreicht, strategische Nuklearwaffen Ukraine wegzunehmen. Wie bekannt, ganzes strategisch-nukleare Komplex ist in die Hände des ,,großen Bruders“ gefallen…Empört über die Zerschlagung der ukrainischen Armee trat damaliger ukrainischer Verteidigungsminister B. Morosow zurück.
    Als ich erste Mal gehört habe, dass Vernichtung der ukrainischen Armee in den letzten vier Jahren stattgefunden hat. Ich widerspreche…Dieser Prozess ist in der Zeit begonnen, als die Ukraine noch als selbständiger Staat in Kinderschuhen war. Also, in der Zeit Jelzins.
    Folgender Spruch Jelzins ist bekannt: ,,Vor dem Schlafengehen frage Dich:,,Was habe ich heute FÜR die Ukraine getan?“ Ich würde das so ändern:,,frage Dich, was hast Du GEGEN die Ukraine getan?“

    Zweitens: Der Gesundheitszustand von Jelzin hat sich rapide verschlechtert und es war für ihn nicht mehr möglich, seinen Plan zu verwirklichen.

    Deswegen hat er eine Aufgabe gestellt, einen jungen, energischen, tüchtigen Menschen zu finden, welcher seine Ideen teilt und verpflichtet sich Jelzins Einweisungen zu folgen. So hat er der Welt
    eine Person Namens Putin vorgestellt. Zum Thema ,,Ideologie und Versionen“ des ,,Sammlers russischer Erde“ werden wir noch zurückkehren.

    Jetzt aber sprechen wir über Folgendes: Ereignisse auf Krim und in der Ukraine haben deutlich gezeigt, dass ein System von allgemeiner Sicherheit, das territoriale Integrität jedes Landes auf der Welt (Welt , die so voll nukleare Waffen ist, um alles zu vernichten,) gewährleistet,
    EXISTIERT NICHT! Das bedeutet: Alle Länder der Welt ZUSAMMEN können NICHT einen EINZIGEN Aggressor STOPPEN!

    Besonders in heutiger Situation, die Invasion in der Ukraine, Annektierung teils des Territoriums, russischer Militärmanöver entlang der ukrainischer Grenze und in international nicht anerkannten ,,Pridnestovskaja Republik“, bringen Existenz der Ukraine als unabhängiges Land in Gefahr. Auch amerikanische Geheimdienste haben US- Kongress über die Gefahr von russischem Überfall und der Eroberung nicht nur von Krim, sondern auch Donezk, Luhansk und Charkiv informiert. Laut russischen Geschichtswissenschaftlers und Publizisten D. Schuscharin ,,Der Plan, ganze Ukraine zu erobern, inklusive Mutter der russischer Städten (Kiew) ist an der Tagesordnung“ ( ,,Den“, 25.03.2014).
    Auch Putins Aussage, ,,Ukraine ist unnatürlich entstandenes Land“ oder ,,Könnt ihr euch das vorstellen: Ukraine in die EU? Ha-ha-ha-ha!“, lassen an sein Plan keinen Zweifel . Noch in 2009 am General Denikin Grab hat Putin dessen Worte zitiert: ,,Ukraine ist ,,Kleinrussland“ und Beziehung zwischen den Groß- und Kleinrussland war IMMER NUR Russlands Sache.“

    Dazu hat Putin mehrmals klar geäußert: ,,Wir sind EIN Volk!“ Ist das nicht genug, um zu verstehen, was der ,,strategischer Partner“ von Ukraine und ukrainisches Volk hält?

    Ich glaube, die Zeit ist gekommen, zu zugeben: JAHRHUNDERTE LANG WAR RUSSLAND STRATEGISCHER FEIND DER UKRAINE! BEZIEHUNGEN ZWISCHEN UKRAINE UND RUSSLAND WAREN NOCH NIE NORMAL, GANZ ZU SCHWEIGEN-FREUNDSCHAFTLICH!

