Zu den TARGET2-Salden und den Goldvorräten der BUBA …

… ein hervorragender Kommentar von Dr. Neugebauer.

Kein Wunder, dass bei der BUBA die Nerven blank liegen.
Nur noch eine Frage der Zeit, bis Herr Weidmann den Job bei der BUBA hinschmeißt?

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Zentralbanken halten Gold nur aus einem Grund

Nach dem aktuellen Ausweis der Deutschen Bundesbank nahmen die sogenannten Target2- Salden in der Bilanz des deutschen Vertreters im Euro-System innerhalb eines Monats von 547,047 Milliarden Euro auf 615,592 Milliarden Euro zu. Das entspricht einem monatlichen Zuwachs von 12,5 Prozent.

Im Jahresvergleich – dort betrug der Saldo vor zwölf Monaten noch 323,228 Milliarden Euro – stiegen die Forderungen der Deutschen Bundesbank aus dem Taget2-System um knapp 91 Prozent.

In einem gesunden Euro-System sollte die Deutsche Bundesbank eigentlich überhaupt keine positiven Salden, die quasi via EZB Zahlungsforderungen an andere Notenbanken des Euro-Systems darstellen, haben. Wenn man sich die Target2-Salden der Bundesbank in den Jahren von 1999 bis 2006 im Durchschnitt betrachtet, dann hat die Deutsche Bundesbank aus Target2 lediglich Forderungen von knapp zwei Milliarden Euro an die EZB gehabt. Das war ein gesunder Wert.

Nach dem Jahr 2006 schritt der Anstieg von den Target2-Salden linear voran – aber seit dem letzten Jahr ist diese Anstiegsbewegung in ein exponentielles Wachstum übergegangen.

Ich verzichte, die Beschwichtigungen der Bedeutung von Target2-Salden der Politiker und sogenannten Experten hier weiter zu kommentieren. Das habe ich in älteren Berichten bereits getan, die im Archiv unter bullionaer.de jederzeit einsehbar sind.

Vereinfach kann man Target2 mit einem Giro-Kontosaldo vergleichen. Man kann auf diesem Konto größere Guthaben sammeln, aber genauso Verbindlichkeiten mittels eines Dispo-Kredits haben. Aber am Ende sollte es weder größere Haben-Salden und schon gar nicht größere Schulden-Positionen geben. Erlauben die Banken einem Privat-Kunden die ungehinderte Aufschuldung seines Soll-Saldos, dann geht es augenscheinlich diesem Privat-Kunden immer noch gut. Denn er kann konsumieren und weiterhin alle seine Zahlungs-Verpflichtungen erfüllen. Aber er wird immer tiefer in die Schulden-Falle laufen, denn seine Verpflichtungen aus dem in Anspruch genommenen Dispo werden irgendwann auch bei allergrößter Anstrengung nicht mehr rückzahlungsfähig werden.

Genau in diese Schuldenfalle laufen derzeit die Staaten des Südeuro-Raums nebst Österreich, die massive Negativ-Salden bei Target gegenüber der Bundesbank angehäuft haben.

Da sich entgegen der verbreiteten Propaganda die Situation im Euro-Raum nicht zu stabilisieren scheint, sondern die Gemeinschafts-Währung eher weiter zerfällt – die Target2-Salden sind hier ein nichtwegdiskutierbarer Indikator – werden die Schuldner immer mehr zahlungsunfähig. Und die Deutsche Bundesbank als Haupt-Gläubiger muss wohl einen großen Teil ihrer Target2-Salden als uneinbringlich anschreiben.

Neben den Target2-Salden existiert ein weiterer großer Posten auf der Aktiva-Seite der Bundesbank – die Goldvorräte. Diese betrugen 132,9 Milliarden Euro laut Ausweis im aktuellen Monatsbericht. Bei einer Gesamt-Bilanzsumme von 910,9 Milliarden Euro sind das immerhin 14,6 Prozent. Die 615,592 Milliarden Euro aus Target2 machen aber immerhin 67,6 Prozent aus.