    Es geht nicht nur um die Ukraine. Auch Kaukasus – Länder Georgien, Armenien und Aserbaidschan sind in Visier. Dafür spricht großmaßstäbige militärische Übung in ,,quasirepublik-Abchasien . Deswegen bemüht sich aserbaidschanische Regierung um eine militärische Partnerschaft mit der Türkei. Russland wird keine Hemmungen haben, seinen Traum über ,,Wiederentstehung“ der UdSSR zu verwirklichen und alle ehemaligen Teile des ,,Imperiums des Bösen“ wieder zusammenzufügen. Da erinnert man sich an eine Aussage des modernen ,,Sammlers der russischen Erde“:,,Die größte Tragödie des 20. Jahrhunderts ist Zerfall der UdSSR“. Nicht die zwei Weltkriege, nicht Holodomor (Tötung durch Hunger in der Ukraine 1933), nicht all die Genozide, Zwangsumsiedlungen der Völker, nicht die Repressionen und anderen schrecklichen Verbrechen, nein – das Alles nicht, Sondern der Zerfall des ,,Großen Reiches“!!!
    Am 12.04.2014 haben Duma-Deputaten an Generalstaatsanwalt Russlands appelliert, den ehemaligen Präsidenten Michail Gorbatschow, wegen zerfall der UdSSR zu belangen.
    Es ist sehr wahrscheinlich, dass der heutiger Präsident sich vorgenommen hat, ,,den großen historischen Fehler“ zu ,,korrigieren“.

    Am 11.04.2014 zitiertet Putins ,,Lautsprecher“, Außenminister S. Lawrow folgende Aussage seines Chefs: ,,Der Welt verändert sich. Das muss der Westen schlucken. Es gibt keine kleine Länder. Und mittleren auch nicht.“ (???!!!!!!!!!!!!!!)
    Haben Politiker dieser Welt gut zugehört? Haben sie begriffen, worum es geht?
    Werden entsprechende Maßnahmen vorbereitet, um moderne russische Hitlerismus zu stoppen? Wenn nichts passiert, ist Tragödie unvermeidbar!
    Zurück zur Ukraine: Sofort nach Überfall hat Ukraine an zwei von drei Länder appelliert, die 1994 gegen Verzicht auf atomare Waffen Ukraine ihre Souveränität und territoriale Integrität garantiert haben. Ferner auch an die internationale Organisationen, die die weitere Entwicklung des Konfliktes beeinflussen könnten. Erste Reaktion auf diesen Appell war ein Schock. Ungefähr vor zwei Wochen informierten Geheimdienste der US-Kongress und Präsidenten Obama über Russlands Invasionsplan!
    Aber amerikanischer Präsident hätte es nicht für wichtig gehalten, ukrainische Regierung darüber zu informieren! Als Aggression schon in Gange war, erklärte Mr. Obama, dass Russland wichtiger strategischer Partner im Kampf gegen islamische Terrorismus sei. Deswegen bekommt Ukraine keine militärische Hilfe. Es sah so aus, als ob Obama und Putin geheime Absprache getroffen hätten, welche ihre Einflusssphären regelt. Obama bricht diese Vereinbarung nur wegen Druck des Kongresses und der Öffentlichkeit. Wie auch immer bleiben amerikanische Waffenlieferungen an ukrainische Armee aus. Bis heute.
    Was Sanktionen betrifft, hat schon erwähnter Geschichtswissenschaftler L. Schascharin gesagt:,,Angesicht der nichts bringenden Sanktionen, schläft zivilisierte Welt immer noch.“

    Was kann Ukraine in dieser Situation tun?

    Es ist bekannt, dass in Den Haag Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte und Internationaler Strafgerichtshof arbeiten. Meiner Überzeugung nach, ist es notwendig, ein internationales Gericht für Lösung internationaler Konflikte zu erschaffen. Wie soll das funktionieren? Ganz einfaches Beispiel: Zwei Menschen können sich auf etwas nicht einigen, aber möchten ein Konflikt in zivilisierter Weise lösen. Was machen sie? Sie gehen vor Gericht. In gleicher Weise könnten Länder vorgehen.
    Russland hat seine Aggression gegen der Ukraine mit angeblichen Verletzung der Rechte von ,, Russen und Russischsprachigen“ begründet. Wenn ein solches Gericht existieren würde, wäre Russland verpflichtet, vor Gericht zu gehen und auf ein Urteil zu warten.
    Was aber, wenn die Aggression schon die Tatsache ist?

    Die wichtigste Funktion eines solchen Gerichtshofes ist es, jede Art militärischer Handlung
    eines Landes dem anderen gegenüber zu verurteilen, diese Handlung als Aggression anzuerkennen, und das Land als Aggressor, und Strafmaßnahmen zu verkünden. Zum Beispiel einige Strafsanktionen, vielleicht nicht die effektivsten, wie Kontosperren, Anreiseverbote, auf Eis gelegte Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten usw.
    Darüber hinaus sollte es möglich sein, schwere Strafsanktionen gegen das Aggressorland zu verhängen. So ein Land MUSS sein Militärpotential so reduzieren, dass das keine Gefahr mehr für die anderen Länder darstellt. Auch sollte richtige ökonomische Blockade dieses Land hart treffen. Nämlich, dem Aggressor wird verboten, etliche Güter zu exportieren. Dann werden Währungsreserven immer knapper… Alle Länder werden verpflichtet, Zusammenarbeit mit dem Aggressor in allen Bereichen zu stoppen, sei es kulturelle,
    wissenschaftliche, militärische oder andere Form der Zusammenarbeit. Für das Verbrechen gegen der Bevölkerung des Opferlandes, egal in welcher Form, für alle Toten, Verletzten, für alle Zerstörungen muss Aggressorland hohe Geld- und Reparationskosten zahlen. Dazu soll Aggressorland hohe Summen schon wegen des Aggressionsaktes bezahlen. Und auch für den Strafprozess und an die UNO.
    Es wäre auch angebracht, auf das Motto ,,Sport ist nicht politisch“ zu verzichten. Wir wissen ganz genau, was ist nach den Olympischen Spielen 1936 und Winterolympiade in Sotschi passierte… Also, Teilnahme an internationalen Wettkämpfe soll für Sportler aus dem Aggressorland untersagt werden. Das soll auch für Künstler aus so einem Land
    gelten. Diese Liste kann man verlängern. Das Wichtigste ist – diese Strafsanktionen verhängt das Gericht. Alle Führer des Aggressorlandes sollen wegen Kriegsverbrechen angeklagt und verurteilt werden. Diese Führer sollte man NICHT versuchen zu UBERREDEN. Sie müssen verurteilt werden! Auch wichtig: Die Beschlüsse des Gerichtshofs sind endgültig und können nicht revidiert werden. Dies gilt für alle Länder. Kooperation mit dem Aggressorland wird auch als Aggression eingestuft und bestraft.
    Nach einiger Zeit wird Aggressorland sich in voller Isolation befinden. Es wird zu Protesten der Bevölkerung führen und letzten Endes, zur Abschaffung des aggressiven Regimes.
    Wenn so ein Internationaler Gerichtshof existieren würde, könnten Länder wie Moldawien, Georgien, Ukraine u. a. ihre Klagen anreichen. Für Regierungen im Exil sollte das auch möglich sein.

    P.S.: Nach allem hier Geschriebenes stellt man sich immer die gleiche Frage: „Was nutzen all die internationalen Organisationen und Gremien, wenn sie trotz ihrer jahrzehntelangen Existenz für Menschen auf der Erde kein Leben in Sicherheit und Frieden ermöglicht haben?

    • Die Einseitigkeit dieses Kommentars ist erschreckend.

      Der böse, böse Russe. Völlig ignoriert wird dass die USA/CIA und Deutschland mit der Konrad Adenauer Stiftung in Kiew gezündelt und den Putsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung eingeleitet haben.

      Und ich kann nur sagen ein Glück dass die faschistische Junta in Kiew keine Atomwaffen hat. Und Waffenlieferungen an Faschisten sollten weltweit geächtet werden.

      Das Putin kein besonders guter Mensch ist, dürfte klar sein. Sonst wäre er nicht an der Position an der er jetzt ist.

      Aber der Aggressor-Staat schlechthin der Staat der hunderttausende von Zivilisten mit seinen „Demokratiebomben“ ermordet hat, das ist seit Jahrzehnten nur die USA!!! Vietnam, Irak, Syrien, Libyen usw.usw.

      http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/19174-Weltbrandstifter-Europa-angekommen.html

      Zitat:
      Darüber hinaus sollte es möglich sein, schwere Strafsanktionen gegen das Aggressorland zu verhängen. So ein Land MUSS sein Militärpotential so reduzieren, dass das keine Gefahr mehr für die anderen Länder darstellt. Auch sollte richtige ökonomische Blockade dieses Land hart treffen. Nämlich, dem Aggressor wird verboten, etliche Güter zu exportieren. Dann werden Währungsreserven immer knapper… Alle Länder werden verpflichtet, Zusammenarbeit mit dem Aggressor in allen Bereichen zu stoppen, sei es kulturelle,
      wissenschaftliche, militärische oder andere Form der Zusammenarbeit. Für das Verbrechen gegen der Bevölkerung des Opferlandes, egal in welcher Form, für alle Toten, Verletzten, für alle Zerstörungen muss Aggressorland hohe Geld- und Reparationskosten zahlen. Dazu soll Aggressorland hohe Summen schon wegen des Aggressionsaktes bezahlen. Und auch für den Strafprozess und an die UNO.
      Zitat Ende

      Die Idee ist gut! Dann müssen aber alle Staaten mitmachen.
      Und dann müssten an erster Stelle die USA und Israel vor dieses Gericht gezerrt werden.