Warum hat es dann Gold die letzten Wochen so schwer, von der Stelle zu kommen. Wenn man sich die Kommentare in der bislang goldfreundlichen Community anschaut, dann scheinen bei manchen Marktteilnehmern und Kommentatoren inzwischen schon die Sicherungen durchzubrechen.

Wie bei der Lehman Brothers Pleite im Herbst 2008 gilt: Wenn das Papiergeld-Finanzsystem am Rande des Bankrotts steht, dann muss man durch gezielte Goldpreis-Drückung verhindern, dass die Investoren massiv aus dem bisherigen System aussteigen und Gold kaufen. Dazu werden die in der Bilanz der Notenbank gehaltenen Gold-Reserven mobilisiert – sie werden dabei nicht sichtbar verkauft, sondern nur über Swap-, Leasing- und andere versteckte Verkaufs-Aktivitäten veräußert. Für die Bildung des aktuellen Gold-Preises haben diese Aktionen einen ähnlichen Effekt wie ein offizieller Verkauf – es wird zusätzliches Gold auf der Angebots-Seite im Markt platziert.

Genau das gleiche Phänomen sehen wir jetzt. Der Euro befindet sich in einer praktisch nicht mehr aufhaltbaren Sterbe-Phase. Und um diese Währung noch eine Zeit als solide den Märkten darzustellen, werden die Gold-Reserven der Euro-Notenbanken zur Kursstützung des Euros verwandt.

Die Zentralbanken halten ihren größten Feind nur aus einem Grund in ihren Bilanzen – um im Krisenfall ihre Währung durch Goldverkäufe stützen zu können. Schauen sie sich die Goldpreis-Entwicklung des Jahrs 2008 an – damals war der US-Dollar die gefährdete Währung – und beobachten sie, wie sich das gelbe Metall in den folgenden Jahren trotz massiv negativer Gold-Kommentare entwickelte.

Das Euro-Lehman findet derzeit in Form von Target2-Salden und der einen Billionen-Euro Dicken Berta von EZB-Chef Draghi statt. Wer sich jetzt wie im Jahr 2008 vom gelben Metall verabschiedet, macht den gleichen Fehler wie seinerzeit.

Stellen Sie sich immer die folgende Frage: Hat sich etwas verbessert – stabilisiert sich das System? Oder hat man (wieder einmal) mit kurzfristigen Maßnahmen eine Welle der Euphorie ausgelöst, ohne eines der wirklichen Probleme in den Griff bekommen zu haben?

Wenn Ihnen Politiker und vermeintliche Experten erklären sollten, dass Daten wie Target2-Salden nicht relevant seien, beobachten Sie genau gerade diese Salden. Sie zeigen mehr oder wenig direkt die aktuelle Stabilität im Euro-System.

Man kann den Bürgern zwar das Bargeld wegnehmen wie derzeit in Schweden geplant, um nicht-systemkonforme Personen jederzeit von Staates Hand völlig vertilgen zu können. Aber solange Zentralbanken ihre eigentlich für Experten gedachten Daten veröffentlichen müssen, haben wir noch eine Chance, uns unabhängig von den von diversen Wahrheits-Ministerien besonders gefälschten Daten zur Inflation und Arbeitslosigkeit zu machen.

In der Zukunft müssen wir unsere grauen Zellen sowieso für grundlegende Bewertungen weg von der Konsum-, Freizeit- und Sozialgesellschaft reaktivieren. Denn neben dem Papiergeld-System, das durch permanenten Betrug diese Illusionen nährt, wird auch der allmächtige und für uns denkende Staat auf seine zum Schutz des Bürgers vor inneren und äußeren Bedrohungen gerichtete Aufgabe massiv zusammengeschrumpft werden.

Quelle: http://www.bullionaer.de/ziemann.php/goldnews/20120410Zentralbanken_halten_Gold_nur_aus_einem_Grund.htm/XTCsid/fd2c775f800d6ea2ad8ec38252ad8e00

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