      Dazu dieser Link:
      http://www.tagesschau.de/ausland/israel-strafgerichtshof-101.html

  4. Der Autor dieses Artikel hat ein Superhirn!!! Diese Analyse habe ich (und ich lese sehr viel) gleich 2 x gelesen, weil sie absolut brilliant ist und absolut nachvollziehbar. Solche Artikel würde ich mir in unseren sog. „Qualitätsmedien“ wünschen. Dass es die EU in der heutigen Form in naher Zukunft nicht mehr geben wird ist doch klar. Aus der Ursprungsidee von Adenauer und Charles de Gaulles, nämlich ein Europa der Vaterländer zu bauen, ist ein schwerfälliges und absolut ausbeuterisches Monster geworden, das nicht nur in Deutschland sondern in allen europäischen Ländern gehasst wird. Diese EU ist eine Sondermüll-Deponie abgehalfteter Politiker und Bürokraten, deren oberste Priorität darin besteht, die Menschen in Europa zu SCHIKANIEREN!!! Überall schießen die ANTI-EU-Parteien wie Pilze aus dem Boden und der Euro ist auch nicht mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt ist, dank Goldman-Sachs-Mafia. Die Menschen fühlen sich ausgebeutet und ihrer Freiheit bedroht.

    Ihr blog ist übrigens neben analyse und aktion der Beste, weil man bei Ihren Artikeln dazu lernen kann.

  5. Der Rostislav ist zu freundlich für die Amerikaner Politiker.
    Die Eliten der letzte 25 Jahr sind arrogante Dummköpfe und Lärmmacher die die ganze U.S.A zum Verdamnis bringen werden weil sie nicht sehen wollen was in der Welt passiert.

  6. Zitat:
    Wenn Europa heute an seiner östlichen Grenze auch noch eine vollkommen zerstörte Ukraine bekommt, von wo aus Millionen Bewaffneter nicht nur nach Russland strömen (das sich mit einem Puffer von Volksrepubliken abschotten wird), sondern auch in die EU (ganz zu schweigen von solchen wunderbaren Überraschungen, wie dem Drogenhandel, oder Waffenschmuggel in alle Richtungen, Terrorismusexport usw.), wird das die Europäische Union einfach nicht aushalten.
    ———-

    Aus diesem Grund habe ich bisher nicht verstanden dass ausgerechnet auch Polen die Bewaffnung der Junta in Kiew fordert. Könnte es doch sein dass diese Waffen bald gegen Polen selbst eingesetzt werden.

    Zitat:
    Die Nuklearmächte können keine Konfrontation auf dem Schlachtfeld eingehen.
    ———–

    Da bin ich mir leider nicht so sicher. Wenn die USA den großen Krieg für die letzte Möglichkeit halten ihre Macht (auch wenn es nur eine kurze Verlängerung ihrer Macht sein wird) zu erhalten, dann werden sie davor nicht zurückschrecken.

    Abgesehen davon gab es vor einiger Zeit auch Veröffentlichungen darüber, dass die USA einen atomaren Erstschlag in Erwägung ziehen könnten unter der Prämisse dass es ihnen gelingen würde gleichzeitig alle Gegenschläge damit zu vereiteln.

    Machbar oder nicht?

    Zitat:
    Zumal noch, weil zu der Zeit, wo diese Frage entschieden werden muss, die EU als Alternative zur eurasischen Wahl nicht mehr zur Diskussion stehen wird, weil sie schlicht nicht mehr existieren wird.

    Interessieren würde mich wie der Autor zu dieser Einschätzung kommt.
    Ist er der Meinung dass die von ihm angesprochenen Fliehkraftprozesse der EU den Gnadenstoß geben werden?

  7. sie zitieren Putin“ im tnteresse des volkes, was das Volk will usw.“.
    das ist genau das Gegenteil zu den europäischen Politikern. diese haben nicht
    die eier in der hose um das zu tun was das Volk will, sondern sie tun was die amis wollen.habe in meinen 65 jahren nicht eine Partei erlebt die etwas für uns deutsche getan hat.alles nur fürs eigene portomonai.

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